Vorfreude auf den Herbst beim morgendlichen Spaziergang

Es ist noch früh am Morgen. Die Sonne erobert sich Stück für Stück den Himmel zurück. Ihre ersten Strahlen huschen zwischen den Bäumen hindurch. Die Luft ist frisch und klar. Kälter als anden letzten Tagen. Herbstlicher, auch wenn kalendarisch noch Sommer ist.

Das leise Tapsen meiner Schuhsohlen ist das einzige Geräusch. Ich atme tief ein, genieße die Ruhe und die Einsamkeit, die meine Morgenrunde mir schenkt. Plötzlich ein rascheln. Ein Eichhörnchen huscht aus dem Gebüsch, schnappt sich eine der herum liegenden Walnüsse und ist im nächsten Moment wieder verschwunden. Wo es die Nuss wohl vergraben wird?

Über den Feldern hängt das erste Mal wieder Nebel. Wie durch einen leichten Schleier sehe ich die Stoppelfelder mit den Resten der Maispflanzen. Gelbe, vertrocknete Stummel, die aufgereiht darauf warten, unter die harte vom heißen Sommer ausgelaugte Erde gepflügt zu werden.

Mein Blick wandert über die früh abgeernteten Felder. Die Sicht ist nun wieder weit und offen. Unverstellt. Das Laub verfärbt sich in diesem Jahr schon früh. An einigen Bäumen sind die Blätter beinahe im Zeitraffer von dunklem Grün zu verrottendem Braun übergegangen. Ein Teil liegt bereits am Boden, raschelt als ich hindurch gehe.

Das Weinlaub, das sich vereinzelt an den Seiten entlang- und an Bäumen emporrankt, hält sich tapfer. Rot leuchtet es zwischen dem Grün. Es erzählt vom beginnenden Herbst. Vom Herbst, der Stück für Stück den Platz des Sommers einnehmen wird. Der gerade noch mit dem Altweibersommer Hand in Hand geht. Doch bald heißt es Abschied nehmen von den langen heißen Wochen.

Ich denke an gemütliche Abende bei Kerzenschein. An Wollsocken an meinen Füßen. An Spaziergänge durch den herbstlichen Wald, begleitet vom kühlen Wind, der an den Ästen rüttelt.

In Gedanken versunken öffne ich zuhause das kleine Gartentor. Leuchtendes Rot der noch blühenden Rosen begrüßt mich. Als ich durch den Garten gehe, sehe ich wie viele Farbtupfer es noch gibt und auch die Fette Henne beginnt sich rötlich zu verfärben. Zufrieden kehre ich ins Hause zurück. Angefüllt mit guten Gedanken und einem großen Glücksgefühl: Willkommen Herbst – ich freu mich auf Dich!

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„Ein Wochenende mit Dir“ – ein besonderer Online Kurs von Barbara Pachl-Eberhart

Ich habe einen Kuchen gebacken. Einen Topfkuchen. Ganz simpel. Ohne EPSR3375Schokoladenüberzug. „Schierer Topfkuchen“, wie meine Mutter ihn genannt hätte. Den mochte sie am liebsten, da ließ sie alles für stehen. Und für sie habe ich ihn gebacken. Und ja, meine Mutter ist letztes Jahr im Juni verstorben. Wieso ich dann einen Kuchen für sie gebacken habe?

Das liegt an dem Online Kurs Angebot von Barbara Pachl-Eberhart: „Ein Wochenende mit Dir.“ In einer Gesellschaft, in der Viele den Tod gerne an den Rand des Lebens drängen, bietet Barbara Pachl-Eberhart (Autorin, Schreibcoach und Lehrerin für kreatives biographisch-literarisches Schreiben – diese Angaben habe ich direkt von der Website, die Ihr hier findet) eine wundervolle Möglichkeit „sich liebevoll mit einem Menschen, der schon gestorben ist und der Ihnen am Herzen liegt zu verbinden“.

Als ich dies las, war es für mich ein wahres Geschenk, denn ich war gerade in einer Phase, in der ich darüber nach dachte, mich mit den diversen Hinterlassenschaften (Briefe, Fotos und andere Kleinigkeiten) auseinander zu setzen. Und ich wusste, ich würde dies auch gerne schreiberisch begleiten. Denn über das Schreiben drücke ich mich seit Kindesbeinen aus und ich halte auch vieles aus meinem Leben auf diese Art und Weise in Worten fest. Aber an dieser Stelle fehlte mir ein Ansatzpunkt. Ein Aufhänger. Nein, in Wirklichkeit fehlte mir Jemand, der mich an die Hand nahm. Der mich liebevoll und einfühlsam auf dieser Reise mit meiner Mutter begleiten würde.

