#Awesome Blogger Award

Blogger AwardDie liebe Judith von „Mutigerleben“ hat mich für den Awesome Blogger Award nomiert.

Vorweg: die Reise endet hier bei mir, da ich niemanden nominieren und keine neuen Fragen stellen werde. Aber wer Judiths Fragen beantworten möchte, kann dies gerne tun.

Und: herzlichen Dank liebe Judith für die Nominierung! Den Blog von Judith findet Ihr hier – schaut unbedingt mal vorbei!

Nun aber zu den Fragen…

Was für Texte schreibst Du am liebsten? Warum diese Art?

Ich schreibe.

Mal dieses, mal jenes. Ich probiere mich gerne aus. Eine Zeitlang habe ich mit Begeisterung Kunstmärchen geschrieben. Oftmals Sachtexte, aber das waren dann Auftragsarbeiten. Ein Krimi – den habe ich nicht allein geschrieben – gab es auch. Kurzgeschichten – mal richtig kurz, mal länger – sowieso immer. Und zur Zeit vergnüge ich mich mit biografischen Essays.

Warum? Weil ich schreibe.

Welches sind – Deiner Meinung nach – Deine 3 tollsten Beiträge?

Ich liebe meine Beiträge, jeden einzelnen.

Bist Du schon einmal für einen Deiner Beiträge beschimpft worden?

Nein. Aber ich hatte mehrfach Kommentare, die fernab von der von mir gewünschten Nettiquette waren und das habe ich nicht hingenommen.

Welche Gefühle tauchen bei Dir auf, wenn Du im „Schreib-Fluss“ bist?

Ein absolutes Tunnel-Gefühl. Ich habe dann Scheuklappen auf und möchte NICHT GESTÖRT werden!

Welche Jahreszeit magst Du am liebsten? Beschreibe sie mit einem kurzen, poetischen Text.

Jahreszeiten-Liebe

Ich bin verliebt in alle Jahreszeiten.

Mein Herz schlägt schneller, wenn im Frühling die Natur erwacht. Der Geruch von aufgebrochener Erde in der Luft liegt. Bäume sich für das Jahr ihr schönstes Kleid überstreifen.

Im Sommer tolle ich mit allen Sinnen über die Wiesen, tanke Sonne und fühle mich frei und ungebunden.

Der Herbst erfreut mich mit all seinen Farben, dem Nebel der über den Feldern hängt und den ersten Lichtern, die bei früher einsetzender Dunkelheit in den Fenstern leuchten.

Winterzeit ist Ruhezeit. Die Natur schläft, tankt Energie für das kommende Jahr. Ich genieße die Stille und freue mich auf die Weihnachtszeit.

Wie stehst Du zu Traditionen und Ritualen?

Traditionen und Rituale geben Halt, stärken den Rücken. Jedoch nur, solange sie in das aktuelle Leben hineinpassen. Hin und wieder werfe ich das eine und andere über Bord… und dann gibt es neue.

Was ist Deine früheste, positive Kindheitserinnerung?

Beim Mittagsschlaf neben meinem Papa in dem großen Doppelbett meiner Eltern liegen zu dürfen.

Was hättest Du niemals von Dir selbst erwartet – (und es doch getan)?

Das bleibt mein Geheimnis.

Gibt es einen Spruch/ein Zitat, der/das Dich durchs Leben begleitet?

Das Motto von meinem Mann und mir lautet: „Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden.“ Er ist von Mark Twain und begleitet uns seit 26 Jahren.

Was war die beste Entscheidung, die Du im letzten Jahr getroffen hast?

Da gibt es keine, die herausragt. Jede einzelne, ob groß oder klein, hat mich ein Stück weitergebracht – oder auch mal zurückgeworfen… – und mich zu der gemacht, die ich jetzt gerade bin.

