Fit mit 50

In diesem Jahr werde ich 50. Bisher habe ich mir um mein Alter nie groß Gedanken gemacht. Für mich war es schlicht eine Zahl, die sich nach und nach vergrößerte (was ja nicht selbstverständlich ist…) und mir schon jede Menge Erfahrungen und Erlebnisse gebracht hat.

Warum ich mir nun gerade Gedanken mache? Ganz einfach: ein halbes Jahrhundert auf

Laufträume wahr machen

dem Buckel (und allen anderen Stellen…) zu haben, ist eben schon eine Hausnummer. Hier und da ist der Lack ein wenig ab. Und wenn ich heute z. B. stürze – wie im November, als ich auf dem Reitplatz umgeknickt bin – dann dauert es eben doch ein wenig, bis ich mich wieder aufgerappelt habe.

In den vergangenen fünf Jahrzehnten hatte ich großes Glück mit meiner Gesundheit. Natürlich war auch ich hier und da krank, aber das schlimmste war bisher meine rheumatoide Arthritis, die ich zum einen gut in den Griff bekommen habe und die zum anderen eben nicht lebensbedrohlich ist.

Ich kann definitiv nicht alles an Krankheiten verhindern, was vielleicht irgendwann noch auf mich zukommt, aber ich kann so gut es geht dafür sorgen, dass es mir seelisch, geistig und körperlich gut geht. Und da ich in den letzten 1,5 Jahren ziemlich geschludert habe – zu wenig Bewegung, zu viel Schokolade – möchte ich dies nun wieder ändern. Denn – siehe Überschrift – ich möchte auch noch mit 50+ fit sein.

Wie ich das anfangen will? Mein Wohlbefinden setzt sich aus vielen Teilen zusammen. Wie ein Puzzle ergibt es alles zusammen erst ein tolles Bild. Und da sind für mich die drei oben genannten Bereiche (Seele, Geist, Körper) wichtig.

Der Wohlfühl-Modus

Ganz wichtig ist mein persönlicher Wohlfühl-Modus, der sich aus unterschiedlichen Bereichen zusammensetzt:

Da steht gemeinsame Zeit mit den liebsten Menschen (und ab nächsten Samstag mit dem liebsten Hund!!) ganz oben auf der Liste. Mein Mann, mein Sohn – durch die größere Entfernung sind das oft „nur“ Telefonate – und natürlich auch Freunde. Menschen mit denen ich schon lange mein Leben teile und die mein Leben bereichern und mit denen es einfach toll ist, etwas schönes zu unternehmen.

Dann trägt singen sehr zu meinem Wohlbefinden bei. Also Anlage an und Nicoles Karaoke Bar ist eröffnet. Seit mein Fuß wieder in Ordnung ist, kann ich dazu auch endlich wieder tanzen.

Schreiben, malen, basteln, fotografieren… kreativ sein bereichert mein Leben ebenfalls und sorgt oftmals für einen tollen Ausgleich. Denn hierdurch verarbeite ich auch vieles oder halte es als Erinnerung fest.

Was für den Kopf

Das Gehirn in Wallung zu bringen, ist ja auch immer wichtig. Natürlich passiert dies automatisch, wenn ich mich kreativ betätige. Aber ich finde es auch wichtig, etwas neues zu lernen. Mal ist es eine Sprache, die ich für den Urlaub eine Weile lerne. Oder aktuell meine Ausbildung zur Seelfrau, die mich durch den theoretischen Anteil hirnmäßig fordert.

Nicht zu vergessen: die körperliche Fitness

„In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“ – so sagt man. (Wobei es sich hier lediglich um ein verkürztes Zitat aus den Satiren des römischen Dichters Juvenal handelt) Aber genauso ist es ja letztendlich. Wenn ich den ganzen Tag rumsitze, wird mein Gehirn nicht vernünftig durchblutet und kann so – wie ein Auto ohne Treibstoff – nicht vernünftig arbeiten. Mal abgesehen von der Muskulatur die erschlafft und, und, und…

Mit zunehmendem Alter ist es noch wichtiger am Ball zu bleiben. Also habe ich bereits vor meinem Bänderanriss wieder begonnen, zu sporteln. Und nach der Zwangspause geht es nun auch munter weiter. Monat für Monat setze ich mir Ziele und schaue auch entsprechend, was meinem Körper gut tut, was mir Spaß macht (sehr wichtiger Punkt!) und ob es evtl. etwas zu optimieren oder steigern gibt.