Kann dies ein Online Kurs? Das würde ich nicht grundsätzlich mit Ja beantworten. Aber dieser kann es. Für mich zumindest hat es „funktioniert“. Ich habe mich an diesen zweieinhalb Tagen meiner Mutter sehr nah gefühlt. Für mich war sie da. Bei und mit mir. Ich habe gelacht und auch mal geweint. Und es hat unglaublich gut getan, dies zuzulassen. Mir diese Zeit zu nehmen. Sie mir zu gönnen. Denn Trauer ist nicht einfach abzuhaken. Man kann nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und sagen: „Ok, das wars. Weiter im Alltag.“

Wobei – und das ist ein wichtiger Hinweis, der von Barbara Pachl-Eberhart gemacht wird – der Kurs ist nicht für „frische“ Trauer geeignet. Und selbstverständlich muss sich da Jeder selber hinterfragen: „bin ich schon so weit?“ Was im Vorhinein sicherlich auch schwierig zu beantworten ist. Aber bei Interesse hilft es schon einmal weiter, sich das Angebot genau durchzulesen und dann in Ruhe darüber nachzudenken.

Ich jedenfalls habe diese Tage sehr genossen. Wobei der letzte Tag mir in Teilen schon zu anstrengend war und ich eine Übung ausgelassen habe. Denn diese Zeit – so schön sie auch war – hat eben auch Kraft gekostet. Kraft, die ich allerdings im Nachhinein durch frische Energie zurück bekommen habe. Wie das funktioniert hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Und ob das bei Anderen auch so klappt, natürlich auch nicht. Aber es ist – wie oben geschrieben – eine wundervolle Möglichkeit, noch einmal Zeit mit einem geliebten Menschen zu verbringen. Und ja, dann kann auch nochmal der richtige Zeitpunkt da sein, um den Lieblingskuchen zu backen.

Übrigens: als ich am letzten Tag den Abschluss gemacht und mich zurück gelehnt habe, flog auf einmal ein heller Schmetterling – vermutlich aus der Familie der Weißlinge – durch mein Wohnzimmer. Alle Fenster und Türen waren seit Stunden geschlossen. Er flog vor meinem Gesicht entlang und setzte sich dann auf die Fensterbank. Behutsam umfasste ich ihn mit beiden Händen – ich weiß, der Flügelschmelz… – öffnete das Fenster, er blieb noch einen Moment sitzen und flog dann davon… Danke Mama.

Ein Murakami Abend

Kennt Ihr die Bücher von Haruki Murakami? Murakami ist ein japanischer Autor. Einer, IMG_1870der seinen ganz eigenen Stil gefunden hat, sich trotzdem weiter entwickelt und sich auch durch Kritiker – die er besonders in seinem eigenen Land hat – nicht von dem abbringen lässt, was er tut und wie er es tut.

Ich bin über meinen Mann an die Bücher gekommen. „Kafka am Strand“ war das erste, das ich gelesen habe. Ich liebe diese surrealistischen Momente, die in seinen Geschichten zu finden sind. Den ruhigen Erzählfluss, der mich als Leserin mit nimmt und mir schöne Lese-Momente verschafft.

Eins seiner Vorbilder ist der amerikanische Autor John Irving („Hotel New Hampshire“, „Die Bären sind los“, „Garp“…) – bei beiden ist es so, dass man ihre Erzählstile liebt oder hasst – so kommt es mir zumindest vor. Sie erinnern an die Zeit der Romantik, in der z. B. Charles Dickens Geschichten schrieb, die lang und – so sehen einige es – ausschweifend waren. Eine andere Zeit eben. Ich persönlich mag es, wenn auf diese Art und Weise erzählt wird, insofern lese ich diesen Erzählstil – in moderner Form von beiden Autoren genutzt – sehr gerne. Kein Wunder also, dass ich mich gefreut habe, als die Buchhandlung Leuenhagen und Paris in Hannover einen Murakami Abend angeboten hat.

