Auf dem Weg in die (neue) Selbstständigkeit

Den wichtigsten Schritt auf dem Weg in meine Selbstständigkeit habe ich getan: ich habe diese Entscheidung getroffen. Wie wichtig dieser Schritt ist, ist mir nochmal in meinem ersten von drei Coaching Terminen klar geworden. Wobei all das für mich nicht neu ist. Ich tausche ja „nur“ eine Selbstständigkeit gegen die andere. (Ich habe 16 Jahre freiberuflich als Autorin, Texterin, Dozentin gearbeitet) Aus diesen Jahren nehme ich vieles mit – positive als auch negative Erfahrungen. Auch hierauf habe ich im Coaching nochmals Blicke geworfen und das negative angeschaut, um es dann los zu lassen. Das positive habe ich in meinen Koffer gepackt, der dadurch erfreulich an Gewicht gewonnen hat.

Inzwischen habe ich mir einen Projektplan erstellt. Ihr wisst ja, dass ich ein Planungsmensch bin. Und meine Erfahrungen sind, dass ich ein großes Ziel am besten durch Planung erreiche. Denn dann unterteile ich es in viele kleine Schritte, und habe das gesamte trotzdem im Auge. (Ja, ich habe mal eine Weiterbildung zum Thema Projektmanagement gemacht 😀 )

Was habe ich bisher erreicht? Ich habe im Netz recherchiert, was es für Angebote zum Thema Trauerbegleitung gibt. Wie schauen die Websites aus? Was ist dort alles angegeben? Ich kann Euch sagen, dass es ein bunter Mix ist. Von einer Seite ganz in schwarz gehalten bis hin zu einer weißen Seite mit wunderschönen Fotos, die Offenheit ausstrahlt und dazu einlädt, sich näher mit ihr zu befassen. (Mein Eindruck!) Da gibt es TrauerbegleiterInnen, die sich und ihr Angebot sehr sachlich darstellen und andere gehen z. B. in Richtung Spiritualität. Es ist spannend! Vor meinem inneren Auge habe ich bereits eine Vorstellung davon, wie meine Website aussehen soll. Auch was die Angebote betrifft, habe ich etliche Ideen. Von all dem aber ein anderes mal mehr.

Ein wichtiger Punkt sind natürlich die Finanzen. Was will ich investieren? Welche laufenden Kosten wird es geben? Wieviel sollen meine künftigen Begleitungen und Angebote kosten? Die Spannen, die ich beim recherchieren gefunden haben, belaufen sich z. B. für Einzelbegleitung auf 30 – 100 € pro Stunde.

Neben der Recherche und Ideenfindung, vertiefe ich mein Wissen in Sachen Trauerbegleitung. Zum einen theoretisch, in dem ich aktuell die Unterlagen aus der 2-jährigen Weiterbildung zur Seelfrau nochmals durcharbeite (und bei vielen Themen dann noch über z. B. Bücher weiter vertiefe), aber auch praktisch. Aktuell habe ich über den ambulanten Hospizdienst DASEIN zwei Einzeltrauerbegleitungen.

Ihr lest, ich bin mittendrin. Und ich sage Euch: Es tut so gut und fühl sich verdammt richtig an. Hin und wieder werde ich Euch weiter vom Stand der Dinge berichten. ❤

Monatsfoto #6

Ein Jahr lang fotografiere ich monatlich auf meinen Spaziergängen einen Blick über die Felder. Seit 25 Jahren gehe ich dort regelmäßig lang. Je nach Wetter und Tages- und Jahreszeit sieht es immer anders aus. In diesem Jahr möchte ich das gerne dokumentieren.

