Ultralauf in Hörsum – Schneewittchen-Trail

Am Wochenende hat mein Mann wieder an einem Ultraulauf teilgenommen und wie versprochen kommt hier sein Bericht, den er mir wieder für meinen Blog zur Verfügung gestellt hat – DANKE dafür und nochmal GLÜCKWUNSCH, ich bin sehr stolz auf Dich!

Schneewittchen-Trail in Hörsum – 09. März 2019
von Holger Vergin

Seit Tagen schon ist das Wetter regnerisch, stürmisch und ungemütlich. Die Aussicht auf meinen zweiten Ultra in diesem Jahr war eher getrübt. Nun ja, ich bin zwar kein Schönwetterläufer, aber die Schauer und Sturmböen, die seit Tagen über das Land ziehen, bergen ja auch eine gewisse Gefahr, wenn man sich z.B. bei einem Traillauf vornehmlich im Wald aufhält.
Nun gut, ich war gemeldet, hatte trainiert und freute mich auf den Lauf. Vor 4 Jahren war ich schon mal in Hörsum am Start, damals noch auf der 80-KM-Strecke. Aber das wäre dieses Jahr zuviel gewesen. Somit standen 53 KM und 2.475 Höhenmeter auf dem Programm. Nach der Erfahrung im Januar (s. Bericht) ging ich von ca. 8 Stunden Laufvergnügen aus.

Die Anfahrt begann gegen 4.40 Uhr und dauerte knapp 2 Stunden. In der Zeit regnete es mal mehr, mal weniger, aber in Hörsum war es zwischenzeitlich trocken. Die 6-Uhr-Starter (80 KM) waren da schon das erste Mal nass geworden. Nach Begrüßung und Einchecken konnte ich ausgiebig frühstücken, –  Hauptquartier war das Hotel zur Eule – wartete das Eintreffen von weiteren Teilnehmern ab und kurz vor 8 Uhr standen wir auf der Straße und der Chef, Michael Neumann, schickte uns auf die Reise.


Einige flottere liefen vorweg und ich reihte mich im hinteren Drittel ein, wenn man bei letztlich 11 Finishern überhaupt von einem „Feld“ sprechen kann. Aber dass ist das Schöne an einem Einladungslauf, man ist unter sich, das ist wie ein Familientreffen.

Vorweg: Während des ganzen Laufs bekam ich nur wenige Regentropfen ab, auf der Heimfahrt jedoch stürmte und schüttete es besonders gruselig.

Mein Start war wie gewohnt verhalten und zu Anfang war ich mit einigen Damen unterwegs, wir unterhielten uns und trabten voran. Es ging von Anfang an aufwärts und der Boden wechselte zwischen „Waldautobahn“ und Single-Trail und, ganz wichtig, wir waren immer auf der Suche nach der gelben Raute. Diese war an Bäumen oder auch an Bänken oder Strommasten aufgesprayt und diente als Streckenmarkierung. Alternativ konnte man mit topographischer Karte oder mit GPS-Track an der Wegfindung arbeiten. GPS hatte allerdings den Nachteil, dass das Signal an manchen Stellen mal eben gute 50 Meter neben dem Track war und die Orientierung eher erschwert war. Aber wenn man sich erstmal „reingefunden“ hatte, war es im Prinzip einfach. Man musste nur aufpassen.


Von hinten kam ein Läuferpärchen zu uns aufgelaufen, ich hatte gar nicht mitbekommen, dass die Teilnehmer an der dritten Disziplin (30 KM) auch schon gestartet waren, und da die Damen gerade Pause machten, zog ich mit den beiden Kurzstrecklern weiter. Wir unterhielten uns gut, und kurz vor KM 10 (VP 1, unbemannt / VP bedeutet Verpflegungspunkt) ging es eine kleine Anhöhe hoch, die ich komplett lief und auf der folgenden Steigung war ich dann allein unterwegs. Aber nicht lange, drei Kilometer weiter traf ich auf zwei vor mir gestartete Läufer, sie wussten nicht so recht, ob es links oder rechts weiterging, eine weitere Läuferin kam von hinten angelaufen und wir bogen rechts ab und dann ging es gleich links weiter.