Eine Prinzessin wird Lebenstauglich

Eine Prinzessin wird Lebenstauglich
von Nicole Vergin

Auch, wenn es heute niemand mehr weiß: ich bin als Prinzessin geboren und aufgewachsen. Zwar ohne Krönchen und Schloss, aber meine Eltern und meine Schwester haben mir, dem Nesthäkchen, alle Wünsche von den grünen Augen abgelesen und mir den Weg freigeklopft, wenn ich mal wieder mit dem Kopf durch die Wand wollte. Zudem musste ich – auch als Teenager – zuhause keinen Finger krumm machen. All das machte mich nicht gerade Lebenstauglich, denn außerhalb unserer vier Wände wusste niemand von meinem Prinzessinnen-Stand und ich wurde behandelt, wie alle anderen auch – ganz ohne Privilegien. Kochen und putzen konnte ich nicht, beziehungsweise war es mir verhasst. Und so war meine erste eigene Wohnung ein Saustall. Lebenstauglich wurde ich erst, als ein besonderer Mensch in mein Leben trat.

Es war ein heißer Sommertag, als ich ihn kennenlernte. Die Luft in unserer Drei-Zimmer-Wohnung stand und mir lief der Schweiß den Rücken herunter. Ich tapste durch die Räume. Mal seufzte und stöhnte ich. Mal fluchte ich wie ein Bierkutscher. Die Stunden verrannen zäh und ich war müde. Doch dann – endlich – war er da. Mit einem von Anstrengung gezeichneten Gesicht lag er in meinen Armen und ich staunte über das kleine, große Wunder. Ich ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass gerade mein Lebensbeweger geboren war.

Die nächsten Monate waren ein Wechselbad der Gefühle. Tanzende Hormone und Schlafmangel erleichterten mir die Umstellung nicht gerade. Und damit meine ich nicht nur die Umstellung auf das Mama-Dasein. Vorrangig – ich schäme mich fast, es zu erzählen – kämpfte die Prinzessin in mir ums Überleben. Mein Leben lang hatte ich in meiner Familie im Mittelpunkt gestanden. Alles drehte sich stets um mich. Und nun war da dieser winzig kleine Junge, der alle Herzen im Sturm eroberte. Ich, die ich ihn doch immerhin all die Monate in mir genährt und dann geboren hatte, stand am Rand und schaute zu. Das hatte ich mir anders vorgestellt.

Und so ist es wohl nicht verwunderlich, dass mein kleiner Junge und ich keinen Bilderbuchstart hatten. Das ich nicht mit einem seligen Dauergrinsen auf meinem Gesicht durch die Gegend lief und mich über jeden Blick in den Kinderwagen nebst: „Hach, ist der aber süß!“ Ausrufen, freute. Ich mutierte in meinen Augen zur Rabenmutter, die ihr Kind nicht so liebte, wie es das verdiente und wie es doch – verflucht nochmal – normal war. Gemeinsam kämpften wir uns durch den Alltag, sofern meine Mutter nicht einsprang und ihren Enkel mit all ihrer Liebe überschüttete. Was ich einerseits mit Erleichterung annahm, andererseits aber auch wieder die Prinzessin in mir auf den Plan rief. Es war ein Teufelskreis, in dem ich da gefangen war. Einer, von dem ich niemandem zu erzählen wagte, denn alle anderen Mütter um mich herum wirkten ach so glücklich, zufrieden und ausgeglichen.

Trotz dieser inneren Kämpfe, entwickelte ich mich Stückchenweise weiter. Damals erkannte ich das nicht, aber heute mit dem nötigen Abstand von 25 Jahren sehe ich es deutlich: Schritt für Schritt wurde die Prinzessin lebenstauglicher. Schließlich hatte ich nun diese große Verantwortung für ein Kind, für mein Kind. Und – neben all der Prinzessinnen-Eifersucht – wollte ich für ihn nur das Beste.

Also lernte ich kochen, damit er nichts ungesundes aus der Dose bekam. Ich putzte unsere Wohnung, denn gegen ein wenig Schmutz ist nichts einzuwenden, wohl aber gegen Wollmäuse, die man beim Betreten der Wohnung erst bekämpfen muss. Regelmäßige Bewegung befand ich für ebenso wichtig, wie frische Luft. Und so waren wir täglich unterwegs, marschierten durch Straßen, Wälder über Feldwege. Anfangs mit Kinderwagen und Buggy und später dann beide auf unseren eigenen Beinen. Wir erkundeten die Welt Stück für Stück und mit jedem Stück kamen wir uns näher. Es waren kleine Schritte, die wir machten. Oft weinte ich über mein inneres Unvermögen, mich einfach in mein Mutterglück hineinfallen zu lassen und darin zu baden.