Dienstag, 01. Juni 2021
11.02 Uhr
21° C, sonnig



1000 Fragen an Dich selbst #1

Letzte Woche habe ich auf Kevins Blog Nebelferne gestöbert (übrigens sehr lesenswert), und da gibt es einen Beitrag mit dem Titel „1000 Fragen an Dich selbst“. Oh ja, dachte ich, da les ich mal rein. Hat mir gefallen, fand ich interessant und habe spontan beschlossen, auch einige der Fragen zu beantworten. Ich fang einfach mal vorne an und dann… so lange ich Lust habe. Ob ich das dann weitermache oder auch nicht – keine Ahnung. Lasst Euch einfach überraschen. Und wer von Euch solche Frageaktionen mag, der findet hier eine Seite mit allen Fragen.

Jetzt aber los!

1. Wann hast Du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Ich wollte schon hulern – also Hula Hoop – schreiben. Aber zum einen habe ich ja bereits in der Kindheit gehulert und zum anderen war da noch etwas anderes: in meinem Kreativmonat im März diesen Jahres habe ich mich zum ersten Mal an Art Journaling, also einem künstlerischen Tagebuch versucht. Nebenbei bemerkt: ganz große Liebe, ich klebe, bastel, male… nun fast täglich. ❤

2. Mit wem verstehst Du Dich am besten?

Am besten? Also am allerallerallerbesten? Ganz klar: mein Mann und mein Sohn. Das sind die beiden Menschen mit denen es nie langweilig wird, die mich immer so nehmen wie ich bin (und ich nehme sie so, wie sie sind), die mich lieben, verstehen… egal, wie komplett verrückt, durchgedreht oder auch fies ich gerade mal wieder bin. Sie sind meine beiden absoluten Lieblingsmenschen. ❤

3. Worauf verwendest Du viel Zeit?

Auf alles was mir Spaß macht, was mein Herz schneller schlagen lässt und mich zufrieden „zurück lässt“. Lesen, schreiben, bloggen, meine Herzensthemen Sterben, Tod und Trauer(begleitung), altmodische Brett- und Kartenspiele, Art Journaling (natürlich!), spazierengehen, mit Gina spielen. Yoah, ich glaube das ist es so ungefähr.

4. Über welche Witze kannst Du richtig laut lachen?

Über die von OTTO – immer wieder und immer aufs neue. Der Typ ist so ein Wahnsinnstalent und ich liebe seinen Humor. (Wer außer mir kennt noch Keili??!!)

5. Macht es Dir etwas aus, wenn Du im Beisein von anderen weinen musst?

Nein, das macht mir nichts aus. Glücklicherweise, denn ich bin nicht am, sondern IM Wasser gebaut.

6. Woraus besteht Dein Frühstück?

Mal aus Brötchen, mal aus Müsli, mal aus Porridge. Ganz neu habe ich warmen Chia Joghurt mit Obst, Kokos, Müsli für mich entdeckt. Große Liebe!

7. Wem hast Du zuletzt einen Kuss gegeben?

Mmh… war es nun mein Mann oder unsere Hündin? 😉

8. In welchem Punkt gleichst Du Deiner Mutter?

In vielen Punkten. Ganz besonders aber darin, dass ich auf Menschen zugehen kann, ohne sie gleich in eine Schublade zu pressen. Und ich bin – ebenso wie sie es war – ein Dickkopf. Was mal positiv und mal… ich sach ma… herausfordernd ist.

9. Was machst Du morgens als Erstes?

Versuchen, nicht die Wendeltreppe runter zu fallen.

10. Kannst Du gut vorlesen?

Ja. Und vor allem lese ich wahnsinnig gerne vor. Schon in der Grundschule war ich immer die erste, die sich dafür gemeldet hat. Etliche Jahre habe ich – mal allein, mal mit einer Kollegin – Lesungen veranstaltet. So schöne Erinnerungen. ❤

So, das war für heute die letzte Frage. Mal schauen, ob ich gelegentlich weitere beantworte. Habt einen schönen Feierabend!



Paula und Nelly – Teil 2/2

Paula und Nelly – Teil 2 von 2, den ersten Teil findet Ihr hier.
von Nicole Vergin

Gleich am nächsten Tag machten sie sich an die Umsetzung ihres Plans. Sie trabten zurück zu der Weide mit dem großen weißen Pferd.

