Projekt abc – G wie Gartengurke

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Die 7. Projektwoche bricht an und ich bin schon gespannt, was sich die anderen TeilnehmerInnen so ausgedacht haben – es ist jede Woche aufs neue interessant und lehrreich. Gut, dass Wortman dieses Projekt wiederbelebt hat. Schaut hier gerne mal auf seine Seite.

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Mal ehrlich: habt Ihr schon mal den Begriff `Gartengurke´gehört? (Übrigens ein Doppel-G!) Also ich nicht. Bisher kannte ich sie eher unter dem Begriff `Salatgurke´. Ursprünglich wollte ich auch einfach G wie Gurke nehmen. Aber dann las ich bei Wikipedia, dass die Gurke auch als Kukumer und Gartengurke bezeichnet wird. Und im übrigen aus der Familie der Kürbisgewächse kommt.

Am besten schmeckt die Gartengurke natürlich, wenn sie frisch aus dem Garten kommt. Die Dinger aus den Gewächshäusern sind hauptsächlich wässrig. Ich mag die Gartengurke sehr gerne im gemischten Salat und hin und wieder als reinen Gurkensalat, lecker mit saurer Sahne und viel Zwiebel.

Und wie mögt ihr die Gartengurke am liebsten? Oder lasst Ihr sie bevorzugt links liegen? Ich bin gespannt!

Das `ETWAS´ nach dem Tod

Petra und Annegret – die Initiatorinnen des Totenhemd-Blogs – haben in einer Blog-Aktion die Frage aufgeworfen, was nach dem Tod kommt (den Beitrag dazu findet Ihr hier). Dies sind meine Gedanken dazu:

So weit ich mich zurück erinnern kann, habe ich daran geglaubt, dass nach dem Tod ETWAS ist. Als Kind war es der Glauben, dass ich in den Himmel komme. Ich konnte mir DSC_0188das gut vorstellen. Wenn ich nach oben sah und an sonnigen Tagen die Weite des Himmels endlos schien, dann war es für mich klar, dass es da oben mehr als genug Platz für uns alle gibt. In meiner Vorstellung gab es dort wundervolle grüne Wiesen mit einem bunten Blumenteppich, auf dem jeder der Lust hatte, herum tollen durfte. Und es gab einen idyllischen Bach, der leise plätschernd durch die Wiese floss. Und ein Stück weiter ein Wäldchen mit einer Sonnenbeschienen Lichtung. Und all meine Tiere, die schon gestorben waren, würde ich dort wiedertreffen.

Dann kamen die Zeiten, in denen ich nicht mehr betete, kein abendliches „Lieber Jesus mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm“, keine Kirchgänge mehr. Aber der Glauben an ETWAS nach dem Tod blieb bestehen.

Ich schaute etliche Filme / Serien, die sich um dieses Thema drehten: Ein Engel auf Erden, Ein Hauch von Himmel, Hinter dem Horizont. Nun glaube ich trotzdem nicht, dass Michael London mir irgendwann als Engel begegnen wird. Oder dass ich mir wie Robin Williams mein Leben nach dem Tod selber malen kann. Aber ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass nachdem ich gestorben bin und mein Körper seine Lebensfunktionen aufgegeben hat, meine Seele einen neuen Platz bekommt.

Ich glaube daran, dass meine Mutter mich in meinem Sterbemoment abholen wird (während sie starb, hat sie ebenfalls ihre Mutter gesehen) und dass dann auf der Schwelle des Todes die Tödin mit ihrer Sichel meinen Lebensfaden durchtrennen wird, damit ich weitergehen kann. Wohin? Wie es da aussieht? Was dann passiert? Ihr ahnt es… ich weiß es nicht. Warum ich dann davon überzeugt bin? Schlichtes Bauchgefühl.

Und ja, mir haben schon viele gesagt, dass das alles Quatsch sei. Nach dem Tod käme ein großes NICHTS. Und wie ich überhaupt so etwas glauben könnte. Schließlich würde die Wissenschaft dieses und jenes sagen.

Tja, ich weiß ganz tief in mir drin, dass da ETWAS ist. Und dieses Gefühl oder Wissen oder was auch immer es ist, sorgt dafür, dass ich – wenn irgendwann der Tag gekommen ist – ohne Angst der Tödin entgegentreten werde. Schließlich ist sie es auch, die neben der Sichel ein paar Ähren dabei hat. Damit etwas neues entstehen kann. Und warum – so frage ich Euch – soll ich versuchen, mich von diesem Bauchgefühl abzubringen? Es tut mir gut und dass ist das einzige was für mich zählt.

