Bye bye Whats App, facebook, Blog…

… zumindest in den kommenden 3,5 Wochen werde ich all das ruhen lassen und eine ausgiebige Frühlings-Pause genießen.

Ob das funktioniert? Oh ja! Es ist herrlich, eine Zeitlang auf all das zu verzichten. Für DSC_0141mich ist es wichtig, mal keine Nachrichten zu tippen, sondern einfach nur im realen Leben zu sein.

Und danach? Dann stürze ich mich mit frischer Energie in die anstehenden Aufgaben: das bloggen, ein neues Kinderbuch schreiben, die Ausbildung zur Trauer- und Sterbebegleiterin… es bleibt also spannend!

Ich freue mich, Euch Mitte / Ende Juni wieder zu lesen und wünsche Euch bis dahin eine wundervolle Zeit.

P.S. Den Beitrag über die Messe „Leben und Tod“ werde ich dann nachreichen. Aktuell habe ich Probleme mit dem Internet und es würde ewig dauern, die Bilder hochzuladen.

Ein Jahr ist vergangen… die Liebe bleibt

Als ich heute Morgen aufgewacht bin, schien die Sonne. Die Vögel zwitscherten ihr morgendliches Konzert und draußen im Garten blühten unsere Pfingstrosen ebenso 1. Todestagherrlich wie der Rhododendron. Alles genauso wie vor einem Jahr, dachte ich für einen Moment. Doch natürlich ist das nicht so. Du bist nicht mehr da. Zumindest kann ich Dich nicht mehr berühren. Deine Hände streicheln. Die Haut Deiner Wangen, die bis zum Schluss so unglaublich weich waren.

Denn heute vor einem Jahr bist Du eingeschlafen. Friedlich. Nach einigen Monaten voller Kampf und Aufbegehren. Und ebenso voller Harmonie, Musik… so friedvollen Stunden. „Mach das Fenster weit auf, wenn es soweit ist“, hatte mir eine liebe Freundin gesagt, „dann kann ihre Seele hinaus fliegen.“

Ja, das habe ich gemacht und es fühlte sich so gut, so richtig an. Denn ich bin sicher, da ist noch mehr, wenn der Körper nicht mehr weiter kann. Deine Seele, ich weiß nicht, wo sie jetzt ist, aber es gibt sie noch. Und das macht es mir leichter.

Und wer weiß, vielleicht kannst Du dies jetzt sogar lesen. Schließlich gibt es ja mehr zwischen Himmel und Erde, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt. Davon warst Du auch immer überzeugt. Und ich habe in diesem Jahr öfter das Gefühl gehabt, dass Du mir ganz nah warst. Natürlich nicht immer, schließlich wirst Du auch anderes zu tun haben. Oder einfach Dein neues Dasein genießen wollen. Ja, das stelle ich mir gerne vor. Und ich bin dankbar, wenn Du einfach hin und wieder mal vorbei schaust. Einfach so. Daher werde ich weiter alle Sinne öffnen, um diese Momente nicht zu verpassen.

Warst Du auch dabei, als ich gemeinsam mit Deinem Enkel und Deinem Schwiegersohn im Ruheforst war und wir Dir die Seerosen gebracht haben? Wenn nicht, hast Du sie bestimmt später gesehen. Und sicherlich darüber gefreut. Seerosen. Sie waren Dir immer die liebsten.

Ein Jahr ist vergangen… die Liebe bleibt.

Hinweis: glücklicherweise bin ich im Internet über die Seite von Angela Stehr gestolpert: die Traueroblate. Hierbei handelt es sich um Grabbeigaben, die aus ungebranntem Ton bestehen, also Naturbelassen sind und sich somit auch für Ruheforste eignen. Auf Anfrage hat mir Angela diese wundervollen Seerosen gestaltet. ❤
Ihre Seite findet Ihr hier.

Bin ich ein Gewohnheits-Tier?