Natürlich wäre es toll gewesen, wenn der Autor selber da gewesen wäre, aber die Zuhörer haben auch so einen spannenden und einzigartigen Abend erlebt. Die deutsche IMG_1871Übersetzerin Ursula Gräfe hat an diesem Abend von ihrer Übersetzer Tätigkeit erzählt. Davon, wie sich die Zusammenarbeit mit dem Autor, aber auch mit den Übersetzern aus anderen Ländern gestaltet. Da gab es jede Menge Anekdoten und Frau Gräfe hat all dies in einer sympatischen und humoristischen Art erzählt.

Es kam dann auch die Frage auf, ob sie denn Herrn Murakami schon einmal persönlich kennen gelernt habe. Und prompt erzählte sie von einer Preisverleihung in deren Verlauf, sie dem Autor dann tatsächlich gegenüber gestanden hätte. Und wie aufgeregt sie doch gewesen sei. Aber Herr Murakami sei ein sehr freundlicher, bodenständiger Mensch, mit dem man leicht ins Gespräch käme, so dass künftige Treffen dann ohne weiche Knie im Voraus abliefen.

Zum Schluss der Veranstaltung las sie noch eine Geschichte vor, die die Inspiration für den aktuellen Zweiteiler „Die Ermordung des Commendatore“ gewesen sei. Sie handelte von einem Mönch, der lange Zeit begraben war und immer mit einem Glöckchen geläutet habe. Ziemlich gruselig, aus dem Bereich des Buddhismus. Es war auf jeden Fall spannend auf diesem Weg einen Blick hinter die Schreib-Kulissen werfen zu können.

Und dass dann auch noch ein paar Bücher gemeinsam mit meinem Mann und mir den Heimweg antraten… das brauche ich wohl kaum zu erwähnen.

Das Wörtchen NEIN – ein Gedankenschwall

„NEIN ist die negative Antwort auf eine Frage, die positiv oder negativ beantwortet DSC_0080werden kann“ – bei Wikipedia liest sich das so einfach. Und sicherlich gibt es auch Menschen, denen dieses kleine Wort mit den vier Buchstaben leicht über die Lippen geht. Bei mir war und ist das nicht der Fall.

Beinahe ein halbes Jahrhundert dauert mein Leben nun schon an und ich kann es gar nicht zählen, wie oft ich in all den Jahren JA gesagt habe, obwohl alles in mir NEIN schrie. Was für Kämpfe ich mit mir selber hatte, die letztendlich sogar meine Gesundheit gefährdet haben. Kommt Euch so etwas bekannt vor?

Zudem habe ich ein ausgeprägtes Helfersyndrom. Früher stand es auf meiner Stirn geschrieben: Hey, sprich mich an, ich opfere mich gerne für Dich auf! Irgendwann musste ich lernen, dass ich es Kräftemäßig nicht schaffen kann, immer zu geben und zu geben und zu geben. Und dass es auch gar nicht Sinn der Sache ist! Geben und nehmen – so soll es sein! Ok, das hatte ich also gelernt und habe meine Kräfte maßvoll eingesetzt.

Trotzdem blieb da das Problem mit dem Wörtchen NEIN… besonders Freunden und Familie gegenüber. Denn Frau hat sie doch lieb. Wie kann sie da NEIN sagen? Ganz einfach. Weil die eigene Stärke nicht unbegrenzt vorhanden ist. Weil es mir manchmal selber schlecht geht und ich am Ende meiner Kräfte bin.

Und dann? Sage ich: NEIN! Alles geritzt? Denkste! Die Menschen gewöhnen sich rasch daran, dass man JA sagt und versucht alles möglich zu machen. Über die eigenen Kräfte hinaus. Und JA, ich helfe gerne. Und werde auch immer ein hilfsbereiter Mensch bleiben, aber wenn NEIN… dann naja, eben NEIN!

In den letzten ein, zwei Jahren bin ich im Familien- und Freundeskreis öfter angeeckt. JA, meine Lieben mussten sich erst daran gewöhnen, dass ich auch mal NEIN sage. Und dann auch dabei bleibe. Dass man mich nicht überreden kann – warum wird es überhaupt versucht?? – sondern dass es ein JA zu mir ist. Zu meinen Wünschen, meiner Gesundheit, meinem Leben.