Ein Back-Plausch

Kuchen am Wochenende. Für wen gehört das auch dazu? Ich liebe es, an den freien Tagen gemütlich auf dem Sofa zu hocken und genüsslich ein Stück Kuchen zu futtern. Gerne auch ein zweites. Dazu ein, zwei Tassen Kaffee mit viel Milch und dann die Gedanken schweifen lassen. Oder mit meinem Mann über alles mögliche plauschen. Und natürlich – seit drei Wochen – Gina kraulen.

In dieser Woche dachte ich: hey, ich backe den Kuchen für das Wochenende selber. Hatte ich für das letzte Wochenende auch gemacht und es noch in allerbester Erinnerung. Passend dazu war ich in dem Roman, den ich als letztes gelesen habe (Petra Hülsmann, „Wenn´s einfach wär, würd´s jeder machen“), über ein Rezept für Himbeer-Muffins mit weisser Schokolade gestolpert (nein, ich weiß nicht, warum heutzutage in sooo vielen Romanen Rezepte abgedruckt werden…). Super! Muffins sind einfach und schnell gemacht und ein Blick auf das Rezept bestätigte meinen Eindruck noch. Wenige Zutaten, alles zusammen rühren, ab in die Muffinform, backen… TADAAAAA!

Soweit zu meinem Plan… ich wog ab, rührte, hackte, ließ den Ofen vorglühen und füllte den Teig in die Form. Was für mich der einzige Haken am Muffin backen ist. Der Teig klebt immer wie verrückt und lässt sich nur mit Mühe von mir überreden, in die Förmchen zu klatschen.

Aber dann war es geschafft – ich atmete auf, öffnete die Backofentür, die Hitze ließ meine Brillengläser beschlagen. Das Blech in der Hand, hielt ich plötzlich inne. Da grinste mich doch etwas von der Arbeitsfläche aus an. Ich nahm es im linken Augenwinkel wahr. Kurz schloss ich die Augen und gleich darauf auch die Ofentür, das Backblech immer noch in der Hand.

Ich hatte tatsächlich vergessen, den Zucker in den Teig zu rühren. Er wartete in aller Seelenruhe in der Schale, in der ich ihn abgewogen hatte. Nun probiere ich ja gerne auch zuckerfreie Rezepte aus, aber dann will ich mich vorher dazu entschließen und es nicht meiner Vergesslichkeit schulden. Ein Blick in das Rezept und ich wusste, wo der Hase lang gehoppelt war. In der Teig-zusammen-Misch-Beschreibung fehlte der Punkt `Zucker´ – mein Blick wanderte von dem Zucker-Schälchen hin zu dem Teig in den Papierförmchen. Ob es half, wenn ich den Zucker einfach oben drauf schüttete? Resigniert schüttelte ich den Kopf. Wohl kaum.

Es half alles nichts… ich kratzte den Teig wieder aus den Papierförmchen heraus, vermischte ihn dann mit dem Zucker und begann das mühselige verteilen aufs Neue. Erfreulicherweise klappte es besser, als beim ersten Mal. Übung macht wohl doch die Muffin-Bäckerin…

Egal. Die Muffins sind total lecker (ich würde Euch ja das Rezept hier reinschreiben, weiß allerdings nicht, wie das mit dem Urheberrecht ist?! Im Zweifelsfall einfach das Buch lesen, das ich übrigens auch sehr empfehlen kann!) und – was noch wichtiger ist – ich habe meinen Mann mit dem selbstgebackenen Kuchen überrascht. Und seine Freude ist jeden Aufwand wert!

 

Projekt abc – F wie Farben

In dieser Woche geht es um den Buchstaben F, der übrigens – gefühlt – an jeder Ecke abc projektvertreten ist: Füller, Feldweg, Felder, Fichten (ja, wir wohnen auf dem Land…) – aber nichts sprach mich wirklich an, bis ich bei meiner täglichen Tagesplan Gestaltung meine Zeichnung colorierte…

Das Projekt wurde übrigens von Wortman (wieder) ins Leben gerufen, dessen Seite Ihr hier findet.

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abc.etüden – Eifersucht ist eine Leidenschaft

2019_0607_1_300Eine Weile bin ich schon um die abc.etüden bei Christiane herumgeschlichen… und diesmal bin ich das erste Mal dabei! Worum es geht? Es werden Texte geschrieben mit max. 300 Wörtern, die drei bestimmte Wörter enthalten müssen. Dieses Mal sind das: Winterreifen, stolpern und eifersüchtig.

