22 Wochen – 1 Objekt # 6

Das tolle Projekt von Aequitas et Veritas befindet sich nun schon in der 6. Woche. 22 Wochen lang wird 1 Objekt an den unterschiedlichsten Stellen, in verschiedenen Situationen gezeigt. Dieses Mal ist Lars, der Lese-Zwerg mit uns auf Reisen gegangen. Wohin, das erzählt er Euch am besten selbst!

Hallo Zusammen!

War das aufregend! Wir sind verreist – und zwar nach Dresden. Mit dem Auto ging es los und ich durfte vorne sitzen und habe gestaunt, wie das Navi-Dingsda-System uns den Weg gezeigt hat.

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Und dann diese große Stadt! So viele Menschen, Autos… überall war etwas los und es gab viel zu sehen. Unter anderem haben wir uns auch Schlösser angeschaut. Wie hier das Schloss Albrechtsberg… ich mache mich doch gut als Schloss-Zwerg oder?!

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Und Dresden liegt ja auch an einem großen Fluss – der Elbe. Wow, war das grandios, sich dieses dahinschlängelnde „Band“ anzuschauen. Da habe ich sogar mal vergessen, in mein Buch zu schauen. Ihr könnt auf dem Foto übrigens im Hintergrund auch das „Blaue Wunder“ sehen. Eine Brücke, die merkwürdigerweise gar nicht blau ist?!

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Ich war dann nach den Tagen in Dresden schon recht müde und habe mich Zuhause erst einmal in meine Lese-Ecke zurück gezogen. Aber trotzdem freut es mich, dass wir mal wieder nach Dresden fahren werden. Das hat Nicole schon gesagt! Und dann will ich wieder mit!

Habt einen schönen Tag!
Euer Lars

Fotoprojekt abc – Ü wie Überblick

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Nein, ich habe das Ü nicht vergessen. Denn natürlich will ich das Fotoprojekt von Wortman noch abschließen. Wenn auch… ich sage mal: mit leichter Verspätung. Egal! Jedenfalls als ich gestern so im schönsten Sonnenschein spazieren ging und einen tollen Überblick über die mich umgebende Landschaft hatte, da war meine Ü Idee geboren.

Ü wie Überblick

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„Dein Sternenkind“ – ein Gespräch mit der Sternenkind-Fotografin Birgit Gantze

Unser Sohn ist in diesem Jahr 24 Jahre alt geworden. Ein junger Mann, der mit beiden Beinen fest im Leben steht und auf den wir sehr stolz sind. Ich erinnere mich noch gut an die Schwangerschaft, die Vorfreude, den Tag der Geburt. Alles ging glatt: Mutter und Kind wohlauf!

Dieses Glück haben nicht alle Eltern.

Es ist ein Thema, vor dem man am liebsten die Augen verschließen, es ausblenden möchte. Und leider ist es auch im 21. Jahrhundert noch so, dass oftmals das Mäntelchen des Schweigens über den Tod eines Babys gehängt wird. Gerade, wenn diese sehnlichst erwarteten kleinen Menschen bereits im Mutterleib oder kurz nach der Geburt sterben.

Aber es gibt sie, diese Sternenkinder und leider sind es jedes Jahr unglaublich Viele, die nie die Chance bekommen, ein Leben zu leben. Zurück bleiben verwaiste Eltern. Denn Eltern sind sie. Egal, wie winzig klein, wie leicht ihre Sternchen waren.

Birgit GantzeUnd genau um diese Eltern und ihre Kinder geht es, wenn sich Birgit Gantze auf den Weg in ein Krankenhaus macht. Seit zwei Jahren ist sie für die Organisation `Dein Sternenkind´als Fotografin im Einsatz. Ehrenamtlich. So wie rund 600 andere Fotografinnen und Fotografen schenkt sie den Eltern Erinnerungen an ihre Kinder.

„Ich hatte schon länger darüber nachgedacht, mich als Fotografin für `Dein Sternenkind´zu engagieren“, erzählt sie. Eine Entscheidung, die  sich Birgit nicht leicht gemacht und die sie bisher nicht bereut hat.