Glücklicherweise gibt es auch die, die einfach gesagt haben: hey, richtig so, achte auf Dich! Du bist wichtig! Aber eben auch die anderen. Die, die mir kein Verständnis, keinen Respekt für mein NEIN entgegen bringen. Dabei haben sie sonst auch gesagt: hey, pass auf Dich auf! Aber die Situation ist eben immer anders, wenn dieses NEIN einem selber in die Suppe spuckt. Wenn es an das eigene Fell geht. Es ist nicht, dass ich solche Situationen nicht selber kenne… aber letztendlich akzeptiere ich das NEIN von den Menschen, die mir wichtig sind. Versuche sie in ihren Entscheidungen zu unterstützen. Dass und nur dass wünsche ich mir auch von ihnen.

Ist das zu viel verlangt?

Tick, Trick und Track spielen Häschen in der Grube

Früher Abend. Das Wetter muckelt vor sich hin, aber ich bin ja drin, also: kein Problem. Motorengeräusch, ein Blick aus dem Fenster – mein Mann kommt nach Hause. Ich tapse auf Socken in den Flur, öffne schon mal die Haustür, da kommt er auch schon auf mich zu. Sein Blick ist ernst: „Kannst Du mal kommen?“

`Oh, nein´, denke ich prompt, `etwas schlimmes ist passiert. Das Auto hinüber, Teile vom frisch gelieferten Carport geklaut… andererseits, mein Mann sieht gesund und munter aus, also kann es gar nix schlimmes sein.´Ich atme wieder ruhiger und gehe zu dem für unseren künftigen Carport ausgehobenen Fundament Bauloch, wo mein Mann steht und nach unten schaut.

Ich schaue auch hinein und im ersten Moment sehe ich nur ein 80 cm tiefes Loch, genau so wie gestern, vorgestern… Aber HALT! NEIN! Da, in der Ecke… ich beuge mich weiter runter. Dicht aneinander gedrängelt, eingerollt hocken sie: Tick, Trick und Track. Drei Igelbabys.

Anscheinend sind sie irgendwo im Garten aus den Büschen hervor gekommen und in das Loch geplumpst. Einer nach dem anderen. Fragend schauen wir uns an. Zwei Menschen ohne Igel Erfahrung und drei einsame Igelbabys in einem Loch. Was tun sprach Zeus?

Ein rascher Anruf bei der Wildtier Auffangstation in Sachsenhagen. Die Kleinen müssen 120 – 150 g wiegen, um überleben zu können. Irgendwann im August sind sie wohl geboren und nun ist, laut der Mitarbeiterin, die Zeit gekommen, wo sie immer öfter das Nest verlassen und auf Streifzüge gehen. Und dieser hat sie leider in diese Situation gebracht. Kalt dürfen sie auch nicht sein und die Augen nicht verklebt. Ansonsten sollen wir sie zum aufpäppeln nach Sachsenhagen bringen. Wenn sie fit sind, unter die Büsche setzen und klein gedrücktes Katzenfutter hinstellen.

Ok, nun heißt es handeln: die Kleinen vorsichtig nach einander raus heben – danach brauche ich tatsächlich selber eine Hand-Stütze um wieder heraus zu kommen – dann legen wir sie behutsam in einen kleinen Korb auf ein Geschirrhandtuch. Einer wird gewogen – die drei Kleinen sehen Gewichtsmäßig gleich aus – und Hurra es sind sogar knapp 200 g. Also das ist schon mal gut. Die Augen, sofern sie geöffnet sind, sehen auch nicht verklebt aus und sie fühlen sich warm an. Wir sind total erleichtert!

Wir suchen eine Stelle unter dem Haselnuss Busch, heben sie mitsamt dem Handtuch raus, der Teller mit Katzenfutter und einen mit Wasser haben wir daneben gestellt und dann gehen wir ein Stück zurück und beobachten. Tick, der mutigste von den Dreien, hält das Näschen in die Luft. Anscheinend schnüffelt er das Katzenfutter. Ratzfatz entrollt er sich, marschiert los, biegt kurz vor dem Teller ab und ist im Gebüsch verschwunden.

Trick hat sich derweil auch gerappelt, lässt sich bei der Betrachtung des Katzenfutters etwas mehr Zeit, biegt dann jedoch auch ab und ist nicht mehr zu sehen. Besorgt blicken wir auf Track. Er liegt da, zusammen gerollt wie eine Kugel mit Stacheln, die Augen zusammen gekniffen und rührt sich nicht. Glücklicherweise atmet er. Als man das rascheln und tappsen seiner Geschwister nicht mehr hört, kommt auch in ihn Bewegung. Nun aber husch, husch. Auf gehts, den anderen hinter her.