Seit über 20 Jahren wohnen wir auf dem Land. Mit eigenem Garten. Und in dem gibt es Rasen. Naja, eher Moos mit Gras. Es ist eben ein Wald-Grundstück, was wir wunderschön finden und einfach Naturnah lassen. Aber auch das Gras muss hin und wieder gemäht DSC_0045 - Kopiewerden. Und das ist meist meine Aufgabe. Ich mache das gerne. Als Autorin, die einen Großteil ihrer Arbeitszeit am Schreibtisch verbringt und sich so manchen Tag fragt: „Habe ich überhaupt IRGENDETWAS geschafft“, ist es eine Wohltat, mit dem Mäher über das Grundstück zu knattern und SOFORT Ergebnisse zu erzielen.

Vor ein paar Tagen war es nun wieder soweit. Das Gras trocken genug und der Blick in den Himmel überzeugte mich davon, dass es auch so bleiben würde. Also, rein in Jeans und Turnschuhe und raus in die Garage, um den Rasenmäher zu holen. Die Garage… Moment. Da war doch was. Ach ja, wir haben sie vor eineinhalb Wochen abreißen lassen, das olle, marode Teil.

Na gut, auf dem Absatz kehrt gemacht und Marsch hin zu der neuen Gartenhütte, wo wir nun unsere Gerätschaften aufbewahren. Nach einem kleinen Kampf mit der noch schwer gängigen Tür, zerrte ich den Rasenmäher heraus. Nun noch das Kabel, dann anschließen… och nee, noch ein Problem. Die Steckdose, die ich sonst benutzt habe, ist mitsamt der Garage verschwunden.

Aber selbst ist die Frau, fand ich selbstverständlich auch dafür eine Lösung. Triumphierend schaltete ich bald darauf den Rasenmäher an, ließ ihn kurz rattern, während ich mich irritiert umschaute und dann den Motor wieder ausgehen ließ. Ich war der Verzweiflung nahe, raufte mir die Haare. Nachdem ich alle Problemchen aus dem Weg geräumt hatte, stolperte ich nun gedanklich über die wirkliche Problematik: ich stand nicht wie sonst zu Beginn VOR, sondern HINTER dem Haus. Das bedeutete, ich musste nun ganz andere Mäh-Wege fahren. Mir eine neue Routine anschaffen. Meine Jahrzehntelangen Mäh-Gewohnheiten ändern. Einen Moment überlegte ich, ob ich damit nicht doch überfordert bin.

Ihr lest schon: ich übertreibe ein klitzekleines Bisschen… Aber habt Ihr das nicht schon selber erlebt? Jemand will Euch helfen die Geschirrspülmaschine einzuräumen, macht es aber nicht richtig. Ein Gast setzt sich auf den Platz auf dem Ihr IMMER sitzt. Ihr fahrt bei Freunden mit und die fahren zu Eurem Lieblings-Restaurant einen ganz anderen Weg, als ihr es gewohnt seid.

Wie ist das denn nun mit Gewohnheiten? Sind sie spießig? Öde? Ist man deswegen langweilig?

Bei Wikipedia steht dazu folgendes: Als Gewohnheit (auch Usus, lat. uti „gebrauchen“) wird eine unter gleichartigen Bedingungen entwickelte Reaktionsweise bezeichnet, die durch Wiederholung stereotypisiert wurde und bei gleichartigen Situationsbedingungen wie automatisch nach demselben Reaktionsschema ausgeführt wird, wenn sie nicht bewusst vermieden oder unterdrückt wird. Es gibt Gewohnheiten des Fühlens, Denkens und Verhaltens.

Tja, irgendwie finde ich mich da schon mit einigem wieder. Aber ehrlich geschrieben, finde ich das gar nicht schlimm. Zumindest so lange, wie ich nicht dazu verdammt bin, für ewig an jeder Gewohnheit (auch an denen die ich gerne loswerden möchte) fest zu halten.

Und genau darum mache ich hin und wieder einfach mal etwas anders. Teils sind das Kleinigkeiten, wie z. B. morgens wenn ich das Haus lüfte, öffne ich die Fenster in unterschiedlicher Reihenfolge. Hört sich merkwürdig an, aber anfangs war es durchaus ein schräges Gefühl. Wenn ich Ziele regelmäßig ansteuere, dann tue ich dies gern über unterschiedliche Wege. Auch meinen Tagesablauf – soweit möglich – gestalte ich hin und wieder mal anders: nach dem aufstehen einfach mal eine Runde Yoga. Oder vor dem Frühstück schon mal eine Viertelstunde E-Mails beantworten. So bleibe ich ein wenig flexibel, was mir persönlich gut tut.

