Lustwandeln im Berggarten von Hannover

Gemächliches spazierengehen, schlendern, entspannen… Diesen Genuss bekommt man im Berggarten von Hannover zwar nicht kostenlos, aber es lohnt sich sein Portemonnaie dafür ein Stück weit zu öffnen (Preise und Öffnungszeiten findet Ihr hier). Zwischen all den wunderschön angelegten Wegen, Beeten, floralen Oasen verschwimmt der Alltag und die Sinne werden für die kleinen Wunder der Natur geschärft. Leider hatte ich an diesem Tag nur meine Handy Kamera zur Verfügung, aber zumindest einen kleinen Eindruck wollte ich Euch hier gerne verschaffen.

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Leuchtende Kinderaugen – Storch sei Dank

Anfangs plapperten die Mädchen und Jungen noch durcheinander, machten Zwischenrufe, stellten Fragen und dann… auf einmal… war es mucksmäuschenstill. Die Augen der Kinder leuchteten, hier und da wurde vor Aufregung an der Unterlippe geknabbert oder Mama, Papa und Oma an den Händen herum geknibbelt.

Ja, es war eine wundervolle Vorlese-Stunde in der vergangenen Woche in der Rehburger IMG_1451Bücherei. Adola Adebar schaffte es wieder einmal, die Kleinen ebenso wie die Großen (ich freue mich natürlich immer, wenn die begleitenden Erwachsenen vom ich-muss-ja-dabei-sein in den ist-das-spannend-Modus wechseln) in den Bann seiner magischen Geschichten, die in Rehburg-Loccum spielen, zu ziehen.

Als Erinnerung gab es dann für Alle noch Lesezeichen mit Bildern von Adola Adebar.

Und ich bewahre mir als schönste Erinnerung, die leuchtenden Kinderaugen in meinem Autoren-Herzen.

Ich werde eine Seelfrau

So! Nun ist es raus! Ich mache eine Ausbildung zur Seelfrau!

Seit meiner Entscheidung sind einige Wochen vergangen und während dieser Zeit habe IMG_1464ich – auch in einem meiner Beiträge, den Ihr hier findet – zwar erzählt, dass ich eine Ausbildung mache, aber stets nur, dass es sich um Trauer- und Sterbebegleitung handelt. Dabei beinhaltet diese Ausbildung auch Seelenbegleitung.

Warum ich das Kind nicht von Anfang an beim Namen nennen konnte? Weil der Zeitpunkt dafür noch nicht gekommen war. Auf der Messe „Leben und Tod“ bin ich selber eine Weile um den Stand der Seelfrau herum geschlichen mit der Frage im Kopf, was das denn wohl sei. Fragen hilft ja bekanntlich weiter und das habe ich dann auch getan. Allerdings blieb bei mir hauptsächlich der Teil der Antwort hängen, der sich um Trauer- und Sterbebegleitung drehte. Dabei ist für mich das Vorhandensein einer Seele in einem Lebewesen vollkommen klar.

Inzwischen liegt das erste Wochenende der Ausbildung hinter mir und ich habe nun die noch fehlenden Informationen und vor allem das für mich stets wichtige Bauch- und Herzensgefühl, um klar sagen und schreiben zu können: Ja, ich habe das große Glück eine Seelfrau zu werden.

Seelfrauen haben sich in früheren Zeiten u. a. um Sterbende gekümmert, sie begleitet. Den Angehörigen beigestanden und auch die Toten versorgt. Nachdem die Kirche immer mehr von diesen Bereichen übernommen hatte und noch später dann die Bestatter, wurde das „Toten-Gewerbe“ eine Männer Domäne. Diese Aussage ist nun natürlich stark verkürzt und wer sich für die Historie interessiert, der schaut doch mal unter dem Begriff Beginen nach, den mit diesen christlichen Gemeinschaften – die jedoch keine Gelübde ablegten – begann im 12. Jahrhundert die Zeit der Seelfrauen.

In der Ausbildung geht es darum, dass alte Wissen der (Seel) Frauen wieder aufleben zu lassen und mit dem heutigen Stand der Sterbe- und Trauerarbeit zu verbinden.

Das erste Wochenende hat mich noch einmal mehr darin bestärkt, diesen Weg zu gehen und ich bin glücklich und dankbar, genau diese Ausbildung gefunden zu haben. Für mich ist es immer wichtig, dass es ZU MIR passt und mein Bauch und Herz JA sagen. Und genau das haben sie in den vergangenen drei Tagen immer wieder.

