1. Advent

Pünktlich zum Start in die Adventszeit ist gestern unser Sohn angereist. Seit fast einem Jahr haben wir uns nicht gesehen. Das hat es in seinem ganzen Leben noch nicht gegeben, und wie ich diese Zeit überstanden habe… weiß ich ehrlich gesagt selber nicht so genau. Es passt zu diesem Jahr. Diesem 2020, das so ganz anders ist als all die anderen Jahre, die ich kennenlernen durfte.

Heute ist nun der 1. Advent. Ich habe die erste Kerze angezündet, einen Moment innegehalten und leise „Danke!“, gesagt. Danke, dass das Leben mir diesen wundervollen Sohn geschenkt hat. Dazu den besten Ehemann der Welt und – natürlich – die beste Hündin der Welt. Und ein großes DANKE dafür, dass wir alle Vier gesund sind!

Ihr Lieben, habt einen schönen 1. Advent. ❤

Die Buchempfehlung

Die Buchempfehlung
von Nicole Vergin

„Moin!“, schallt es mir aus der rechten Ecke des kleinen Buchladens am Rathaus entgegen.
„Moin“, entgegne ich zaghaft. Grüßt man so in dieser Gegend? Ich weiß es nicht.
Eine junge Frau mit einem altmodisch anmutenden Haarknoten folgt ihrer Stimme.
„Kann ich Ihnen helfen oder…?“
Oder, denke ich und sage laut: „Ich würde mich gerne umschauen.“
Sie nickt und tritt zur Seite. Begeisterung sieht anders aus. Oder bilde ich mir das nur ein? Möglich, schließlich habe ich einen schlechten Tag. Oder auch mehrere.

Neugierig sehe ich mich um. Nicht-Liebhaber von Buchläden würden sagen, dass doch alle Läden gleich seien. Viele Bücher und ein bisschen Schnicki. Aber das stimmt nicht. Jeder Buchladen ist anders. Klar, Bücher gibt es nun mal in jedem – wen wundert´s. Aber wie der Laden aufgebaut ist, wo man welche Bücher findet. Welche besonders hervor gehoben sind und welche nicht. Das sagt doch eine Menge aus.
Die Buchhandlung am Rathaus hat auf jeden Fall schon einmal zwei „Dinge“: eine etwas übereifrige junge Buchhändlerin und eine ältere Kollegin oder womöglich die Inhaberin, die einen norddeutsch-grantigen Eindruck macht.
Ansonsten gibt es neben den Regalen voller Bücher eine Ecke mit Schulbedarf. Zwei Stufen geht es nach oben und schon befinde ich mich im Paradies der Blankohefte und allem was so dazu gehört. Eines der zahlreichen Hefte spricht mich besonders an. Schwarz mit einem weichen Rücken – wie für mich gemacht. Ich drücke es eng an mich, während ich mich weiter umsehe.
Die Treppen wieder hinunter an einem der Tische vorbei. Nichts fällt mir dort ins Auge was ich gerne näher betrachten möchte. Nein, nicht mein Geschmack. Ich gehe zum nächsten Regal und stöbere dort. Jodi Picoult – na das sieht doch schon besser aus. Habe ich, habe ich auch, habe ich… nicht! Ich lese den Klappentext und überlege, ob ich mir das Schätzchen gönnen soll. Ein neues Buch. Eigentlich ein Luxus, den ich mir selten gönne. Und wenn, dann im Urlaub. Also, ist heute der passende Tag!

