Gemütliche Rückkehr in den Alltag

Wenn ich Urlaub mache, habe ich keine Vertretung. Niemand, der vielleicht schon mal Mails beantwortet oder anstehende Aufgaben erledigt. Ich bin selbstständig. Seit 14 DSC_0006Jahren schon. Und ich bin glücklich damit, denn es bedeutet u. a. auch, dass ich mir Auszeiten nehmen kann. So, wie in der letzten Woche. Ein paar Tage raus aus dem Alltag. Raus aus dem Gedanken Karussell, das sich mal wieder viel zu schnell drehte. Ein – fast – spontaner Ausflug an den Rhein. Und das bei schönstem Herbstwetter!

Gestern Nachmittag sind wir zurück gekommen und heute morgen hieß es nun: zurück an den Schreibtisch und ganz nebenbei aufräumen, Wäsche waschen, den nächsten Einkauf planen. Die Liste ist lang.

Ich begann zu wuseln und fragte mich bereits nach einer halben Stunde, ob eine gemütlichere Rückkehr in den Alltag nicht besser sei. Klar, das Schreib-Lust Seminar muss noch zu Ende vorbereitet werden (findet das tatsächlich schon nächste Woche statt??) , neue Beiträge wollen geschrieben werden und die Arbeit an meinem Kinderbuch soll auch vorangehen. Und wie war das mit all den Mails? Wo kommen die eigentlich in gerade einmal vier Tagen her?

„In der Ruhe liegt die Kraft“, heißt es ja. Und da ich mir meine Zeit selber einteilen kann, habe ich beschlossen, es heute ruhiger angehen zu lassen. Einfach so. Mir ganz dreist diesen Luxus zu gönnen. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich in den kommenden Tagen umso effektiver arbeiten werde, wenn ich heute den ganzen Kleinkram erledige und mir erst einmal über die anstehenden Aufgaben einen Überblick verschaffe. Dank meines Wochenplans, den ich vor dem Kurztrip erstellt habe, weiß ich das im Großen und Ganzen, aber trotzdem…

Und siehe da: kaum habe ich ein wenig Dampf raus gelassen, in Ruhe durchgeatmet, mal einen Blick aus dem Fenster gewagt, schon bin ich deutlich gelassener und zuversichtlicher. Mal ganz ehrlich, so einen Zusammenbruch wie ich ihn im Juni hatte, möchte ich definitiv nicht wieder riskieren.

Mit kleinen Schritten habe ich mich nun den Vormittag über voran gearbeitet und sehe schon deutlich Licht am Horizont. Und mal schauen, vielleicht schaffe ich es heute noch, den geplanten Beitrag über unseren Ausflug in den Rheingau zu schreiben. Aber erstmal werde ich meine Mittagspause für einen Ausritt durch den Herbstwald nutzen…

Was macht Ihr, wenn die Wellen mit all den unerledigten Aufgaben drohen über Euch zusammen zu schlagen? Vielleicht habt Ihr ja noch ein paar Tipps – dann nichts wie rein in die Kommentare damit!

Ich wünsche Euch einen entspannten Start in eine schöne Woche!

4 Kommentare zu „Gemütliche Rückkehr in den Alltag

  1. Ich nehme meine Hundedame Senta an die Leine und gehe raus. Das ist das einzige, was mir richtig hilft, den Kopf frei zu bekommen und mich für die nächsten Aufgaben zu stärken. Auch wenn ich zuerst das Gefühl habe, dass mir die Zeit dann fehlen wird, hat sich das bisher nicht bestätigt, eine halbe Stunde draußen treibt so gut an, dass ich schneller arbeite anschließend und vor allen Dingen befreiter!

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    1. Das Gefühl mit der fehlenden Zeit kenne ich auch und ebenso, dass es danach viel besser „läuft“. Und Zeit mit Tieren zu verbringen ist für mich immer wertvoll. Über kurz oder lang werden wir auch wieder einen Hund haben. Bitte grüß Deine Senta unbekannterweise von mir. ❤
      Einen schönen Herbsttag wünsche ich Dir!

      Gefällt 1 Person

  2. Dieses Jahr auf meiner Geburtstagskarte von meiner Mutter stand aufgedruckt:
    „Nimm Dir Zeit Dinge zu tun,
    die Du aus ganzem Herzen liebst.“
    Diese Karte liegt immer ganz in meiner Nähe und sie ist mir an Herz gewachsen. Sehr! Wenn ich meine Welt auf ein, zwei Dinge reduzieren müsste, dann kommen exakt die Sachen dabei raus, die ich aus ganzem Herzen liebe … Alles andere ist furchtbar zweitrangig, sekundär, unwichtig, irrelevant und überflüssig. Es braucht halt Mut. Mut, die Herzensangelegenheiten zu berühren …!

    Gefällt 2 Personen

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