Doch auch hierbei gab mir mein kleiner Junge liebevolle Unterstützung. Ich war seine Mutter und obwohl ich es oft kaum glauben konnte, liebte er mich. Einfach so, wie ich war. Trotz meines Prinzessinnen-Gehabes, das er sicherlich spürte. Immer wieder lud er mich ein, griff mit seiner winzigen Hand nach meiner großen Hand, schaute zu mir hoch und lächelte. Voller Vertrauen und voller Liebe.

Heute ist mein kleines, großes Wunder fast 25 Jahre alt und ich bin stolz, seine Mutter sein zu dürfen. Und dankbar für alles, was er mir beigebracht hat, mein Lebensbeweger. Und auch, wenn er inzwischen etliche Kilometer von mir entfernt lebt, so sind wir doch im Herzen immer fest miteinander verbunden. Und die Prinzessin? Die gibt es auch noch, sie ist nur Lebenstauglich geworden.

Eine Zucchinischwemme

Vor einiger Zeit habe ich Euch ja schon von unserem Hochbeet erzählt. Unter anderem befindet sich darin eine (in Zahlen: 1) Zucchini Pflanze. Anfangs sah sie neben den vier Pflücksalatpflanzen und den Kräutern klein, beinahe zierlich aus. Inzwischen strebt sie die Weltherrschaft an und überwuchert alles, was nicht bei Drei auf der Birke nebenan ist.


Nein, ich wusste bisher nicht, WIE groß Zucchinipflanzen werden und es haut mich wirklich von den Socken. Und ich wusste auch nicht, wieviele Zucchinis daraus hervorgehen können. Echt viele!

Seit drei Wochen haben wir im Kühlschrank ständig frische gelbe Zucchinis, die sich ungefähr eine Woche halten. Inzwischen gab es Zucchini-Pfanne mit Hack, Zucchini-Gemüse-Pfanne mit Reis, Zucchini-Suppe mit Pilzen, Zucchini-Pfannkuchen – alles superlecker!

Heute kam ich nun auf die Idee, ob Frau damit wohl auch einen Smoothie machen könnte. (Ich liebe Smoothies!) Und siehe da, ich fand gleich ein tolles Rezept:

– 100 g Apfel
– 100 g Zucchini
– 1 Stängel Minze
– 200 ml Milch
– 1 Spritzer Zitrone
– Agavendicksaft nach Geschmack

Apfel und Zucchini klein schneiden, alles in den Mixer und kurze Zeit später: genießen! (Oder auch nicht, denn es ist nicht Jedermanns Geschmack… mein Mann findet es bäh… Ich liebe es! Allerdings ist ein Stängel Minze ganz schön viel und auch zwei Stunden später habe ich noch superfrischen Atem…)


In den nächsten Tagen werde ich noch Zucchini-Schiffchen mit Spinat und Feta testen und Zucchini-Muffins wird es auch noch geben. Wäre doch gelacht, wenn wir all die leckeren Zucchinis nicht standesgemäß verarbeiten könnten!

Biene Maja und Bombi die Hummel

Als ich endlich lesen konnte, habe ich mit Begeisterung Comics verschlungen (meine Mutter hat immer gesagt: „Hauptsache Du hast Spaß am lesen“ – ich kannte Kinder, deren Eltern haben es ihnen verboten, so einen Schund zu lesen…). Angefangen habe ich damals mit der „Biene Maja“. Jede Woche gab es ein Heft – für 1,40 DM – und wir haben es in dem Zeitschriftenladen unseres Vertrauens zurücklegen lassen. Nur vorsichtshalber, damit es nicht doch plötzlich ausverkauft ist!

Ich habe die Abenteuer von Maja und ihrem verfressenen Freund Willi geliebt und – ganz nebenbei – so einiges über Insekten gelernt. In einer kleinen Nebenrolle trat irgendwann auch eine Hummel auf, die Bombi hieß. Klein, kugelig und dann noch mit einem hübschen Pelzchen – hach, ich fand sie sooo süß!

Seit damals war ich der festen Überzeugung: Hummeln stechen nicht. Können sie nicht und wollen sie bestimmt auch gar nicht. Meinen Mann konnte ich davon nie überzeugen und nein, ich habe mich auch nicht schlau gelesen oder gefragt.