Ich sehe mich noch ein wenig weiter um, als die Stimme der Buchhändlerin erneut erklingt.
„Das haben wir heute erst ganz neu reinbekommen. Ein wunderschönes Buch.“
Schön, denke ich und lächele unverbindlich wobei ich die junge Frau nicht einmal ansehe.
„Es handelt von einer jungen Frau, deren Mutter gestorben ist und die ihr eine Liste hinterlassen hat mit Punkten die sie erfüllen muss. Und jedes Mal, wenn ein Punkt abgehakt ist, bekommt sie einen Brief von ihrer Mutter.“
Uff, stöhne ich innerlich, die lässt sich ja gar nicht bremsen. Jodi und das Blankobuch fest an meine Herzgegend gedrückt wende ich mich ihr nun doch zu. Ganz so unhöflich will ich nicht sein, also lasse ich mich auf das Gespräch ein.
„Klingt ein bisschen wie in „P.S. Ich liebe Dich“, wende ich kritisch ein.
„Naja, ein wenig, aber…“, geht es weiter.
Als ich bereits zu hoffen wage, dass ich doch noch in Ruhe weiterstöbern kann, nimmt sie ein anderes Buch zur Hand.
„Und das hier ist auch wunderschön. Auch mit Herz und Schmerz…“
„Das Cover ist ja entsetzlich“, grätsche ich dazwischen.
„Ja, schon, aber die Geschichte ist wunderbar. Wir mussten das Buch schon mehrfach nachbestellen und es ist immer gleich wieder vergriffen.“
Nur heute nicht, denke ich ironisch.
„Es handelt von einer Frau, die ihre Enkelin bittet in Paris…“
Paris? Meine Ohren werden plötzlich zu Kohlblättern.
„Und sie reist dann dahin…“
„Wissen Sie was? Ich gönne mir heute etwas“, unterbreche ich sie ein weiteres Mal und stelle Jodi wieder ins Regal, „ich nehme beide!“
Sie sieht erstaunt aus. So als könne sie es nicht glauben, dass ich ihren Empfehlungen folge.
Und ich? Ich kann es auch nicht glauben. Aber mein Gefühl sagt mir laut und deutlich: „Kauf diese beiden Bücher!“
Wer kann dazu schon „Nein“ sagen?!
Ich gehe zur Kasse.
„Wenn mir die Bücher nicht gefallen, habe ich einen Grund mal wieder in die Stadt zu kommen“, ich sehe die Buchhändlerin mit einem Augenzwinkern an.
„Um sich zu beschweren?“
„Nein, so etwas tue ich nicht.“
Sie tippt den Preis des Blankobuches ein. „Und in das Blankoheft können Sie ja gleich Ihre Urlaubserlebnisse reinschreiben.“
„Ein Blankoheft kaufen, ist etwas ganz anderes als etwas hinein zu schreiben“, informiere ich sie.
Erstaunt sieht sie mich an und versteht ganz offensichtlich nicht. Macht nichts, ich verstehe das ja auch nicht.
Kurz darauf verlasse ich zufrieden den Laden.

Noch am selben Abend beginne ich eines der Bücher zu lesen. Die Zeit vergeht und ich kann mich nicht losreißen. Es ist, als hätte diese Geschichte nur auf mich als Leserin gewartet. Ein Licht in einer für mich schwierigen Zeit. Ich bin nachdenklich, traurig, manchmal lache ich und es fließen auch Tränen. Tief im Inneren fühle ich mich berührt.
Bereits zwei Tage später habe ich das erste Buch ausgelesen und lasse das zweite folgen. Instinktiv weiß ich, dass auch dieses mich ein Stück weit retten, mir ein Licht in meiner Dunkelheit anzünden und einen Weg weisen wird.
Ein Dankeschön ist das mindeste was ich der jungen Frau in dem Buchladen schulde. Da ich in der Zwischenzeit jedoch aus meinem Urlaub zurückgekehrt bin, schreibe ich eine E-Mail.
Die Antwort kommt rasch: „Vielen Dank für Ihre netten Worte. Aber kann es sein, dass Sie unsere Buchhandlung verwechselt haben? Denn eine junge Dame, die Ihrer Beschreibung entspricht, arbeitet bei uns leider nicht.“
Einen Moment lang starre ich auf die Zeilen, dann wandert mein Blick zum Fenster hinaus und hinauf in die Wolken: „Danke!“, flüstere ich lächelnd.

Ich drabble mein Leben

Sonntag, 22. November 2020, 14:15 Uhr

Der Geruch von selbstgemachten Frikadellen hängt im Haus. Mein Mann hat sie auf meinen Wunsch hin heute gemacht. Sie sind genauso gut, wie früher von meiner Mutter. Und so war unsere Mahlzeit heute auch ein Erinnerungsessen an sie. An die Zeit, als ich ein kleines Mädchen war und sie mich Tagein, Tagaus verwöhnt, umsorgt und geliebt hat. Die Spuren, die sie in meinem Herzen hinterlassen hat, sind tief. Und manchmal schmerzen sie fast unerträglich, aber meist wärmen sie mich und ich fühle eine tiefe Dankbarkeit für all das, was sie mir geschenkt hat. Meine Mama – für immer in meinem Herzen.

