Gina hat ein neues Hobby: Cross Dogging

Es ist rund 10 Jahre her, dass wir Hunde hatten. Also die Vorbeller von Gina. Und irgendwie habe ich das Gefühl, das sich seitdem in der Hundewelt so einiges getan hat. Oder habe ich damals all die Kurse rund um den Hund nur nicht mitbekommen? Wahrscheinlich. Damals hatten wir eben auch noch Kind im Haus, zwei Hunde, zwei Katzen, die Jobs und eine Mutter, die mehr und mehr Unterstützung benötigte.

Seit Gina im Januar zu uns gekommen ist, dreht sich ein großer Teil unserer Welt um diese kleine Hündin. Und dazu gehört, dass wir dafür sorgen, dass sie nicht nur körperlich sondern auch geistig ausgelastet ist. Denn mal ehrlich: nur auf dem Sofa rumhocken ist weder für Mensch noch Hund spannend oder gesund.

Daher haben wir uns recht schnell eine Hundeschule gesucht und dort einen `Junghund Kurs´ und danach den `Lockere Leinen Kurs´ gemacht. Sozusagen das kleine Einmaleins für Hunde. Am Anfang hat das für Gina komplett ausgereicht. Müde und entspannt hat sie nach den Trainingseinheiten auf dem Sofa geschnurchelt, um all die Lern Erfahrungen und fremden Eindrücke zu verdauen. Positiv ist dabei eben auch immer der Kontakt zu anderen Hunden, das gemeinsame spielen am Ende der Stunden.

In die weiteren Pläne knickte dann mein Fuß mitten rein, so dass ich einige Wochen auf Haus und Garten beschränkt war. Ich habe zwar auch diese Zeit genutzt, um Gina noch den einen und anderen „Trick“ beizubringen, aber größere Aktionen waren leider nicht möglich.

Letzte Woche Montag war es aber wieder soweit: wir starteten in Richtung Hundeplatz. Ich war neugierig, was sich hinter dem Begriff `Cross-Dogging´wohl verbirgt und Gina total aufgeregt, als wir endlich ausstiegen und sie begriff wo wir waren.

Auf dem Platz war ein Parcours mit mehreren Stationen aufgebaut. Jeden Monat gibt es neue Aufgaben, die dann auf dem Platz, vorrangig aber Zuhause geübt werden. Und dann funktioniert das Ganze wie Zirkeltraining. Immer im Team geht man an eine Station und während das eine Hund-Mensch-Team die Aufgabe so oft wie möglich erfüllt, zählen die anderen. Naja, der Mensch zählt.

Gina fand das alles total spannend und obwohl sie die Aufgaben bisher nicht kannte (z. B. durch einen Tunnel laufen), hat sie alles super gemeistert. Sie lernt einfach unfassbar schnell! Die ersten 20 Minuten der Stunde werden zum üben genutzt und danach wird gezählt. Wir hatten ein sehr nettes Hund-Mensch-Team, die uns mit den Aufgaben vertraut gemacht und uns unterstützt haben.

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Am Ende der Stunde war es klar: Gina und ich werden künftig mit dabei sein, denn es hat uns wirklich Spaß gemacht, die Aufgaben auszuprobieren und uns so gut wie möglich daran zu versuchen. Ich war wahnsinnig stolz auf meine kleine, schlaue Hündin. Und dass nicht erst, nachdem unser Trainer sagte, dass sie sich außerordentlich geschickt angestellt hätte und ich sehr stolz sein könnte.

Ich bin sehr gespannt, was künftig für Aufgaben auf uns zukommen werden und ich werde sicherlich auch nochmal davon erzählen und dann gibt es auch mal Actionfotos zu sehen!

