Das mit dem Hulern

Wenn ich an Hula Hoop Reifen denke, fallen mir als erstes die hölzernen Exemplare ein, die es in meiner Kindheit in den Turnhallen gab. Gehulert wurde damit nur selten. Meist dienten sie bei gymnastischen Übungen als Hilfsmittel. Zuhause hatte ich irgendwann einen rot-weiß geringelten Plastikreifen mit dem ich hin und wieder gespielt habe. Die restliche Zeit war er einfach nur im Weg.

Im Oktober letzten Jahres war ich auf der Suche nach einer sportlichen Betätigung, die meinen Rücken stärken sollte. Besonders im unteren Bereich hatte ich mal mehr, mal weniger Schmerzen. Neben kleinen Yogaeinheiten wollte ich etwas, das mir Spaß macht.

Ich stolperte bei Instagram über den Kanal von Patricia: lesend_durchs_leben. Ihre Begeisterung für Hula Hoop ist ansteckend! Und nachdem ich vor Jahren einen Bauchtanzkurs gemacht habe, und während dieser Zeit überhaupt keine Schmerzen hatte (leider mag ich Bauchtanz aber einfach nicht), lag es nahe, dass das Hulern mir ähnliche Erfolge bescheren könnte. Ich bestellte mir bei Hoop your Body einen Reifen (nicht ohne mich vorher schlau zu machen, welcher zu mir passt) und Mitte November legte ich los. Ich erzählte bereits davon… bücken, aufheben, bücken, aufheben…

Nach zwei Monaten klappt es schon viel besser und vor allem macht es mir Spaß. Der Griff zum Reifen ist schnell gemacht und ein paar Minuten hulern ist immer drin. In der Zwischenzeit war ich neugierig geworden auf…

Die Geschichte der Hula Hoop Reifen

Tatsächlich gab es bereits um 400 v. Chr. die ersten Reifen, z. B. aus Weinreben gefertigt. In vielen Kulturen sollte damit die Geschicklichkeit gefördert und die Gesundheit wiederhergestellt werden, wenn man an einer schwache Konstitution litt. Die amerikanischen Ureinwohner und die Inuits nutzten die Reifen, um Jagdtechniken spielerisch zu erlernen, so wurde z. B. ein Reifen vor sich hergetrieben, während andere lange Stangen durch die Öffnung warfen.

Im 19. Jahrhundert hat sich dann nicht nur das „gemeine Volk“ die Zeit mit dem Reifenlauf (der Reifen wurde mit den Händen oder mit Hilfe eines Stocks vor sich her getrieben) vertrieben, sondern auch der Adel. In der eleganten Gewandung aus dieser Zeit sah das bestimmt originell aus.

Und dann kam die Zeit, in der in weniger als vier Monaten 25 Millionen Kunststoffreifen unter dem Namen Hula Hoop (der Name wurde patentiert) verkauft wurden. Ein kalifornischer Spielzeughersteller traf 1958 mit diesem Modespiel den Nagel auf den Kopf und riss alle mit – Kinder, wie auch Erwachsene hulerten nun was die Hüften hergaben. Orthopäden empfahlen den Hula Hoop Reifen sogar vermehrt als Therapie bei Bandscheibenbeschwerden. Ich wünschte mein Orthopäde hat das auch bei mir getan.

Die deutschen Filmemacher nutzten dann die Gunst der Stunde und engagierten Cornelia Froboess und Rex Gildo für den Film „Hula Hopp, Conny“. Man sollte das Eisen ja schmieden, so lange es heiß ist. Den kompletten Film habe ich im Netz kostenfrei nicht gefunden (ich hätte schon gerne einmal wegen der Hula Hoop Szenen reingeschaut), aber zumindest eine Beschreibung findet Ihr hier.

Mein bisherige Fazit

Wie geschrieben, bin ich nun seit zwei Monaten fleißig am Üben. Es klappt immer besser, aber nach wie vor kann ich den Reifen nicht mal eben für Minuten oder gar länger oben halten. Glücklicherweise macht es mir trotzdem Spaß. Ich mache mir Musik an („Dancing Queen“ von ABBA finde ich sehr passend!), und dann geht es los.

Mein Rücken und auch mein linkes Knie fanden die ganze Aktion anfangs ziemlich blöd. Im Rücken hatte ich Muskelkater (auch von gerade einmal 5 Minuten), und mein Knie hat so einen Alarm geschlagen, dass ich beim Treppen auf- und absteigen Schmerzen hatte. Inzwischen verbinde ich das hulern mit einer 10-minütigen Yoga Einheit und Voilà: die Schmerzen sind (fast) Geschichte.