Yoga und Tibeter

Seit etlichen Jahren mache ich nun schon – mal mehr, mal weniger – Yoga. Anfangs mit langen Zähnen, weil ich mir Ziele gesetzt hatte, die zu hoch gesteckt waren. Im Moment mache ich pro Einheit ein kleines Programm, das knapp 15 Minuten dauert. Um in Sachen Beweglichkeit Abwechslung zu haben, mache ich – ebenfalls seit Jahren – die 5 Tibeter. Auch hier kommen etwa 15 Minuten zusammen. Bisher habe ich nach Lust und Laune gewechselt, das werde ich mir jetzt aber nochmal neu überlegen. Bevor ich mit Yoga begonnen hatte, war mir übrigens nie klar gewesen, wie wichtig Beweglichkeit für den Körper ist. Hey, dann konnte ich manches eben nicht mehr. Ich werde ja älter… Hier gilt, wie bei vielem: so gut es geht am Ball bleiben. Und manches an Beweglichkeit habe ich mir tatsächlich auch zurück erobert.

Reiten

Seit 2,5 Jahren reite ich wieder. Viele Jahre Pause lagen dazwischen – früher hatte ich eigene Pferde – und natürlich bin ich nicht einfach so wieder aufs Pferd gehüpft. Anfangs musste ich meine Knochen ganz neu sortieren und mich wieder einfühlen. Aber insgesamt ist es wie mit dem Fahrrad fahren: komplett verlernt man es nicht. Und ich beschäftige dabei Muskeln, die ich sonst – gefühlt – nirgends benötige, ganz abgesehen von dem Balance Gefühl. Und daher ist dieses 1 – 2 x wöchentlich (aus-) reiten echt Gold wert. Mal ganz abgesehen davon, dass Pferde (besonders Dalli, die Stute die ich reite) einfach großartige Tiere sind, denen von Kindesbeinen an, mein Herz gehört.

Spazierengehen, wandern und laufen

Im vergangenen Jahr wollte ich wieder groß ins wandern und laufen einsteigen. Was dann aus gesundheitlichen Gründen (psychisch und physisch) nicht geklappt hat. Aber ich bin trotz allem täglich spazieren gegangen, was immerhin dafür gesorgt hat, dass ich – laut eines Check-ups bei meiner Hausärztin – putzmunter und gesund bin.

Und dieses spazierengehen wird nun durch einen Personal Coach ausgeweitet: Gina, unsere Hündin, die nächste Woche Samstag endlich bei uns einziehen wird (kreisch, jubel, hüpf im Kreis!), wird diesen Job übernehmen. Wir werden auf langen Touren (wenn wir beide fit genug dafür sind) die Gegend erkunden und so dafür sorgen, dass es uns beiden gut geht. Und nach einer Eingewöhnungsphase werde ich dann auch mit ihr trainieren, dass wir kleine Laufeinheiten zusammen versuchen. Mal schauen, ob uns das dann Spaß macht.

Da war noch was… Krafttraining

Gerne möchte ich auch künftig noch gut bei Kräften sein. Und auch hier muss ich für meine Muskulatur etwas tun, denn die baut nun rasch ab, wenn ich nicht wachsam bleibe. 2 x die Woche ein winzig kleines Hanteltraining. Damit habe ich gerade erst letzte Woche angefangen und von Gewichten an der Hantelstange ist im Moment noch keine Rede. Die Stange allein wiegt schon 10 kg und wenn ich die über den Kopf stemme, dann ist das schon eine Herausforderung. Eine, die mir übrigens gut tut und die mir – wider Erwarten – tatsächlich Spaß macht!

