Blog-Aktion: Friedhofs-Spaziergang

An diesen Friedhof habe ich gar nicht mehr gedacht dabei kenne ich die anderen in den verschiedenen Ortsteilen von Rehburg-Loccum und bin gerne auf ihnen unterwegs gerade jetzt wo ich einen Beitrag über einen Friedhofs-Spaziergang schreiben möchte da ist es doch interessant wobei ich mich längst für den alten Loccumer Friedhof entschieden hatte bei Sonnenuntergang gerne ein Wolkenverhangener Himmel ein wenig Nebel stehe ich nun hier am Tor in Bad Rehburg wo eigentlich nur ein Waldspaziergang mit unserer Hündin stattfinden sollte und zudem jetzt die Sonne scheint der Himmel blau über mir leuchtet bin ich nicht überzeugt dennoch betrete ich den Friedhof dessen gleichförmige Anlage nackt und wenig einladend ist zieht es mich dorthin die Entdecker-Augen weit geöffnet die Kamera schussbereit am Wald entlangführend nur der Zaun zwischen Bäumen und frisch gemähter Wiese unterbrochen von Gräbern die Blick auf den anliegenden Kurpark haben wo am Rand ein Gedenkstein in einem Nest aus Efeu steht die Inschrift für mich unleserlich und dort ein silberner Engel wachend über Erika wenige Meter entfernt ein weißes Kaninchen oder doch ein Hase bin mir gar nicht sicher muss ich auch nicht toi toi wünscht ein Kind seinem Paps schmerzlich vermisst eine Wunde im Herzen dort die abgelaufene Ruhezeit die einer Rückmeldung bei der Friedhofsverwaltung bedarf ob wohl noch Jemand da ist der sich melden kann oder weilen die Angehörigen selber nicht mehr unter uns da am Rand auf einem größeren Stein ein kleiner mit versteckter Liebe bemalter offene dagegen auf dem Grab der besten Oma der Welt wo ein Anker die Verbindung ist überall Erinnerung und Liebe auch auf dem steinernen Kreuz das von Glaube Hoffnung und Liebe spricht all die kleinen und großen Entdeckungen da der Haupteingang die schmucklose Kapelle Grabplatten auf der Erde die in der Dunkelheit in Licht baden dürfen auch der Teil der Gefallenen mit einem einzigen Grablicht versehen eins für alle oder doch eins für einen Besonderen vieles bleibt ungeklärt nicht aber der Handlauf bei den zwei Stufen denn ich weiß durchaus dass zwei Stufen den Unterschied machen können zwischen kann ich erreichen und ist für mich unmöglich gut dass es auch Ruheplätze gibt.

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Dieser Friedhofs-Spaziergang ist Teil der diesjährigen Blog-Aktion des Totenhemd Blogs von Annegret und Petra. Die Beiden haben zum 5. Mal zu Ihrer tollen November Blog-Aktion eingeladen und ich freue mich, dass ich wieder dabei sein kann.

„Die Form des Textes kann lyrisch, investigativ, Stream of Consciousness (Petra fragt Annegret und weiß nun: dies ist ein literarisches Stilmittel, wenn es so ohne Punkt und Komma fließt)“ – so stand es in der Einladung und ich habe mich das erste Mal an einem Bewusstseinsstrom (Stream of Consciousness) versucht, habe vorher noch bei James Joyce „Ulysses“ hineingeschaut, der das über 100 Seiten praktiziert hat – es hat mir riesigen Spaß gemacht!

Hier findet Ihr die anderen Beiträge, die wieder einmal sehr unterschiedlich und spannend sind!

22 Wochen – 1 Objekt # 15

22-wochen-1-objekt-v822 Wochen lang wird 1 Objekt an verschiedenen Orten, in unterschiedlichen Situationen gezeigt. Und was dabei alles heraus kommt, könnt Ihr hier bei mir und bei der Initiatorin dieses tollen Projekts, Aequitas et Veritas, sehen. Inzwischen sind wir in der 15. Woche und Lars, mein Lese-Zwerg hat sich auf den Weg ins nächste Abenteuer gemacht…

Hallo Zusammen,

… HALLO?? Hey, hier bin ich! Seht Ihr mir nicht??

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HIER UNTEN! HUHU!!!