Das wichtigste ist aber, dass ich seit rund sechs Wochen die Schmerzen im unteren Rücken komplett los bin. Ich konnte zeitweise nachts nicht schlafen, bin davon sogar wach geworden. Und diese Zeit ist glücklicherweise vorbei! Also neben dem Spaß habe ich bezüglich meiner Rückenprobleme mein Ziel schon erreicht. Ich werde auf jeden Fall weiter am Ball… äh Reifen bleiben!

Schnee-Gedanken

Ich liebe Schnee. Wenn der Boden gefroren ist, die weißen Flocken darauffallen und ihn zudecken… das sieht einfach wunderschön aus. Und wenn ich dann morgens die erste bin, die unter knirschen ihre Spuren hinterlässt… Ich liebe Schnee.

Vermutlich ist das so, weil ich in meinen 51 Lebensjahren nur selten wirkliche Winter-Schnee-Landschaften genießen konnte. Mit meinen Eltern habe ich in Hannover gewohnt. Wenn es dort tatsächlich einmal geschneit hat, dann sind die geringen Mengen auch rasch wieder weggetaut bzw. sie haben sich auf der Hauptstraße vor unserem Haus in Matsch verwandelt. Dreckigen Matsch.

In den 80-ern hatten wir einen Winter, der war so eisig, dass viele Menschen mit einem Stuhl vor die Tür gegangen sind. Auf dessen Lehne haben sie sich gestützt und sind dann den Bürgersteig entlang geschlittert. Das fand ich als Kind urkomisch, aber Schnee… Fehlanzeige. Dafür aber traumhaft schöne, riesige (sehr gefährliche, wenn sie abstürzten) Eiszapfen, die überall an den Dachrinnen hingen und in der Sonne glitzerten.

Wenn dann mal Schnee kam, also lohnenswerte Mengen, dann in eher ungünstigen Zeiten. Im Januar vor 25 Jahren zum Beispiel. Damals stand unser Umzug aufs Land an. Rund 45 km teils über Straßen, die nicht geräumt waren. Eine Freundin schaffte es mit ihrem Auto erst gar nicht zu uns. Unserem Auto wurde es irgendwie zu kalt, es wollte nicht mehr anspringen und meine Schwester ist über eine gerade rot gewordene Ampel gerutscht. Klar war da ein Blitzer.

Doch als wir dann irgendwie (wie genau weiß ich nicht mehr) unseren ganzen Kram in unserem neuen Zuhause hatten, da genossen wir es, dass alles unter eine Schneedecke lag. (Erst im Frühjahr entdeckten wir, was für „Schätze“ uns die Vorbesitzer im Garten überlassen hatten)

Und dann gab es vor ein paar Jahren nochmal ein Schnee-Jahr. Diesmal soviel, dass wenn ich gerade alles einigermaßen geräumt hatte, schon wieder eine neue Schicht lag. Und ich habe es GELIEBT! Unser Sohn hat damals für unseren Kater Wege freigeschaufelt. Worauf dieser dann auch jeden Tag bestanden hat. Ansonsten hätte er nicht mehr rausgehen können, und wäre unerträglich geworden. Das wir auf der Zufahrtsstraße unseres Wohngebietes im Schnee stecken geblieben sind und von einem Trecker rausgezogen werden musste – Peanuts! Meiner Schnee-Verliebtheit tat das keinen Abbruch!

Seitdem bekommen wir nur hin und wieder ein paar Flocken zu sehen. Oder mal ein wenig „Flaum“ auf dem Boden, der aber so schnell verschwunden ist, dass ich manchmal denke, es war nur ein Wunschtraum.

Mir ist klar, dass ich das ganz anders sehen würde, wenn ich jedes Jahr Schneeberge hier hätte. Aber so… werde ich weiter davon träumen, einen wunderschönen Schnee-Winter zu erleben.

Monats-Foto #1

Ein Jahr lang fotografiere ich monatlich auf meinen Spaziergängen einen Blick über die Felder. Seit 25 Jahren gehe ich dort regelmäßig lang. Je nach Wetter und Tages- und Jahreszeit sieht es immer anders aus. In diesem Jahr möchte ich das gerne dokumentieren.