Der Boden war matschig und rutschig wie Schmierseife und schon bald nach diesem Stück ging es steil bergab. Aber nicht auf ebenen Wegen, hier waren tiefe Spuren und abgebrochene Zweige und quer liegende Baumstämme zwangen uns zu einem Hindernislauf. Während die anderen Läufer eher zaghaft waren, schritt ich konsequent voran. Als das Stück vorüber war, waren auch die Mitläufer „weg“. Ich drehte mich nicht mehr um und lief die anschließende Bergab Passage zügig hinunter.

Bald war ich am nächsten VP (KM 20) und trank einen Schluck Wasser. Mehr benötigte ich nicht zu diesem Zeitpunkt, bedankte mich und lief weiter. Über ein Feld zu einem Radweg und dann wieder hinauf in den Wald. Die sich hieran anschließende Passage war wieder sehr matschig und rutschig und anschließend wurde es auch nicht viel besser. Immer wieder lagen Äste quer, das Laub war an manchen Stellen kniehoch, kaum vorstellbar, das außer uns Trailläufern hier jemals irgendwer lang geht, wozu auch?


Dann gelangte ich wieder auf eine „Waldautobahn“, der Anstieg ließ mich wieder gehen, das ist übrigens immer eine gute Möglichkeit sich zu erholen, und dann bog der Track rechts ab. Es ging steil bergauf, und dann lagen nicht nur Äste quer, sondern der ganze Weg schien von Bäumen versperrt. Doch, ich war richtig, ich erinnerte mich an diese Stelle und oben angekommen fand ich den Weg nur anhand der gelben Markierungen, weil eigentlich kein Weg da war.

Nach einem weiteren heftigen Bergab-Trail lief ich über eine marode, asphaltierte Straße, um nach wenigen hundert Metern wieder rechts abzubiegen und mühsam einen steilen Anstieg zu erklimmen. Da sah ich weit vor mir einen weiteren Läufer klettern und wunderte mich, wo der wohl herkam. Auf dem anschließen Flachstück war er aber nicht mehr zu sehen. Kurz rechts in den Wald, zwischen den Feldern bergab und Hörsum und das Ende der ersten Etappe mit 30 KM und 1.250 HM lag bald hinter mir.

In der Verpflegung traf ich dann den anderen Läufer. Er zog sich gerade um, während ich ein Malzbier trank, ein paar Kleinigkeiten futterte und mich auf die zweite Runde machte. Kurze Zeit später lief er zu mir auf, er hätte echte Motivationsprobleme und ob wir nicht zusammen laufen könnten. Klar, sagte ich, das geht, aber normalerweise, ich kannte den Läufer, sei er viel schneller und ich könnte nicht versprechen, sein Tempo zu halten.

Zugegebenermaßen lief es dann besser als gedacht, die Trailpfade machten viel Spaß, das Wetter war trocken und nur etwas windig. Als es eine lange Steigung hochging, gab ich ihm von meinen Erdnüssen ab –  super Universalsnack für Ultra’s – und trotzdem musste er kurz darauf pausieren und durchatmen. Ich ließ ihn zurück, leider, und trabte weiter. Es gab immer wieder heftige Steigungen durchs Unterholz und genauso steile Abstiege, ich machte jede Menge Höhenmeter und dann, nach ca. 45 KM war ich an der Adamishütte. Die 80er liefen hier noch eine Extraschleife, für mich ging es direkt bergab und erstmal aus dem Wald heraus. Aber nicht ohne vorher noch etwas Malzbier zu trinken und ein paar Snacks zu futtern, vorzugsweise salzige Sachen.

 

Als ich ankam machte sich gerade ein anderer Läufer auf den Abstieg, und trotzdem ich nicht lange in der VP war, sah ich diesen erst im Ziel wieder. Aber noch war es nicht soweit und es gab noch ein paar fiese Anstiege mit Dornenbewuchs und anderen „Gemeinheiten“. Über Felder hinweg durch einen „Zwergentunnel“ und dann am Rand von Alfeld durch ein Gewerbegebiet. Nochmals ein knackiger Anstieg auf rutschigen Wegen und hinter mir zog es sich dunkel zu. Erste Tropfen fielen und ein Donnerschlag verhieß nichts Gutes. Ausgerechnet jetzt musste ich noch mal über ein freies Feld, aber von Blitz und Donner war dann nichts mehr zu hören und zu sehen. Ein letzter steiler Anstieg, hinab nach Hörsum, durch ein Wohngebiet und nach 7:18 Stunden war ich im Ziel.

