Mal raus aus dem Hamsterrad

Habt Ihr schon einmal gesehen, wie ein Hamster in seinem Rad läuft und läuft und läuft? Auf den ersten Blick sieht das ja irgendwie niedlich und witzig aus. Nur leider ist es das nicht. Denn wie es oft bei den anfangs so geliebten Haustieren ist: plötzlich lässt das Interesse an ihnen nach und Putzi, Wutzi oder auch Mausi fehlt es an Beschäftigung, Liebe, Abwechslung… vor allem, wenn es sich wie bei Hamstern um Einzelgänger handelt und man sie nicht mal eben damit abspeisen kann, ihnen einen Gefährten in den ohnehin schon zu engen Käfig zu setzen.

Aber an dieser Stelle wollte ich eigentlich gar nicht mit erhobenem Zeigefinger auf vermeintliche Tierfreunde zeigen. Nein, mir geht es um das Hamsterrad. Oder vielmehr möchte ich es als Metapher für den Alltag unzähliger Menschen nutzen.

Da tauchen bei Euch gleich Bilder von Eurem Alltag auf? Wie Ihr jeden Morgen zur selben Zeit aufsteht, im Vorbeigehen frühstückt, die Yoga Übungen aufgrund akuten Zeitmangels auf irgendwann verschiebt und Euch dann in das tägliche Einerlei stürzt?

Na gut, so dramatisch muss es ja nicht sein. Aber oft schlagen die Wellen des Alltags eben doch gnadenlos über uns zusammen und wenn wir nicht hin und wieder das Rad – um wieder bei dem niedlichen, vernachlässigten Hamster zu bleiben – einmal stoppen, dann verpassen wir nicht nur so einiges im Leben, sondern riskieren im schlimmsten Fall sogar krank zu werden.

Genau aus diesem Grund habe ich mir für 2018 vorgenommen, öfter mal unterwegs zu sein. Raus zu gehen, über den Tellerrand zu schauen, den Horizont zu erweitern, mir Zeit für mich zu nehmen. Nennt es, wie Ihr wollt.

Nun war mein „mal rauskommen“ in der vergangenen Woche gleich etwas „größer“. DSC_0172Berlin hieß mein Reiseziel. Vier Tage habe ich gemeinsam mit meinem Mann in dieser Stadt verbracht, die mich immer wieder aufs neue in ihren Bann zieht. Und natürlich werde ich darüber noch ein, zwei Beiträge schreiben.

Worauf ich jedoch mit diesem Beitrag hinaus will: nach meiner Auszeit bin ich voller Motivation, Energie und mit neuen Ideen heimgekehrt. Und ich konnte es kaum abwarten, mich wieder in meine Schreib-Welten zu stürzen. Was vor der Reise noch ganz anders aussah…

Klar, man kann nicht immer einfach so eine Reise machen. Oft fehlt das Geld oder auch die Zeit. Für mich bedeutet daher „mal rauskommen“ auch, kleinere Unternehmungen zu machen. Ich interessiere mich z. B. für historische Gebäude. Eine Ausstellung mit Fotos DSC_0024von Kirchen aus meiner Umgebung brachte mich darauf, diese Kirchen zu besuchen und selber Fotos zu machen. Finanziell bedeutet das, dass ich die Spritkosten zahlen muss und das zeitliche umfasste bei den Besuchen, die ich bisher gemacht habe jeweils rund zweieinhalb Stunden. Also etwas, das ich durchaus in meinen Alltag einbauen kann.

Und wenn ich danach wieder in mein „Hamsterrad“ steige, dann tue ich das mit deutlich mehr Elan und ja, manchmal bin ich dann sogar so übermütig, dass ich einfach mal in die andere Richtung drehe.

Was macht Ihr, wenn der Alltag mal eintönig ist oder Ihr das Gefühl habt, immer nur sinnlos im Kreis zu rennen? Schreibt mir doch gerne in die Kommentare, was Ihr für Ideen habt! Vielleicht ist ja das eine und andere dabei, dass ich auch einmal ausprobieren kann.

5 Kommentare zu „Mal raus aus dem Hamsterrad

    1. Unbekannte Ecken in bekannten Gegenden – das stelle ich im Moment auch immer wieder fest. Ich war z. B. kürzlich in unserer Klosterkirche, mit der Kamera bewaffnet und habe versucht Fotos von diesem Kirchenraum zu machen, den ich nun schon seit über zwei Jahrzehnten kenne. Ein interessantes Experiment und ich habe etliche neue Blickwinkel dabei entdeckt!
      Liebe Grüße zurück
      Nicole

      Gefällt 1 Person

  1. Mein heutiger Hamsterrad-Aussteigermodell war unser Garten. ich habe zusammen mit meiner Tochter alte vertrocknete Staudenreste zurückgeschnitten und endlich Tomaten- und Paprikasamen in meine Minigewächshäuser gesetzt. In strahlender Sonne war das wunderbar für meine Seele und jetzt geht es mir richtig gut!

    Gefällt 1 Person

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