Freitag, 01. Januar 2021
12:33 Uhr
3° C, bewölkt

Baron Münchhausen läuft Marathon

Baron Münchhausen läuft Marathon
von Nicole Vergin

In meiner Kindheit hieß es stets: „Du bist ein Lügenbaron Münchhausen“, wenn ein Familienmitglied die Wahrheit für sich zurecht gebogen hat. Im Klartext, wenn eine dicke Lüge im Raum stand.
Mein Vater machte Zeit seines Lebens dem Baron nicht nur Konkurrenz, nein er übertraf ihn sogar. Egal, ob es um die nicht abgelegte Meisterprüfung ging, für die er sich feiern ließ oder den in der Kneipe „verlorenen“ Geldschein – besser, man glaubte ihm nicht.
Als kleines Mädchen war er mein Held. Ich wusste nichts von all den Lügengebilden, die er baute, und liebte seine Geschichten, in denen er weit ausholte und die Sterne vom Himmel herunter log.

So auch eines Tages, als er beschloss, an einem Marathon teilzunehmen. Ich war unglaublich aufgeregt, schließlich wusste ich, dass die Strecke genau vor dem Mietshaus in dem wir lebten, vorbeiführte. Mehrfach hatte ich vom Fenster aus mit meinem Papa zusammen, die Läufer angefeuert und genau das wollte ich nun für ihn tun.
Meine Mutter schob mir den Sessel vor das Fenster, ich stellte mich darauf und folgte den anfangs noch zahlreichen Läufern mit den Augen. Das Ticken der Standuhr zeigte mir, dass die Zeit voranschritt. Inzwischen waren nur noch in großen Abständen Läufer zu sehen. Viele davon gingen, weil es wohl zu schwer geworden war.
Irgendwann gab ich auf und schlich müde und traurig in mein Zimmer. Ich hatte meinen Papa verpasst.
Dann klingelte es. Ich sprang auf, rannte zur Tür, riss sie auf und schaute über das Treppengeländer.
„Papa!“, ich sprang die Stufen hinunter, ihm entgegen.
Er humpelte, zog sich mühsam am Geländer empor. Doch auf seinem Gesicht lag ein siegessicheres Lächeln. Gleich darauf streckte er mir eine goldene Medaille an einem blau-gelben Band entgegen. Er hatte es tatsächlich geschafft – ich war so stolz auf ihn.
Dass er sich aufgrund mangelnden Trainings eine Überbelastung am Fuß zugezogen hatte, war mir egal. Für mich war er – wieder mal – mein Held.

Jahre später schaute ich mir die Medaille genauer an: für die Teilnahme am 10-km Lauf, war dort eingraviert. Während die Strecke des 42,195 km langen Marathon vor unserem Haus entlangführte, fand die 10 km Runde in einem anderen Stadtteil statt. Ob mein Vater das im Voraus wusste? Keine Ahnung. Aber dass er keinen Marathon gelaufen war, das wird ihm wohl klar gewesen sein. Der Lügenbaron Münchhausen hatte also wieder einmal zugeschlagen.

Ein Online-Kurs und seine „Folgen“

Zum Jahresabschluss habe ich am Online-Kurs „Ich sammle meine Schätze ein“ von Barbara Pachl-Eberhart teilgenommen – ich hatte viel Schreib-Spaß!

Elternschaft

25 Jahre ist es her
ruhelos streifte ich durch die Wohnung
Geburt unseres Sohnes
sonnig war der Tag
gerne erinnere ich mich
höre den ersten Schrei
in mir klopfte mein Herz
zum Zerspringen laut
tiefe Gefühle brandeten auf
Furcht war auch dabei
ich war nun Mutter
rigoros änderte sich mein Leben
Nächte und Tage gingen ineinander über
rissen mich aus meiner Komfortzone
egal – das war und ist es wert!

Freunde

Durch dünn und dick
wie schick das klingt. Doch
– och – wie oft,
und unverhofft, läuft’s schief
laut „schnief!“ und Jammer
in der Kammer, die Freundin ist weg
– so’n Dreck! – und zu allem Übel,
zum vollen Kübel, ist’s Essen nun das höchste Gut.
Und der Mut? Ist fort,
am Ort, einem anderen.

