Ein Back-Plausch

Kuchen am Wochenende. Für wen gehört das auch dazu? Ich liebe es, an den freien Tagen gemütlich auf dem Sofa zu hocken und genüsslich ein Stück Kuchen zu futtern. Gerne auch ein zweites. Dazu ein, zwei Tassen Kaffee mit viel Milch und dann die Gedanken schweifen lassen. Oder mit meinem Mann über alles mögliche plauschen. Und natürlich – seit drei Wochen – Gina kraulen.

In dieser Woche dachte ich: hey, ich backe den Kuchen für das Wochenende selber. Hatte ich für das letzte Wochenende auch gemacht und es noch in allerbester Erinnerung. Passend dazu war ich in dem Roman, den ich als letztes gelesen habe (Petra Hülsmann, „Wenn´s einfach wär, würd´s jeder machen“), über ein Rezept für Himbeer-Muffins mit weisser Schokolade gestolpert (nein, ich weiß nicht, warum heutzutage in sooo vielen Romanen Rezepte abgedruckt werden…). Super! Muffins sind einfach und schnell gemacht und ein Blick auf das Rezept bestätigte meinen Eindruck noch. Wenige Zutaten, alles zusammen rühren, ab in die Muffinform, backen… TADAAAAA!

Soweit zu meinem Plan… ich wog ab, rührte, hackte, ließ den Ofen vorglühen und füllte den Teig in die Form. Was für mich der einzige Haken am Muffin backen ist. Der Teig klebt immer wie verrückt und lässt sich nur mit Mühe von mir überreden, in die Förmchen zu klatschen.

Aber dann war es geschafft – ich atmete auf, öffnete die Backofentür, die Hitze ließ meine Brillengläser beschlagen. Das Blech in der Hand, hielt ich plötzlich inne. Da grinste mich doch etwas von der Arbeitsfläche aus an. Ich nahm es im linken Augenwinkel wahr. Kurz schloss ich die Augen und gleich darauf auch die Ofentür, das Backblech immer noch in der Hand.

Ich hatte tatsächlich vergessen, den Zucker in den Teig zu rühren. Er wartete in aller Seelenruhe in der Schale, in der ich ihn abgewogen hatte. Nun probiere ich ja gerne auch zuckerfreie Rezepte aus, aber dann will ich mich vorher dazu entschließen und es nicht meiner Vergesslichkeit schulden. Ein Blick in das Rezept und ich wusste, wo der Hase lang gehoppelt war. In der Teig-zusammen-Misch-Beschreibung fehlte der Punkt `Zucker´ – mein Blick wanderte von dem Zucker-Schälchen hin zu dem Teig in den Papierförmchen. Ob es half, wenn ich den Zucker einfach oben drauf schüttete? Resigniert schüttelte ich den Kopf. Wohl kaum.

Es half alles nichts… ich kratzte den Teig wieder aus den Papierförmchen heraus, vermischte ihn dann mit dem Zucker und begann das mühselige verteilen aufs Neue. Erfreulicherweise klappte es besser, als beim ersten Mal. Übung macht wohl doch die Muffin-Bäckerin…

Egal. Die Muffins sind total lecker (ich würde Euch ja das Rezept hier reinschreiben, weiß allerdings nicht, wie das mit dem Urheberrecht ist?! Im Zweifelsfall einfach das Buch lesen, das ich übrigens auch sehr empfehlen kann!) und – was noch wichtiger ist – ich habe meinen Mann mit dem selbstgebackenen Kuchen überrascht. Und seine Freude ist jeden Aufwand wert!

 

2 Kommentare zu „Ein Back-Plausch

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