Geschafft, dort traf ich dann den Läufer, den ich an der Adamishütte gesehen hatte und es stellte sich heraus, dass das der Sieger der 80-KM-Strecke war. Und noch etwas stellte sich heraus, nämlich das ich der Sieger der 53-KM-Strecke war. Ich meinte mich verhört zu haben. Ich sollte den Lauf gewonnen haben? Es gab noch zwei Frühstarter um 6 Uhr, aber beide waren langsamer als ich, so dass es feststand. Ich war viel zu verblüfft, um mich richtig zu freuen, ich konnte es einfach nicht glauben. Aber als Michael mir gratulierte, Urkunde und Siegerpräsent überreichte, realisierte ich es so langsam.
In den ganzen 27 Jahren, in denen ich an Volksläufen teilnahm, hatte ich noch nie etwas gewonnen, weder eine Altersklassen geschweige denn einen Lauf.
Ich war der Sieger – toll!

Nachlese: Heute, am Sonntag danach sitze ich hier und schreibe meinen Bericht. Es regnet schon den ganzen Tag, jetzt wandelt sich das Ganze auch noch in Schnee. Was habe ich doch gestern für ein Glück gehabt!

Fazit: Den Schneewittchen-Trail habe ich jetzt schon 2x mitgemacht, Michael Neumann veranstaltet auch noch andere Läufe, an denen ich auch teilnahm. Und allen gemeinsam ist, das sie mit viel Liebe zu uns Läufern und mit viel Verständnis für unsere Bedürfnisse gemacht sind. So werden auch die 2 Hunde, die ihre Besitzer begleitet haben, in der Ergebnisliste aufgeführt – schließlich haben sie auch gefinished!

Jetzt lege ich wieder die Beine hoch, die Zeit für Regeneration ist auch wichtig, und freue mich auf weitere Läufe.

Ein Samstags-Plausch

Draußen stürmt es, wie schon seit Tagen. In unserer Nachbarschaft sind auf einem Grundstück sieben (!) Bäume entwurzelt worden. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, so dass nun „nur“ noch aufgeräumt werden muss.

Gerade komme ich von meiner Abendrunde mit Gina zurück. Klitschnass. Alle Beide. Es hat dermaßen geschüttet, dass meine kleine Hündin mich immer wieder angeguckt hat, als wolle sie sagen: hey Frauchen, das ist jetzt hier nicht dein Ernst, oder?! Das Problem ist nur, ohne Bewegung turnt sie heute Abend quer durchs Haus und außerdem finde ich es so viel schöner, wenn sie draußen hin macht…

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Wir beide sind heute übrigens sozusagen Strohwitwen. Mann / Herrchen nimmt wieder an einem Ultralauf teil (es wird wieder einen Bericht dazu hier auf dem Blog geben!) und ich hatte mir einiges überlegt, was ich heute erledigen wollte. Was unter der Woche liegen geblieben ist, weil ich mit Gina gekuschelt, gespielt, geschmust habe, spazieren gegangen bin…

Tja, leider hatte ich heute keine wirkliche Lust. Also habe ich geschaut, was wirklich dringend ist (Buchführung – check!; einkaufen – check!; aufräumen – check!) und danach habe ich dann einfach das Wochenende eingeläutet. Mir ein leckeres Mittagessen gekocht (Linguine mit Käsesoße), ein Bananenbrot nach einem neuen Rezept gebacken (sooo lecker!!), gelesen und ein wenig vor der Glotze auf dem Sofa rumgelümmelt. Herrlich! – Fand Gina übrigens auch!

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Somit habe ich zwei Beiträge, die ich in dieser Woche schreiben wollte, noch nicht fertig. Aber mal ehrlich: die laufen ja nicht weg. Und ich weiß, dass ich nach einem gemütlichen Tag wie heute, in der nächsten Woche wieder richtig ausgeruht und motiviert bin. Und dann gehts weiter!

Und bis dahin… verschwinde ich jetzt wieder auf dem Sofa und genieße noch eine Scheibe von dem Bananenbrot! Habt ein schönes Wochenende!

Ein wahr gewordener Kalender-Traum

Stift und Papier. Handschriftliche Notizen. Seiten zum blättern, nachschlagen. Planen und kritzeln. To-Do Listen und Glücksmomente. Einkleben, doodeln, markieren.