Gesundheit

Atmen
bewegen
sich inbrünstig regen
viel Wasser
und Obst
Gemüse nicht vergessen
Seelenheil
statt Kummer und Frust
Herzensmenschen
auch Spaß und Lust
all das
gemixt gerührt geschüttelt
Voilà: Gesundheit!
(wenn’s nur so einfach wär…)

Vandalismus im Naturpark Steinhuder Meer

Über mein Negativ-Highlight der letzten Woche bin ich gestern „gestolpert“. Bei schönstem Wetter sind wir eine unserer Lieblingsrunden entlang des Mardorfer Aussichtsturms gegangen. Gestern haben wir den Turm nicht so vorgefunden, wie es sein sollte. Offensichtlich hatte dort eine Party stattgefunden. Auf den Wegen und der anliegenden Weide waren Flaschen und anderer Müll verstreut. Außerdem Holzlatten, die von einem Zaun abgerissen worden sind. Im Turm selber ebenfalls zahlreiche Hinterlassenschaften. Nach dem Wachs auf dem provisorischen Tisch zu urteilen, brannten sogar Kerzen.

Früher hat mich so etwas immer wütend gemacht. Heute bin ich ehrlich gesagt hauptsächlich traurig. Traurig darüber, dass es Menschen gibt, die so rücksichtslos, gleichgültig und dumm sind.

Ich habe bei der angegebenen Rufnummer bisher leider niemanden erreicht, aber zumindest schon einmal eine Mail geschickt. Und der Landwirt, der die Weide nutzt, ist von einer Bekannten informiert.

Sorry, aber das kotzt mich gerade so richtig an!







Mein Lieblings-Winter-Weihnachts-Buch

Weihnachten ist schon vorbei? Ach was! Bei uns steht noch der Weihnachtsbaum in ganzer Pracht und auch die restliche Deko hübscht und blinkt noch fröhlich vor sich hin. Sooo schnell gebe ich mein Lieblingsfest nicht auf!

Und ja, ich lese auch noch Weihnachts-Romane. Hauptsächlich deshalb, weil ich Ende letzten Jahres einfach nicht so viel Zeit dafür hatte, wie in den Vorjahren. Daher möchte ich Euch nun noch meinen Saison-Favoriten vorstellen: „Das Winterweihnachts-Wunder“ von Poppy Alexander.

Kate – eine alleinerziehende Mutter – versucht sich, nach dem Tod ihres Mannes, durchs Leben zu schlagen. In der Vorweihnachtszeit rafft sie sich auf, und schenkt ihrem kleinen Sohn einen besonderen Adventskalender. Und dann trifft sie Daniel, der ebenfalls ein schweres Schicksal hat…

Klingt nach Klischees und Einheitsbrei? So ist es aber nicht. Poppy Alexander hat einen einfühlsamen, wunderbar erzählten Weihnachtsroman geschrieben. Mit etlichen Nebenschauplätzen, die die Geschichte jedoch nicht überfrachten, sondern sie bereichern.

Ich bin hellauf begeistert und habe natürlich sofort nach anderen Büchern dieser Autorin geschaut. Tatsächlich wird es im März ein neues von ihr geben. Aber… erstmal nur auf Englisch. Wenn Ihr nun einen Beitrag zurückblättert… Nicole lernt Englisch… dann sollte das doch alles so sein! Ich habe das Buch bereits vorbestellt, und es wird das erste sein, dass ich im Original lese. ❤

Make future plans (mit Shannon)

Wie steht es mit Euren Englischkenntnissen? Ich habe das Gefühl, das außer mir Jede(r) diese Sprache perfekt beherrscht. Ok, nun habe ich ein wenig übertrieben. Aber mit welcher Selbstverständlichkeit z. B. englischsprachige Artikel geteilt werden (früher stand dann noch dabei: hey, wenn Du es nicht verstehen kannst, dann…), tja, da kann ich nicht mithalten.

Seit Ewigkeiten habe ich mir vorgenommen, mein Schul-Englisch aufzupolieren. Und nun – tadaaaa – ist es endlich so weit. Ich habe mich bei Babbel.com angemeldet. Damit habe ich schon ein wenig italienisch für den Urlaub gelernt, und – ach ja – niederländisch auch. Wobei ich mich damit deutlich schwerer getan habe.

Egal, nun steht Englisch auf dem Plan. Ich mache also fleißig meine Lektionen, und stelle erfreut fest, dass ich mehr weiß, als ich dachte. Und gestern fiel mir dann ein Angebot ins Auge: LIVE lernen mit echten (steht da wirklich so!) LehrerInnen. Pro Woche ist eine Stunde im Preis enthalten. Die Angebote beginnen morgens um 7.00 Uhr und enden in den Abendstunden.

