Gina hat Freunde gefunden

Als Gina vor elf Wochen zu uns kam, da wussten wir noch nicht viel von ihr. Auf ihrem Profil von A.S.P.A friends e.V. stand, dass sie sozial verträglich sei. Aber wer konnte schon wissen, wie sie sich in ihrer neuen Heimat zurechtfinden würde?

Inzwischen wissen wir, dass sie gerne auch andere Hunde um sich hat. Sie würde sicherlich auch einen zweiten Hund im Haus dulden, aber hier genießt sie ihr Einzel-Hund-Dasein schon sehr. Es hat eben Vorteile, wenn die Streicheleinheiten und das Futter nicht geteilt werden müssen!

Hunde Begegnungen auf unseren Spaziergängen sind glücklicherweise kein Problem. Gina tritt im Zweifelsfall lieber einmal mehr den Rückzug an und über lautes Gebell hört sie einfach hinweg, stimmt auch nicht ein. Einigen Hunden aus der Nachbarschaft begegnen wir natürlich immer wieder. Und da haben sich inzwischen erste Freundschaften entwickelt.

Morgens um kurz nach 5 Uhr, wenn wir die erste Runde unter der Woche drehen, dann begegnen wir öfter Fossi und Tracy – die auch aus dem Tierschutz stammen – und die Drei sind einfach süß zusammen. Da wird gewedelt und geschnüffelt und nicht eher Ruhe gegeben, bis wir ein Stück zusammen gehen. Und dass wo ich nicht gerade ein Morgenmensch bin… aber für Gina werde ich sogar zu nachtschlafender Zeit gesprächig!

Auch mit Lizzy – einer Hündin die zur Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland getötet werden sollte, um die Straßen von den Hunden zu „reinigen“ – versteht sie sich gut und auch wenn sie sich meist nur durch den Zaun begegnen, ist die Freude doch jedes Mal groß.

Aber ihre liebsten Freunde sind Mila und Damon. Ein Malinois-Husky Welpe und ein Husky. Seit einiger Zeit verabreden sich die Drei zum spielen. Und wie das auch bei Kindern ohne Fell ist, mal toben die Drei bei uns und mal besuchen wir sie. Und dann geht es im wahrsten Sinne des Wortes drunter und drüber, wobei Damon, der schon ein fortgeschritteneres Alter hat, ihr gerne das toben mit dem Hundebaby überlässt. Er hat ja sonst schon genügend mit der kleinen Hundedame zu tun. (Deswegen ist er auf den Fotos auch leider nur hin und wieder am Rand zu sehen.)

Auf diese Weise werden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: die Hunde sind wunderbar ausgelastet und die Frauchen – die sich glücklicherweise auch mögen – plauschen ganz gemütlich zusammen. Und für die wärmeren Tage habe ich schon versprochen, Muffins (für die Menschen, für die Hunde gibt es aber bestimmt auch etwas leckeres!) zu backen. Dann werden wir uns gemütlich draußen im Garten hinsetzen und unseren Energiebündeln zuschauen. Ich freu mich schon darauf!

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10 Kommentare zu „Gina hat Freunde gefunden

  1. Das ist das wunderbare an den ehemaligen Straßenhunden, sie sind zu 99,9% keine Raufer. Diese Hunde hatten in ihrem früheren Leben genug damit zu tun, auf sich aufzupassen und täglich etwas in den Bauch zu bekommen. Deswegen gehen sie jedem Streit aus dem Weg. Verletzungen hätten ihnen schnell das Leben gekostet.
    Unsere Chica, Campa und Giada sind auch total verträglich. Sie wehren sich nicht einmal, wenn sie von einem schlecht sozialisierten Artgenossen angegriffen werden.

    Ich freue mich so, dass alles so gut klappt bei Euch!!! ❤ 😀
    LG Susanne

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    1. Ja, das habe ich inzwischen auch festgestellt. Wir haben bei unseren Spaziergängen schon alle möglichen Nationalitäten kennen gelernt (gestern einen Ungarn) und die meisten sind wirklich so verträglich!
      Gina ist leider vor zwei Wochen von einem Hund angegriffen worden. Und es war auch noch meine Schuld. Ich habe zugestimmt, dass die Beiden sich (an der Leine…) mal beschnuppern und erst ging alles gut und von jetzt auf gleich hat sich der deutlich größere Hund auf sie gestürzt und ihr einige Schrammen verpasst. Glücklicherweise hat die Besitzerin ebenfalls sehr beherzt eingegriffen, so dass es glimpflich ausgegangen ist. So leichtsinnig bin ich jedenfalls nicht wieder!!! Holger und ich sind bald gestorben vor Schreck! Und die arme Gina erst… aber sie hat sich gut erholt und anscheinend auch kein Trauma davon getragen. Ich bin echt so erleichtert!!!

