Walk-Lauf-Traum # Woche 3: Pausen sind manchmal nötig

Laufträume wahr machen

Samstag, 19. Mai 2018

Manchmal nutzt die größte Motivation nichts. Und zwar dann, wenn der Körper nicht mit spielt. Am Dienstag sollte die erste Walking Runde stattfinden, aber an diesem Tag hatte ich einfach mal keine Lust. Und warum nicht erst am Mittwoch anfangen? Schließlich will ich vorrangig Spaß an der Bewegung haben.

Mittwoch dann ein fieser Schmerz im Nacken- und Schulter Bereich. Oha, eine Verspannung – altbekanntes Problem – durch die sich eine Entzündung gebildet hat. Dass alles wie gesagt nicht neu, macht es aber nicht besser. Glücklicherweise hatte ich sowieso schon einen Behandlungstermin, da ich mich aus leidvoller Erfahrung inzwischen regelmäßig von meinen Verspannungen befreien lasse. Donnerstag war es dann soweit und nachdem nicht einmal meine Yoga Übungen Linderung gebracht hatten, hatte ich den Walking-Gedanken völlig verbannt.

Tja, und daher fand nun heute die erste und somit einzige Runde statt. 3,5 km, die mir viel Spaß gemacht haben und ich fühlte mich auch wieder fit und voller Tatendrang. Und am glücklichsten bin ich darüber, dass ich einfach weiter gemacht habe. Ich kenne es von mir nämlich auch, wenn ein Sport-Training nicht so klappt wie geplant, dann kann Frau es doch eigentlich auch gleich ganz lassen. Bringt ja eh nichts. Meine Entscheidung, das Thema Bewegung mit Spaß anzugehen zahlt sich aus. Kein Zwang, kein „Du musst“, sondern ein „Hey, ich darf und hab Lust drauf“. Ein tolles Gefühl!

Fazit der Woche: Pausen abhaken und einfach weitermachen – dann klappt es auch mit dem Spaß am walken!

Walk-Lauf-Traum # Woche 2: Walken ist auch Futter für die grauen Zellen

Laufträume wahr machen

Dienstag, 08. Mai 2018

Herrlich, diese sanfte Brise, die mich heute auf meiner 3-km Runde begleitete. Ohne sie hätte ich in der Mittagssonne ganz schön gebraten. Ich schätze mal, es waren so um die 25 ° – ich bin zwar gewohnt bei fast jedem Wetter – Hagel, Gewitter und Glatteis meide ich – zu laufen, aber eine kleine Eingewöhnung benötige ich dann doch.

Ansonsten war es wieder herrlich und ich hatte das erste Mal das Gefühl, ein wenig dynamischer unterwegs zu sein. Und das ganz ohne Zwang, selbst auferlegtem Druck oder sonstigen Einflüssen. Einfach, weil ich mich wieder ein wenig eingegroovt habe und die Bewegung an der frischen Luft genieße.

Von der traumhaften Landschaft bei uns schwärme ich jetzt mal nicht schon wieder, aber Ihr könnt sicher sein, dass ich wieder in An- und Ausblicken geschwelgt habe!

Donnerstag, 10. Mai 2018

Für den Nachmittag warnt der Wetterbericht vor Gewitter und Hagel. Neben Glatteis die einzigen wetterbedingten Gründe, sich nicht auf den Weg zu machen. Und somit bin ich gleich am späten Vormittag gestartet. Bestes Wetter – erwähnte ich die herrliche Landschaft – die übliche 3-km Runde und erneut Begleitung von meinem Mann. Besser geht nicht!

Auch dieses Mal habe ich mich fit, munter und Energiegeladen gefühlt. Und das, obwohl ich vorher schon eine größere Runde mit dem Rad unterwegs war. Es wird also rasch besser mit der Fitness.

Zum Glück waren uns die Bollerwagen-Fetischisten schon beim Radfahren begegnet und ich konnte ganz in Ruhe meine Runde drehen.

Sonntag, 13. Mai 2018

Blühen Butterblumen eigentlich mehrmals im Jahr? Herrje, wie oft habe ich mich das schon gefragt. Jeden Frühling aufs neue. Und in diesem Jahr, bei meinen Walking-Runden gleich wieder. Herrlich, all diese gelben Blüten auf den Wiesen. Gerade in der vergangenen Woche, beim gemütlich daran vorbei walken habe ich sie wieder bewundert. Und mir natürlich dieselbe Frage gestellt…

Heute allerdings hatten sich die meisten schon in Pusteblumen verwandelt. Sicherlich gibt es einen Fachbegriff dafür, aber der ist mir schnuppe. Wie schön, dass ich Wohlfühl-walken betreibe und mir so auch die Zeit für eine kurze Pause nehme, eine abrupfe und versuche mit einem Atemzug all die Schirmchen zum fliegen zu bringen. Habt Ihr das Buch „Zwischen Himmel und Liebe“ von Cecelia Ahern gelesen? Auch da spielen Pusteblumen eine Rolle… wunderschön.