Und trotz allem hat mich das mit dem veränderten Mäh-Weg durcheinander gebracht… vielleicht sollte ich doch noch mehr an meiner Flexibilität arbeiten. Andererseits geben mir Gewohnheiten auch einfach Sicherheit und sie vereinfachen vieles. Und das ist auch nicht zu verachten.

Wie handhabt Ihr es mit Gewohnheiten? Liebt oder verabscheut Ihr sie? Ich bin gespannt!

Kuddel & Muddel Geplauder oder Wie ich eine unerwartete Chance ergriffen habe

Wahnsinn! Da ist mir doch tatsächlich eine Chance vor die Füße gepurzelt, mit der ich DSC_0023überhaupt nicht gerechnet hatte. Einfach so. Einfach, weil auf einmal ein Puzzle Teil zum anderen gepasst hat. Ohne drücken, schieben… ja, einfach so.

Falls Ihr Euch jetzt fragt, ob ich wirklich gerade so wirr bin, wie es sich hier liest: JA!

Aber ich versuche jetzt mal von vorne zu beginnen: morgen ist es zwei Wochen her, dass ich auf der Messe „Leben und Tod“ in Bremen war. Natürlich wollte ich längst einen Beitrag geschrieben haben – der kommt auch noch; versprochen – und ich hatte mir sowieso so einiges für diese zwei Wochen vorgenommen, aber dann… atmen, Nicole, atmen…

Wer mich schon länger kennt oder sich auch genauer auf meinem Blog umgeschaut hat, der weiß, dass ich mich mit den Themen Leben, Sterben, Tod und Trauer bereits seit Jahrzehnten beschäftige. Daher war es für mich auch ein wichtiges Ereignis zu der Messe nach Bremen zu fahren. Natürlich hatte ich immer schon mal überlegt, ob und wenn ja wie ich mich in diesen Bereichen, die doch so viele Menschen verunsichern und ängstigen einbringen kann. Aber bisher hatte ich nie das richtige für mich gefunden. Dass was sich wirklich gut anfühlt.

Bis ich auf der Messe über eine Ausbildung zur Trauer- und Sterbebegleiterin gestolpert bin, die mich ganz speziell anspricht. Dazu folgt dann in späteren Beiträgen noch genaueres.

Lange Schreibe, kurzer Sinn… ich habe mich tatsächlich zu der 2-jährigen Ausbildung angemeldet, die allerdings – und das war so der klitzekleine Haken – erst im November 2019 beginnt. Und gestern nun – so ganz richtig kann ich es immer noch nicht fassen – habe ich Bescheid bekommen, dass ich für eine Teilnehmerin, die leider ihre Anmeldung zurückziehen musste, in den gerade begonnenen Ausbildungsgang einspringen kann.

Und wisst Ihr was? Ich habe diese Chance mit beiden Händen ergriffen und neben mir liegt das fertig ausgefüllte Anmeldeformular, das ich gleich zur Post bringen werde. Ist das ein absoluter Wahnsinn?? Das funktioniert natürlich nur, weil mein Mann – der beste der Welt – mich darin unterstützt. Und auch mein Sohn – Ihr ahnt es: der beste der Welt – steht mir zur Seite. Und ohne die Beiden würde das überhaupt rein gar nicht funktionieren!

Ach ja, ich werde übrigens die Ausbildungszeit dadurch begleiten, dass ich praktische Erfahrungen in einem Hospiz sammle. Auch da habe ich bereits meine Fühler ausgestreckt und hoffe auf einen positiven Bescheid.

So, dass musste jetzt einfach alles mal raus! Habt einen schönen Tag und wenn Ihr die Gelegenheit habt, eine Chance zu nutzen, dann greift zu!

