22 Wochen – 1 Objekt # 3

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Und schon geht das Projekt von Aequitas et Veritas in die nächste Woche. 22 Wochen lang reist ein Objekt durch die Gegend bzw. wird in unterschiedlichen Situationen gezeigt. Wo Lars diesmal gelandet ist? Seht selbst!

Hallo zusammen!

Wisst Ihr eigentlich, wie froh ich bin, dass ich keinen Sonnenbrand bekomme?! Denn so konnte ich mich gefahrlos auf einem frisch gerollten Strohballen niederlassen und in Ruhe lesen. Während Nicole und Gina ihre Spazierrunde gedreht haben. Das ist mir ja ehrlich gesagt viel zu anstrengend. Außerdem habe ich immer ein wenig Sorge, dass ich mal unter Ginas Pfoten komme. Aber von hier oben kann ich das alles genießen.

Bis nächste Woche!
Euer
Lars

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Fotoprojekt abc – Ö wie Ö

So, der vorletzte Buchstabe von Wortmans Fotoprojekt. Das Ö. Erst dachte ich: ööööh, was nehme ich da bloß. Aber dann! Ein Griff in meine alten Platten und tadaaaaaa: „Ö“ das Album von Herbert Grönemeyer. Mit dem Lied „Halt mich“, das mich durch einige Liebeskummer-Täler begleitet hat. Ebenso wie übrigens „Flugzeuge im Bauch“, aber das ist auf diesem Album nicht drauf.

Ö wie Ö

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22 Wochen – 1 Objekt # 2

22-wochen-1-objekt-v8Aequitas et Veritas (den Blog findet Ihr hier!) hat ein tolles Projekt ins Leben gerufen: 22 Wochen lang zeigen wir 1 Objekt an den unterschiedlichsten Stellen. Und heute geht es nun schon in die 2. Woche! Bei mir macht sich Lars auf die Reise und wo er ist, das erzählt er Euch am besten selbst…

Hallo zusammen!

Ich bin Lars, der Lese-Zwerg. Aber das wisst Ihr ja schon von Nicole. Tja, sie hat mich doch tatsächlich weichgekocht. Ich werde also diese 22 Wochen als Fotomodell zur Verfügung stehen. Ihr könnt mir glauben, dass ich mir die Entscheidung nicht leicht gemacht habe. Denn schließlich muss ich dafür meinen angestammten Platz auf dem Schreibtisch verlassen. Jahrelang konnte ich dort in Ruhe sitzen und lesen. Gut, Nicoles Tipperei auf dem Laptop ist manchmal schon nervig. Aber ansonsten war es doch immer recht lauschig.

Damit ist es nun vorbei. Sie schleppt mich von einem Ort zum anderen, nur um heraus zu finden, wo ich mich besonders gut fotografieren lasse. Ok, irgendwie macht es auch Spaß und ich hätte nicht gedacht, dass die Welt sooo groß ist. Wobei Nicole sagte, dass sie mir nur einen winzigkleinen Teil davon zeigen kann und selbst der erscheint mir schon riesig!

Auf dem heutigen Foto waren wir in einem Restaurant. Dort hat sich Nicole mit ein paar Leuten getroffen und dann haben die den ganzen Abend geredet, geredet und noch mehr geredet. Puh… sich dabei aufs Lesen konzentrieren ist ja schon schwierig genug, aber dann stand da plötzlich noch so ein Typ – er heiße Lehrer Lämpel erklärte er mir und schaute dabei so hochwichtig drein. Und dann wollte er mir am liebsten noch etwas beibringen. Dabei wollte ich nur lesen. Und das habe ich dann auch getan!

Also solltet Ihr jemals diesem Lämpel begegnen, macht Euch am besten ganz schnell aus dem Staub. Und ich werde jetzt mal weiterlesen.