Ich bin heute übrigens die Köhlerhütten-Runde gewalkt. Unsere Spazier- Walking- und Lauf-Runden werden seit Jahren entweder nach Kilometer Anzahl oder nach den örtlichen Begebenheiten benannt. Also gibt es da z. B. die 3,2 km Runde, eine Ecke weiter, die 3,6 oder auch die Brücken-Runde, erweiterte Brücken-Runde… und eben auch die Köhlerhütten-Runde, die – Ihr ahnt es vermutlich – eine Köhlerhütte beinhaltet. Keine „echte“, sondern eine die Wanderern Schutz bietet.

Und im Gegensatz zu etlichen anderen beinhaltet diese Runde eine Berg-Wertung. Ok, eigentlich ist es nur ein kleiner Hügel, aber wenn man ansonsten in der Ebene walkt, dann kribbeln die Muskeln bei dem kleinen Anstieg eben doch und fragen mich, was ich genau vorhabe. Aber es lief bzw. walkte auch heute wieder hervorragend. Was sicherlich auch an der erneuten Fahrrad-Begleitung durch meinen Mann lag!

Ganz nebenbei habe ich übrigens das Kinderbuch, welches ich als nächstes schreiben will, weiter entwickelt. Ja, Bewegung bringt eben auch die grauen Zellen in Wallung!

Und was die Butterblumen betrifft – übrigens ein Begriff, der für zwei verschiedene gelb blühende Pflanzen zu dieser Jahreszeit gilt, ich meine aber den Löwenzahn – die blühen grundsätzlich tatsächlich nur 1 x im Jahr. Hin und wieder gibt es noch eine Nachblüte, aber meist eben nicht.

Tja, das war meine zweite Walk-Lauf-Traum-Woche. In zwei Tagen werde ich erneut die Lauf-Schuhe schnüren und mich in die nächste Woche stürzen.

Fazit der zweiten Woche: walken hilft nicht nur dem Körper, sondern auch den grauen Zellen auf die Sprünge!

Walk-Lauf-Traum # Woche 1: Träume wahr werden lassen

Laufträume wahr machen

Dienstag, 01. Mai 2018

Ja! Mein Lauf-Traum hat begonnen! Ich habe heute meine Laufschuhe geschnürt und mich trotz heftiger Windböen, Regen und kühlen Temperaturen auf den Weg gemacht. Klar, Heinz-Bärbel (mein Schweine-Hund mit den süßen Schlappohren) hat meinen Start kurz in Frage gestellt, dann aber eingesehen, dass Bewegung wirklich gut tut. Hinterher hat er sogar gemeint, dass er Spaß hatte. Wer hätte das gedacht! Ich übrigens auch!

Es war einfach herrlich meine alt gewohnte 3-km-Runde zu walken und dabei die frisch erwachte Natur zu bestaunen. Die Getreidefelder auf denen sich die nun schon recht langen grünen Halme im Wind wiegen, die Wildblumen rechts und links am Wegesrand und die Wolken, die am Himmel fangen spielen.

Ohne Uhr oder sonstige Puls-, Zeit- oder irgendwas Messgeräte bin ich einfach gemütlich vor mich hin gewalkt. Ja, ich hätte wohl auch noch schneller gekonnt, aber ich wollte nicht. Denn vorrangig soll mir das ausleben meines Lauf-Traumes schlicht Spaß machen. In diesem Sinne freue ich mich schon auf das nächste Mal!

Donnerstag, 03. Mai 2018

Ein Tag Pause ist rasch vorbei und schon habe ich mich heute wieder auf den Weg gemacht. Nicht ohne vorher den Entschluss zu fassen, dass mir künftig die Wünsche von Heinz-Bärbel, meinem Schweinehund, egal sind. Ab sofort hat er die Wahl: mitkommen und fit und gesund werden oder… eben nicht. Dann soll er doch zuhause rumgammeln. Mir ist das jetzt wurscht!

Das Wetter war heute wirklich traumhaft, so dass ich sogar in T-Shirt und 3/4 Hose loswalken konnte. Mein rechtes Knie, in dem ich vor 20 Jahre mal massive Probleme mit den Innenbändern hatte, muckte heute ein wenig. Nun bin ich vorher auch schon 1,5 Stunden mit einer Freundin und ihrem Sohn spazieren gegangen und zudem ist walken doch noch mehr Belastung als ein Spaziergang. Aber nach einer Weile war das ziepen weg. Was ich von früheren Trainingszeiten kenne. Je länger und ausdauernder ich trainiere, desto besser läuft es – im wahrsten Sinne des Wortes.

Es war heute übrigens wieder die 3-km Runde, allerdings andersherum. Die Vögel zwitscherten munter und an einer Stelle hatte ich das Gefühl, das Vogel-Mami Vogel-Papi zuruft, er solle gefälligst mal wieder ins heimische Nest zurückkehren. Seine Antwort – etwas weiter entfernt – war irgendwie so larifari… und dann hättet ihr die Stimme aus den Bäumen hören sollen… uiuiuiuiui – wenn der nach Hause kommt, dem werden aber die Federn gründlichst gewaschen.

Ihr lest schon: auch heute hat mir die Runde wieder viel Spaß gemacht und am Samstag ist dann auch schon die letzte Einheit in dieser Woche dran!

