Moin – ein Wochenende in Hamburg

Ich liebe es seit jeher am Wasser zu sein. Am liebsten natürlich am Meer, aber ein großer Fluss tut es auch. Und so war ich Feuer und Flamme, als mein Mann einen Wochenendtrip nach Hamburg, das ja bekanntlich an der Elbe liegt, vorschlug.

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Samstag in aller Hergottsfrühe sprangen wir vergnügt ins Auto – so vergnügt bin ich sonst morgens um 6.30 Uhr eher nicht… – und düsten los. Wir wollten allen Staus zuvorkommen. Und davon gibt es ja auf der A 7 immer mehr als genug. Eine ganze Menge anderer Leute hatten offensichtlich denselben Geistesblitz, so dass die Autobahn zwar gut besucht oder vielmehr befahren war, aber wir kamen tatsächlich ohne einen Stau an.

Flott das Auto vor dem Hotel geparkt – einchecken würden wir später – und dann rein in die S-Bahn und ab ins Centrum. Naja, so ähnlich. Genau an dem Tag begann eine Schienen-Ersatz-Aktion, wir mussten also ein paar Stationen mit dem Bus fahren und dann den Rest mit der S-Bahn. Und dann waren wir auch schon in der City, bummelten gemütlich über den Rathausplatz, spazierten an der Binnen- und auch an der Außenalster entlang und das alles bei grandiosem Wetter.

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Da wir Hamburg mit dem Auto – sofern es keinen Stau gibt – in knapp zwei Stunden erreichen können, waren wir nicht zum ersten Mal in der schönen Stadt an der Elbe. Was wir bisher jedoch nie gemacht hatten, war eine Stadtführung und so buchten wir dieses Mal ein Angebot von get your guide : Führung Elbphilharmonie, Speicherstadt & Hafencity.

Um 14 Uhr ging es in Sichtweise der Elbphilharmonie mit Ben unserem Guide los. Bisher wussten wir von der Elphi, wie das riesige Bauwerk an der Elbe, inzwischen liebevoll genannt wird nicht mehr, als dass der Bau Unsummen gekostet und zudem eine gefühlte Ewigkeit gedauert hat. Ben, von Beruf begeisterter Hamburger, verschaffte uns nun einen tieferen Einblick in Elphis „Geheimnisse“. Er erzählte von den über 800 Millionen Euro, die sie innerhalb der neun Jahre währenden Bauzeit verschlungen hat und dass sich bei einer Umfrage heraus gestellt hat, dass die Hamburger diese beachtliche Zahl inzwischen wieder vergessen haben. Sie lieben ihr neues Wahrzeichen (sagt Ben…) und sind stolz darauf.

Kein Wunder, schließlich beherbergt Elphi nicht nur zwei Konzertsäle – mit so grandioser Akustik, dass unser Guide uns davon abgeraten hat, jemals auch nur mit der winzigsten Erkältung dort ein Konzert zu besuchen… – sondern auch ein Luxus Hotel und Appartements, die man sich nicht aus der Portokasse leisten kann. Die Dachterrasse – die sogenannte Plaza – kann übrigens kostenlos besichtigt werden. Man sollte nur eine Portion Geduld mitbringen, da die Warteschlangen an den Eingängen wo es die Gratis Tickets gibt lang sind. Aber dann kann man sich über die längste gebogene Rolltreppe der Welt (gebogen ist dabei das „Zauberwort“, denn die längste Rolltreppe der Welt ist es nicht) mitten ins Herz der Elbphilharmonie bringen lassen. Die Aus- und Überblicke sind traumhaft schön, wobei ich dank meiner Höhenangst diese nur begrenzt genießen konnte.


Etwas über eine Stunde später führte uns Ben dann durch die historische Speicherstadt, erzählte wie es in Hamburg damals zur Zollfreiheit kam und das Dieben als Warnung früher ein Schlitz ins Ohr (daher das Wort Schlitzohr) gemacht wurde. Auch die neu entstehende Hafencity lernten wir kennen. Eine bereits fertig gestellte Einkaufsstraße, eine Grundschule, die ihren Pausenhof oben auf dem Dach hat, derzeit etliche Luxus Appartements zu denen sich später jedoch auch bezahlbarer Wohnraum gesellen soll.
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Drei Stunden später waren unsere Köpfe voller Bilder, Geschichten und Anekdoten. Ach ja, ein wenig platte Füße hatten wir auch. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Abends gab es dann noch ein besonderes Highlight: wir haben das Musical Aladdin gesehen. Eine zauberhafte Reise in den Orient mit einem grandiosen Dschinni, der definitiv den größten Anteil des Beifalls einheimste. Obwohl es Samstagabend war, war die Vorstellung leider nicht ausverkauft. Und so verwundert es nicht, dass das Musical nur noch wenige Monate gezeigt wird. Also, wer noch Lust hat, sollte sich sputen. Uns hat es gefallen!

Am Sonntag haben wir dann nach einem gemütlichen Frühstück unsere Wochenend Reise mit einer Hafenrundfahrt ausklingen lassen. Wobei wir uns bewusst für eine Fahrt mit einem der größeren Schiffe entschieden haben, die auch im Containerhafen unterwegs sind. Der Blick vom Wasser aus auf die Stadt, die Elbphilharmonie und den Eindruck wie im Containerhafen gearbeitet wird (ja, auch Sonntags ist man dort fleißig), war zusammen mit den Qualitäten des Gästeführers an Bord eine runde Sache.

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Was fehlte noch  vor der Heimfahrt? Richtig, ein leckeres Fischbrötchen, das wir auf einer höher gelegenen Bank mit Blick auf den Hafen genossen. Und dann hieß es für dieses Mal „Tschüss Hamburg“ (denn wie Heidi Kabel vor Ewigkeiten sang: „In Hamburg sagt man Tschüss“), aber wir kommen auf jeden Fall wieder!
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