Ja, ich habe einiges vor in den Monaten bevor ich im Dezember 50 werde. Und ich freue mich sehr auf diese Zeit, vor allem auf das Gefühl, wieder ohne zu schnaufen, Treppen steigen zu können oder dann eben auch mit unserer Gina durch den Garten zu toben. Und beim reintragen der Einkäufe nicht mehr in die Knie zu gehen, kann auch nur von Vorteil sein!

Es gibt keine Kreativ-Polizei

Als kleines Mädchen habe ich Malbücher geliebt. Am liebsten welche, die thematisch zu dem passten, was ich mochte: Tiere – besonders Pferde, Hunde und Katzen – oder auch von Zeichentrick Serien, die ich damals geguckt habe, wie z. B. Heidi, Sindbad oder Kimba der weiße Löwe.

Bis heute kann ich mich an dieses Glücksgefühl erinnern, wenn ich ein neues Malbuch bekommen habe. Ich habe meine Stifte rausgekramt und mit dem ausmalen begonnen. Und dann kam nach relativ kurzer Zeit meist das „dicke Ende“. Ich hatte übergemalt. Ihr wisst was ich meine?! Über die Linie des Bildes hinaus gemalt. Nicht schlimm, meint Ihr? Ha! Doch! Sofort blätterte ich auf die nächste Seite und begann mit einem anderen Bild. Fortsetzung… wie oben…

Tja, keine Ahnung woher damals dieser Perfektionswahn kam. Niemals haben meine Eltern mich bei meinen künstlerischen Ambitionen irgendwie kritisch „angerempelt“. So von wegen: herrje, das sieht ja gar nicht mal so schön aus oder so. Nein, besonders meine Mutter hat mich immer nur ermutigt. Bei allem was ich getan und ausprobiert habe.

Irgendwann stand ich auf dem Standpunkt, dass ich außer beim schreiben von Geschichten einfach kein künstlerisches Talent besitze. Es gab da zwar den einen und anderen Versuch (ich erinnere mich besonders an eine Heftreihe mit Malzubehör und Videos mit denen ich endlich zeichnen lernen wollte – all das ist inzwischen im Müll gelandet ohne genutzt worden zu sein), mich doch noch künstlerisch weiter zu entwickeln, aber stets scheiterte es an meinen Ansprüchen bzw. an dem die-anderen-können-das-soviel-besser-als-ich-das-macht-ja-gar-keinen-Sinn-Gefühl.

Im vergangenen Jahr dann der große Wandel! Im April war ich eine Woche auf meiner Lieblings-Nordsee-Insel Langeoog. Allein. Nur mit mir, meinen Gedanken, Gefühlen und der wundervollen See. Tag ein, Tag aus konnte ich machen was ich wollte. Schlafen, essen, Strandspaziergänge, schreiben, fotografieren, radfahren… Ja, ich lebte in den Tag hinein. Ohne Ansprüche an mich. Meine Gedanken dümpelten vor sich hin. Und plötzlich dachte ich: hey, bastel dir doch ein Langeoog Erinnerungsheft!

Ich marschierte los und kaufte mir ein schönes Blanko Notizheft. Stifte hatte ich dabei, sogar bunte. Nach und nach kaufte ich mir dann noch ein paar Aufkleber und einen Klebestift. Beim einkaufen entdeckte ich eine Gratis-Zeitschrift über Langeoog, die ich auch direkt einsackte.

Und dann ging es los: Ich malte, zeichnete, klebte, schrieb und zwischendurch sammelte ich alles ein, was eventuell in dieses Heft hineinpassen könnte. Und da ich mit mir ganz allein war, war da auch niemand der hätte sagen können: hey, was machst du denn da schönes? Nee, nur ich habe all das betrachtet, was ich in diesen Tagen gemacht habe. Und dass mit liebevollem Blick. Mit ganz viel Spaß an der Sache. Und vor allem auch mit Humor. Denn es hat doch was, wenn z. B. eine Zeichnung von einem Strandübergang aussieht, als hätte ein Kindergartenkind die paar Striche gepinselt. Ein begabtes wohlbemerkt!