„Hallo“, rief dieses erstaunt, „da seid ihr ja wieder.“
Die beiden Eseldamen erklärten dem Pferd, dessen Augen im Laufe der Geschichte immer größer wurden, ihren Plan und fragten, ob sie sich vielleicht für einen Tag den Karren des Bauern ausleihen könnten. Oder vielmehr Paula fragte, während Nelly mit niedergeschlagenen Augen daneben stand und beschämt mit dem rechten Huf scharrte.
„Ihr habt Glück“, sagte das Pferd, „wir waren gerade erst wieder mit dem Karren unterwegs und der Bauer wird ihn die nächste Zeit nicht brauchen. Er steht da drüben in dem Schuppen. Niemand wird es merken, wenn ihr ihn ausleiht. Und schaut euch um – der Bauer hatte früher zwei Ponys, die er vor den Karren gespannt hat. Die Geschirre wird er sicherlich aufbewahrt haben. Dann könnt ihr gemeinsam ziehen.“
Man merkte, dass es dem Pferd Spaß machte, seine neuen Freundinnen zu unterstützen. Auf diese Weise konnte es doch einmal ein wenig Abenteuerluft schnuppern.
„Hab vielen, vielen Dank“, sagten Paula und Nelly, „wir werden in zwei Tagen den Karren unversehrt zurückbringen. Und als Dank bekommst du dann auch etwas von unserem Hafer ab.“
„Das ist nicht nötig“, sagte das Pferd, „ich bekomme genügend, mein Bauer meint es stets gut mit mir. Ich freue mich, dass ich euch helfen kann.“
Aufgeregt liefen die beiden Eseldamen zu dem Schuppen, der durch einen großen Riegel versperrt war.
„Es geht nicht“, ließ Nelly entmutigt den Kopf hängen.
„Wir haben es doch noch gar nicht versucht“, stupste Paula die Freundin an.
Mit vereinten Kräften schoben und drückten sie den hölzernen Riegel nach oben, bis es ihnen tatsächlich gelang, das Tor des Schuppens zu öffnen. Die beiden Eseldamen brauchten all ihren Ideenreichtum, bis sie es tatsächlich geschafft hatten, den Karren vor die Scheune zu bewegen, die Geschirre anzubringen und sich selber vor das hölzerne Gefährt zu spannen. Aber es gelang ihnen. Und so zogen sie stolz an der Weide vorbei, riefen ihrem fröhlich wiehernden Freund noch einen Gruß zu und machten sich auf den Weg zu der Apfelwiese.

„Mir tut der Rücken weh“, ächzte Nelly nach einigen Stunden und blieb abrupt stehen.
„Ja, mir auch. Wir sind es eben nicht gewöhnt, einen Karren zu ziehen.“
„Dann lass uns doch eine kleine Pause machen.“
Paula seufzte. „Na gut, aber nur kurz. Schließlich müssen wir heute noch bei der Wiese anlangen und die Äpfel aufladen.“
Nelly stöhnte. „Können wir das mit den Äpfeln nicht erst morgen machen?“
„Aber Nelly, morgen müssen wir in aller Herrgottsfrühe aufstehen und die Äpfel zum Markt bringen. Sonst sind alle anderen vor uns dran und wir verkaufen nicht einen einzigen. Und dann gibt es auch keinen Hafer.“
„Du hast ja Recht“, sagte Nelly, während sie sich bereits aus dem Geschirr schälte. „Nur eine kleine Pause.“
Mit diesen Worten ließ sie sich am Wegesrand ins Gras fallen, rollte auf die Seite und schloss die Augen. Nur mühsam rappelte sie sich danach wieder auf, stieg zurück in das Geschirr und zottelte lustlos den Weg entlang.