Samstag, 05. Mai 2018

Wow, schon die dritte und damit letzte Einheit dieser Woche – geschafft! Erneut: grandioses Wetter, traumhafte Landschaft und diesmal kam noch dazu, dass mein Mann mich auf dem Rad begleitet hat. Ich bin übrigens froh, dass er nicht umgefallen ist, denn sooo langsam Radfahren ist ja auch schon eine Kunst…

Auf jeden Fall hatte ich Spaß, was sich dann auch darin geäußert hat, dass ich spontan: „Hey, wollen wir die 3,5 km Runde machen?“, sagte und einfach einen Weg später abgebogen bin. Dieses Mal hat weder mein Knie geschmerzt, noch meine Arme. Denn ja, ich war es ja nicht mehr gewohnt, eine längere Zeit die Arme anzuwinkeln und die ersten beiden Walk-Einheiten habe ich das ganz schön zu spüren bekommen.

Mein Fazit für diese 1. Woche: Träume wahr werden lassen geht auch in kleinen – und langsamen – Schritten! 

Den Lauf-Traum wieder leben

Es ist Sonntag, der 29. April und ich genieße – gemeinsam mit meinem Mann – ein Marathon Frühstück. Ja, wir schauen gerne zu, wie andere Menschen Leichtathletik betreiben. In diesem Fall geht es um den Marathon in Hamburg. Während wir gemütlich futtern, sind die LäuferInnen bei schönstem Wetter in der Hansestadt unterwegs.

Bei der inzwischen 33. Ausgabe findet auch zum ersten Mal ein Halbmarathon statt. Das Wort „Halbmarathon“ weckt bei mir Erinnerungen: Nicole an der Startlinie in Hannover, mehrfach bin ich in meiner Heimatstadt die 21,1 km gelaufen. Früher mal etwas flotter (Bestzeit 2 Std. 16 min.), nach einigen Verletzungs- und Faulheitspausen langsam und gemütlich (2 Std. 42 min.). Das letzte Mal im April 2013. Danach hatte ich eine Knieverletzung und musste pausieren und aus der Pause ist eine längere (Faulheits-) Pause geworden und dann… dann hatte ich rheumatische Entzündungen in den Füßen. Fast eineinhalb Jahre konnte ich kaum gehen, geschweige denn laufen.

Aber der Traum wieder mal einen Halbmarathon zu laufen – gerne auch mehrere – hielt und hält sich hartnäckig. Gehen, längere Spaziergänge funktionieren inzwischen wieder. Ihr glaubt gar nicht, wie dankbar ich allein dafür bin. Leider habe ich mir in all der Zeit auch – mal wieder – einiges an Übergewicht angefuttert. Was das „sich-vom-Sofa-loseisen“ auch nicht leichter macht.

Umso glücklicher war ich, als ich vor einigen Wochen über den „Muddy Angel Run“ gestolpert bin und sogar eine tolle Gruppe gefunden habe, in der ich mitlaufen darf. Endlich wieder ein machbares Ziel vor Augen – es handelt sich um einen 5-km Matsch-Lauf mit Hindernissen – legte ich sogleich los und lief problemlos (natürlich sehr, sehr langsam) meine erste 3-km Runde. Und dann noch eine und noch eine. Meine Füße, die so lange keine härtere Belastung als das gehen ertragen mussten, beschwerten sich. Anfangs noch leise, aber als ich das nicht ernst nahm, umso lauter.

Tja, mein Lauf-Traum war geplatzt, ich verlegte mich wieder aufs spazierengehen. Und ja, auch dafür bin ich dankbar. Aber während ich heute die LäuferInnen in Hamburg sehe, schwappt die Sehnsuchts-Welle wieder hoch und plötzlich ist mir klar, ich brauche einfach nur Geduld. Erstmal walken und schauen was meine Füße dazu sagen. Und dann, irgendwann werde ich laufen. Hier ein Stück und da ein Stück, mal sehen.

Mein Mann hat es mir nach einer langen Verletzungspause vorgemacht. Als Ultraläufer (alles was länger als Marathon, also 42,195 km ist) hat er sich nach einer Verletzung von ganz kurzen Strecken bis immerhin 20 km wieder hochtrainiert (gerade heute Morgen vor dem Marathon Frühstück geschafft – Hut ab!!!) und hat nebenbei das flotte wandern für sich entdeckt.

Auch ich werde mich wieder auf den Lauf-Weg machen. Und dabei pfeife ich auf das Übergewicht, darauf wie ich im Moment beim walken aussehe und wie schnell ich voran komme. Ich werde etwas machen, was mir bisher selten gelungen ist: ich werde den Weg als Ziel ansehen und meinen Lauf-Traum wahr werden lassen.

Und da ich mein Leben gerne in Worten festhalte, werde ich ein Walk-Lauf-Tagebuch führen und das ein Mal wöchentlich hier einstellen. Vielleicht hat ja auch von Euch Jemand Lust, sich wieder auf einen Bewegungsweg zu machen oder Ihr seid schon dabei. Dann erzählt doch mal davon – gegenseitige Motivation ist doch immer hilfreich!