Montag, 23. November 2020, 9:39 Uhr

Dive into the sea. Das Bild zeigt eine Frau, die ins Wasser springt. Am Wasser, am Meer – da möchte ich jetzt sein. Am Strand entlanggehen, den Wellen zusehen, wie sie über den Sand und meine nackten Füße schwappen. Das Geschrei der Möwen übertönt hin und wieder das Meeresrauschen. Ich bohre meine Zehen in den Sand, spüre mich und das Leben. Ein paar Meter entfernt dümpelt eine Qualle vorbei, ich folge ihr mit den Augen, möchte nicht in ihre Nähe kommen. Ich bücke mich nach einer Muschel, spüre unter meinen Fingern die Tastatur meines Laptops und bin zurück in meiner Montags-Welt.

Dienstag, 24. November 2020, 20:10 Uhr

Im Frühjahr haben wir als Schreib-Buddys begonnen. Zwei Frauen, die sich nicht kannten, vom Zufall zusammengewürfelt. Wir haben uns unsere Texte gegenseitig vorgelesen, uns Wertschätzung entgegengebracht. Beschlossen dann, diesen Weg weiter zu gehen, den Austausch zu genießen, die Motivation und Inspiration. Monate sind mittlerweile vergangen, das Jahr neigt sich dem Ende zu und aus den zwei Schreib-Buddy sind Schreib-Freundinnen geworden. Heute Vormittag sind wir uns wieder über Facetime begegnet. Nun sind wir zwei Frauen, die sich kennen. Wir wissen einiges voneinander, wir schätzen uns. Der erste Termin für 2021 steht. Ein gutes Gefühl. 

Mittwoch, 25. November 2020, 12:40 Uhr

Zoom, Facetime, WhatsApp – die Möglichkeiten, sich auszutauschen sind in den vergangenen Jahren immens gewachsen. Gerade in dieser Zeit empfinde ich das als Geschenk. Klar, persönliche Treffen fehlen mir, aber ich habe in den letzten Monaten Begegnungen gehabt, die es ohne Corona nicht gegeben hätte. Wie würde ich mich fühlen, wenn ich nicht mal eben telefonieren könnte?  Oder skypen? Keinen Kontakt zu den Menschen hätte, die mir fehlen? Auf jeden Fall deutlich schlechter als jetzt. Denn so habe ich heute schon ein Treffen mit einer Schreibgruppe gehabt, eine liebe WhatsApp Nachricht bekommen und mit meiner Freundin telefoniert. Ich fühle große Dankbarkeit.

Donnerstag, 26. November 2020, 11:39 Uhr

Ich liebe Spaziergänge im Regen. Wenn dicke Tropfen vom Himmel herabstürzen und an mir entlanglaufen. Ich lege meinen Kopf in den Nacken, schließe die Augen und spüre der Nässe auf meiner Haut nach. Meine Hündin schüttelt sich, – sie teilt meine Begeisterung nicht – Wasserspritzer fliegen aus ihrem Fell. Vor mir eine Pfütze durch die ich genüsslich hindurchstapfe, während ein Schwall Wasser in meine Gummistiefel hineinläuft. Das kleine Mädchen in mir jubelt. Hin und wieder rutsche ich auf dem nassen Boden weg, kann mein Gleichgewicht gerade noch halten. Bei aller Regen-Liebe: mit dem Po in den Matsch klatschen – das möchte ich nicht.

Foto der Woche #12

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Ein tolles Projekt von Aequitas et Veritas, in dem jede Woche ein Foto gezeigt und dazu etwas geschrieben wird. Genaueres – sowie die anderen tollen Beiträge – findet Ihr hier!



Neues Leben wächst aus dieser Wurzel. Ein einzelner Zweig mit ersten Blättern daran. Ob das Herz ihm Leben geschenkt hat?

Asche zu Asche

Asche zu Asche
von Nicole Vergin

Asche zu Asche.
Das Papier der Zigarette kräuselte sich und zog sich nach und nach von der brennenden Spitze zurück. Wie lange es wohl dauerte, bis eine Kippe abgebrannt war, wenn man nicht daran zog?
Noras Augen folgten der fallenden Asche, als sie den Weg in den Aschenbecher antrat.
Mit einer entschlossenen Bewegung führte sie die Zigarette vor ihr Gesicht, nahm den Filter zwischen ihre Lippen und zog. Rauch füllte ihren Mund, sie hustete.
Was fanden Raucher bloß an diesen Glimmstängeln?
Rauchen gefährdet ihre Gesundheit.
Solche und ähnliche Weisheiten musste die Tabakindustrie seit einigen Jahren auf die Zigarettenpackungen drucken. Was gut war für all die, denen die gesundheitlichen Risiken bisher unbekannt waren.