Spontan meldete ich mich für heute 13.00 Uhr an: „Make future plans“ mit Shannon. Um sich vorzubereiten werden gleich noch die entsprechenden Lektionen angezeigt (hatte ich natürlich noch nicht…).

Sechs SchülerInnen waren wir insgesamt. Das Ganze läuft über ZOOM und ist eine super Möglichkeit, von Zuhause (in der Jogginghose) live englisch zu üben. Anfangs wurde erst einmal das technische erklärt. Dann hat sich Jede(r) vorgestellt und schon ging es mit der Lektion los. Mir hat es wirklich Spaß gemacht, und es war auch gar nicht schlimm, wenn Shannon (eine sehr nette Englisch Lehrerin übrigens) mich dann aufgerufen hat. Klar, aufgeregt war ich am Anfang schon, aber das hat sich schnell gelegt.

Bis Ende des Monats stehen mir noch vier Stunden zur Verfügung, da habe ich mich doch gleich mal für kommenden Montag angemeldet: „Talk about your neighborhood“ – und fürs erste bleibe ich mal bei Shannon.

Und was meine Zukunftsplanung betrifft: At first I’m going shopping and after that I’ll enjoy the rest of the day. Oder so ähnlich…

Dieser Beitrag enthält UNBEZAHLTE WERBUNG!

Erinnerungs-Buch #1

Hier und da habe ich es bereits erwähnt: ich möchte ein Erinnerungs-Buch über meine Mutter schreiben. Vor 3,5 Jahren ist sie verstorben und seitdem befasse ich mich, mal mehr mal weniger intensiv, mit ihrer und unserer Geschichte. Im vergangenen Jahr hatte ich einiges bereits zu Papier gebracht (vielmehr in den PC…), aber dann hakte es. Inzwischen weiß ich warum; das Ganze war auf dem Weg ein Sachbuch zu werden. Dabei möchte ich Geschichten erzählen und das Leben meiner Mutter „lebendig“ werden lassen.

Der Hauptteil des Buches wird aus den gemeinsamen Erlebnissen bestehen. Ihre letzten Tage habe ich damals jeden Abend in einem Buch beschrieben. Diesen Teil werde ich im Original übernehmen.

Das komplette Buch wird es nur für mich und meine Familie geben. Aber ich möchte hier auf dem Blog teilen, wie es mir damit geht. Was es für Fortschritte gibt. Und hin und wieder werde ich Textteile einstellen. Ich freue mich sehr darauf, dieses Projekt in diesem Jahr tatsächlich umzusetzen. Und natürlich bin ich auf das Ergebnis gespannt. In ca. einem Monat erzähle ich von den ersten Schritten.

Ein Fundstück

Gestern sind Gina und ich fündig geworden: auf einer Wiese lugte zwischen grün-braunen Halmen ein Stück Plastik hervor. Wieder einmal Müll, grollte ich. Beim näherkommen entdeckte ich jedoch, dass es sich um beschriftete Folie handelte. Neugierig hob ich es auf.

Uropa wird 100.

Darunter ein Name.



Ich schaute mich um, ob ich einen Luftballon entdecke (daran hängen doch oft Zettel) – aber es war keiner in Sicht. Was nun? Erst einmal einstecken. Zuhause legte ich mein Fundstück auf den Schreibtisch. Sollte ich eine Karte hinschicken? Was, wenn der Ur-Opa nun schon nicht mehr lebt? Schließlich weiß ich nicht, wie lange die Folie schon dort (oder anderswo) gelegen hat.

Ich stelle mir einen alten Mann vor. Mit vielen Lachfalten im Gesicht. Einen, der seinen Enkeln immer gerne vorgelesen hat. So lange, bis seine Augen es ihm unmöglich machten, die Schrift in einem Buch zu entziffern. Pfiffig, wie er nun einmal ist, erzählt er ihnen nun die Geschichten einfach. (Natürlich auch den Ur-Enkeln) Seine eigenen Erlebnisse, genauso wie Fantasie Geschichten, in denen es von Hexen und Zauberern nur so wimmelt. Seine Frau, die Ur-Oma versucht ihn manchmal zu bremsen, wenn er seine Dönnecken erzählt. Natürlich mit einem Schmunzeln im Gesicht. Sie kennt ihn eben, ihren Jesper. Immerhin sind sie nun schon seit über 70 Jahren verheiratet…

Ich hoffe, dass es Ur-Opa Jesper wirklich so gut geht. Und dass er viele liebe Menschen um sich herum hat, die gerne seinen Erlebnissen lauschen. Happy birthday und alles Gute!

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