Bald darauf kamen sie an die Apfelwiese. Soweit das Auge reichte, standen die Apfelbäume. Die prallen rot-grünen Äpfel zogen die Äste durch ihr Gewicht hinunter, so dass die beiden Eseldamen gut heran kamen, um die Äpfel vorsichtig mit den Zähnen von den Zweigen zu lösen und sie dann auf den Karren zu legen.
Nach und nach füllte sich das Gefährt, wobei Nelly immer müder und lustloser wurde.
„Lass uns doch den Rest morgen nach dem Aufstehen aufladen“, sagte sie, während sie genüsslich einen der saftigen Äpfel mit ihren großen Zähnen zerbiss.
„Nelly, das hatten wir doch schon. Das geht einfach nicht. Wir müssen heute Abend fertig werden. Und“, mit einem Seitenblick auf den Saft, der aus Nellys Maul troff, „wenn du weniger Äpfel essen und mehr aufladen würdest, dann wären wir auch früher fertig.“
Hastig schluckte Nelly den letzten Bissen hinunter und beeilte sich nun auch. Kurz darauf besahen sie sich stolz ihr Werk, fraßen jede noch zwei Äpfel bevor sie sich dann genüsslich auf die Seiten rollten und sofort einschliefen.

„Aufstehen!“
„Mmh?“
„Nelly, wir müssen uns auf den Weg machen!“
„Aber die Sonne ist noch gar nicht aufgegangen und ich bin müde.“ Nelly wollte sich wieder auf die Seite fallen lassen, als Paula sie mit einem kurzen Biss in das graue Hinterteil davon abhielt. Nelly sah ihre Freundin böse an, überlegte es sich dann jedoch anders und rappelte sich hastig auf.
Kurz darauf zogen sie den Karren mit den Äpfeln den schmalen Weg entlang auf das nächste Dorf zu. Nelly riss alle paar Tritte das Maul auf und gähnte herzzerreißend. Hin und wieder verlangsamte sich ihr Schritt, so dass das Gewicht des Karrens allein an Paulas Rücken zerrte.
Als Nelly wieder einmal zurückfiel und leicht stolperte, blieb Paula abrupt stehen, befreite sich aus dem Geschirr, trat an den Rand des Weges und drehte ihrer Freundin das Hinterteil zu.
Nelly sah ihr verdutzt hinterher.
„Paula?“
Keine Antwort.
Nun stieg auch Nelly aus dem Geschirr, ging an den Rand und zupfte angelegentlich ein paar Grashalme ab. Aus den Augenwinkeln sah sie, dass Paulas Eselsohren traurig bis fast auf den Boden hingen.
„Ich schaff das nicht allein“, sagte sie leise.
Betroffen sah Nelly ihre Freundin an. Behutsam ging sie Tritt um Tritt näher, reckte ihren grauen Hals über den Paulas und begann vorsichtig mit den Zähnen ihren Mähnenkamm zu kraulen.
„Es tut mir leid“, nuschelte sie dabei und stupste die Freundin vorsichtig an. „Komm, wir müssen weiter, sonst kommen wir zu spät.“
Paula sah Nelly an, überlegte einen Moment und nickte dann. Schweigend kehrten sie zu ihrem Karren zurück, stiegen in die Geschirre und zogen das hölzerne Gefährt mit gemeinsamer Kraft ihrem Ziel entgegen.

Wie die Geschichte ausging? Die beiden Eseldamen konnten all ihre Äpfel auf dem Markt verkaufen, denn die Menschen in dem kleinen Dorf waren begeistert von Paula und Nelly.
Und so kamen sie doch noch zu ihrem Sack Hafer, den sie nach und nach gemeinsam auffraßen – und der noch viel besser schmeckte, als sie es sich jemals hätten träumen lassen.

E N D E

Paula und Nelly – Teil 1/2

Paula und Nelly Teil 1 von 2
von Nicole Vergin

Es waren einmal zwei Eseldamen, die hießen Paula und Nelly. Sie waren Wildesel, die niemandem gehörten und sich in keinen Stall einsperren ließen. Vor langer Zeit hatten sich die beiden Eseldamen getroffen und seitdem gingen sie ihre Wege gemeinsam.