Was ich neben all dem Spaß feststellte war, dass Übung aus mir zwar keine Meisterin machte, aber dafür sorgte, dass ich mehr ausprobierte, mir mehr zutraute und mein Strich sicherer wurde. Denn, hey! Was hatte ich schon zu verlieren?

Seit dieser Zeit male, zeichne, doodel, bastel, klebe… ich mit einer riesen Leidenschaft und Begeisterung und genieße diese neu entdeckten Beschäftigungen sehr! Im Moment bin ich gerade dabei, meinen Kalender für dieses Jahr zu gestalten.

Was ich daraus gelernt habe? Das es keine Kreativ-Polizei gibt!

Das Ende meiner Weihnachts-Lesezeit

Ja, nun ist auch für mich die Weihnachtszeit endgültig vorbei, der letzte Weihnachts-Roman gelesen. Und: ich weiß heute schon, dass ich so eine Weihnachts-Roman-Lesezeit in diesem Jahr wieder machen werde! Brauche ich nur noch die entsprechenden Bücher… aber ich habe ja etliche Monate Zeit, sie zu sammeln.

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Nun aber noch zu den letzten drei Romanen, die ich gelesen habe:

„Das Weihnachtscafé in Manhattan“ von Katherine Garbera. Eine zauberhafte Geschichte von Verlust, Trauer, Sehnsucht, Liebe und ganz viel Schokolade und Kuchen. Iona und ihre zwei besten Freundinnen führen erfolgreich das Café „Candied Apple“. Das Angebot für eine Kooperation mit einer Hotelkette bringt Iona nicht nur im beruflichen Alltag einiges zum nachdenken. Mads Eriksson lässt ihr Single-Herz schneller schlagen und auch seine Tochter erobert ihr Herz. Die Frage ist nur, ob Mads schon wieder bereit ist, sich nach dem Tod seiner Frau auf eine neue Beziehung einzulassen. Und wie es um die Gefühle von Iona bestellt ist, wie viel sie preisgeben mag, das ist auch alles andere als einfach. Eine bitter-süße Geschichte mit vielen weihnachtlichen Glitzermomenten und der Sehnsucht doch auch einmal auf der Fifth Avenue in dem „Candied Apple Café“ zu sitzen.

Als nächstes wartete der letzte Teil der Quinn Familie aus der Winter-Street-Reihe auf mich: „Wintertraum“ von Elin Hilderbrand. Wie bei den anderen drei Bänden auch hier wieder der Griff ins pralle Leben: emotionale Verstrickungen innerhalb der Familie, aber auch der Zusammenhalt, wenn es um die Krebs-Erkrankung des Vaters geht. Ja, mir fiel es auf der letzten Seite schwer, mich von der Familie Quinn zu verabschieden. Aber das ist ja letztendlich auch positiv, zeigt es doch, dass mich alle Bände begeistert haben!

Auf das letzte Buch auf meiner Weihnachts-Lese-Liste hatte ich lange hingefiebert. Ich habe es im Urlaub in einem Klosterladen gekauft (dort gibt es heutzutage auch schon alles…) und es bewusst bis zum Schluß aufgehoben. Eine Schriftstellerin, die ein uraltes Cottage für ein Jahr mietet. Sie braucht Ruhe, um zum schreiben, denn bis Weihnachten muss sie endlich ihr Manuskript abgeben. Wie gut, dass dieses Cottage und das Land drumherum ihre Phantasie beflügelt. Und die Katze, um die sie sich kümmern muss, tut ihr übriges. (Die Katze ist übrigens in der Geschichte schwarz, auf dem Cover aber ist eine getigerte Katze abgebildet…) Zu all dem gibt es noch eine Portion Liebe (auch auf Irrwegen) und einen großen Schuss Magie.

