Meine jährliche Frühlings-Pause

Wie in jedem Jahr mache ich auch 2021 wieder eine Frühlings-Pause. Zweieinhalb Wochen offline. Ok, mit dem wegfahren wird es nichts, aber so wie im letzten Jahr, werde ich mit meinen Lieben wieder Ausflüge in die nähere Umgebung machen.

Wie lesen uns dann nach Pfingsten wieder. Habt eine gute Zeit, passt auf Euch auf, werdet / bleibt gesund!

Alles Liebe
Eure Waldträumerin Nicole

Monats-Foto #5

Ein Jahr lang fotografiere ich monatlich auf meinen Spaziergängen einen Blick über die Felder. Seit 25 Jahren gehe ich dort regelmäßig lang. Je nach Wetter und Tages- und Jahreszeit sieht es immer anders aus. In diesem Jahr möchte ich das gerne dokumentieren.

Sonntag, 02. Mai 2021
12.08 Uhr
8° C, bewölkt

„Wie ein Fremder“

Ich schaue bei Menschen gerne „hinter die Kulissen“ bzw. ich interessiere mich für ihre Geschichten. Kein Wunder also, dass ich Dokumentationen mag. Eine habe ich letzte Woche bei Netflix gesehen. Eine 5-teilige Doku-Reihe über den Musiker Roland Meyer de Voltaire mit dem Titel „Wie ein Fremder“. Sechs Jahre lang hat ihn der Regisseur Aljoscha Pause auf seinem Weg begleitet. (Die Doku gibt es auch auf 3SAT einfach hier klicken)

Und zwar genau von dem Zeitpunkt an, als Roland Meyer de Voltaire entscheiden muss, wie sein musikalischer Weg weiter verläuft. Er packt in Köln seine Sachen, kündigt seine Wohnung und macht sich auf den Weg nach Berlin. Ohne eigene Wohnung und nur mit dem nötigsten. Er kann und will seine Leidenschaft für die Musik nicht aufgeben.

Talent und eine außergewöhnliche Stimme bescheinigen ihm damals viele. Kein Wunder, dass er bereits mit seiner Band „Voltaire“ Furore gemacht hat. Auch von dieser Zeit erzählt die Doku.

Der Film ist toll gemacht, allein von dieser Seite her, habe ich ihn gern gesehen. Aber auch zu erleben, welche Wege dieser Musiker gegangen ist – ohne aufzugeben – fand ich sehr berührend und interessant. Mal ganz abgesehen davon, dass Roland Meyer de Voltaire eine großartige Stimme und Bühnenpräsenz hat. Also: solltet Ihr Interesse an Musik und Dokus haben, dann schaut und hört Euch diese Doku-Reihe unbedingt an.

P.S. Ich habe mir schon eine Single von ihm gekauft. ❤

Hinweis: Unbezahlte Werbung aus purer Begeisterung.

Der ganz unnormale Wahnsinn

Um mich herum ist alles still. Nicht totenstill, aber still. Bei jedem kleinen Geräusch erwarte ich fast, dass eine streng gescheitelte Dame, den Zeigefinger gerade gereckt vor den Lippen „Pst!“ macht.
Dabei befinde ich mich nicht in einer Bibliothek, sondern in einem Buchladen. Einer, in dem man sich normal bewegen und unterhalten darf, ohne Einschränkung der Lautstärke. Trotzdem tut es keiner. Also, sich normal verhalten. Oder kommt es nur mir so vor?

Seit etlichen Wochen bin ich das erste Mal wieder in einer Innenstadt. Der jährliche Zahnarztbesuch stand an, und auf dem Rückweg sah ich, dass der Buchladen geöffnet hat. Ohne `Click & meet´. Gut, am Eingang musste ich einen Einkaufskorb in die Hand nehmen und ein paar Schritte weiter, meine Hände unter einem Spender desinfizieren. Ein Prozedere, das mittlerweile jedem bekannt sein dürfte.
Aber womit ich nicht gerechnet habe ist, dieses Gefühl, dass alles anders ist. Eben nicht normal. Nach einem Jahr Lockdown, Kontaktbeschränkungen und allem, was Covid-19 so mit sich gebracht hat, scheint es keinen normalen Umgang mehr zu geben.
Ich schaue zu der Mitarbeiterin, die an der Kasse steht. Inmitten von vier Plastikwänden, die sie vor Ansteckung schützen sollen. Ihr Gesicht wirkt verkniffen. Ich kann es sehen, weil die Wände sie davor bewahren, einen Mundschutz tragen zu müssen.
Einen Moment frage ich mich, ob ich überhaupt die Bücher in die Hand nehmen darf. Oder muss ich ein angefasstes dann auch kaufen? Ich schüttele über mich selbst den Kopf und greife nach dem ersten Roman, drehe ihn um und lese die Zusammenfassung auf der Rückseite. Es ist herrlich, hier zu sein. Einfach ein wenig zu stöbern und – ganz wichtig – alles anfassen zu können. Klar, heutzutage kann man alles über das Internet bestellen. Gerade in dieser Zeit ein Segen. Zumindest, wenn ich dringend etwas benötige. Doch nichts kann für mich das Gefühl ersetzen, live vor Ort zu sein. Und dabei mit einem – gerne auch mehreren – Menschen Worte zu wechseln.
Nach einer langen Weile entscheide ich mich für zwei Bücher, bezahle sie bei der wortkargen Mitarbeiterin – mein Versuch, sie ein wenig aufzutauen scheitert – und verlasse zufrieden den Buchladen.
Bei all dem unnormalen Wahnsinn um mich herum, fühle ich für einen Augenblick wohltuende Normalität.