Eines Tages trabten sie gemütlich einen Feldweg entlang, als sie an einer Wiese vorbei kamen, um die ein hoher Zaun gebaut war. Auf der Wiese stand ein großes weißes Pferd, das ihnen freudig entgegen wieherte.
„Hallo, willkommen“, rief es, „wo kommt ihr her und wo wollt ihr hin?“
„Wir kommen von weit her und wollen noch viel weiter hin“, antworteten Paula und Nelly.
„Ach“, sagte das Pferd, „wie gerne würde ich auch einfach einmal drauflos traben. Aber ich muss jeden Tag mit dem Bauern auf die Felder, um mit ihm zu arbeiten. Und wenn ich frei habe, stehe ich hier auf der Wiese oder im Stall. Sagt, ist es nicht gefährlich, so ganz allein umher zu ziehen?“
„Nein, nein“, schüttelten sie ihre grauen Köpfe mit den wohlgeformten langen Ohren, „wir brauchen niemanden, der auf uns aufpasst. Das schaffen wir ganz allein. Begleite uns doch ein Stück.“
„Oh nein“, wehrte das Pferd ab, „lieber nicht. Wenn der Bauer mich heute Abend in den Stall holt, dann weiß ich, dass ich meinen Hafer bekomme und ich keinen Hunger leiden muss. Und ich kann mich zum Schlafen in meine frische Strohschütte legen und muss nicht frieren.“
„Hafer?“ Die beiden Eseldamen sahen das Pferd fragend an.
„Ja, Hafer. Das Futter, das ich zwei Mal täglich bekomme. Ihr glaubt gar nicht, wie lecker das schmeckt.“
„Und wo bekommt man diesen Hafer?“
„Den kauft der Bauer bei der Mühle. Alle paar Monate ziehe ich unseren Karren dorthin und dann belädt der Bauer ihn mit großen Säcken, in denen der Hafer ist.“
Man konnte förmlich sehen, wie dem Pferd das Wasser im Maul zusammenlief.
„Können wir uns auch so einen Sack bei der Mühle holen?“, wollten die beiden Eseldamen nun wissen.
„Ja, sicher, wenn ihr genügend Geld habt.“
Paula und Nelly sahen sich an. Nein, Geld hatten sie keins. Aber so wichtig war diese Hafersache ja auch wieder nicht. So verabschiedeten sie sich freundlich von dem Pferd und trabten den Feldweg weiter entlang.

Einige Stunden vergingen und die beiden Eseldamen kamen immer wieder auf den Hafer zu sprechen. Sie stellten sich vor, wie er wohl schmecken würde. Das Pferd hatte ihnen das Futter so genau wie möglich beschrieben und nun kauten sie in Gedanken genüsslich auf den Körnern herum und malten sich alles in den schönsten Farben aus.
Wie so oft, war Paula die entschlossenere der Beiden.
„Nelly, wir müssen irgendwie an das Geld für einen Sack Hafer kommen.“
Nelly schaute ihre Freundin erstaunt an.
„Aber wir sind Esel. Wie sollen wir denn zu Geld kommen?“
Paula schritt eine Weile energisch den Weg entlang, bevor sie antwortete.
„Wir müssen es wie die Menschen machen. Die Menschen verkaufen etwas und bekommen dann Geld dafür. Und von dem Geld können sie sich dann kaufen was sie wollen.“
Nelly zog, wie stets in solchen Momenten, ihre Stirn in Falten und schob die Unterlippe nach vorn.
„Wir haben nichts zu verkaufen“, entgegnete sie unwillig.
„Dann müssen wir uns etwas ausdenken“, sagte Paula energisch, „du willst doch Hafer?“
Widerwillig nickte Nelly.
„Dann musst du auch etwas dafür tun.“
Schweigend und mit deutlich größerem Abstand zwischen ihnen schritten sie weiter. Nach und nach glättete sich Nellys Eselsstirn wieder und es sah aus, als ob sie nachdachte.
„Wir sind doch vorhin an einer Wiese vorbei gekommen.“
„Die mit den Apfelbäumen?“ Wie so oft verstanden sich die beiden Eseldamen ohne viele Worte.
„Genau. Die gehörten doch niemandem und die Äpfel sind gerade reif“, spann Nelly den Faden weiter.
„Du hast Recht“, nickte Paula, „wir sammeln die Äpfel…“
„… und verkaufen sie auf dem Markt…“
„… und kaufen uns von dem Geld einen Sack Hafer.“
Übermütig machten Paula und Nelly Bocksprünge und riefen laut „I-AAAAAAAAAAAH“, so dass es über alle Wiesen schallte.

