Die Lust am Sommer-Regen

Ich liebe es, im Regen spazieren zu gehen. Und jetzt im Sommer ist es nochmal so schön, denn selbst wenn ich klitschnass werde, friere ich nicht. In den vergangenen Wochen war es meist sonnig und trocken. Sehr trocken. Unsere Teich Frösche waten mittlerweile durch Schlamm, anstatt im Wasser zu plantschen.

Aber heute Morgen weckte mich das prasseln von Regentropfen auf unserem DSC_0561Dachfenster. Gemütlich kuschelte ich mich noch ein paar Minuten unter die Decke, die Arme hinter dem Kopf verschränkt und beobachtete, wie die Tropfen auf die Scheibe platschten und dann die Schräge hinunter rutschten. Wie Kinder auf einem Spielplatz.

Und dann hielt mich nichts mehr. Rein in die Klamotten, kurz zwischen Tür und Angel die Zähne geputzt und dann nichts wie raus. Spontan verlängerte ich meine übliche Morgenrunde, hielt mein Gesicht in den warmen Sommer-Regen, patschte durch Pfützen wie früher als kleines Mädchen und beobachtete, wie Tropfen über grün leuchtende Blätter liefen, wie sie auf dem sandigen Boden sich zu Pfützen zusammen taten.

Nach nur wenigen Minuten klebte mir die Jeans auf der Haut fest, durch meine Brille konnte ich kaum noch sehen und ich sang laut: „I´m singing in the rain“.

Als ich später zuhause im Radio den Moderator sagen hörte, dass es ja sooo schade sei, dass der kalendarische Sommerbeginn mit einem Regentag startete, schaltete ich aus, tanzte übermütig ein paar Schritte und begann erneut zu singen: „I´m siiiiiiingin in the rain. Yes, singing in the rain. What a glorious feeling. I´m haaappy again!“

2 Kommentare zu „Die Lust am Sommer-Regen

  1. Dein Beitrag finde ich schön! Man verfolgt, wie man auch noch als Erwachsener die kindliche Freiheit wieder entdecken kann und auslebt. Finde ich gut!
    Das Wetter, immer wieder ein schönes Thema. Vermutlich haben die beim Radio Vorschriften, dass Sonne, hohe Temperaturen als schönes Wetter zu verkünden ist, und Regen und fallende Celsiusgrade als schlecht. Die tun dann so, als säßen sie vor Aktionären und müssten erklären, dass ihre Aktien an der Börse an Wert verloren haben. Aber das nächste Hoch käme bestimmt … Übrigens was kann bei schönem Wetter mit 29 bis 33 Grad schön sein, wenn man arbeiten muss? Vielleicht für die Leute, die im Tiefkühlraum einer Schlachterei arbeiten … Ich melde mich ab 26 Grad einfach krank! Ich brauche den Wind, den Regen, den Herbst, den Winter, den zarten Frühling, aber bestimmt keine sommerliche Hitze, drückende Schwüle, wo meine körpereigene Festplatte auf Notaus geht!

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    1. Danke! Ja, ich mag das auch. In so vielen Situationen MUSS ich erwachsen sein. Da pflege ich das Kind in mir umso lieber.
      Es ist ja nicht nur das Wetter, auch das Thema ENDLICH WOCHENENDE, URLAUB… wird ausgelutscht, als wäre das Leben dazwischen nichts wert. Wie gut, dass Jeder seine eigene Einstellung haben kann bzw. die Entscheidung wie man mit den ALLTAGEN umgeht.
      Und 30 ° brauche ich auch nicht, kann aber problemlos mit „umgehen“. 😉

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