Nora rümpfte die Nase. Und dieser Gestank. Überall blieb er hängen. In der Kleidung, den Gardinen, selbst die Sofapolster erzählten Geruchsgeschichten, wenn sich ein Raucher in der Wohnung befand.
Ihre gesamte Kindheit war geprägt gewesen von den wolkenähnlichen Schwaden, die durch das Wohnzimmer geschwebt waren. Dies und der dauernde bellende Husten ihres Vaters waren ihr in Erinnerung geblieben.
Mit einer vor Ekel verzogenen Miene zog sie ein weiteres Mal an der Zigarette. Diesmal gelang es ihr, eine Weile den Rauch im Mund zu behalten. Um sich abzulenken, schaute sie auf das Foto, das sie am Vortag in einen schwarzen Rahmen gesperrt und in ihre Handtasche gesteckt hatte.
Darauf war sie selbst zu sehen mit ihrem Vater an der Seite. Ein besonderer Tag, damals vor zehn Jahren, als sie den langen Weg durch die Kirche auf ihren zukünftigen Mann zugegangen war. Gemeinsam hatten sie um die Wette gestrahlt.
Und nun, nur vier Jahre später, war er tot. Kehlkopfkrebs.

„Papa, rauchen macht Dich krank.“ Ihre eigene Kinderstimme schwirrte durch ihre Gedanken. Immer wieder hatte er versprochen, aufzuhören und sie selbst vor dem Beginn dieses Lasters nachdrücklich gewarnt.
Heute wollte sie nur einmal wissen, wie es war zu rauchen. Was es so unwiderstehlich für ihn gemacht hatte. Vielleicht wollte sie ihm auch nah sein. Vielleicht.
Nora drückte die angerauchte Zigarette im Aschenbecher aus, straffte die Schultern und betrat gleich darauf das schlichte Gebäude.

„Sind Sie soweit?“
Sie nickte. Flügeltüren wurden vor ihr geöffnet. Ihr Herz raste. Mit weichen Knien ging sie den Gang zwischen den Stuhlreihen entlang und blieb neben dem Sarg in dem ihr Vater lag, stehen.
Asche zu Asche.

Ich drabble mein Leben

Donnerstag, 19. November 2020, 19.07 Uhr

Draußen herrscht Dunkelheit. Das Licht der Küchenlampe spiegelt sich im Fenster. Ich sitze am Schreibtisch, meine Finger zaubern Worte aufs Papier. Der Lockdown sorgt dafür, dass die Trauergruppe ausfällt. Keine Trost und Mutmach Treffen in dieser Zeit. Die kurzen Tage drücken aufs Gemüt, heizen der Trauer und Einsamkeit ein. Angebote für virtuelle Treffen werden zögerlich bis gar nicht genutzt. Meine Hilflosigkeit macht mich manchmal stumm. Heute Nachmittag die Nachricht einer Teilnehmerin, mit der Bitte um telefonische Begleitung. Zumindest das kann ich zusagen. Es tut gut, dass ich meinen Gedanken-Kreislauf hier teilen kann. Danke für all diese Möglichkeiten in meinem Leben.

Freitag, 20. November 2020, 9:11 Uhr

Seit Monaten habe ich ein morgendliches Ritual. Vor dem Frühstück komme ich in Bewegung. Innerlich und äußerlich. Ich rolle meine Yogamatte aus und beginne mit den fünf Tibetern. Drehen, strecken, dehnen. Um den Tag zu begrüßen, mache ich danach drei Mal den Sonnengruß. Es tut gut, mich auf mich zu konzentrieren, mir  Zeit zu schenken. Seit gestern ist ein weiteres Ritual anderer Natur dazu gekommen: Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines Hula Hoop Reifens und übe mich in der Kunst des hulerns. Fünf Minuten zum Einstieg. Die meiste Zeit vergeht mit bücken und aufheben. Und mit einer ordentlichen Prise Humor.

Samstag, 21. November 2020, 9:49 Uhr

Endlich Wochenende! – So höre ich es oft. Im Internet heißt es: Hoch die Hände, Wochenende. Wobei es ja immer mehr Menschen gibt, die auch am Wochenende arbeiten. Aber mal so grundsätzlich gedacht: ist der Alltag nichts wert? Sollte man sich wirklich nur auf die Wochenenden, den Urlaub freuen? Dabei besteht ein Großteil des Lebens aus eben diesen Alltagen. Arbeiten, einkaufen, putzen, Behördengänge. Ich habe vor Jahren ein Wort für mich gefunden: Alltagsfunkel. Ein nettes Gespräch an der Supermarktkasse. Der Weihnachtsstern in der Fensterbank, der mich mit seinen Blüten erfreut. Das sind für mich Alltagsfunkel, die den Alltag – richtig! – funkeln lassen.