Bei ihrem ersten Einsatz hätte sie mit zitternden Knien vor dem Kreissaal gestanden und etliche Male tief durchgeatmet, bis es ihr gelungen sei, die Tür zu öffnen und in eine Situation hinein zu treten, die für Eltern schlimmer nicht sein könnte. Was sie an diesem Tag jedoch hauptsächlich gespürt habe, sei unendliche Liebe, die den Raum erfüllt habe.

Während mir Birgit von ihrer ehrenamtlichen Arbeit erzählt, leuchten ihre Augen und es ist deutlich, dass diese Einsätze eine Herzensangelegenheit für sie sind. Birgit ist eine Tänzerin. Sie ist Körpertherapeutin und hat künstlerische Fotografie studiert. All das fließt in die liebevoll begleitenden Begegnungen mit den Eltern und ihren Sternenkindern ein. Und als ich sie frage, wie ich sie hier vorstellen soll, antwortet sie erst lachend: „Vielleicht bin ich die kreative, fotografierende, tanzende Körpertherapeutin?“ und dann nachdenklicher: „Aber am sichersten bin ich einfach nur ein Mensch, der seine Träume ein ganz klein wenig leben will, so wie es eben möglich ist. Der sich selbst im Leben Sinn geben möchte, und nicht abstumpfen will in dieser hektischen unmenschlichen Welt.“

Ihre Worte berühren mich und ich habe das Gefühl einen Eindruck erhascht zu haben, wie Birgit einen Weg in das trauernde Herz der Sternenkind-Eltern findet.

Im Anschluss an die Einsätze, werden die Fotos bearbeitet und, sofern die Familien in Birgits Nähe wohnen, bringt sie ihnen den Stick – auf den Sterne gedruckt sind – mit den wertvollen Erinnerungen persönlich vorbei. Immer hübsch verpackt in – teilweise handgefertigten – Schachteln.

Aber wie wird sie mit all dem Leid, dass sie über ihre ehrenamtliche Tätigkeit erlebt, fertig? „Die Organisation `Dein Sternenkind´unterstützt die Fotografen u. a. durch die Möglichkeit einer Supervision“, erläutert Birgit mir. Und zudem könne sie sich mit ihrer Mutter austauschen, die ebenfalls ehrenamtlich bei einem Kriseninterventionsteam vom roten Kreuz tätig ist.

Trotz all der Unterstützung und dem Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen –  einfach ist diese Arbeit sicherlich nicht. Aber – und das ist mir im Laufe des Gesprächs noch um ein vielfaches deutlicher geworden – sie ist immens wichtig, um den Eltern und anderen nahen Angehörigen die Chance zu geben, sich in jeder Einzelheit an ihr Sternenkind erinnern zu können.

Denn wie steht es auf der Eingangsseite der Website von `Dein Sternenkind´:

„Wir fotografieren nicht den Tod, wir fotografieren sehnlichst erwartetes Leben“
Zitat von Birgit Walter-Lüers, ebenfalls Sternenkind-Fotografin.

Liebe Birgit, ich danke Dir sehr für das wunderbare Gespräch, das mich sehr bereichert hat. Ich wünsche Dir weiter von Herzen alles Gute und viel Kraft für Deine wichtige Arbeit!

Weitere Informationen über `Dein Sternenkind´findet Ihr auf der Website:
www.dein-sternenkind.eu

Und näheres über Birgit Gantze findet Ihr auf Ihrer Website:
www.human-in-balance.jimdo.com
und hier auf facebook die Seite Fotokunst.

Zuletzt noch die Website www.biggiismus.de von Birgit Walter-Lüers.