Wer von Euch an weiteren Informationen interessiert ist, der schaut doch einfach mal auf die Seite von Andrea Martha Becker, www.seelfrau.de (die Ausbildung findet in Hamburg statt) oder Ihr fragt mich bzw. lest einfach in den kommenden Monaten (die Ausbildung geht über zwei Jahre) meine Beiträge.

Die Lust am Sommer-Regen

Ich liebe es, im Regen spazieren zu gehen. Und jetzt im Sommer ist es nochmal so schön, denn selbst wenn ich klitschnass werde, friere ich nicht. In den vergangenen Wochen war es meist sonnig und trocken. Sehr trocken. Unsere Teich Frösche waten mittlerweile durch Schlamm, anstatt im Wasser zu plantschen.

Aber heute Morgen weckte mich das prasseln von Regentropfen auf unserem DSC_0561Dachfenster. Gemütlich kuschelte ich mich noch ein paar Minuten unter die Decke, die Arme hinter dem Kopf verschränkt und beobachtete, wie die Tropfen auf die Scheibe platschten und dann die Schräge hinunter rutschten. Wie Kinder auf einem Spielplatz.

Und dann hielt mich nichts mehr. Rein in die Klamotten, kurz zwischen Tür und Angel die Zähne geputzt und dann nichts wie raus. Spontan verlängerte ich meine übliche Morgenrunde, hielt mein Gesicht in den warmen Sommer-Regen, patschte durch Pfützen wie früher als kleines Mädchen und beobachtete, wie Tropfen über grün leuchtende Blätter liefen, wie sie auf dem sandigen Boden sich zu Pfützen zusammen taten.

Nach nur wenigen Minuten klebte mir die Jeans auf der Haut fest, durch meine Brille konnte ich kaum noch sehen und ich sang laut: „I´m singing in the rain“.

Als ich später zuhause im Radio den Moderator sagen hörte, dass es ja sooo schade sei, dass der kalendarische Sommerbeginn mit einem Regentag startete, schaltete ich aus, tanzte übermütig ein paar Schritte und begann erneut zu singen: „I´m siiiiiiingin in the rain. Yes, singing in the rain. What a glorious feeling. I´m haaappy again!“

Unterwegs, wieder-da und ein Parallelogramm

Ja, ich bin wieder da, wieder im Lande, back in town. „Wieder in meinem Revier“, das sagt oder singt wohl nur Herr Müller Westernhagen, oder? (Abschied-tourt er eigentlich immer noch?)

Und ja, ich bin übermütig, Energie geladen, super gut drauf. Da kann auch die Tatsache, DSC_0592dass unsere Telefonleitungen gestört sind und ich per Stichwort `Parallelogramm´mit einem sehr netten Telekom Techniker sprechen muss, so überhaupt nichts dran ändern.

Kein Wunder, liegen doch dreieinhalb Wochen herrlicher, entspannender Urlaub hinter mir. Eine Rundreise, die meinen Mann und mich durchs Sauerland (wusstet Ihr, dass es dort Berge gibt??) führte, dann über Regensburg, Wien, hinunter nach Kärnten (am Wörthersee steht tatsächlich eine Roy Black Büste) und zurück noch ein Stopp im wunderschönen Bayreuth – Wagner lässt dort an jeder Ecke grüßen!

Wir haben also viel gesehen, viel erlebt und so ganz nebenbei lief natürlich mein `ich-mache-eine-Ausbildung-Gedanken-Karussell´. Inzwischen habe ich mir meine Pflichtlektüre für die Ausbildung zur Trauer- und Sterbebegleiterin besorgt. Und natürlich ist hier das Wort `Pflicht´ für mich rasch durch `Kür´ zu ersetzen, denn im Gegensatz zur Schule, die ich früher abgrundtief verabscheut habe, habe ich mir dieses Lernen selbst ausgewählt.

Am Freitag geht es also gleich wieder nach Hamburg, wo das erste Ausbildungs-Wochenende stattfindet und Ihr könnt mir glauben: ich bin gespannt, wie ein Flitzebogen und natürlich auch aufgeregt.

Aber bis dahin werde ich erst einmal Mails bearbeiten (in 3,5 Wochen häuft sich da doch einiges an), meine Lesung für Donnerstag Nachmittag vorbereiten, an meinem nächsten Kinderbuch weiter arbeiten, Beiträge schreiben und und und. Also: bis bald!

P.S. Nachdem ich nun seit fast einem halben Jahr ein Whats App fähiges Handy besitze, habe ich im Urlaub festgestellt wie HERRLICH es ist, dies mal NICHT zu nutzen. Und habe gleich beschlossen, dass ich auch im Alltag nicht mehr ständig damit zu tun haben möchte!