Vor ein paar
Tagen marschierte ich nun durch unseren Garten, lehnte eine Palette gegen unseren Carport und trat ein, zwei Schritte zurück, um mir vorzustellen, wie sie weiß gestrichen aussehen würde… dann ging alles ganz schnell, ich hörte ein Summen und schon schoss eine erstaunlich schnelle Hummel auf mich zu. Sie verfing sich in meiner Hose, gelangte – wie auch immer – darunter und ich spürte einen fiesen Schmerz. Inzwischen umkreisten mich zwei weitere Hummeln, die mir offensichtlich auch nicht wohl gesonnen waren.

Mit Schmerzverzerrtem Gesicht sprintete ich ins Haus, wo ich kurze Zeit später den Stich mit Essigwasser gekühlt habe. Endlich ließ der Schmerz nach!

Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass ich wohl dem Erdloch, in dem die Hummeln leben, zu nahe gekommen bin und ihnen daraufhin ein wenig die Nerven durchgegangen sind…

Der Stich hat noch recht lange gebrannt, irgendwann auch gejuckt und die Rötung hat sich immer weiter ausgebreitet, so dass ich schon überlegte, zum Arzt zu gehen. Aber letztendlich war das dann doch nicht nötig. Aber den Schmerz, der laut Internet nicht so schlimm sein soll, wie von einer Biene – halte ich für ein Gerücht! – den werde ich so schnell nicht vergessen!


Unser Garten ist übrigens Insektenfreundlich mit Wildblumen und allem und trotzdem scheint unser Karma diesbezüglich ein wenig angegriffen zu sein, denn nur eine Woche später wurde Gina bei einem Spaziergang von zwei Bienen ins Ohr gestochen und fand sich kurz darauf beim Tierarzt wieder, der die Stacheln entfernt hat. Ich kann Euch sagen, da war gleich noch deutlich mehr Aufregung, als bei meinem Hummelstich. (Ich war zu der Zeit bei einem Termin und konnte nur aus der Ferne mitleiden) Aber auch Gina war am nächsten Tag wieder wohlauf!

Meine Biene-Maja-Hefte, die ich immer noch habe, werde ich trotzdem nicht wegschmeißen!
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Ich bin eine Seelfrau

CDYZ0585 - KopieEs ist Sonntag Nachmittag. Vom blauen Himmel strahlt die Sommer-Sonne herunter, die Vögel zwitschern. Gemeinsam mit Gina liege ich gemütlich im Garten auf einer Decke und lese, genieße die Zeit.

Vor einer Woche war das ganz anders. Da war ich – zum vorläufig letzten Mal – in Hamburg, im Stadtteil Bergedorf. Dort, wo ich zwei Jahre an der Weiterbildung zur Seelfrau teilgenommen habe. Und heute vor einer Woche fand die Abschieds-Zeremonie und Übergabe der Zertifikate statt. Zwei ganze Taschentücher habe ich vollgeheult. Eine Mischung aus Rührung und Erleichterung hatte sich in mir breit gemacht.

Zwei Jahre war ich im Schnitt alle acht Wochen für jeweils ein Wochenende nach Hamburg gefahren. Wir haben uns mit Themen rund um Sterben, Tod und Trauer auseinandergesetzt. Oftmals mit den eigenen Erfahrungen, die dann wieder ans Tageslicht zurückdrängten. Ich habe viel gelernt in dieser Zeit. Über – na klar – Sterben, Tod und Trauer, aber auch über mich. Ich bin ein ganzes Stück im Innersten gewachsen. Oft kam ich am Sonntagabend nach Hause und war völlig erschöpft – von all dem Neuen, aber auch von den Emotionen, die in mir hochgekommen waren. Und immer, jedes Mal, war mir klar: diesen Weg will ich gehen!

Und nun ist es soweit: seit einer Woche bin ich eine Seelfrau. Damit habe ich die Weiterbildung in Sterbe-, Trauer- und Seelenbegleitung abgeschlossen (um die Wahrheit der Ehre zu geben, muss ich im Oktober noch ein Wochenende nachholen, damit alles „komplett“ ist).