Genauso munter wie Tick und Trick trippelt er davon und wir? Wir sind unendlich erleichtert! Was noch bleibt ist eine Rauskletterhilfe zu bauen. Denn zum abdecken ist das Areal zu groß. Nächste Woche wird es glücklicherweise zu betoniert. Und bis dahin laufen wir regelmäßig Igel-Streife!

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Landpartie Nienburg – viel schöner, als gedacht!

Jedes Jahr von Frühling bis zum Herbst hängen bei uns in der Gegend grüne Plakate. Dann weiß ich: Aha, hier wird wieder für die Landpartien im Umkreis geworben. Vor meinem geistigen Augen sah ich früher Stände mit Keramik, Frauen mit großen Hüten und leicht blasierten Gesichtsausdrücken und Menschen, die Dinge kaufen, die sie zuhause in die Ecke stellen und vollstauben lassen. Es lebe das Klischee!

Vor zwei Jahren fragte mich dann eine Freundin, ob ich nicht mit ihr zur Landpartie auf dem Klostergelände Schinna gehen wollte. Ok, dachte ich, sollten mir die oben genannten Klischees begegnen, könnte ich mich zumindest auf dem Gelände umschauen – schließlich bin ich erklärter Kirchen- und Klostergebäude Fan – und einen Tag mit meiner Freundin genießen. Wie es mir gefallen hat? Tja, dieses Jahr kam der Vorschlag von mir…

Allein die Location – so sagt man doch heute?! – ist einen Besuch wert. Unter alten Bäumen, inmitten der historischen Gebäude gibt es zahlreiche Stände, die von Obst und Brot über Gewürze bis hin zu Kleidung und Dekoration alles anbieten.

Was ich besonders mag, ist das herum schlendern, schauen, auch mal ins Gespräch kommen. Wie z. B. am Stand des Bremer Gewürzhandels, wo es die unterschiedlichsten Gewürzmischungen und Leckereien wie Wasabi Erdnüsse gibt. Worüber Frau dann auch gleich ins Gespräch kam und die Stand Inhaberin uns sagte, man müsste die Nüsse ganz rasch zerkauen und nicht lutschen. Warum? Ganz einfach: ansonsten brennt die Zunge höllisch vom Wasabi, was nur durch das vermischen mit der Erdnuss verhindert werden kann. Und dann ist es wirklich superlecker!

Lange standen wir auch am Info Stand des Kinderhospiz Löwenherz. Eine gute Gelegenheit, sich hier einmal schlau zu machen. Und wer es nicht kennt: dort werden Familien mit todkranken Kindern aufgenommen und es wird sich im Pflegeverhältnis 1:1 um sie gekümmert. Leider gibt es aktuell zu wenig Fachkräfte, die dort arbeiten wollen, so dass einige der Plätze leider nicht besetzt werden können. Dabei gibt es eine Warteliste von Familien, die diese Plätze dringend benötigen würden. Am 22. September 2018 gibt es einen Tag der offenen Tür. Vielleicht eine Möglichkeit, Berührungsängste abzubauen. Bei Interesse einfach mal hier klicken.

Ansonsten haben wir an diesem sonnigen Tag in aller Ruhe die unterschiedlichsten Angebote bestaunt, uns wunderschöne Kerzenständer, leckere Aufstriche und besagte Gewürzmischungen gekauft. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz: draußen sitzen und Flammkuchen mit Spinat und Käse, geräucherte Kartoffeln – sogenannte Rökjes – mit Lachs essen und hausgemachte Mango Lassi genießen.

Nicht zuletzt ist es auch immer spannend, die Besucher zu beobachten und ja, es gibt sie, die Frauen mit den großen Hüten, die so elegant wie möglich über das unebene Gelände stöckeln. Aber hauptsächlich sind es Menschen, die so wie wir einfach die Landpartie genießen. Und damit Ihr einen Eindruck bekommt: hier ein paar Impressionen!

Ach ja… vom 06. – 09. September 2019 findet die nächste Landpartie Nienburg, Kloster Schinna bei Stolzenau statt. Ich werde bestimmt dabei sein!

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