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DAS KANN DOCH WOHL NICHT WAHR SEIN!!!…

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Ah, okay, da seid Ihr ja endlich! Ich dachte schon, Ihr findet mich nie! Ihr fragt Euch bestimmt, was ich hier mache. „Probiers doch mal aus“, meinte Nicole, als ich gefragt habe, warum sie da einen Laubhaufen unter den Bäumen platziert. Und dann auch noch Zweige oben drauf legte. „Das ist Igelhausen“, lachte sie. Anscheinend kriechen Igel gerne im Winter in Laubhaufen. Und da möchte sie ihnen sozusagen ein Zuhause bieten. Aber mal ehrlich: mir ist das viel zu glitschig-rutschig-matschig-eklig… Nicole hätte mich wirklich warnen können! Ich gehe jetzt erstmal wieder rein und überlasse Igelhausen lieber den Igeln!

Habt noch einen schönen Tag!
Euer Lars

Samstags-Plausch

Seit gestern darf ich bereits mein Wochenende genießen. Mein Mann hatte sich einen Tag frei genommen. Diese kleinen Auszeiten im Alltag sind für uns immer ganz besonders. Da braucht es keinen kompletten Urlaub, sondern es genügen diese zusätzlichen Stunden, um mal abzuschalten und sich zu erholen.

Kein Wunder also, dass ich heute völlig gechillt bin (das sagt man doch heute so, oder?!) Mal abgesehen davon, dass das Wetter herrlich ist und zum draußen sein geradezu auffordert, habe ich auch noch einiges was mich happy macht.

Ich habe mich für die nächste „Leben und Tod“ Messe in Bremen (8. / 9.11.2020) angemeldet. Das erste Mal als Fachbesucherin, was bedeutet, dass ich auch an Workshops und Fachvorträgen teilnehmen kann. Diesmal werde ich an beiden Tagen vor Ort sein und darauf freue ich mich schon riesig!

IMG_4979Gestern habe ich mir dann noch Bücher gekauft. Für mich immer ein Highlight und diesmal vervollständige ich damit eine Krimi-Reihe. Ich bin übrigens gar keine Krimi-Leserin… oder nur selten. Aber die Falck-Hedström Reihe von der schwedischen Autorin Camilla Läckberg, die hat es mir angetan. Und weil ich ja auch ein Weihnachtsfan bin (Finger hoch, wer das noch nicht wusste…), habe ich mir noch einen Weihnachtskrimi von ihr gegönnt. Somit habe ich jetzt 13 anstelle der geplanten 12 Weihnachtsromane… und JA, die werde ich Euch ALLE vorstellen!! 🙂

Überhaupt bin ich dieses Jahr viel früher in Weihnachtsstimmung als sonst. Normalerweise beginne ich damit erst exakt am 1. Advent. Aber wir feiern das erste Mal seit Jahren wieder mit der Familie bei uns und es ist ja auch Ginas erstes Weihnachtsfest. Ihr lest schon: ich laufe zur Höchstform auf!

Ach ja, gestern war ich noch auf einem Friedhof – was ja bei mir nicht ungewöhnlich ist – es geht um eine Blog-Aktion (mein Beitrag dazu kommt am 15.11.) und ich habe mich in diesem Rahmen schreiberisch an etwas neuem ausprobiert. Und das hat mir unfassbar viel Spaß gemacht! Ganz nebenbei hatte ich dann noch eine Erleuchtung! Die Abschlussarbeit meiner Seelfrau Ausbildung steht ja schon länger auf meinem Plan (ist eigentlich schon fertig… höhö), aber beim Gang über den Friedhof hatte ich endlich die zündende Idee zu dem was ich mir bisher grob vorgestellt hatte. Und nun geht es wirklich los und ich weiß, dass ich damit jetzt rasch vorankommen werde!

Ja, so sieht es also an diesem Wochenende bei mir aus. Was macht Ihr Schönes? Ich hoffe Ihr seid gesund und munter und könnt die freien Tage (so sie für Euch frei sind) genießen. Ich wünsche Euch eine schöne Zeit!