Lesung aus Adola Adebars magischen Geschichten

„Welche der Geschichten willst Du denn vorlesen?“ Seite an Seite stehen Adola Adebar und ich auf einer frisch gemähten Wiese in Rehburg. Ich verstehe den großen schwarz-weiß-roten Storch nur schlecht – er klappert mit vollem Schnabel. „Möchtest Du auch?“ mampft er.
Ich schüttele den Kopf. Ich möchte nicht einmal wissen, was er da gerade herunter JXQT0407schluckt. Aber dies Gespräch war dringend erforderlich – schließlich muss Adola darüber Bescheid wissen, wann seine Geschichten gelesen werden – und so blieb mir nichts anderes übrig, als mich hier mit Adola zu treffen.
„Auf frisch gemähten Wiesen finde ich das meiste Futter“, erklärt er mir ganz nebenbei. Als ob ich das nach meinen Storch-Recherchen in den vergangenen Monaten nicht selber wüsste.
„Ich weiß noch nicht“, kehre ich zu seiner Anfangsfrage zurück, „kommt drauf an, wie viel Zeit ich bekomme.“
„Aber auf jeden Fall die von Talentus, dem Erfinder“ – kann ein Storch fordernd gucken? – „und die von den Waldlingen in Loccum und…“
Bevor Adola die restlichen Geschichten auch noch aufzählt, winke ich ab. „Ich schau mal, wie viel Zeit ich bekomme“, verkünde ich abschließend.
Und glücklicherweise ist der Storch schon wieder ganz mit dem absuchen der Wiese beschäftigt und ich mache mich rasch vom Acker. Also von der Wiese.

JA – es gibt eine weitere Lesung aus den magischen Geschichten von Adola Adebar:

am 21. Juni 2018 um 17.00 Uhr in der Stadtbücherei in Rehburg.

Alle kleinen und großen Zuhörer sind willkommen – ich freue mich auf Euch!

 

Mal eben ne Runde schnacken

Ja, heute schneie ich (trotz Frühling) einfach mal so auf einen kurzen Klönschnack rein. Einen auf Hochdeutsch allerdings, denn unser Rehburger Platt beherrsche ich nicht.

Draußen lacht die Sonne von einem herrlich blauen Frühlings-Himmel und ich bin doch tatsächlich nach wie vor mit dem umsetzen der Anforderungen der DSVGO (den Beitrag dazu findet Ihr hier) beschäftigt.  Wer von Euch übrigens weiß, wie man diesen Banner bzgl. der Cookies bei WordPress einsetzt – für Tipps und Ratschläge bin ich immer dankbar!

Aber bevor Ihr nun in vielstimmiges, mitleidiges „Ooooh“ ausbrecht: meine Woche hat durchaus auch noch Highlights zu bieten. Seid Ihr Flohmarkt-Gänger? Also ich liebe Flohmärkte. Und einen, wo man mich jedes Jahr am 1. Mai findet, ist bei uns in Neustadt a. Rbge. bei Famila auf dem Parkplatz. Teils überdacht, hat es auch in diesem Jahr wieder riesigen Spaß gemacht, sich durch all die Stände zu wühlen. Obwohl das Wetter echt gruselig und ziemlich kalt war. Muss ich erwähnen, dass ich mit einem Stapel Bücher nach Hause gekommen bin?

Natürlich habe ich auch wie angekündigt begonnen, meinen Walk-Lauf-Traum zu verwirklichen. Aber dazu gibt es dann Ende der Woche noch einen Extra-Beitrag.

Morgen steht nun etwas Besonderes auf dem Plan. In Bremen findet die 11. Messe Leben & Tod statt und ich werde das erste Mal (als Besucher) dabei sein. Ich habe mir bereits einige Vorträge rausgesucht, die mich interessieren und einige Stände stehen auf meiner Liste, denen ich definitiv einen Besuch abstatten werde. Und natürlich habe ich meine Kamera und meinen Notizblock im Gepäck, um Euch hinterher davon erzählen zu können.

Natürlich vergesse ich bei all dem nicht, das Frühlingserwachen in der Natur zu genießen. Denn mal ehrlich: man hat doch das Gefühl, dass es jeden Tag etwas neues zu bestaunen gibt. Und dafür nehme ich mir immer gerne die Zeit.

Was steht bei Euch in dieser Woche so an? Genießt Ihr auch die Wunder der Natur oder schlagen die Alltagswellen dafür doch zu hoch über Euch zusammen? Ich wünsche Euch jedenfalls noch eine wundervolle Woche und bis zum nächsten Klönschnack!