Seit ich das Schreiben in der Grundschule gelernt habe, liebe ich es Buchstaben zu malen. Schwingen und schreiben hieß das bei uns damals noch. Natürlich ist über die Jahre das schwingen neben all dem schreiben abhanden gekommen. Schreiben war auch oft ein Muss und dann… fehlte der Genuss.

Zahllose Tagebücher habe ich begonnen und irgendwann wieder beiseite gelegt – maximal ein Viertel gefüllt. Die Ansprüche, die ich da an mich selbst erhob, waren einfach zu hoch. Für mich.

Als ich mich vor 14 Jahren als Autorin selbstständig gemacht habe, war ich endlich im Land der Buchstaben, Wörter, Sätze… angekommen. Und anfangs dachte ich noch ganz idyllisch, dass ich weiterhin all meine Geschichten und Texte handschriftlich verfassen würde… Naja, Ihr ahnt es sicher: recht schnell habe ich begonnen, mit dem PC und später mit dem Laptop zu arbeiten, allein das überarbeiten geht so deutlich schneller und einfacher. Ich sitze zwar immer noch gerne in Cafés und schreibe per Hand, aber so oft nehme ich mir die Zeit dafür nicht.

Was nach wie vor handschriftlich „lief“, waren meine Planungen. Meine To-Do-Listen. Und davon gab es massig. Denn ohne Planung, ohne Zielsetzungen hat mein Arbeitsleben als Selbstständige nicht funktioniert. Und nach wie vor kann ich mit dem Stift in der Hand einfach besser denken.

Das Problem war, dass ich nie den passenden Kalender für mich gefunden habe. Einen, in den alles hineinpasst. Damit ich endlich ohne Notizzettel auskomme, die sowieso nur irgendwo untergehen. Und dann habe ich IHN gefunden: meinen TRAUM-KALENDER! Ella TheBee hat ihn gestaltet und verkauft und ich kann Euch nur sagen: für mich gibt es nichts besseres. Sie hat mehrere Modelle in diesem Jahr angeboten und ich habe mich für den Experten entschieden. Wer jetzt neugierig geworden ist, kann gerne hier einmal einen Blick auf die Website werfen.


Wer von Euch nicht gerne plant, hält mich jetzt vielleicht für verrückt. Aber der Haken an der Selbstständigkeit ist eben, dass niemand da ist, der dafür sorgt, dass man arbeitet. Ja, ich kann mir meine Zeit frei einteilen. Und ach, heute gehe ich mal mit einer Freundin frühstücken, ich kann ja später noch arbeiten. Aber dann ist das Wetter so schön und ich will lieber spazierengehen. Oder ich bin müde. Oder habe einfach keinen Bock mehr auf Arbeit. Tja, und wenn ich dann meine Pläne, meine Zielsetzungen nicht hätte… dann würde nichts, aber auch gar nichts fertig werden.

Und das Tolle an dem Kalender ist, dass ich – ganz nebenbei – auch meine neue Begeisterung fürs doodeln ausleben kann. Überall, wo noch Platz bleibt male, zeichne, verschönere ich meinen Traum-Kalender. Und natürlich ist er auch von außen beklebt, so dass ich mich schon freue, wenn ich ihn nur ansehe.


Ach ja, bisher bin ich noch keine Freihand-Doodlerin, sondern ich habe einen super Kanal entdeckt, wo mir Sarah auf ihrem Kanal „Doodles by Sarah“ alle möglichen tollen Doodles „vorführt“. Schaut doch einfach mal hier vorbei.

Trotz all der Planungen und dem supertollen Kalender, kann ich übrigens auch spontan und flexibel sein. Das eine schließt das andere nämlich überhaupt nicht aus. Im Gegenteil, wenn ich aus dem spontan-und-flexibel-Land zurück bin, werfe ich einen Blick in meinen Kalender und ZACK weiß ich problemlos wo es für mich weiter geht. Und das gibt mir ein gutes Gefühl!

Wie ist das bei Euch? Habt Ihr noch einen Papier Kalender? Oder seid ihr auf digital umgestiegen? Macht Ihr auch Pläne oder lasst Ihr Euch mit dem Strom des Lebens treiben? Ich bin gespannt auf Eure Antworten!