8 Kommentare zu „Gina hat ein neues Hobby: Cross Dogging

    1. Ja, das habe ich mich am Anfang auch gefragt… das ist je nach Station anders. Beim Tunnel durchqueren ist es z. B. simpel, 1 x durchflitzen, 1 Punkt. Aber an anderen Stationen besteht die Aufgabe aus mehreren Teilen und die zählen dann einzeln. Es steht neben jeder Aufgabe glücklicherweise ein Schild zum nachlesen… 😉

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  1. Guten Morgen Nicole,
    davon habe ich ja noch gar nichts gehört, aber Du hast schon Recht, das Angebot im Hundesport ist immens gestiegen in den letzten Jahren.
    Ich habe Rückfrage bei „meinem“ WP-Guru gestellt bezüglich der Newsletteranmeldung. Ich sollte Dich löschen (habe ich) und, wenn Du möchtest, solltest Du es noch einmal probieren. Er glaubt nicht an eine Verschwörung gegen Dich 😉 ist aber irgendwie ratlos, warum es auch nach dem 2. Mal nicht geklappt hat …
    Schönen Dienstag
    Kirsi

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    1. Hallo Kirsi,
      ja, ich habe das jetzt auch erst ganz neu kennengelernt. 😀 Heute habe ich von einem anderen Hundesportverein noch etwas für mich neues gehört: Zughundesport. Kommt wohl aus der Schlittenhunderichtung. Sagt Dir das was??
      Wow, ein WP Guru! Na, da werde ich das doch gleich nochmal testen! Nein, ich habe meine Verschwörungstheorie auch wieder fallen lassen 😉 aber es war schon putzig, dass auch beim 2. Mal nix kam. Egal, aller guten Dinge sind ja bekanntlich 3!!
      Einen schönen Feierabend wünsche ich Dir
      Nicole

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      1. Nein, Zughundesport ist Wagenziehen. Meine Hunde, die Berner-Sennenhunde, wurden ja ursprünglich in der Schweiz dazu benutzt, die Wagen mit den Milchkannen von A nach B zu bringen, wo man mit keinem anderen Fahrzeug fahren konnte – daher kommt der Zughundesport. Da geht es nicht drum schnell zu sein (wie bei den Huskys) sondern die Kraft zu nutzen, die der Hund aufbringt. Ein Berner-Sennenhund kann z. B. das 4fache seines eigenen Körpergewichts ziehen – meine Hündin könnte also 160 kg ziehen.

        In den letzten Jahren hat sich die Beschäftigung für und mit Hunden stark gewandelt, da der Mensch endlich mal auf die Idee gekommen ist, dass Hunde eine Aufgabe brauchen und zwar rassespezifisch. Es nutzt nix einen Hütehund stundenlang rennen zu lassen, der muss mit dem Kopf arbeiten, ein Jagdhund braucht jagdliche (Ersatz-)Aufgaben und ein Laufhund (Rhodesian Ridgeback & huskyartige Hunde) braucht Auslauf …….

        Top-aktuell ist z. B. bei uns zur Zeit „Ralley Obedience“. Du musst einen Schilder-Parcours mit dem Hund absolvieren. In unserem Verein trainieren wir das zur Zeit überwiegend und unsere Mensch-Hund-Teams starten auf der Landes- und der Deutschen Meisterschaft. Dann gibt es da noch das klassische Obedience, Agility, TrickDoggin, CaniCross, Hooper, TurnierHundeSport (THS) …. eigentlich gibt es für jeden Hund die passende Beschäftigung.

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  2. @ Babsi: Vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung! Das ist ja Wahnsinn was ein Berner ziehen kann. Ich stelle mir gerade vor, was das beim Themen Leinenführigkeit bedeuten kann…

    Ja, Hunde sind eben keine Schoßtiere, die man nur bei Bedarf „rausholen“ kann. Ich habe schon oft erlebt, was es für „Probleme“ gibt, wenn Hunde nicht ausgelastet sind. Wir haben in der Nachbarschaft eine Husky Hündin, die zerlegt aus lauter Langeweile und Frust das halbe Haus. Aber leider ist der Besitzer völlig Beratungsresistent. Das ist so traurig zu sehen, wie es dem Hund offensichtlich nicht gut geht.

    Unsere Gina ist ja eine Jägerin. Zum Großteil lebt sie das darüber aus, dass sie Mäuse erschnüffelt und fängt. Und sie liebt „Denksport-Aufgaben“, wie z. B. das Cross Dogging. Mein Mann will sich im Oktober mal mit ihr im Mantrailing versuchen. Mal schauen, ob das den beiden Spaß macht.

    Mit dem Ralley O das verstehe ich noch nicht wirklich?? Einen Schilder-Parcours absolvieren? Ich glaube, das muss ich mal googeln.

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