 

 

 

 

22 Wochen – 1 Objekt # 5

Damit ich bei dem Projekt von Aequitas et Veritas wieder auf dem Laufenden bin, gibt es heute noch ein weiteres Abenteuer von Lars. Wobei es bei diesem Projekt geht? 22 Wochen lang zeigen wir 1 Objekt in den unterschiedlichsten Lebenslagen / Situationen. Schaut doch mal, wo Lars diesmal war…

Hallo Zusammen,

also das war ja letztes Mal schon aufregend (der Besuch beim ambulanten Hospizdienst). Deshalb dachte ich, dass ich es dieses Mal etwas ruhiger angehen lasse. Also habe ich mir eine Decke geschnappt und raus ging es in die schöne Spät-Sommer-Sonne. Aber wo würde ich endlich mal wieder richtig Ruhe zum Lesen finden? Letztendlich bin ich in einem Maisfeld gelandet, habe es mir dort gemütlich gemacht und geschmökert.

Ich hoffe, Ihr konntet auch noch ordentlich Sonne tanken!

Habt einen schönen Tag!
Euer Lars

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Plaudern über dies und das

Puh… im Moment ist bei mir jede Menge los und während ich hier am PC sitze und Euch davon erzählen möchte, sausen die wildesten Gedanken durch meinen Kopf.

Letzte Woche um diese Zeit war ich in Hamburg. Das 9. Seelfrau-Wochenende stand an. Dieses Mal bin ich schon am Donnerstag angereist, da wir uns am Freitag Mittag in einer vierköpfigen Gruppe getroffen und einiges noch durchgearbeitet haben. Drei solche Treffen gehören im Verlauf der 2-jährigen Ausbildung dazu, damit die Inhalte auch entsprechend vertieft und geübt werden können. Gerade Gesprächssituationen in Trauerbegleitungen lernt man ja nicht durch schlichtes lesen oder auswendig lernen.

IMG_4434Es war herrlich, dieses Hamburg-Wochenende. Wunderschönes Wetter, so dass ich in der Freizeit durch Bergedorf (ein wunderschöner Stadtteil von Hamburg) gebummelt bin und am Samstag Abend habe ich mit einer anderen angehenden Seelfrau noch eine Lichterfahrt durch den Hamburger Hafen gemacht.

Aber die Ausbildung bedeutet eben auch jede Menge Arbeit. Fachbücher studieren, die Wochenenden nacharbeiten, vertiefen und eine Abschlussarbeit muss geschrieben werden. Mal ganz abgesehen davon, dass ich langsam Pläne mache, was nach der Ausbildung kommt. Ich möchte gerne Trauer-Wochenenden anbieten und bin derzeit dabei, mich entsprechend schlau zu mache. Dazu gibt es dann aber noch einen gesonderten Beitrag.

Und wie ich schon erzählt habe, bin ich nun ja auch für den ambulanten Hospizdienst DASEIN tätig. Und zwar nicht „nur“ als Sterbebegleiterin, sondern auch aktuell in zwei Projektgruppen. Bei einer geht es um das im nächsten Jahr anstehende 20-jährige Jubiläum (es wird tolle Veranstaltungen geben!) und die andere Gruppe bereitet eine Ausstellung zum Thema Trauer-Tattoos vor. Lars hatte Euch ja schon davon erzählt. Ich selber habe keine Tattoos, aber das Thema der Ausstellung interessiert mich und da ich anhand der Kommentare unter Lars´Beitrag festgestellt habe, dass einige das Thema ebenfalls interessiert, werde ich Euch im Anschluss an die Ausstellung auf jeden Fall davon erzählen und Fotos zeigen.

Ihr lest es schon: im Moment dreht sich in meinem Leben sehr viel um Sterben, Tod und Trauer. Und ja, manches Mal ist das ganz schön viel. Dann lese ich bewusst ganz andere Bücher über schöne rosa-Wolken-Themen, gehe mit Gina mit wachen Augen durch die herbstliche Natur oder mache – so wie letztes Wochenende – mal eine Hafenrundfahrt.

Was für meinen Geschmack im Moment zu kurz kommt, ist das Schreiben. Denn: ich bin immer noch Autorin. Und das bleibe ich natürlich auch. Aber ich habe seit einigen Wochen mit einer Schreibblockade zu kämpfen. Es fiel mir heute sogar schwer, diesen Beitrag zu beginnen… Die Geschichten, die ich im 2. Halbjahr noch schreiben wollte? Gibt es bisher nicht. Ich musste sogar eine Teilnahme an einem wunderschönen Projekt absagen, was mich total traurig macht.