Hinweis: Ja, dieser Beitrag enthält tatsächlich mal Werbung und zwar für den Kalender von Ella TheBee und nein, dafür bekomme ich kein Geld, sondern ich bin einfach eine überzeugte Nutzerin!

Als Miranda in Rente gehen durfte

Vor einigen Wochen wurde bei mir in der Gegend ein Schäferhund ausgesetzt. Ein wunderschönes Tier. Angebunden an einem Baum, harrte der schwarze Rüde bei Minustemperaturen aus. Wartete auf seine Menschen, die nicht kamen. Weil sie ihn nicht mehr wollten.

Das Tierheim aus dem unsere Gina stammt, bekommt zur Zeit täglich Neuzugänge. Galgos – eine spanische Windhundrasse, die für die Jagd benutzt werden – werden (im günstigsten Fall) am Tierheim abgegeben oder ausgesetzt, auch mal lebend in einen trockenen Brunnenschacht geworfen.

Grausame Tierschicksale, wohin man auch sieht. Und dann gibt es da all diese Menschen, die sich um diese Tiere kümmern. Die den „übrig gebliebenen“ ein liebevolles Zuhause geben. So wie es Miranda erfahren durfte. Miranda ist eine wunderschöne Fuchsstute. Eine Pferdedame aus einem guten Stall, die Jahrelang in der Zucht eingesetzt wurde und ihrem Züchter viele Fohlen geschenkt hatte.

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Miranda und Susanne – Zwei, die sich vertrauen

Mit 20 Jahren hatte sie 2011 also schon so einiges in ihrem Leben erlebt und war nicht mehr die taufrische junge Stute, die ein gesundes Fohlen nach dem anderen auf die Welt bringt. Zwei Totgeburten in zwei aufeinander folgenden Jahren sorgten dafür, dass ihr Schicksal besiegelt werden sollte. Der Züchter wollte den „unnützen Fresser“ zum Schlachter bringen.

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Und an dieser Stelle trat Susanne Rittscher in Mirandas Leben. Susanne konnte es nicht glauben, dass Miranda nach all dem was sie geleistet hatte, abgeschoben werden sollte. Und sie war keinesfalls bereit, das einfach so hinzunehmen. Gemeinsam mit anderen Unterstützern schuf sie einen Platz auf ihrem Hof, auf dem Miranda ihre wohlverdiente Rente genießen kann. Gegen die Einsamkeit bekam sie den Wallach Bachhus an ihre Seite, der leider im vergangenen Jahr die Reise über die Regenbogenbrücke gemacht hat. Erneut war guter Rat teuer. Neben der Trauer um den geliebten Vierbeiner – die sowohl Miranda als auch Susanne schwer zu schaffen machte – musste ein neuer Wegbegleiter gefunden werden. Wobei letztendlich tatsächlich Frank Weber vom Fernsehsender VOX behilflich war. Seit einigen Monaten ist nun Herr Nielsson bei Miranda mit eingezogen.

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Miranda mit ihrem neuen Freund Herrn Nielsson

Ja, was ich jetzt hier mal eben in wenigen Sätzen zusammen gefasst habe, bedeutet für Susanne jeden Tag Arbeit und vor allem auch die Sorge, dass alles weiterhin finanziert werden muss. Denn – ganz nebenbei… – finden auf ihrem Hof auch Streunerkatzen und geschundene Hundeseelen ein liebevolles Zuhause.

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Auch Giada mag die schöne Stute

Und für Miranda bedeutet das alles, das sie in der vergangenen Woche ihren 28. Geburtstag feiern durfte. Happy birthay, liebe Miranda und ich wünsche Dir von Herzen noch viele weitere schöne Jahre. Und Susanne, vor Dir ziehe ich den Hut und wünsche Dir weiter alles Gute für Deine so wertvolle Arbeit für und mit den Tieren, die es im Leben nicht immer leicht hatten!

Schaut doch einfach mal auf Mirandas Seite vorbei, die Ihr hier findet! Dort gibt es noch viele weitere Fotos von ihr und allen Hofbewohnern!