Und das habe ich daraus gemacht:

Eifersucht ist eine Leidenschaft
von Nicole Vergin

„Du kannst mich mal!“ Simone knallte die Tür zu.
„Sag einfach die Wahrheit!“ Martin, ihr Ehemann, war ihr gefolgt. „Wo willst du hin?“
„Ich brauche Luft! Du engst mich ein!“ Rasch schlüpfte sie in ihren Wintermantel.
„Ach, aber dein Jens macht das nicht.“ Das Gesicht ihres Mannes war dunkelrot angelaufen.
„Er ist nicht MEIN Jens. Wir sind Kollegen.“ Wieder und wieder hatte sie versichert, dass da nichts lief. Mit Jens nicht und auch mit keinem anderen Mann. Sie liebte Martin. Zumindest wenn er nicht grundlos eifersüchtig war.
„Ich gehe spazieren“, erklärte sie so ruhig wie möglich, „und wenn ich wiederkomme, reden wir, okay?“
„Wenn du jetzt gehst, ist es vorbei“, Martins Stimme war leise geworden.
„Du drohst mir?“ Simone schüttelte fassungslos den Kopf, öffnete die Haustür und trat hinaus in die winterliche Kälte.
Sie beschloss, anstelle eines Spaziergangs, zu ihren Eltern zu fahren und dort ihre Gedanken zu sortieren. In der Garage stolperte sie über einen Wagenheber.
Verflixt, was hatte das Ding hier zu suchen? Simone fuhr aus der Garage und stieg noch einmal aus, um das Tor zu schließen. In diesem Moment trat Martin aus dem Haus und starrte sie an.
„Ich dachte, du wolltest einen Spaziergang machen?“
Sie antwortete nicht, sondern sprang schnell wieder in ihren Wagen, damit er sie nicht aufhalten konnte. Im Rückspiegel sah sie, wie er ein Stück auf der Straße hinterher lief und mit beiden Armen wedelte. Kurz darauf summte auch ihr Handy. Nein, dieses Mal würde sie nicht einfach zu ihm zurückkehren.
Als vor ihr eine rote Ampel auftauchte, merkte sie, dass sie zu schnell fuhr.
Ruhig bleiben, ermahnte sie sich, die Winterreifen sind nagelneu, mit denen kann ich bestimmt bremsen.
Doch der Wagen rutschte weiter. Kurz vor dem Aufprall tauchte das Bild des am Boden liegenden Wagenhebers auf.

(296 Wörter)

Ich kann auch anders: Einblick in meine dunkle Seite

Wenn Ihr über die Advents- und Weihnachtszeit meine Beiträge gelesen habt, dann wisst Ihr, dass ich ein großer Fan von kitschigen Happy Ends bin. Besonders um die Weihnachtszeit herum, wenn alles blinkt und glitzert und der Baum unter der Last des Deko-Schnick-Schnacks beinahe zusammenbricht.

Aber wie heißt es so schön? Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Und mein Schatten hat sich während meiner Teenagerjahre für Horror und Grusel interessiert. Vampire, Untote, Friedhöfe bei Nacht. Ich habe die Hefte des Geisterjägers John Sinclair verschlungen und hatte einen großen Stapel Bücher von Stephen King und Dean Koontz. Die ich vor kurzem übrigens aussortiert habe. Aber nur, um sie an meinen Sohn weiter zu geben (da ist es wieder… das rosa-rote Happy End!), außerhalb unserer Familie hätte ich meine Buch-Babys natürlich nicht her gegeben!

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Inzwischen lese ich meist andere Bücher und Horrorfilme gucke ich auch nicht mehr so gerne. Liegt vielleicht auch daran, dass ich mich bis heute davor grusele und dann nachts Licht anmachen muss, falls ich mal aufwache…

Und auch meine Geschichten sind (meist) harmloser – außer wenn ich auf jemanden richtig sauer bin. Etliche von meinen dunkleren Geschichten schmoren nun schon seit längerem irgendwo in meinem Daten Nirwana und ich hatte sie längst vergessen. Aber dann kam ich mit Wortman (kommt Euch bekannt vor? Richtig! Das ist der, der das Projekt abc wieder ins Leben gerufen hat) ins „Gespräch“ und siehe da, er hat neben seiner Wortman Seite (schaut doch hier mal rein) noch eine Welt jenseits des Happy Ends: die Dunkelwelten. Tja, und dort könnt Ihr nun – wenn Ihr wollt – meine makabre, dunkle Seite kennenlernen. Denn Ihr findet dort die Geschichte: „Bis dass der Tod euch scheidet“. Klick!

Viel Spaß beim Lesen! Ich werde mich derweil mal wieder dem Licht zuwenden – Ihr wisst ja, wie schnell einen die Dunkelheit für immer aufsaugen kann…