Natürlich habe ich mich gerade in den vergangenen Wochen gefragt, ob ich mich danach befähigt fühle, Menschen auf ihren Trauerwegen zu begleiten. (Sterbebegleitung mache ich bereits seit Juli 2019, da ich zeitgleich einen Kurs für ehrenamtliche SterbebegleiterInnen belegt hatte) Meine Antwort lautet: Ja. Dass ich weiterlernen muss und werde ist genauso klar, wie mein aktueller Mangel an Erfahrung. Aber Erfahrung bekomme ich eben auch nur durchs Tun. Und umso glücklicher bin ich, dass ich bei unserem ambulanten Hospizdienst DASEIN die Möglichkeit dazu bekomme – und mir das Vertrauen geschenkt wird – und ich seit der vergangenen Woche bereits mit einem Kollegen zusammen meine erste Trauergruppe leiten darf.

Gefühlsmäßig muss ich erst einmal alles nach und nach sacken lassen. Es war eine turbulente Zeit, die Corona-bedingt noch einmal eine ganz andere Wendung bekommen hat. Aber das Glücksgefühl über die abgeschlossene Weiterbildung, dass ist auf jeden Fall schon in vollem Umfang da!

Und wer noch etwas über die Weiterbildung zur Seelfrau erfahren möchte, klickt einfach hier!

Wie geht es mir

Wie geht es mir
von Nicole Vergin

Es geht mir.
Und manchmal
steht liegt läuft
es mir.
Ich bin
oben auf
und
ganz tief unten.
Ruhe in mir
und wachse
im Außen.
Bin nicht immer hier,
weil manchmal dort –
doch nie ganz fort!
Es geht mir.

Garten-Lust

In den letzten zwei Jahren hatte der Garten bei uns keine große Priorität. Für dieses Jahr war nun eine teilweise Umgestaltung geplant… und dann kam Corona und die Baumärkte, Gärtnereien… waren geschlossen. Egal, inzwischen haben die Geschäfte wieder geöffnet und nun werkeln wir seit einigen Wochen.

Anfangs stand ich da und dachte nur: ach Du Schreck! Wie sollen wir das bloß alles schaffen? Ein, zwei Mal tief durchatmen und die Antwort lautete: Schritt für Schritt. Inzwischen gehe ich jeden Abend nochmal durch den Garten und genieße die Fortschritte, die wir bisher gemacht haben, die kleinen Erfolge.

Da ist der neue Kompost, den ich endlich dort angelegt habe, wo ich ihn schon länger haben wollte…

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… und das Hochbeet mit den Salaten, dem Thymian und Schnittlauch und den gelben Zucchinis …

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… gleich daneben die Tomatenpflanzen, die sich an unserem Carport emporranken…

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… die Überdachung als weitere Aufbewahrungsmöglichkeit für Gartenutensilien…

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… und Blumen, deren bunte Fülle noch offene Baustellen einfach überstrahlen.

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Als nächstes werde ich hinterm Haus ein neues Beet anlegen, aber davon gibt es dann ein anderes Mal Bilder!

Durch Felder und Wiesen

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Meine ersten Schritte als Trauerbegleiterin

DSC_0012Während meiner Ausbildung zur Trauerbegleiterin habe ich oft gedacht: Wie wird es wohl sein, wenn ich das erste Mal einen Menschen ein Stück auf seinem Trauerweg begleite? Denn auch, wenn ich in den zwei Jahren sowohl theoretisch als auch praktisch viel gelernt habe, ist die Realität eben doch noch einmal anders. Trotzdem hatte ich nie Zweifel an dem eingeschlagenen Weg.

Kurz bevor dank Covid-19 Kontaktsperren ausgerufen wurden, kam ein Anruf vom ambulanten Hospizdienst DASEIN, für den ich bereits seit Mitte letzten Jahres als Sterbebegleiterin im Einsatz bin. Im April sollte eine neue Trauergruppe starten, aber das Trauerbegleiter-Duo, das bisher im Einsatz war, fiel diesmal aus.

„Kannst Du Dir vorstellen, die Gruppe mit einem Kollegen zu leiten?“ Ich konnte. Und startete schon einmal mit den Vorbereitungen. Unterbrochen von einer weiteren Anfrage, ob ich auch noch eine Einzelbegleitung übernehmen könnte. Diese fand tatsächlich noch vor der Kontaktsperre statt, so dass ich einige Tage später bereits einen ersten Termin mit der Klientin hatte.