Tanzend ins Wochenende

Ist sie Euch im Internet schon begegnet, die Jerusalema Challenge. Nach dem Song „Jerusalem“ von DJ Master KG tanzen inzwischen Weltweit die unterschiedlichsten Gruppen. Die Challenge soll für die Hoffnung in dieser Zeit stehen und für den Zusammenhalt. Eine tolle Aktion, wie ich finde.

Schaut es Euch doch einfach mal an: Hier findet Ihr das Video eines Seniorenheims, hier tanzt ein ganzes Kloster und hier die MitarbeiterInnen eines Krankenhauses.

Anschauen und dann… mittanzen! (geht auch mit Schlumperhose und dicken Socken 😉 )



Kommt gut ins Wochenende und passt auf Euch auf!

Foto der Woche #11

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist foto-der-woche.jpg.

Ein tolles Projekt von Aequitas et Veritas, in dem jede Woche ein Foto gezeigt und dazu etwas geschrieben wird. Genaueres – sowie die anderen tollen Beiträge – findet Ihr hier!



Der nächste Winter kommt bestimmt und Mama Baum hat gesagt, ich soll mich immer schön warmhalten, damit ich auch mal ein großer Baum werde.

abc.Etüden – Zwergen-Realität

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Max. 300 Wörter, die drei Begriffe enthalten müssen. Es ist nach langer Abstinenz auch bei mir mal wieder abc.Etüden Zeit. Die Begriffe Quelle, griesgrämig und stöbern haben mich spontan angesprochen. Ich habe das Bild eines Zwerges vor mir gesehen und dann… ich sag mal: ich hab ein wenig rumgeblödelt. 😉 Und wenn Ihr die anderen Etüden auch gerne lesen mögt – kann ich nur empfehlen! – dann schaut bei der Initiatorin Christiane vorbei.

Zwergen-Realität
von Nicole Vergin

Wenn er an die alten Volksmärchen denkt, kommt ihm regelmäßig die Galle hoch. In diesen Geschichten ist alles immer gut und schön – spätestens am Ende. Und vor allem, wenn sie von dem ach so fleißigen und braven Schneewittchen erzählen.

Mit griesgrämiger Miene stapft der Zwerg durch den Wald. Von wegen: sie räumt auf und hält unsere Hütte sauber. Er schüttelt den Kopf und denkt missmutig: Ich bin doch der, der immer putzen muss. Und nicht nur das, sie holt ja nicht einmal Wasser von der Quelle. Dabei braucht sie das meiste davon selbst.

Den lieben langen Tag hübscht sie sich auf: „Ich muss meine Haare waschen, sonst sind sie nicht mehr so schwarz wie Ebenholz. Ich darf nicht in die Sonne, sonst ist meine Haut nicht mehr weiß wie Schnee. Ich brauche Honig für meine Lippen, damit sie weiter so leuchtend rot wie Blut sind.“ Ihre zickige Stimme hallt in seinen Gedanken wider.

Er kann ihre Ausreden einfach nicht mehr hören. Ganz abgesehen davon, dass sie auch ständig in den Sachen der Zwerge stöbert und sich einfach nimmt, was sie braucht. Also, wenn ihm diese Gebrüder Grimm irgendwann einmal über den Weg laufen, dann wird er ihre Nasen mal direkt in die Realität stoßen.

205 Wörter

Montags-Plausch

Mitten auf dem Feld liegt ein kleines gelbes Blatt. Ich schaue mich um. Der Baum von dem es herüber geweht ist, steht etliche Meter entfernt. Es sieht hübsch aus auf dem dunklen sandigen Boden. Drumherum ein wenig Grün. Ich zücke mein Handy, um ein Foto zu machen. Noch bevor ich den Auslöser drücken kann, trägt es der Wind ein Stückchen weiter. Nun liegt es am Rand meines Bildausschnittes. Ich strecke meine Hand aus, will es zurücklegen. Doch nein, ich drücke den Auslöser. Für mich symbolisiert das Blatt heute Vormittag ein Stück aus dem wahren Leben. Wenn wir uns gerade an etwas gewöhnt haben, uns mit einer Situation arrangiert haben, dann kommt plötzlich ein Windstoß und wir finden uns an einer anderen Stelle wieder. Oder sind hingefallen. Und es bleibt uns dann nichts anderes, als von dem Punkt aus zu schauen, wie es weitergehen kann.