Fortsetzung… Morgen erzähle ich Euch, wie die Geschichte von Paula und Nelly weitergeht. ❤

Meine nächsten Schritte als Trauer- und Sterbebegleiterin

Die unter Euch, die schon länger hier mitlesen haben es sicherlich geahnt: meine berufliche Veränderung dreht sich um die Themen Sterben, Tod und Trauer.

Seit Juli 2019 bin ich beim ambulanten Hospizdienst DASEIN Wunstorf als Sterbebegleiterin, seit Januar 2020 auch als Trauerbegleiterin im Einsatz. Vor einem Jahr schloss ich meine 2-jährige Weiterbildung zur Seelfrau (Sterbe-, Trauer- und Seelenbegleitung) in Hamburg ab. Seit Beginn der Weiterbildung gab es natürlich die Frage, wo mich mein Weg hinführen würde.

In den letzten Monaten habe ich mir viel Zeit genommen, um meine Gedanken zu sotieren (mein selbst gebasteltes Notizheft war viel im Einsatz), und meine Träume und Wünsche wachsen und gedeihen zu lassen. Und nun steht es fest (hört Ihr auch den Trommelwirbel?! 😉 ): ich mache mich als Trauerbegleiterin selbstständig. ❤ Sterbebegleitung werde ich auch künftig ehrenamtlich über DASEIN machen.

Ich freu mich riesig auf diese Veränderung bzw. diese Weiterentwicklung meines Lebensweges. Denn letztendlich ist es für mich ein logischer Schritt, der alles vereint, was ich in den letzten Jahren erlebt, erfahren und gelernt habe. Und das fühlt sich saugut an!

Ein Stück dieses neuen Weges bin ich bereits gegangen: ich habe ein Coaching gemacht bzw. bin noch dabei, ein Projektplan ist erstellt, die ersten Punkte darauf setze ich aktuell um. Der Stichtag ist für mich der 01. Januar 2022. Bis dahin ist noch einiges zu tun, wie z. B. mein Wissen zu vertiefen (was ja sowieso auch künftig immer dazu gehören wird), eine Website mit integriertem Blog wird es geben, einen Instagram Account, und – das wichtigste – die geplanten Angebote ausarbeiten (davon erzähle ich Euch dann nach und nach).

Ja, soviel für Heute. Nun werde ich erstmal mit Gina spazierengehen, meinen Kopf ein wenig auslüften. Und danach geht es in die Monatsplanung für Juni.

P.S. Habe ich schon erwähnt, wie aufgeregt ich bin!!!

Hallo!

Ich rufe mal ein fröhliches „Hallo!“ in die Runde. Ja, ich bin wieder da. Der Urlaub ist vorbei. Wie er war? Erholsam: Ich habe mich weiter voller Begeisterung in meine Art Journaling Projekte geschmissen. Arbeitsam: Wir haben den Teich in unserem Garten umgestaltet, und ganz nebenbei 12 Kubikmeter Erde durch die Gegend geschoben.