Natürlich war ich vorher nervös, denn es geht beim Thema Trauer um Menschen, deren Leben durch den Tod von geliebten Menschen „mal eben“ auf links gekrempelt wurde.  Meine Nervosität war in dem Moment verschwunden, als die Klientin zur Tür herein kam und während der folgenden Stunde, kehrte sie auch nicht zurück. Im Anschluss spürte ich jedoch, wie die, durch Konzentration hervorgerufene, Anspannung von mir abfiel.

In dieser Woche konnte nun auch die Trauergruppe starten. Die TeilnehmerInnen, die seit Monaten gewartet hatten, waren erleichtert. Bei mir rief es gemischte Gefühle hervor, da die erforderlichen Hygiene Maßnahmen die ursprünglichen Pläne erst einmal zum Teil über den Haufen warfen. Ich schlief in den Tagen vorher schlecht, weil ich darüber nachdachte, wie es unter diesen Umständen werden würde.

Die Realität sah dann so aus, dass es einen großen Stuhlkreis gab (mind. 1,5 m zwischen den Stühlen). Jede(r) musste mit Mundschutz einzeln eintreten, die Hände erst waschen, dann desinfizieren und danach Platz nehmen. Ihr könnt Euch denken, dass das alles eine Weile dauert. Aber es gab keinerlei Unruhe oder Verärgerung, sondern nur pure Erleichterung über den Start der Trauergruppe.

Natürlich ist es noch einmal etwas ganz anderes eine Gruppe zu begleiten. Und ich war froh, dass ich nicht allein da stand. Denn nun hieß es, die einzelnen TeilnehmerInnen wahrzunehmen, sich in Gedanken schon Notizen zu machen, die die bereits vorliegenden ergänzen würden. Und es galt darauf zu achten, dass niemand zu kurz kam und sich alle gesehen und gehört fühlten.

Insgesamt bin ich mit diesem ersten Abend zufrieden und nach wie vor davon überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein. Und wenn ich in die Gesichter der TeilnehmerInnen blicke und ein Fitzelchen Hoffnung darin aufleuchten sehe, dann gibt mir das Mut und Energie mit ihnen weiter zu gehen.

„Die Zeit des Wartens“ – ein Buch von Elizabeth Jane Howard

Bis vor kurzem wusste ich nichts über die britische Schriftstellerin Elizabeth Jane Howard. Aber dann las ich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Flow“ einen Artikel über sie, der mich neugierig gemacht hat. Eine Frau, die 1923 geboren wurde, als Schauspielerin und Modell gearbeitet hat und mit 26 Jahren ihren ersten Roman schrieb. Bekannt wurde sie jedoch erst 40 Jahre später mit der aus fünf Bänden bestehenden „Chronik der Familie Cazalet“. Eine Generationen Geschichte, die vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg spielt. Geschrieben von einer Frau, die all diese Jahre tatsächlich erlebt hat.

Rasch entschlossen kaufte ich mir den ersten Band: „Die Jahre der Leichtigkeit“ und liebte ihn von Anfang bis Ende. Die Geschichte setzt sich aus vielen kleinen Szenen zusammen, in denen die einzelnen Familienmitglieder mal größere, mal kleinere Rollen spielen.

IMG_6383Die Autorin hatte (sie starb 2014) einen großartigen Blick für die Details (ich mag das in Geschichten sehr!) und hat mich mit ihrem Erzählstil in den Bann der Familie Cazalet gezogen. Band zwei: „Die Zeit des Wartens“ habe ich inzwischen auch verschlungen und bin ebenso hingerissen. Band drei und vier liegen bereit, der fünfte (die Reihe wurde erst neu aufgelegt, schöne alte Bände, die ich lieber gehabt hätte, habe ich in einer deutschen Übersetzung nicht bekommen) erscheint im Juli. Es passt also alles perfekt.

Solltet Ihr auch Fans von solchen Familien Storys sein, dann lege ich Euch diese Geschichten wärmstens ans Herz (diese WERBUNG ist UNBEZAHLT) und wünsche Euch schon jetzt viel Spaß beim Lesen!

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Ein Jahr lang nehme ich Euch mit in das Hospiz Luise und sammel Spenden für unsere Arbeit

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