22 Wochen – 1 Objekt # 14

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Das Fotoprojekt von Aequitas et Veritas geht mittlerweile in die 14. Woche. Ein tolles Projekt bei dem es darum geht 1 Objekt 22 Wochen lang zu fotografieren. Orte und Situationen varieren dabei, was es immer wieder spannend macht. Mein Lese-Zwerg Lars kommt inzwischen schon selber auf Ideen…

Hallo Zusammen,

letztes Wochenende meinte Nicole, sie müsse arbeiten und hätte keine Zeit für das Fotoprojekt. Da habe ich mich einfach in ihre Tasche reingeschmuggelt und schon war ich mit dabei. Wo? In der Heimvolkshochschule in Loccum, wo Nicole ein Schreibseminar gemacht hat. Die haben tatsächlich das gaaanze Wochenende lang geschrieben… und dann ihre Geschichten auch vorgelesen. Ich kam da gar nicht richtig zum Vorlese-Zug. Naja, war trotzdem spannend. Für die Fotos habe ich mich einfach mal mitten in die Dekoration hinein gesetzt. Das Thema war übrigens Farben-Froh.

Habt noch einen schönen Tag!
Euer Lars

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Herbstwege

November-Herbst
Natur macht sich für den Winter bereit
Laub
an den Bäumen
und auf dem Waldboden

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Moosbedeckte Stufen
laden zum klettern ein
geschwind nach oben
Ausblick genießend

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Leuchtendgrüner Farn
inmitten braun-gelber Blätter
Baumstumpf
verharrt in Waldesruh

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Wurzeln
im grünen Kleid
werfen Anker
Baum-Schutz

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Gelbes Blatt
noch fest am Zweig
frisch gewaschen vom nächtlichen Regen
macht sich bereit für den letzten Tanz

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Ein Hut-Gesell
am Wegesrand
Wellenförmige Krempe
hell leuchtend in grüner Umgebung

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Ein Moosbett
entstanden durch Schattenwurf
Nordwärts gerichtet
mehr als ein Stumpf

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Findlinge
aufgereiht im Wald
dunkle Steine
von Grün durchzogen

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Lebensfrohe Neugierde
toben im Wald
Abenteuer erschnüffeln

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Spuren
vom nächtlichen Regen
Spiegelbild eines Baumes
in einer Fahrrinne

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Eine Wunde
wie ein Auge
blickt mich an
über Nase und Laub-Bart

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Turmhoch
das Tagesziel
bricht das dämmrige Licht des Waldes
Rapunzel lässt grüßen

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Alle Wünsche werden klein…

… gegen den gesund zu sein.

Kennt Ihr diesen Spruch auch? In meiner Kindheit hing er bei meinen Eltern im Flur. Und mal ehrlich: verstanden habe ich ihn damals nicht. Alle Wünsche werden klein… ich wollte ein Pony haben. DAS war für mich der allergrößte Wunsch!

Heute mit fast 50 Jahren weiß ich ganz genau, das dieser Spruch goldrichtig ist. Und gerade in den letzten Tagen hat mich das Leben (vorsichtshalber) auch noch einmal darauf hingewiesen. Wie das?

Auf einmal tauchten vor meinem linken Auge merkwürdige Schatten auf. Wenn ich blinzelte, verschwanden sie kurz, nur um dann wieder in mein Blickfeld zurück zu kehren. Am ersten, zweiten Tag dachte ich mir noch nichts dabei. Aber dann wurde mir mulmig zumute und ich beschloss, gleich heute Vormittag bei dem Augenarzt meines Vertrauens anzurufen.

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Glücklicherweise bekam ich heute Vormittag bei meinem Anruf direkt einen Termin in seiner Notfallsprechstunde und konnte sofort losfahren. Es folgte ein Foto meiner Netzhaut und eine genaue Untersuchung. Auf dem Foto war das was vor meinem Auge herumtanzt, deutlich zu erkennen. Es handelt sich um eine harmlose Glaskörpertrübung, die bei starker Kurzsichtigkeit (manchmal glaube ich, dass selbst Maulwürfe besser gucken können als ich…) und / oder im fortgeschrittenen Alter auftreten können.

HARMLOS ist also mein Wort des Jahres! Herrje, ich bin so erleichtert! Diese Trübungen werden nach und nach weniger, wurde mir gesagt und manchmal verschwinden sie auch wieder ganz. Ansonsten muss ich mich daran gewöhnen. Was ich nicht als Problem sehe, denn jetzt wo ich weiß, dass es meinen Augen gut geht, bin ich gelassen und allein das verschafft mir schon Erleichterung.

Ja: Alle Wünsche werden klein, gegen den gesund zu sein.

In diesem Sinne wünsche ich Euch alles Gute, hoffe, dass Ihr gesund und munter seid oder es hoffentlich bald wieder werdet!