Vier Wochen mit Gina: Ein Liebesbrief an eine zauberhafte Hündin

Morgen ist es genau vier Wochen her, dass Du zu uns gekommen bist. Eine kleine schwarz-weiße Hündin, die unsere Herzen im Sturm erobert hat. Den Moment, als sie Dich aus dem Transportkorb heraus geholt haben und Du ganz eingeschüchtert da gestanden hast… den werden wir nie vergessen.

Die letzten vier Wochen mit Dir waren unglaublich. Du verzauberst uns an jedem Tag, in jedem Moment, den wir mit Dir verbringen. Egal, ob Du wie ein Wirbelwind durch den Garten saust oder zwischen uns auf dem Sofa selig schlummerst.

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So vieles haben wir in dieser kurzen Zeit schon erlebt. Du hast Trecker kennen gelernt. Anfangs hast Du Dich zitternd an uns gedrängt, inzwischen hüpfst Du hinterher, als wolltest Du sagen: hey, komm her! Trau dich! Auch vor Kühen hast Du keine Scheu mehr und auch Pferde sind keine fremden Wesen mehr für Dich.

Ja, Du bist eine unglaublich mutige kleine Hündin. Mit der dazu passenden Vorsicht. Du schaust Dir die Menschen und Hunde, die Dir bei unseren Spaziergängen begegnen genau an. Und dann entscheidest Du, wem Du vertrauen magst oder vor wem Du lieber noch ein wenig in Deckung gehst.

Du liebst es, wenn wir mit Dir zum spielen auf den Hundeplatz gehen. Sonntags, wenn es für die Hunde bis 40 cm stattfindet und Du nicht gleich vor einem Bernhardiner stehen musst. Und auch die Hundeschule, das lernen, macht Dir Spaß. In Windeseile hast Du „Sitz“ gelernt und gehst auch problemlos im Kurs an unserer Seite mit durchhängender Leine.

Und heute waren wir sogar das erste Mal bei unserem Tierarzt. Wir hatten Dir doch nicht zuviel versprochen, oder? Er war genauso behutsam und sorgfältig im Umgang mit Dir, wie wir das immer gewohnt waren. Das erste Kennenlernen, dass wir Dir nicht zumuten wollten, wenn erst ein Krankheitsfall eintritt, verlief wunderbar und Du warst zwar auch dort vorsichtig und zurückhaltend, aber nicht ängstlich.

Für jeden Tag, den wir bisher mit Dir verbringen durften, sind wir dankbar! Und wir freuen uns auf alle die noch kommen werden – wir lieben Dich sehr, kleine Gina!

Hinweis: Solltet Ihr übrigens den Beitrag über Ginas Ankunft verpasst haben, dann findet Ihr ihn hier!

Und ein ganz dickes Dankeschön nochmal an A.S.P.A Friends e.V., die uns wunderbar beraten und dafür gesorgt haben, dass unsere Gina zu uns kommen konnte!

Ein Back-Plausch

Kuchen am Wochenende. Für wen gehört das auch dazu? Ich liebe es, an den freien Tagen gemütlich auf dem Sofa zu hocken und genüsslich ein Stück Kuchen zu futtern. Gerne auch ein zweites. Dazu ein, zwei Tassen Kaffee mit viel Milch und dann die Gedanken schweifen lassen. Oder mit meinem Mann über alles mögliche plauschen. Und natürlich – seit drei Wochen – Gina kraulen.

In dieser Woche dachte ich: hey, ich backe den Kuchen für das Wochenende selber. Hatte ich für das letzte Wochenende auch gemacht und es noch in allerbester Erinnerung. Passend dazu war ich in dem Roman, den ich als letztes gelesen habe (Petra Hülsmann, „Wenn´s einfach wär, würd´s jeder machen“), über ein Rezept für Himbeer-Muffins mit weisser Schokolade gestolpert (nein, ich weiß nicht, warum heutzutage in sooo vielen Romanen Rezepte abgedruckt werden…). Super! Muffins sind einfach und schnell gemacht und ein Blick auf das Rezept bestätigte meinen Eindruck noch. Wenige Zutaten, alles zusammen rühren, ab in die Muffinform, backen… TADAAAAA!

Soweit zu meinem Plan… ich wog ab, rührte, hackte, ließ den Ofen vorglühen und füllte den Teig in die Form. Was für mich der einzige Haken am Muffin backen ist. Der Teig klebt immer wie verrückt und lässt sich nur mit Mühe von mir überreden, in die Förmchen zu klatschen.