Bis nächste Woche
Euer
Lars

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Memento Tag – end-lich leben: Überlegungen zu meiner Trauerfeier

Keine Sorge! Soweit ich weiß, werde ich in absehbarer Zeit nicht sterben. Und ich denke auch nicht den ganzen Tag darüber nach, wann es wohl soweit sein wird. Denn glücklicherweise weiß das niemand. Und darüber bin ich froh!

Was ich ganz sicher weiß ist, dass dieser Tag irgendwann da ist. Und dann?

Heute findet das erste Mal der (Ge)Denk- und Aktionstag, der `Memento Tag´ statt. (Die Website dazu findet Ihr hier!) Ein Tag, an dem etliche Aktionen rund um das Thema Tod stattfinden und an dem einfach mal darüber gesprochen werden kann / soll / darf… Oder geschrieben.

Memento Tag

Und daher erzähle ich Euch heute, was ich mir (bisher) für meine Trauerfeier / Beerdigung überlegt habe:

Obwohl ich seit Jahrzehnten mit Begeisterung über Friedhöfe streife, möchte ich in einem Ruheforst, also im Wald, meine letzte Ruhe finden. Ich mag den Gedanken, dass Spaziergänger an meinem Baum entlanggehen, dass meine Lieben dort einen Ort haben, zu dem sie gehen können, aber nicht zwangsläufig zur Grabpflege hin müssen. Und in der Natur bin ich ja sowieso seit jeher zuhause.

Mir genügt ein einfacher Sarg und dass nicht nur, weil ich für eine Beisetzung im Wald kremiert werden muss, sondern weil ich es gerne schlicht habe.

Eine Trauerfeier in einer Kapelle brauche ich nicht. Mir genügt es, wenn vor dem versenken meiner Urne im Wald, ein paar Lieder gespielt werden. Und wer mag, kann etwas über mich sagen. Erzählen, wie ich war. Anekdoten. Etwas zum Lachen, zum Weinen. Schön wäre, wenn „Dancing Queen“ von ABBA gespielt würde und – sofern das nicht zu teuer ist – Jemand live „I did it my way“ singen würde.

Je nachdem, wann der Tod mich holt, ist vielleicht sogar noch an der Kastanie, wo meine Mutter beigesetzt wurde, ein Plätzchen frei. Die Kastanie ist klein – die meisten wollen anscheinend große Bäume – so dass sich so schnell eventuell niemand findet, der ausgerechnet dorthin möchte.

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Ach ja, und auf dem Namensschild, das dann an dem Baum angebracht wird, kann gerne eine Muschel abgebildet sein. Denn ich liebe ja das Meer! Allerdings nicht so sehr, dass ich dort verstreut werden möchte.

Ja, so in etwa könnte das Ganze ausschauen. ABER – und nun kommt der wichtigste Punkt überhaupt – wenn meine Lieben, nach meinem Tod andere Ideen und Wünsche haben: bitteschön! Dann können sie gerne alles über den Haufen werfen und es so gestalten, wie es ihnen gerade gut tut. Denn wie schrieb Mascha Kalécko in ihrem Gedicht „Memento“:

Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
doch mit dem Tod der andern muss man leben.

Für den Fall jedoch, dass meine Lieben in dieser Extrem-Situation nicht wissen, wo ihnen der Kopf steht, dann haben sie durch meine Notizen etwas woran sie sich lang hangeln können. Und dass kann manchmal echt Gold wert sein!

22 Wochen – 1 Objekt: Woche #1

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Aequitas et Veritas (den Blog findet Ihr hier!) hat ein neues Projekt ins Leben gerufen. Ein Objekt wird über 22 Wochen an verschiedenen Orten, in verschiedenen Situationen fotografiert. Eine spannende Idee und ich bin jetzt schon neugierig, was bei mir und allen anderen heraus kommt.

Und hier seht ihr nun, wer sich in den kommenden 22 Wochen auf die Reise begeben wird: Lars der Lese-Zwerg geht on tour! Lasst Euch überraschen, wo er überall zu finden sein wird!

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