Die anderen Beiträge zu meiner Lese-Challenge findet Ihr nachstehend. Und wenn Ihr auch tolle Weihnachts-Romane kennt, dann schreibt mir doch in die Kommentare ein paar Empfehlungen!

Christmas Talk – lesen und gucken in der Adventszeit

Weiter im Weihnachts-Taumel

Weihnachts-Romane – ich schwelge weiter

Nackte Tatsachen im Weihnachtsroman?

Experten-Alarm!

Kennt Ihr sie auch? Die Experten, die bei unterschiedlichsten Themen aus ihren Löchern kriechen, um ungefragt ihren Senf dazu zu geben?

Es gibt etliche Beispiele in meinem Leben, in denen sie auftauchten und mich mit Ratschlägen überhäuften. Wie vor 24 Jahren, als ich gerade ganz frisch schwanger war und selber noch mit all diesen neuen Gefühlen und Gedanken klar kommen musste. Aber die Experten standen bereits auf der Matte…

Von Ratschlägen über das richtige Essen bishin zu Horror-Geburts-Geschichten war da alles dabei. Meine damalige Frauenärztin war glücklicherweise anders gestrickt: „Sie sind schwanger und nicht krank – genießen sie die Zeit!“ war ihr Rat. Und genau das habe ich getan.

Für sie war es auch kein Stein des Anstosses, dass wir eine Geburt im Geburtshaus anstrebten. Für die Experten aber schon: zu gefährlich… wenn sich die Nabelschnur um den Hals des Babys wickelt… wenn, wenn, wenn… Ihr hättet die Gesichter sehen sollen, als unser Sohn letztendlich das Licht der Welt bei uns zuhause im Wohnzimmer erblickt hat!

Seit einigen Wochen herrscht nun wieder Experten-Alarm. Und zwar seit dem Zeitpunkt, img_2595seit wir beschlossen haben, wieder einen Hund – vielmehr eine bildhübsche Hundedame – in unsere Familie aufzunehmen.

Die meisten freuen sich einfach mit uns. Und das ist so schön! Aber… die Experten wollen eben auch ihren Einsatz haben. „Dann könnt ihr ja gar nicht mehr in den Urlaub fahren“, „ihr wisst ja gar nicht, was so ein Hund aus dem Tierheim alles schon erlebt hat…“, „was? Diese Hundeschule?…“ Naja, ich denke Ihr wisst wovon ich hier schreibe.

Mir wurde daraufhin sogar schon mal nachgesagt, dass ich wohl keine Ratschläge annehmen würde. Doch. Aber zum einen frage ich einfach nach, wenn ich etwas wissen möchte und – ganz wichtig – ich entscheide, ob dieser Rat, diese Meinung, das Wissen für mich sinnvoll ist. Oder eben nicht.

Und was unser neues Familienmitglied betrifft: wir freuen uns im Moment einfach auf unsere Gina und dann machen wir gemütlich einen Schritt nach dem anderen. Wir haben ja Zeit!

Nochmal plauschen…

So, nun möchte ich doch heute nochmal kurz auf einen kleinen Plausch mit Euch reinschauen. Ich hoffe, Ihr hattet alle eine schöne Weihnachtszeit. Bei uns war es super gemütlich und einfach schön! Mit Raclette essen, Spaziergängen an der Elbe (wir waren ja in Dresden) und einem Spiele Marathon, der in unserer Familie mittlerweile Tradition ist und bei dem ich einen respektablen 3. Platz (von 3…) errungen habe.