Aber dann war es geschafft – ich atmete auf, öffnete die Backofentür, die Hitze ließ meine Brillengläser beschlagen. Das Blech in der Hand, hielt ich plötzlich inne. Da grinste mich doch etwas von der Arbeitsfläche aus an. Ich nahm es im linken Augenwinkel wahr. Kurz schloss ich die Augen und gleich darauf auch die Ofentür, das Backblech immer noch in der Hand.

Ich hatte tatsächlich vergessen, den Zucker in den Teig zu rühren. Er wartete in aller Seelenruhe in der Schale, in der ich ihn abgewogen hatte. Nun probiere ich ja gerne auch zuckerfreie Rezepte aus, aber dann will ich mich vorher dazu entschließen und es nicht meiner Vergesslichkeit schulden. Ein Blick in das Rezept und ich wusste, wo der Hase lang gehoppelt war. In der Teig-zusammen-Misch-Beschreibung fehlte der Punkt `Zucker´ – mein Blick wanderte von dem Zucker-Schälchen hin zu dem Teig in den Papierförmchen. Ob es half, wenn ich den Zucker einfach oben drauf schüttete? Resigniert schüttelte ich den Kopf. Wohl kaum.

Es half alles nichts… ich kratzte den Teig wieder aus den Papierförmchen heraus, vermischte ihn dann mit dem Zucker und begann das mühselige verteilen aufs Neue. Erfreulicherweise klappte es besser, als beim ersten Mal. Übung macht wohl doch die Muffin-Bäckerin…

Egal. Die Muffins sind total lecker (ich würde Euch ja das Rezept hier reinschreiben, weiß allerdings nicht, wie das mit dem Urheberrecht ist?! Im Zweifelsfall einfach das Buch lesen, das ich übrigens auch sehr empfehlen kann!) und – was noch wichtiger ist – ich habe meinen Mann mit dem selbstgebackenen Kuchen überrascht. Und seine Freude ist jeden Aufwand wert!

 

Ich kann auch anders: Einblick in meine dunkle Seite

Wenn Ihr über die Advents- und Weihnachtszeit meine Beiträge gelesen habt, dann wisst Ihr, dass ich ein großer Fan von kitschigen Happy Ends bin. Besonders um die Weihnachtszeit herum, wenn alles blinkt und glitzert und der Baum unter der Last des Deko-Schnick-Schnacks beinahe zusammenbricht.

Aber wie heißt es so schön? Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Und mein Schatten hat sich während meiner Teenagerjahre für Horror und Grusel interessiert. Vampire, Untote, Friedhöfe bei Nacht. Ich habe die Hefte des Geisterjägers John Sinclair verschlungen und hatte einen großen Stapel Bücher von Stephen King und Dean Koontz. Die ich vor kurzem übrigens aussortiert habe. Aber nur, um sie an meinen Sohn weiter zu geben (da ist es wieder… das rosa-rote Happy End!), außerhalb unserer Familie hätte ich meine Buch-Babys natürlich nicht her gegeben!

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Inzwischen lese ich meist andere Bücher und Horrorfilme gucke ich auch nicht mehr so gerne. Liegt vielleicht auch daran, dass ich mich bis heute davor grusele und dann nachts Licht anmachen muss, falls ich mal aufwache…

Und auch meine Geschichten sind (meist) harmloser – außer wenn ich auf jemanden richtig sauer bin. Etliche von meinen dunkleren Geschichten schmoren nun schon seit längerem irgendwo in meinem Daten Nirwana und ich hatte sie längst vergessen. Aber dann kam ich mit Wortman (kommt Euch bekannt vor? Richtig! Das ist der, der das Projekt abc wieder ins Leben gerufen hat) ins „Gespräch“ und siehe da, er hat neben seiner Wortman Seite (schaut doch hier mal rein) noch eine Welt jenseits des Happy Ends: die Dunkelwelten. Tja, und dort könnt Ihr nun – wenn Ihr wollt – meine makabre, dunkle Seite kennenlernen. Denn Ihr findet dort die Geschichte: „Bis dass der Tod euch scheidet“. Klick!

Viel Spaß beim Lesen! Ich werde mich derweil mal wieder dem Licht zuwenden – Ihr wisst ja, wie schnell einen die Dunkelheit für immer aufsaugen kann…