HINWEIS: Das Foto ist von 2018 – daher tragen die Menschen darauf keinen Mundschutz!!

Wohngemeinschaft im Carport

Als wir vor einigen Jahren ein Carport auf unser Grundstück stellten, haben wir nicht damit gerechnet, welch reges Treiben dort künftig stattfinden wird. In den vergangenen zwei Jahren haben sich dort Amsel Pärchen ihre Nester gebaut. Das erste Nest wurde leider geplündert, und am selben Tag kam der Amsel-Mann noch ums Leben. Bis dahin hatte ich nicht gewusst, wie sich eine trauernde Amsel-Dame anhört. Es war herzzerreißend. Im folgenden Jahr blickte ich daher mit gemischten Gefühlen auf den Nestbau in einer anderen Ecke. Aber diesmal ging alles gut, und die Amsel-Familie fühlte sich wohl.

In diesem Jahr wird nun das erste Nest wieder genutzt. Von Frau und Herrn Amsel. Wir hoffen natürlich das Beste, und freuen uns immer, wenn wir einen kurzen Blick auf das Brut-Geschehen erhaschen. Von einer Carport-WG ahnten wir da noch nichts.

Letztes Jahr haben wir im Haus ein altes CD-Regal ausrangiert. Da sich keiner dafür erwärmen konnte, haben wir es in den Carport gestellt. Schließlich hat man ja nie genügend Stauraum… Am Wochenende war mein Mann draußen und wollte Werkzeug holen. Kurz darauf sehe ich ihn mit leeren Händen durch den Garten hasten. „Komm schnell!“, rief er, und fügte hinzu, „aber leise!“ Wir schlichen also in den Carport hinein – ich hatte keinen blassen Schimmer, worum es ging – ich stellte mich neben meinen Mann und schaute mich um.

Erst sah ich… nichts. Bis er schweigend auf das Regal zeigte. Im mittleren Fach befindet sich ein Nest und darin hockte ein Vogel. Keine Ahnung, was es für einer ist. Bisher konnten wir nur ein Fitzelchen vom Kopf sehen. Als mein Mann sein Werkzeug geholt hat, ist der Vogel aufgeschreckt und kurz in die gegenüber liegende Ecke geflogen. Aber auch dort war nicht mehr zu erkennen. Es bleibt also spannend. Wir wollen ihm natürlich so viel Ruhe wie möglich lassen. Da muss die Neugier mal hinten an stehen. Auf jeden Fall sind wir nun sicher, dass es eine gute Idee war, das alte Regal nicht wegzuschmeißen. Denn offensichtlich kann es doch noch jemand gebrauchen!



Im falschen Film

Unser Abendspaziergang fand gestern am Steinhuder Meer statt. Gina findet das immer sehr erschnüffelnswert, und ich genieße den Blick übers Wasser. Wir kamen auch an einem meiner Lieblingsrestaurants – dem „Fischerstübchen“ (unbezahlte Werbung!) – vorbei. Ich blieb stehen und schaute durchs Fenster in den Wintergarten. Alle Tische waren eingedeckt, und dazwischen ein Aufsteller mit der Aufschrift: „Wie Sie sehen, wir könnten jetzt sofort öffnen!! Aber…“

„Man kann es eigentlich immer noch nicht glauben.“ Ein Paar blieb vor uns stehen, schaute ebenfalls auf die Szenerie. Wir unterhielten uns einen Moment. Darüber, dass man nach wie vor glaubt, im falschen Film zu sein. Dass wir alle das noch nie erlebt haben. Und es uns auch nicht hätten vorstellen können. Corona-Gespräche eben.

„Ich bin gestern das zweite Mal geimpft worden“, erzählt der Mann. „Ich erst ein Mal“, ergänzt die Frau. Wann hat man schon mal mit fremden Leuten darüber gesprochen, wer wann und wo geimpft worden ist. Wir wünschen uns gegenseitig alles Gute, und hoffen gemeinsam, dass das „Fischerstübchen“ diese Zeit überstehen wird.