Und der Witz dabei ist ja, dass ich auch schon bald anfange mein jährliches Schreib-Lust Seminar an der Heimvolkshochschule Loccum vorzubereiten. Seit April ist es bereits ausgebucht, so dass in diesem Jahr früh feststand, dass es stattfinden wird. Es gab auch andere Zeiten… An diesen Wochenenden habe ich schon oft Schreib-Lustige dabei unterstützt, Worte zu Papier zu bringen. Genauer gesagt seit 2011. Ich kenne also die Tipps und Tricks. Aber das ist das mit dem Schuster, der die schlechtesten Leisten hat.

Ich versuche liebevoll mit mir umzugehen. Und so verständnisvoll, wie ich es bei anderen auch bin. Denn ich bin keine Maschine. Auch keine Schreib-Maschine. Klar, irgendwas und irgendwie könnte ich immer schreiben. Aber ich muss meine Geschichten ja auch mögen. Daher mache ich mir jetzt mal keinen Stress (höhö) – sogar die Fertigstellung eines mir wichtigen Beitrags habe ich ein Stück aufgeschoben – sondern lasse die Worte nach und nach wieder bei mir eintrudeln. Und mit dieser Entscheidung fühle ich mich (meist) gut. Und dann? Schaue ich weiter!

Habt einen schönen Start in ein tolles Wochenende und achtet gut auf Euch!

Wer sich für die Ausstellung interessiert, hier die entsprechenden Angaben:

Ausstellungszeiten

 Wunstorf, Stadtkirche
19.10. Samstag       10 – 16 Uhr
20.10. Sonntag        11 – 13 Uhr
22.10. Dienstag       12 – 18 Uhr
25.10. Freitag          10 – 18 Uhr

sowie nach Vereinbarung

Neustadt am Rübenberge, Liebfrauenkirche
29.10. Dienstag       14 – 18 Uhr
01.11. Freitag          10 – 16 Uhr
02.11. Samstag       10 – 16 Uhr
03.11. Sonntag        11 – 13 Uhr

sowie nach Vereinbarung

22 Wochen – 1 Objekt # 4

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Ich hinke gerade eine Woche hinterher, aber das werde ich locker noch in dieser Woche aufholen. Nun aber erstmal Woche 4 von Aequitas et Veritas toller Projekt Idee. 22 Wochen lang wird 1 Objekt in den unterschiedlichsten Situationen gezeigt. Und diesmal war es Lars nicht ganz so geheuer, aber lest und seht selbst…

Hallo Zusammen,

in dieser Woche hat Nicole mich zu einem ihrer Termine mitgenommen. Ich habe mir erst nichts dabei gedacht – es ist ja immer schön, wenn wir zusammen unterwegs sind – aber dann lese ich am Türschild: ambulanter Hospizdienst DASEIN. Sterben? Tod? Och nee…

Aber dann hat mich das Ganze doch interessiert. Ich habe sogar zeitweise nicht gelesen, so spannend war es, als die TeilnehmerInnen einer Projektgruppe getagt haben. Es geht um eine Ausstellung zum Thema Trauertattoos. Die findet im Oktober / November in Wunstorf und Neustadt am Rübenberge statt. Naja, Nicole wird Euch darüber bestimmt noch etwas erzählen.

Ich les jetzt erstmal noch ne Runde!

Habt einen schönen Tag
Euer Lars

P.S. Für Interessierte:

Ausstellungszeiten

 Wunstorf, Stadtkirche
19.10. Samstag       10 – 16 Uhr
20.10. Sonntag        11 – 13 Uhr
22.10. Dienstag       12 – 18 Uhr
25.10. Freitag          10 – 18 Uhr

sowie nach Vereinbarung

Neustadt am Rübenberge, Liebfrauenkirche
29.10. Dienstag       14 – 18 Uhr
01.11. Freitag          10 – 16 Uhr
02.11. