„Eigene Wege sind schwer zu beschreiben…

… sie entstehen ja erst beim Gehn.“

„Meine eigenen Wege“, so heißt das Lied (den Text findet Ihr hier) von Heinz Rudolf Kunze, in dem diese Zeile enthalten ist. 1988 erschien es. Ich war 19 und es sprach mich an. Denn „Meine eigenen Wege“ wollte ich schon damals gehen. Gelungen ist mir das nicht immer. Oft war ich Mitläuferin. Ja-Sagerin zu anderen Wegen.

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Im Nachhinein betrachtet, haben all diese mitgelaufenen Wege, all die Sackgassen, in denen ich mir den Kopf blutig gehauen habe, mich zu der gemacht, die ich heute bin. Und es waren viele wunderbare Wege dabei. Auf ihnen bin ich Menschen begegnet, denen ich dankbar bin, dass wir ein Stück zusammen gegangen sind. Ohne, dass einer vorweg lief und der andere gezogen wurde. Einfach so. Seite an Seite.

Ich habe schon oft gehört und gelesen, dass die Wechseljahre für Frauen viele Veränderungen im Gepäck haben. Ob es tatsächlich daran liegt, kann ich nicht sagen. Aber Tatsache ist, dass ich seit ein, zwei Jahren andere Wege gehe.

Schon öfter habe ich in meinem Beiträgen davon geschrieben, dass ich gelernt habe, `Nein´ zu sagen. Daran war früher nicht zu denken. Es war mühsam, diese vier Buchstaben über die Lippen zu bekommen. Doch mit der Zeit wurde es leichter. Denn, so eine Art `Nein´ ist ein Ja zu mir selber.

Meine Aus- und Weiterbildungen zur Sterbe- und Trauerbegleiterin sind der größte Schritt auf meinem neuen Weg. Und nachdem nun schon das erste Jahr vergangen ist, stelle ich fest, dass sich in meinem Umfeld einiges getan und vor allem verändert hat. Es gibt Menschen, die mögen diese Veränderungen bei mir nicht und haben sich zurück gezogen. Und dann gibt es Menschen, bei denen ICH festgestellt habe, dass wir nicht mehr zusammen passen. Ja, das tut auch weh. Mal mehr, mal weniger. Aber ich merke auch, dass es nötig und gut ist.

Es gibt Tage, an denen habe ich einfach nur Angst. Angst, die falschen Entscheidungen getroffen zu haben oder noch zu treffen. Angst, dass mein neuer Weg mich in die Irre führt. Denn noch weiß ich nicht, wo es lang geht. Ja, ich habe gewisse Vorstellungen, aber mit jedem Schritt entdecke ich zur Zeit neues und vieles davon verändert in mir noch ein Stückchen mehr.

Die meiste Zeit wandere ich den Weg voller Freude, singend und pfeifend entlang. Ich freue mich über all die Menschen, die mir begegnen und bin gespannt, wer noch alles meinen Weg kreuzen wird.

„Das wird schon“, sagt einer meiner Herzensmenschen immer. Und daran glaube ich auch. Denn „eigene Wege entstehen ja erst beim Gehn.“ Und so mache ich – mal mehr, mal weniger mutig – einen Schritt nach dem anderen und bin dankbar für die Möglichkeit, dies tun zu können.

Die Auskurier-Zeit für das Hunde-Training nutzen

Bereits bei meinem letzten Bänderanriss im vergangenen Jahr durfte ich erfahren, wie lange es dauert, bis der Fuß wieder belastbar ist. Der Unterschied zu diesem Jahr war jedoch, dass Gina noch nicht bei uns lebte. Das ändert so einiges…

All die Stunden auf dem Sofa (hochlegen, kühlen…) brauchte ich nun nicht alleine durchzustehen. Gina und ich haben „bis zur Bewusstlosigkeit“ gekuschelt und diesen Teil der Zeit genossen.

Aber es bedeutet leider auch, dass ich fast drei Wochen keine Spaziergänge mit ihr machen konnte. Naja, das habe ich Euch ja alles schon erzählt.

Nun habe ich diese Zeit aber nicht ungenutzt verstreichen lassen, sondern mit Gina weiterhin trainiert. Eben all das, was auch im sitzen oder an Krücken stehend geht. Wir haben z. B. die Grundkenntnisse nochmal aufgefrischt: Sitz und Platz – beides so lange, bis ich „Lauf“ sage, und sie wieder los darf. Dann habe ich mich auf Youtube schlau gemacht, was man einem Hund so alles beibringen kann. Und Ihr könnt mir glauben, da ist Mensch sehr erfinderisch.

Will ich aus Gina etwa eine Zirkushündin machen? Nein. Aber ich möchte sie nicht nur körperlich, sonder auch geistig auslasten. Gerade in dieser Zeit, wo die Bewegung doch kürzer kommt. Und daher kann sie nun auch Pfötchen geben (wobei sie oft so aufgeregt ist, dass sie sich auf den Rücken schmeisst und mir alle Pfoten hinstreckt) und auf Ansage sucht sie versteckte Leckerchen (drinnen in einem Handtuch verpackt und draußen auch im Gras oder auf Gegenständen).

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Und seit ich wieder an Krücken durch den Garten hüpfen kann, sind wir auch da kreativ geworden: wenn ich mit der Hand in der Luft einen Kreis beschreibe und „Herum“ sage, dann läuft sie ein Mal um den Carport Pfosten (wahlweise auch einen Baum) herum. Auch meine Krücke findet Einsatz, in dem ich sie als kleines Hindernis verwende, über das Gina nach einem „Hopp“ hinüber hüpft.

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Das aufregendeste erleben wir aber, seit ich wieder kleine Runden mit ihr spazierengehen kann. An einer Krücke und ganz langsam (ja, meine übermütige Hündin passt sich da tatsächlich an, so gut es ihr möglich ist) gehen wir einen langen Feldweg hoch und runter. Rechts und links befinden sich Maisfelder und die nächste Straße ist weit genug entfernt, damit sie nicht vor ein Auto läuft. Außerdem gehen wir in der Mittagszeit und da bin ich im Moment die einzige, die unterwegs ist.

Und so haben wir es gewagt… unser wochenlanges Rückruf Training findet nun auf diesem Feldweg statt. Was an einer Schleppleine und im Garten begonnen hat, funktioniert nun schon so gut, dass ich wahnsinnig stolz auf unsere Gina bin. Denn in unserer Hündin (ein Podenco-Mix) steckt ein Jagdhund. Und selbst wer sich mit Hunden nicht auskennt, kann sich vorstellen, dass Hunde, die gerne jagen (ein bisschen steckt da wohl in jedem…), ich sage mal manchmal „aufwendiger“ zurück zu holen sind. Da bedarf es zahlreicher kleiner Übungsschritte, viel Geduld, viel Lob und einem riesigen Haufen Liebe.

Tja, und für all das habe ich im Moment natürlich deutlich mehr Zeit als sonst. Da soll doch nochmal einer sagen, dass eine Fußverletzung nur negativ ist!

Ach ja, zum Thema Hundetraining allgemein: was ich immer wieder feststelle ist, dass nicht jede Trainingsmethode zu Gina und mir (und meinem Mann!) passt. Ich höre mir gerne vieles an (von unserem Hundetrainer und auf Youtube) und dann machen wir einen Mix daraus. Und dass funktioniert dann richtig gut und macht uns auch Spaß. Denn ohne Spaß ist es doch dröge, etwas neues zu erlernen.

Zum Abschluss noch meine zwei Lieblings-Hunde-Youtuberinnen (Achtung: unbezahlte WERBUNG aus schlichter Begeisterung): Ikarusdoodle und Vroni´s Hundeschule. Und im echten Leben trainieren wir in der Hundeschule am Steinhuder Meer.

Leicht grummeliger Samstags-Plausch

Heute beginne ich meinen Beitrag mal mit einer Frage: Bin ich kleinkariert, wenn ich erwarte, dass Jemand eine Absprache einhält?

Manchmal denke ich, ich gehöre zu einer ausgestorbenen Spezies. Meine Mutter hat mir „Bitte“ und „Danke“ sagen beigebracht. Und dass man nicht zu spät kommt. Höflich und respektvoll gegenüber älteren Menschen sein. Naja, eben all das, was man früher als „gute Erziehung“ betrachtet hat. Wobei wir unserem Sohn das auch noch beigebracht haben. Denn ja, ich finde das nach wie vor wichtig und richtig!

CJQI4585Ihr ahnt es schon… ich habe mich heute über Jemanden geärgert. Mein Mann nimmt heute wieder an einem Ultra-Lauf teil und somit war klar, dass Gina heute nur frühmorgens einen Spaziergang haben würde und sich ansonsten mit unserem Garten begnügen müsste. Was für einen Tag ja auch mal ok ist, mir aber nicht so gut gefällt. (Mein Mann hatte überlegt, seinen Lauf abzusagen, aber das wollte ich nicht. Schließlich hat er gefühlte Ewigkeiten dafür trainiert!)

Ich versuche mit solchen Situationen so gut es eben geht, allein klar zu kommen. Dann bin ich von niemandem abhängig und das hat Vorteile. Wie ich heute mal wieder sehen durfte… Nachdem ich mir meinen Bänderanriss zugezogen hatte, kam von einer Seite das Angebot: hey, wenn Du mit Gina Hilfe brauchst, sag einfach Bescheid. Total lieb, aber ich hatte erst einmal abgelehnt. Nun kam das Angebot Mitte dieser Woche noch einmal und ich dachte an den heutigen Tag… sah meine Gina mit gesenktem Kopf durch den Garten schlurren… ich bin eben manchmal eine echte Drama-Queen!

Und dann sagte ich: hey, es wäre toll, wenn Deine Hunde am Samstag mit Gina spielen könnten. Klar, kein Problem, war die Antwort. Verbunden mit der Bitte am heutigen Tag noch einmal zu erinnern. Was ich heute morgen getan habe. Und es kam eine Zusage für den Nachmittag.

Als der Abend am Horizont auftauchte, leuchtete auf dem Handy plötzlich eine sorry-hab-ich-vergessen-Nachricht auf. Hatte ich mir zu diesem Zeitpunkt schon gedacht und so habe ich mich mit einer Krücke mit Gina auf den Weg zu einer kleinen Runde um den Block gemacht. Was super gut lief, da unsere Süße so vorsichtig und behutsam mit mir umgeht, als sei ich ein rohes Ei.

Eine Stunde später, ich hatte Gina gerade gefüttert, klingelte es an der Tür. Ohne weitere Nachricht standen sie nun vor selbiger. Sorry, hab ich gesagt. Gina hat gerade gefressen. (Wer das nicht weiß, Hunde können wenn sie mit vollem Magen toben, eine lebensgefährliche Magenumdrehung bekommen) Heute geht es nicht mehr. Zudem war ich auch nicht mehr gewillt, mich bei deutlich kühlerem Wetter in den Garten zu setzen, während die Hunde spielen.

Leider hatte Gina natürlich mitbekommen, dass ihre Kumpels da waren und ich… hatte dann doch noch ein schlechtes Gewissen. Aber – sorry – ich bin „altmodisch“. Absprache ist Absprache. So!

Inzwischen liegt Gina zufrieden neben mir auf dem Sofa, lässt sich kraulen und döst. Es wird andere Spiel-Tage geben, da bin ich sicher. Und anstatt nun weiter zu grübeln, drücken wir Herrchen für die letzten 10 km lieber noch Daumen und Krallen.

Habt noch ein schönes Wochenende!

Meine Pläne für das 2. Halbjahr

Wahnsinn, wie schnell das 1. Halbjahr des Jahres 2019 vergangen ist! Und nachdem ich mich in den ersten Monaten vorrangig um unser Hundekind Gina – sie ist jetzt auch schon fünf Monate bei uns! – gekümmert habe, heißt es nun aber auch mal wieder die Ärmel hochkrempeln.

Wie schon häufig erwähnt, benötige ich Pläne, um meine Ziele zu erreichen. (Ja, ich bin ein kleines Faultier… wobei das heutzutage ja prokrastinieren genannt wird) Also habe ich mir schon vor Wochen meinen Kalender und ordentlich Schmierpapier geschnappt und dann ging es los mit dem planen: was steht an? Was ist mir besonders wichtig? Welche Projekte will ich in diesem Jahr noch umsetzen?

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Da ich seit einem Jahr zweigleisig fahre – neben dem Schreiben mache ich eine Ausbildung zur Seelfrau (Sterbe-, Trauer- und Seelenbegleitung) – muss ich schauen, dass ich alles unter einen Hut bekomme bzw. nichts zu kurz kommt.

Meinen Kurs für ehrenamtliche SterbebegleiterInnen habe ich ja bereits im Mai beendet und nun werde ich schon bald meine erste Begleitung haben. Meine Seelfrau Ausbildung geht bereits in das zweite Jahr, was u. a. bedeutet, dass ich meine Abschlussarbeit schreiben muss. Das bedeutet nicht nur: ein Thema festzulegen, eine Gliederung zu erstellen, zu recherchieren und das Ganze dann auch zu schreiben, sondern ich muss mich auch noch durch die Pflichtlektüre arbeiten (knapp die Hälfte habe ich bereits) und es stehen allein in diesem Jahr noch drei Wochenenden in Hamburg und ein Treffen der Arbeitsgruppe an.

Und dann möchte ich auch wieder regelmäßig und vor allem größere Projekte schreiben. Das letzte größere waren meine Adola Geschichten, die ich für das Lesenetzwerk Rehburg-Loccum geschrieben habe. Und seitdem habe ich mich kurz und kürzer gefasst. Was auch mal eine Herausforderung war, aber nun möchte ich wieder andere Wege gehen… also schreiben!

Zum einen wartet „Erika“ noch auf mich. Diese Figur ist im Rahmen eines Schreibkicks in mein Autoren-Leben getreten und sie lässt mich nicht los. Daher werde ich in den nächsten Wochen eine (lange) Kurzgeschichte schreiben, die in der (Vor-) Weihnachtszeit spielt und in selbiger dann auch hier zu lesen sein wird.

Letztendlich handelt es sich dabei auch um eine „Aufwärmübung“, denn dann steht mein nächstes Buch an, eine magische Geschichte, bei der Seife eine große Rolle spielt.

Natürlich wird es weiterhin mindestens zwei Beiträge pro Woche hier bei „Die Waldträumerin“ geben. In den nächsten zwei Monaten habe ich schon zwei interessante Interviews geplant. Und sobald mein Fuß wieder in Ordnung ist, werde ich damit loslegen.

Im November findet mein jährliches Seminar „Schreib-Lust“ an der ev. Heimvolkshochschule Loccum statt, welches erfreulicherweise bereits seit Wochen ausgebucht ist! Das hat es in all den Jahren noch nicht gegeben und ich freu mich riesig darüber!

Ja, Ihr lest es schon: Langeweile kommt bei mir garantiert nicht auf. Im Gegenteil, ich habe eine straffe Planung gemacht, damit nichts unter die Räder kommt. Und… ich musste wohl oder übel zwei „Schreib-Dinge“ fürs erste streichen, weil ich einfach nicht auf allen Hochzeiten tanzen kann bzw. will. Zum einen werde ich bei den Schreibkicks pausieren und bei den inzwischen lieb gewonnenen abc.Etüden. (Vielleicht habt Ihr ja Interesse dort mitzuschreiben. Hier und hier sind die Links dazu!)

Hin und wieder werde ich sicherlich von meinen Schreib-Fortschritten erzählen und Beiträge über meine Tätigkeiten in Sachen Sterbe- und Trauerbegleitung wird es künftig auch wieder geben.

Und bevor ich mich nun in all das hineinstürze, werde ich erst einmal meinen Fuß hochlegen, denn der benötigt im Moment auch noch Pflege. Habt noch einen schönen Tag!

Was der Air-Dingsbums mit dem Schwung macht…

`Mit Schwung in das zweite Halbjahr´- ja, so lautete mein erster Beitrag nach der Frühlingspause. Und nun sollte es heute den nächsten Fotobeitrag geben, aber mein Schwung wurde äußerst unelegant abgebremst… am besten erzähle ich von Anfang an:

Am Mittwoch Abend machte ich frohgemut mit Gina unsere Abendrunde. Das Wetter war toll – nicht zu warm, es wehte ein leichtes Lüftchen und der bevorstehende Sommerbeginn blinzelte aus allen Ecken heraus. Es war herrlich!

Gina zog übereifrig an der Leine – gerade hatte ein Kaninchen unseren Weg gekreuzt – als ich aus heiterem Himmel mit dem linken Fuß umknickte und wie ein gefällter Baum zu Boden ging. Ein fieser Schmerz schoss durch meinen Knöchel und ich dachte nur: nein, nicht schon wieder! (das letzte umknicken liegt gerade mal ein halbes Jahr zurück…)

Glücklicherweise kam meine kluge Hündin sofort wieder zu mir gelaufen und hüpfte aufgeregt um mich herum. Ich griff nach der Leine, die mir beim Sturz aus der Hand geglitten war, und versuchte mich aufzurappeln. Aber im Gegensatz zum letzten Jahr, funktionierte das erstmal gar nicht und mein Fuß wollte sich in keinster Weise benutzen lassen. (Habe ich erwähnt, dass mein Handy zuhause auf dem Küchenthresen lag…)

Irgendwie gelang es mir dann doch, mich aufzurappeln und kurz darauf kamen schon meine Nachbarn angelaufen, die durch das aufgeregte Gebell ihres Hundes, der im Garten war, aufmerksam geworden waren. Ich war so erleichtert! Sie haben Gina und mich dann gleich nach Hause gefahren (eine Strecke von ca. 300 m…), wo ich dann meiner immer noch leicht verstörten Hündin ihr Abendfutter gegeben habe. (Keine Ahnung, wie ich diese kurzen Wege noch geschafft habe??)

Und dann bin ich erstmal aufs Sofa gelumpst. Mein Fuß war mittlerweile ordentlich angeschwollen und ich heulte wie ein Schlosshund. Was natürlich sofort wieder Gina auf den Plan rief, die sich dicht an mich kuschelte und mir über das Gesicht schleckte.

Nachdem der erste Schock verdaut war, habe ich meinen Fuß gekühlt und hoch gelegt. Da mein Mann noch nicht zuhause war, habe ich mir den ersten Trost bei meinem Sohn und danach noch bei meiner Freundin telefonisch abgeholt (die mich dann auch ins Krankenhaus fahren wollte, aber ehrlich gesagt am späten Abend ins Krankenhaus, wenn es nicht lebensnotwendig ist… nöööö).

Kennt Ihr das auch, wenn Ihr wisst, dass alles nur halb so schlimm ist und auch wieder gut wird und trotzdem seid Ihr erst einmal völlig fertig? Genauso ging es mir. Das Gute bei mir ist aber, wenn ich diese erste Phase hinter mir habe und geheult, geschluchzt, gejammert… habe, dann taucht auch ratzfatz die Optimistin und vor allem die Ärmel-hoch-kremplerin wieder auf. Und so hatte ich dann schon einen Plan für den nächsten Tag, als mein Mann nach Hause kam. Ich war natürlich heilfroh, nicht mehr alleine dazu hocken! (Wohlbemerkt hatten auch meine Nachbarn weitere Hilfe angeboten!)

Der nächste Tag hatte dann irgendwie was von wir-drehen-jetzt-mal-versteckte-Kamera-mit-Dir… was bedeutete, dass mein gefasster Plan sich in Luft auflöste. Mein Mann hatte sich Urlaub genommen und wollte mich zu dem Chirurgen meines Vertrauens fahren. Ab 9 Uhr beginnt dort die Sprechstunde und mein Mann schlug vor, dass wir gleich bei Beginn der Sprechzeit vor Ort sein sollten. Aber ich hatte ein blödes Bauchgefühl und meinte, das wir lieber erst einmal anrufen sollten. (Ich hatte am Vorabend noch angerufen und die nette Stimme vom Band hatte mir mitgeteilt, dass ich außerhalb der Sprechzeiten anrufen würde…).

Als wir dann um 9 Uhr anriefen, lief ein anderes Band: Urlaub bis zum 24. Juni. Danke Bauchgefühl, dass Du mich mal wieder vor etwas bewahrt hast. Die Fahrt hätte nämlich 40 min. gedauert! Ok, Plan B lautete, zu meiner Hausärztin zu fahren, um vermutlich von dort weiter überwiesen zu werden. Eine viertel Stunde später standen wir mit offenem Mund vor der Praxis: wegen Renovierungsarbeiten erst ab dem 24. Juni wieder geöffnet. YEAH!

