Wer bist denn Du?

Seit über 20 Jahren lebe ich auf dem Land. Ich liebe es, mitten in der Natur zu leben. Aber ich kann kaum behaupten, dass ich mich auskenne. Blumen. Vögel. Bäume. Gekonnt werfe ich mit Oberbegriffen um mich. Hin und wieder flitzen mal Wörter wie: Rosengeranie, Kohlmeise und Birke dazwischen. Dann gucke ich stolz in die Runde, ob alle mitbekommen haben, wie viel Wissen ich in den zwei Jahrzehnten doch angesammelt habe…

Und dann ist mir vor kurzem ein Vogel ins Bild gehopst. Saß da, schaute mich an und war ganz geduldig, als ich näher kam – der Wechsel des Objektivs hätte eventuell bedeutet ihn zu verpassen.

Freundlich fragte ich ihn: „Hallo, wer bist denn Du?“ Selbstverständlich stellte ich mich selber vor. Aber er? Er hielt den Schnabel, war aber bereit zu posieren, so dass ich ihn von allen Seiten bewundern und hinterher schauen konnte, wie er denn nun wohl hieß.

Tja, sicher bin ich nach wie vor nicht, aber ich weiß jetzt zum Beispiel, dass es nicht nur schlicht `den Raben´gibt, sondern Unterarten von Rabenvögeln. Aha! Wie z. B. die Rabenkrähe und die Saatkrähe. Und: die Nebelkrähe – bei ihr habe ich die größte Ähnlichkeit entdeckt. Fragen kann ich ihn nun nicht mehr, aber ich hoffe darauf, dass mir Jemand von Euch sagen kann, wie dieser schöne Vogel heißt? Damit ich mich bei weiteren Begegnungen nicht mehr blamieren muss. Und bis dahin freue ich mich weiter über die schönen Bilder von diesem herrlichen Vogel.

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2 Kommentare zu „Wer bist denn Du?

  1. Ich bestätige, dass es sich um eine Nebelkrähe handelt. Ich beschäftigte mich mal ein bisschen mit dem Vogel, als ich an der Ostsee Urlaub machte. Bei uns in der Region sind die glaube ich seltener unterwegs. Es gibt sprachliche Unterschiede, die die Verständigung zwischen der Nebel- und Rabenkrähe nicht ganz so einfach macht. Die Nebelkrähe ‚kraht‘ heller und nicht so heiser wie die Rabenkrähe. Viele Rufe, die gleich klingen, haben bei den beiden eine andere Bedeutung. Trotzdem sind sie gerne mit Saat-, Rabenkrähen und Dohlen zusammen unterwegs.

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    1. Ich danke Dir für Deinen ausführlichen Kommentar – das mit den sprachlichen Unterschieden wusste ich bisher auch noch nicht. „Mein“ Vogel hat an dem Tag jedenfalls keinen Pieps gesagt. Wenn man sich näher mit den Themen befasst, ist das auf jeden Fall spannend!
      Wobei ich die Nebelkrähe in Wien angetroffen habe, was den angegebenen Gegenden im Internet wo sie vorkommen, widersprach?!

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