Lesung aus Adola Adebars magischen Geschichten

„Welche der Geschichten willst Du denn vorlesen?“ Seite an Seite stehen Adola Adebar und ich auf einer frisch gemähten Wiese in Rehburg. Ich verstehe den großen schwarz-weiß-roten Storch nur schlecht – er klappert mit vollem Schnabel. „Möchtest Du auch?“ mampft er.
Ich schüttele den Kopf. Ich möchte nicht einmal wissen, was er da gerade herunter JXQT0407schluckt. Aber dies Gespräch war dringend erforderlich – schließlich muss Adola darüber Bescheid wissen, wann seine Geschichten gelesen werden – und so blieb mir nichts anderes übrig, als mich hier mit Adola zu treffen.
„Auf frisch gemähten Wiesen finde ich das meiste Futter“, erklärt er mir ganz nebenbei. Als ob ich das nach meinen Storch-Recherchen in den vergangenen Monaten nicht selber wüsste.
„Ich weiß noch nicht“, kehre ich zu seiner Anfangsfrage zurück, „kommt drauf an, wie viel Zeit ich bekomme.“
„Aber auf jeden Fall die von Talentus, dem Erfinder“ – kann ein Storch fordernd gucken? – „und die von den Waldlingen in Loccum und…“
Bevor Adola die restlichen Geschichten auch noch aufzählt, winke ich ab. „Ich schau mal, wie viel Zeit ich bekomme“, verkünde ich abschließend.
Und glücklicherweise ist der Storch schon wieder ganz mit dem absuchen der Wiese beschäftigt und ich mache mich rasch vom Acker. Also von der Wiese.

JA – es gibt eine weitere Lesung aus den magischen Geschichten von Adola Adebar:

am 21. Juni 2018 um 17.00 Uhr in der Stadtbücherei in Rehburg.

Alle kleinen und großen Zuhörer sind willkommen – ich freue mich auf Euch!

 

4 Kommentare zu „Lesung aus Adola Adebars magischen Geschichten

  1. Lesung? Ich freue mich für Dich, wenn es wieder eine Gelegenheit gibt, dich nicht nur zu lesen sondern auch zu hören!
    Bei diesem Thema, Lesungen, kommt mir wieder hoch, dass ich gerade eine Unlust habe, zu lesen. Wäre am nächsten Wochenende eine Lesung von mir – ich würde nicht hingehen!
    Ich kenne das auch anders. Die Aufregung kurz davor, dann eine raumfüllende Stimme und ja, Applaus, in dem ich mich badetete. Jetzt ist eher die größte Aufregung, ob überhaupt noch Zuhörer kommen … Das liegt an einem großen Angebot an Kulturveranstaltungen hier. Vernissagen, Live-Musik, und da besonders die Singer-/Songwriter die kaum mehr brauchen als eine gestimmte Gitarre, Theater von den Städtischen Bühne bis zu Alternativ und dann steht irgendwo in den Veranstaltungskalendern etwas von einer Lesung – das hört sich per se langweilig an, oder? Keine Hüpfburg und Bällchenbad für Kinder, keine Happy Hour und man muss sein Smartphone auch noch ausmachen, es könnte den Vortragenden irritieren, nee!

    Gefällt 1 Person

  2. 😀
    Oh, diese Gedanken (… ich würde nicht hingehen) kenne ich nur zu gut. Ich habe lange Jahre mit einer Kollegin zusammen Lesungen gehalten und manchmal hatte ich einfach nur die Schnauze voll davon. Vor allem, da – wie Du auch schon schreibst – „einfaches“ lesen den nicht-geneigten-Zuhörer heute offensichtlich nicht mehr befriedigt. Und das nervt mich! Ich bin nicht bereit, nebenbei noch ein Kasperle-Theater abzuziehen. Aber so hin und wieder sind Lesungen dann auch wieder nett…

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s