Dieses Erlebnis hatte ich heute bei Ginas und meinem Vormittags-Spaziergang.

Und sonst? Mein Mann arbeitet heute mal nicht im Home Office, sondern das zweite Mal seit März im Unternehmen vor Ort. Manches lässt sich eben nicht per Internet klären und regeln. Es ist ein komisches Gefühl. In all den Monaten habe ich mich an diese Situation des gemeinsamen Home Office gewöhnt. Auch Gina war heute Morgen irritiert.

Weihnachtsstimmung gibt es bei uns immer erst ab dem 1. Advent. Aber im Corona Jahr bin ich noch Weihnachts-bedürftiger als sonst. Daher habe ich mir letzte Woche erstmal einen Weihnachtsstern gekauft, der nun in der Küche steht und wunderschön aussieht. Außerdem gibt es bei Netflix eine wundervolle Serie, die ich gerade schaue: „Dash und Lily“. Zwei Teenys, die ihre Gedanken über ein rotes Notizbuch austauschen, ohne sich persönlich zu kennen. Dass die Serie in New York spielt, ist für mich noch das I-Tüpfelchen. Ich war zwar noch nie in New York, aber ich liebe einfach Weihnachtsgeschichten, die dort spielen. ❤ Falls Ihr mal reinschauen wollt: hier ist der Trailer!



Gestern kam die Nachricht, dass mein Hula Hoop Reifen in den nächsten Tagen geliefert wird. Und dann gibt es auch endlich die versprochenen Videos zu meinen ersten Versuchen… ach ja, ich habe mich nun doch entschlossen, meinen alten Instagram Account dafür zu nutzen: die_waldtraeumerin.

Und zu guter Letzt: ich habe mir endlich eine Fotokugel (nennt man sie überhaupt so??) gekauft. Nun muss ich nur noch testen, wie ich damit tolle Fotos hinbekomme. Ich bin schon total gespannt. Ihr werdet da über kurz oder lang auf jeden Fall etwas zu sehen bekommen.

Ansonsten wünsche ich Euch eine schöne Woche, bleibt oder werdet gesund und passt auf Euch auf!

the desert and the sea

Worte über palliative Pflege, Sterben, Tod und Trauer

Unser fast perfektes Leben

oder Ein Witwer und seine zwei Kinder gegen den Alltag

Reflexionblog

Ich sehe - ich lese - ich höre - ich denke selbst

Ich lese

Bücher sind die Freiheit des Geistes

25 Jahre Hospiz Luise

Ein Jahr lang nehme ich Euch mit in das Hospiz Luise und sammel Spenden für unsere Arbeit

Schreiben wärmt

MEIN HUMORVOLLER BLICK AUF DIE WELT

Metahasenbändigerin

Hier geht es den Metahasen an den Kragen

lukonblog

Mein Leben im Yukon

Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken

appetitaufzuhause

Blog über gesundes Backen und Kochen, vegetarisch.

Ideenwerkstatt

Gedichte, Geschichten, Ideen und mehr

Weg ins Leben 2.0

Eine Familie lebt mit Papas Krabbe

DunkelWelteN

Die Welt jenseits des Happy Ends

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Willkommen in den WortWelteN

Letternwald

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watt & meer

Der Blog watt & meer erzählt von den kleinen und großen Wellen, von Alltag und Urlaub und dem Glück auf 4 Pfoten.

Anna-Lenas Lesestübchen

Gedanken, verpackt in Wort und Bild

Irgendwas ist immer

In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.

Tierhilfe Miranda e.V.

Wir helfen Miranda - einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute und ihren Freunden.

...ein Stück untröstlich

von Trauer, Tod und Leben!

Einen Moment innehalten

Nachdenken, Selbstfindung, positive Energie, Gedichte, Kurzgeschichten, Seelenarbeit

Klatschmohnrot - von Tag zu Tag

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Vademekum

Text & Instagram Marketing

Hannah Katinka

Fotografie & Blog

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auf den pfaden der freude

Keller im 3. Stock

Hier schreibt Autorin Katherina Ushachov über das Schreiben, das Leben und den ganzen Rest.

Deister Hiking Trails

Buntes aus dem Deisterland

MARCUS JOHANUS

THRILLERAUTOR