Inzwischen sind mein Mann und ich wieder Zuhause und nach zwei kurzen Arbeitstagen genießen wir nun die nächsten freien Tage. Ich bin ja nach wie vor mit dem lesen von Weihnachtsromanen beschäftigt (2 1/3 noch) und ansonsten bereiten wir uns auf die Ankunft unseres neuen Familienmitglieds Gina (den Beitrag dazu findet Ihr hier) vor. Was heute zum Beispiel bedeutete, dass wir ihr Schloss (für Gina nur das Beste!) im Wohnzimmer aufgestellt haben. Dorthin kann sie sich zurückziehen, wenn sie die Schnauze von uns mal so richtig voll hat. Selbstverständlich habe ich höchstpersönlich den Komfort des künftigen Eigenheims getestet. Ok, ich bin vielleicht ein wenig zu groß dafür…

Inzwischen haben wir auch meinen Arbeitsplatz von unterm Dach juchhe, gemütlich in eine Ecke des Wohnbereichs verlagert. Damit Gina mich künftig bei der Arbeit unterstützen kann: versuchen auf den Schoss zu krabbeln, Pfoten auf den Schreibtisch legen, mir durchs Gesicht schlabbern… sowas eben, Ihr wisst schon… Und um das neue Arbeits-Feeling gleich mal zu testen, habe ich mich daran gemacht, meinen Kalender für 2019 von außen zu gestalten. Sowas macht mir inzwischen richtig Spaß und ja, es motiviert mich dann im kommenden Jahr auch, meine Ziele zu erreichen!

Morgen an Silvester gibt es dann ganz simpel Kartoffelsalat mit Bockwürstchen. Den Salat nach einem Rezept, das meine Mutter schon von ihrer Mutter übernommen hat. Ich liebe das sehr und habe dann auch immer das Gefühl, als würde sie mir dabei über die Schulter linsen.

Glücklicherweise ist auch mein Fuß nach dem Bänderanriss fast wieder in Ordnung. Ich kann wieder ohne Krücken gehen und kleine Spaziergänge machen – herrje, hat mir das gefehlt! Und übernächste Woche werde ich dann auch endlich wieder in den Stall zu Dalli fahren können. Diesmal werde ich allerdings keine Stangen über den Reitplatz tragen… damit werde ich noch ein wenig warten…

Was macht Ihr so an diesen Tagen zwischen den Jahren? Erzählt doch mal, ich bin so neugierig! Auf jeden Fall wünsche ich Euch schon mal einen guten Rutsch in ein gesundes Neues Jahr und ich sage DANKE! Dafür, dass Ihr die Waldträumerin ein Stück begleitet und für all Eure Kommentare, ohne die dieser Blog echt dröge wäre!

Alles Liebe für Euch und ich freue mich auf 2019!

P.S. Ich fasse übrigens schon seit Jahren keine guten Vorsätze mehr und der Schreibkick, der am 01.01.2019 veröffentlicht wird, zeigt auch deutlich, dass das gerade in diesem Jahr sowieso schwierig werden könnte…

 

 

Nackte Tatsachen im Weihnachtsroman?

Stand heute habe ich 10 Weihnachtsromane bzw. Weihnachtsgeschichten gelesen. Das 11. Buch habe ich heute begonnen und dann warten noch zwei auf mich. Mal abgesehen von dem Spaß, den ich nach wie vor habe, stelle ich auch immer mehr fest, wie unterschiedlich diese Bücher doch sind.

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Inzwischen ist mir ja so einiges in den Geschichten begegnet, aber in dem Buch „Winter Zauberküsse“ von Sue Moorcroft ist doch nochmal – für mich – neue Weihnachts-Themen-Kost aufgetaucht: es geht um Racheporno.

Racheporno? Dieses Wort hatte ich tatsächlich noch nicht gehört oder gelesen (wobei mir rasch klar war, worum es sich dabei handelt). Ein sehr ernstes Thema. Es geht darum, dass Menschen Nacktfotos, die ursprünglich freiwillig gemacht worden sind, nach einer Trennung als Rache veröffentlichen. Oder es zumindest androhen. Und dieses Thema ist nun also hier sehr im Vordergrund. Was eindeutig zeigt, dass Weihnachten eben keine reine heile-Welt-Zeit ist.

