„Ewiges Leben“ – ein Film von Gustavo Ron

Es gibt Fragen, die wollen Erwachsene einfach nicht beantworten. Themen, über die sie nicht sprechen wollen. Das hat der elf Jahre alte Sam (von Robbie Kay grandios DSC_0008dargestellt) rasch begriffen. Dabei hat der an Leukämie erkrankte Junge viele Fragen, denn seine Erkrankung kommt wieder und wieder und irgendwann ist klar, dass es keine Heilung mehr geben wird.

Besonders sein Vater kann sich auf keine Gespräche über das Sterben und den Tod einlassen. Gut, dass Sam gemeinsam mit seinem ebenfalls an Krebs erkrankten Freund Felix von Mrs. Willis zuhause unterrichtet wird. Denn sie stellt den Jungs die Frage: wie kann man ewig leben? Von diesem Zeitpunkt an, schreibt Sam seine Geschichte auf und hält sie auch als Video Dokument fest.

Die Freunde versuchen Fragen zu beantworten, die ihnen die Erwachsenen nicht beantworten können oder wollen. Wie ist es, zu sterben? Wo sind wir, wenn wir Tod sind?

Der Film zeigt, welche begehbaren Wege auf einmal auftauchen können, wenn Kinder mit gesunder Neugier und Offenheit über etwas nachdenken und sprechen. Und sei es, das sie sich überlegen, ob die Eltern nach dem Tod von Sam nicht einen Fragebogen ausfüllen könnten: Wie war Sams Tod? a) Friedvoll. b) Schrecklich. c) Wir wissen es nicht, wir waren Pommes essen.