Das Wetter war ja leider kühl und regnerisch. So haben wir auf längere Ausflüge und Wanderungen verzichtet. Ich bin da wirklich nicht empfindlich, aber das war echt… bäh! Naja, so haben wir mehr im Garten geschafft.

Ansonsten habe ich die Urlaubsruhe dazu genutzt, „liegen gebliebene“ Gedanken und Pläne weiter zu verfolgen. Was dazu geführt hat, dass ich mich zu einer beruflichen Veränderung entschlossen habe. Die nächsten Wochen und Monate werde ich diese nun vorbereiten, damit es Anfang nächsten Jahres losgehen kann. Ich erzähle dann auch nochmal mehr davon, aber heute kümmere ich mich erstmal um meine E-Mails, beantworte Kommentare, telefoniere… wie es eben nach dem Urlaub so ist.

Ich hoffe, es geht Euch gut und ich wünsche Euch einen schönen Mittwoch!
Eure Waldträumerin Nicole

Meine jährliche Frühlings-Pause

Wie in jedem Jahr mache ich auch 2021 wieder eine Frühlings-Pause. Zweieinhalb Wochen offline. Ok, mit dem wegfahren wird es nichts, aber so wie im letzten Jahr, werde ich mit meinen Lieben wieder Ausflüge in die nähere Umgebung machen.

Wie lesen uns dann nach Pfingsten wieder. Habt eine gute Zeit, passt auf Euch auf, werdet / bleibt gesund!

Alles Liebe
Eure Waldträumerin Nicole

Monats-Foto #5

Ein Jahr lang fotografiere ich monatlich auf meinen Spaziergängen einen Blick über die Felder. Seit 25 Jahren gehe ich dort regelmäßig lang. Je nach Wetter und Tages- und Jahreszeit sieht es immer anders aus. In diesem Jahr möchte ich das gerne dokumentieren.

Sonntag, 02. Mai 2021
12.08 Uhr
8° C, bewölkt

„Wie ein Fremder“

Ich schaue bei Menschen gerne „hinter die Kulissen“ bzw. ich interessiere mich für ihre Geschichten. Kein Wunder also, dass ich Dokumentationen mag. Eine habe ich letzte Woche bei Netflix gesehen. Eine 5-teilige Doku-Reihe über den Musiker Roland Meyer de Voltaire mit dem Titel „Wie ein Fremder“. Sechs Jahre lang hat ihn der Regisseur Aljoscha Pause auf seinem Weg begleitet. (Die Doku gibt es auch auf 3SAT einfach hier klicken)

Und zwar genau von dem Zeitpunkt an, als Roland Meyer de Voltaire entscheiden muss, wie sein musikalischer Weg weiter verläuft. Er packt in Köln seine Sachen, kündigt seine Wohnung und macht sich auf den Weg nach Berlin. Ohne eigene Wohnung und nur mit dem nötigsten. Er kann und will seine Leidenschaft für die Musik nicht aufgeben.

Talent und eine außergewöhnliche Stimme bescheinigen ihm damals viele. Kein Wunder, dass er bereits mit seiner Band „Voltaire“ Furore gemacht hat. Auch von dieser Zeit erzählt die Doku.

Der Film ist toll gemacht, allein von dieser Seite her, habe ich ihn gern gesehen. Aber auch zu erleben, welche Wege dieser Musiker gegangen ist – ohne aufzugeben – fand ich sehr berührend und interessant. Mal ganz abgesehen davon, dass Roland Meyer de Voltaire eine großartige Stimme und Bühnenpräsenz hat. Also: solltet Ihr Interesse an Musik und Dokus haben, dann schaut und hört Euch diese Doku-Reihe unbedingt an.

P.S. Ich habe mir schon eine Single von ihm gekauft. ❤

Hinweis: Unbezahlte Werbung aus purer Begeisterung.

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Hier schreibt Autorin Katherina Ushachov über das Schreiben, das Leben und den ganzen Rest.

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