Ansonsten ist Ava (die Hauptfigur) eindeutig Weihnachtsgeschädigt, da die Eltern in ihrer Kindheit dieses Fest mit ihr nicht gefeiert haben. Heute nun ist sie eine – leider – erfolglose Modistin (früher Putzmacher, also Hutmacher), die auf einer Vorweihnachtsfeier Sam kennenlernt. Sam hat ebenfalls sein Päckchen zu tragen und zwar in Form einer an Krebs erkrankten Mutter. Und für eben diese, möchte er einen Hut haben. Dass Ava nebenbei dann noch seine Freundin spielen wird, weiß sie bei Annahme des Auftrags noch nicht. Mir hat diese Geschichte von den bisher gelesenen am wenigsten gefallen. Aber Aufnahme in meine Sammlung findet sie natürlich trotzdem und bei Interesse sollte sich jeder von Euch ein eigenes Lese-Bild machen.

Von Nacktfotos hin zu einer zauberhaften Geschichte von Cornelia Funke. Größer geht der Unterschied wohl nicht… Habt Ihr Geschwister? Wenn ja, wart Ihr auf sie schon einmal eifersüchtig? Genau darum geht es anfangs: Julia und Olli wünschen sich Adventskalender. Die tollen mit Schokolade. Olli bekommt seinen Wunsch erfüllt, während Julia vor Neid beinahe grün wird. Hat sie doch nur so einen doofen Papieradventskalender, der ein Haus darstellt. Als sie das erste Türchen öffnet, erlebt sie eine große Überraschung. Und schon bald ist Olli neidisch auf ihren Adventskalender. Eine unglaublich schöne, magische Weihnachtsgeschichte, die ich nur wärmstens empfehlen kann!

Und dann kam das bisherige Highlight meiner Weihnachts-Lese-Reise: „Hollys Weihnachtszauber“ von Trisha Ashley. In dieser Geschichte werden alle meine Weihnachts-Roman-Lieblings-Themen bedient: ein altes – ein wenig herunter gekommenes – Herrenhaus. Ein mürrischer Eigentümer. Eine Housesitterin, die Weihnachten nach dem Tod ihres Mannes verabscheut. Ein Pferd, ein Hund und etliche Figuren, die mehr oder weniger schrullig sind. Und… viiiiiiiel Schnee und gutes Essen!! Mal ehrlich, was will ich mehr! Mögt Ihr solche Geschichten auch? Falls Ihr Tipps habt… ich bin noch offen für die nächste Lese-Weihnacht…

Mit der letzten Buch Beschreibung geht es nochmal in die Kinder Abteilung: „Zauberspuk beim Weihnachtsmann“ von Mauri Kunnas. Ich hatte Euch schon „Wo der Weihnachtsmann wohnt“ von ihm vorgestellt (den Beitrag findet Ihr hier) und auch diese Geschichte – und vor allem die Illustrationen!!) haben mich wieder begeistert! Konrad Kandis, der Süßigkeiten Hersteller ist mir natürlich ans Herz gewachsen und auch Boris, die Spinne, die vermutlich in einer Tischritze von König Artus Tafelrunde geboren wurde. Und nun weiß ich auch, welches Geschenk Schurki letztendlich bekommen hat! Falls Ihr Kinderbücher mit tollen Illustrationen mögt: UNBEDINGT lesen und anschauen! Ich habe ja dieses Jahr Weihnachten ein Exemplar des anderen Bandes verschenkt und das Bild von dem 2-jährigen beschenkten Jungen, wie er andächtig die Bilder betrachtet… hach…

Frohe Weihnachten mit der Weihnachtsmaus

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Lacht Ihr auch gerne? Auch in der Weihnachtszeit? Dann gefällt Euch das nachfolgende Gedicht vielleicht genauso sehr wie mir!

Frohe Weihnachten wünsche ich Euch von ganzem Herzen!

 

Die Weihnachtsmaus

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar –
sogar für die Gelehrten.
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen und mit Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.
Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab´ es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.

Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter;
Was seltsam und erstaunlich war.
Denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!

Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andren leck`ren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!

Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage!

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!

Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus,
– bei Fränzchen oder Lieschen –
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bißchen!

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen.

Autor: James Krüss