      Aber ansonsten klappt es super gut und wir sind alle Drei happy! ❤
      Liebe Grüße
      Nicole

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      1. Oh je, so etwas musste ich leider auch mehrmals erleben. Das waren aber alles deutsche Hunde, die von Welpe an, bei den Leuten lebten.
        Ich wette die Frau wusste ganz genau, dass ihr Hund kein gutes Sozialverhalten hat. Bei uns lassen sie solche Hunde sogar ohne Leine, oder völlig allein, rumlaufen. Ich gehe denen aus dem Weg, wenn es sich machen lässt. Chica und Campa wehren sich nicht einmal, wenn sie von einem Hund angegriffen werden.
        Einmal saß eine Boxerhündin beißend auf Campa und wenn ich sie dort runtergezerrt hatte, auf Chica. Die Besitzerin war völlig überfordert und schaute sich das Spektakel an. Ich sagte, sie soll ihren Hund an die Leine nehmen. Der hatte gerade einen Moment von uns abgelassen und saß vor ihr. Doch da schlug die blöde Else ihren Boxer mit der Leine! Der nutzte die Gelegenheit und stürzte sich noch wütender auf Campa. Ich dachte das darf ja wohl nicht wahr sein und brüllte sie an, sie soll endlich ihren Hund an die Leine nehmen! Am Ende war Chica voll Blut, aber das gehörte zu Campa. Zum Glück ist bei Euch alles gut ausgegangen.
        LG Susanne

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  2. Liebe Nicole,
    was für ein interessanter Bericht über das Leben mit Hund/en. Ich bewundere uneingeschränkt Deinen Schwung, schon zu so nachtschlafender Stunde raus zu gehen.
    Deine feinen Schnappschüsse zeigen, wie gut es den Tieren geht, sie sprühen geradezu vor Lebensfreude.
    Angenehmen Samstag und lieben Gruß
    moni

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    1. Liebe Moni,
      ja, das Leben mit Gina ist echt schön und da ich auch viel mit ihr unterwegs bin, ist es auch immer spannend! Das mit der Morgenrunde ist nicht meine absolute Wunschvorstellung und ich habe bevor sie zu uns gekommen ist, lange überlegt, ob ich dazu bereit bin. Aber sie ist selbst so etwas wert!!! ❤ Und wir sind natürlich froh, dass es ihr so gut geht und sie sich so wohlfühlt bei uns. ❤
      Einen schönen Start in die Woche wünsche ich Dir und liebe Grüße
      Nicole

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  3. Ach ist das schön, wenn sie so ausgelassen toben.
    Unser Alter fehlt uns ziemlich – dafür hat die Hündin jetzt auch den Einzig-Hund-Status erlangt und geniesst ihn – die Leckerlis, die sie sonst teilen musste, bekommt nur noch sie und alle Streicheleinheiten.
    Liebe Grüsse

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    1. Oh ja! Es gibt ja wenige Hunde, die das nicht brauchen, aber die meisten eben schon. Und das ist dann eine Zufriedenheit, die kann ich als Mensch nur schwierig in ihr auslösen. Wir hatten damals auch zwei Hunde und als der erste verstorben ist, hat die andere Hündin wochenlang erbärmlich getrauert. Das war echt schlimm. Aber wir wollten eben auch keinen zweiten Hund wieder haben. Genauso wie jetzt. Dafür gibt es dann die Verabredungen zum spielen. 😉
      Aber der Einzig-Hund-Status ist auf jeden Fall nicht zu verachten!!
      Liebe Grüße
      Nicole

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  4. @ Hilfe für Miranda: Oh Mann, da habt Ihr ja noch viel schlimmeres erlebt!!! Ja, da kann man seine Tiere noch so gut erziehen und sie können noch so friedlich sein, wenn die anderen auf ihre Tiere nicht achten, dann ist alles zu spät… Ich hoffe, dass das keiner von uns mehr erleben muss!!!
    Liebe Grüße
    Nicole

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