Im Weggehen fügt die Frau hinzu: „Mein Mann sagt immer: Bleiben Sie negativ, aber denken Sie positiv.“

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Donnerstag. ❤

Jemand zum Reden

Über 60 Jahre waren sie zusammen. Ein Ehepaar, das alle Höhen und Tiefen des Lebens gemeinsam bewältigt hat. Und nun ist einer übrig geblieben. Vor einem halben Jahr ist der Mann gestorben. Seitdem lebt die Frau allein in ihrem Haus. Glücklicherweise hat sie Menschen, die ihr zur Seite stehen. Trotzdem, wenn sie die Tür hinter sich schließt, wartet dort niemand.

Einsamkeit ist weit verbreitet. Es betrifft auch junge Menschen, aber ich glaube, dass der größere Anteil die alten Menschen sind. Die, die plötzlich alleine leben. Die Kinder vielleicht weit weg. Die Freunde auch bereits verstorben.

Ich schrieb hier im vergangenen Jahr bereits einmal von einer Dame, die ich über eine Trauerbegleitung kennen gelernt habe. Sie wünschte sich einfach nur jemanden, der sie regelmäßig anruft. Damit jemand bemerkt, wenn ihr etwas zustößt. Damals habe ich einen Bremer Verein gefunden, der solche Gespräche anbietet. Allerdings gegen einen kleinen Obolus für den Verwaltungsaufwand.

Gestern nun las ich in von dem Verein Silbernetz. Eine Telefon-Hotline, über die Senioren entweder Sorgen loswerden oder einfach reden können. Der Verein vermittelt auch kostenlos Gesprächspartner, die dann mit „ihrem“ älteren Menschen ein- bis zweimal pro Woche telefonieren.

Ich finde, das ist ein großartiges und wichtiges Angebot. Und genau deshalb schreibe ich hier darüber. Weitere Informationen gibt es auf der Website silbernetz.org (oder einfach hier klicken). Verbreitet es gerne weiter. Ich bin sicher, es gibt Menschen, die sich darüber freuen. Gerade auch in Zeiten von Corona.

Kommt gut in die Woche und passt auf Euch auf. ❤

Monats-Foto #4

Ein Jahr lang fotografiere ich monatlich auf meinen Spaziergängen einen Blick über die Felder. Seit 25 Jahren gehe ich dort regelmäßig lang. Je nach Wetter und Tages- und Jahreszeit sieht es immer anders aus. In diesem Jahr möchte ich das gerne dokumentieren.

Freitag, 09. April 2021
10.44 Uhr
9° C, sonnig

Kreativ-Monat: Mein Fazit bzw. meine neue Leidenschaft

Gerade habe ich mir nochmal die 31 Beiträge angeschaut… 31 Tage. 31 Beiträge. Ich bin unglaublich froh, dass ich diese Challenge gemacht habe. Mich auszuprobieren, ohne einen „Sinn“ dahinter zu suchen. Einfach, weil ich Lust darauf hatte und weil es Spaß macht. Was ich im Monat März alles ausprobiert habe, brauche ich Euch nicht noch einmal zu erzählen – Ihr habt es entweder verfolgt oder könnt es Euch im Nachhinein noch anschauen.

Aber wichtig ist mir nochmal zu schreiben, wie großartig diese Tage waren. Viel Spaß ich hatte und… ich habe ein neues Hobby für mich entdeckt. Nein, es ist jetzt schon mehr eine Leidenschaft. Eine, die mich mit Begeisterung erfüllt und dafür sorgt, dass ich alles um mich herum vergesse… Art Journaling. Oder auch Junk Journaling. Oder wie immer man das Kreativ-Kind nennen möchte. Ich habe in der Zwischenzeit bereits einiges ausprobiert und Euch ein paar fotografische Kostproben mitgebracht.

Und jetzt, muss ich mich auch schon wieder verabschieden: mein Journal wartet!








Pi-Pa-Pause

Mein Kreativ-Monat ist vorbei. Ich kann es noch gar nicht glauben. Es war toll – richtig toll! Ja, es wird noch ein Fazit von mir geben. Was haben diese 31 Tage mit mir gemacht? Hat sich etwas verändert? Wie geht es mit meinem Kreativ-sein nun weiter? Am 15. April könnt Ihr darüber etwas lesen. Bis dahin mache ich Blog-Pi-Pa-Pause (bin gerade happy-aufgedreht-übermütig), denn so einiges ist in den letzten viereinhalb Wochen liegen geblieben. Zudem möchte ich auch noch alles ein wenig sacken lassen.

Auf jeden Fall schon mal ein dickes DANKESCHÖN an Euch: fürs mitlesen, fürs kommentieren, fürs inspirieren, fürs austauschen… es ist so schön, dass Ihr dabei wart! ❤

Passt gut auf Euch auf und werdet oder bleibt gesund!
Alles Liebe
Eure Waldträumerin Nicole

Dickes P.S.: Puuuh… völlig vergessen: FROHE OSTERN! Ich hoffe, Ihr habt schöne Feiertage. ❤

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