Ok, Plan C. Im nächsten Ortsteil die Allgemeinpraxis anfahren, dort eine Stunde warten und mit einer Einweisung ins Krankenhaus wieder raus zu kommen. Inzwischen waren insgesamt zwei Stunden vergangen, so dass wir erstmal wieder nach Hause zu Gina gefahren sind. Denn unsere Hündin ist bisher nicht länger als drei Stunden allein gewesen und wer weiß, wie lange es noch im Krankenhaus dauern würde. Also ging mein Mann noch eine kleine Runde mit ihr spazieren, wir haben eine Kleinigkeit gegessen und dann ging es auch schon an die 20 minütige Fahrt ins Krankenhaus.

FußLetztendlich war es dann doch noch mein Glückstag! Die Notfall Ambulanz war so gut wie leer und nach zwei Stunden waren wir mit einem Rezept für Thrombose Spritzen (wie gut, dass ich vom letzten Jahr noch weiß, wie ich mir die selber spritzen kann…), einer Schiene, die sich Air-Irgendwas nennt und der Diagnose Bänderanriss wieder auf dem Heimweg. Kein Bruch – HURRA!

Also irgendwie ist doch noch alles glimpflich abgelaufen. Klar, im Moment muss ich den Fuß hochlegen und kühlen, mir 1 x täglich die Spritze verpassen und unsere Hündin um viel Geduld bitten, während mein Mann im Büro ist. (Welch Glück, dass wir einen großen Garten haben). Aber mal ehrlich: es wird alles wieder heilen und diese 5-6 Wochen werden auch vergehen.

Und im Moment baut mein Mann (der sich im Moment so super um alles kümmert, von der Gina-Betreuung über den Hausputz bis hin zur Massage meines verspannten Nackens) gerade einen Hunde-Pool für Gina im Garten auf (sie ist eine absolute Wasserratte und ich habe passenderweise vor ein paar Tagen dieses Teil bestellt) und da kann ich mich dann daneben auf einen Stuhl setzen und ihr Aqua-Spielzeug (was es nicht alles gibt…) hinein schmeißen und sie so beschäftigen.

Fazit: alles ist gut und der Rest heilt auch noch!

Habt noch ein schönes Wochenende und genießt die Sommerzeit!

Wieder da! – Voller Schwung ins zweite Halbjahr!

Nach dreieinhalb Wochen Pause geht es hier nun weiter!

Was ich in den letzten Wochen gemacht habe? Ich habe meinen Kurs abgeschlossen und bin nun ehrenamtliche Sterbebegleiterin. Ich war eine Woche in Quedlinburg, war rund um die Uhr mit Gina (und meinem Mann 🙂 ) zusammen, habe gelesen, geschlafen, gut gegessen, viele Spaziergänge gemacht und ganz nebenbei bin ich mir darüber klar geworden, welche Projekte ich in diesem Jahr noch umsetzen möchte. Vieles ergibt sich bei mir von selbst, wenn ich einfach mal wieder Zeit und Raum habe, um meine Gedanken auf Wanderschaft zu schicken.

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Die nächsten Beiträge werden sich übrigens um die Messe `Leben & Tod´ (und einer tollen Begegnung mit einer Bloggerin) drehen. Um den Abschluss meines Kurses, um Sternenkinder, Quedlinburg, Hunde-Urlaub, das `Fotoprojekt abc´ und eben meine Pläne für das zweite Halbjahr. Und natürlich um all das, was mir zwischendurch noch vor die Füße fällt. Ich freu mich schon sehr darauf, mich wieder mit Euch auszutauschen, Eure Kommentare zu lesen… eben wieder `Die Waldträumerin´ zu sein!

Aber nun werde ich erst einmal meine stattliche Anzahl an E-Mails beantworten und all das was sonst noch liegen geblieben ist erledigen.

Habt noch einen schönen Tag und… bis die Tage!

Ab in die Frühlingspause!

Ich mach mal Pause und geh schaukeln…

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Es ist wieder soweit: meine jährliche Frühlingspause steht vor der Tür und ich sage für dreieinhalb Wochen der Waldträumerin, facebook und WhatsApp Adieu!

Jedes Jahr genieße ich diese Zeit aufs neue und merke, wie gut es mir tut, mal nicht am Laptop oder dem Handy zu kleben. Langweilig wird es auf keinen Fall, schließlich wartet direkt vor der Tür das echte Leben! Und im Frühjahr ist es ja auch immer besonders schön.

Ich wünsche Euch eine wunderschöne Zeit, passt gut auf Euch auf und dann freue ich mich auf das Wiederlesen am 19. Juni!