Summer in the city

Diese Geschichte ist inspiriert durch die Schreibkicks von Sabi Lianne. Jeweils zum 01. des Monats gibt es ein Thema, das jeder für sich frei interpretieren kann. So kommen die unterschiedlichsten Geschichten zustande. Wenn Ihr Lust habt auch einmal mitzumachen, dann klickt hier. Das Thema für den 01. Mai lautet: Vorfreude auf Sommergenüsse. Und wenn Ihr danach Lust auf den Song habt, denn klickt hier!

Summer in the city
von Nicole Vergin

Endlos lagen die Sommertage vor ihr. Heiß. Einsam. Eine Last. Ihre Freunde fuhren wie jedes Jahr in den Urlaub und sie musste in der klebrigen Land-Idylle ihrer Eltern bleiben. „Die Kühe füttern sich nicht von allein“, war die Reaktion auf ihr Drängen, ihre Lust nur einmal auszubrechen.

Und da war dieser Song, den sie vor Wochen im Radio gehört und sich dann mit dem Kassettenrecorder aufgenommen hatte. „Summer in the city“. Ihr Schulenglisch reichte nicht aus, um den Text vollständig zu verstehen, aber sie fühlte den Herzschlag, die Leidenschaft des Songs. Sommer in der Stadt. Ja, sie wollte auch in die Stadt. In die Großstadt. Irgendeine. Da, wo das Leben pulsierte, wo Menschen durch Innenstädte schlenderten. Die Frauen große Sonnenbrillen unter den ebenso großen, breitkrempigen Hüten trugen. Und Röcke, die so kurz waren, dass ihr Vater sie dafür ohrfeigen würde, wenn sie es nur einmal wagen würde, so etwas anzuziehen.

In der Großstadt tanzten sie – „dance all night“ – während sie hier ihre kostbare Zeit mit Kuhfladen und dem ausschrubben von Futtertrögen vertrödeln musste.

„Summer in the city“, sang sie laut bei der Stallarbeit und erschrak, als eine tiefe Stimme „Wer will schon im Sommer in der brütend heißen Stadt hocken“, einwarf.
Die Mistforke ging polternd zu Boden und eine heiße Röte schoss ihr ins Gesicht. Ein junger Typ stand vor ihr, Schnauzer, breite Koteletten und die Haare bis auf die Schultern. „Langhaarige Bombenleger“, würde ihr Vater nur verächtlich sagen.
Aber ihr Herz schlug aufgeregt, so als hätte es bereits eine Nacht durchgetanzt. Und davon erzählte sie ihm dann auch. Später, als sie Hand in Hand über die Wiesen der Eltern liefen. Hinter ihrem Rücken wohlbemerkt, wissend, dass diese es nicht gutheißen würden.

Zum ersten Mal Widerstand, eine winzige – wenn auch geheime – Rebellion. Er machte ihr Mut. „Lass dich nicht einsperren“, sprach von freien Menschen. Und – ihr Herzschlag machte einen Looping – von freier Liebe.

Leuchtendblauer Himmel über den ebenso leuchtenden grünen Wiesen. Die Butterblumen strahlten mit der Sonne um die Wette. Das gluggern des Bächleins, das am Rande der Wiese lief, war nun nicht mehr störend, sondern romantisch.
Ja, wer wollte denn schon im Sommer in die Stadt, wo doch das Leben, das wirkliche Leben nur auf dem Land zu finden war. Da taten nicht einmal die dumm dreinblickenden Kühe, der Romantik Abbruch.

„Ich komme wieder“, versprach er, als seine Lippen das letzte Mal ihre verschlangen.
Der anfangs so endlos scheinende Sommer war vorüber und auch er war fort.
Was blieb, war die Liebe für den Sommer auf dem Land. Und diese, das nahm sie sich trotz aller Verzweiflung und Trauer vor, diese würde sie an ihr Kind weitergeben.

Diesmal waren dabei:

Veronika

Eva

Rina

Sabi

Für den 1.6. lautet das Thema: Dumme Fee bei Licht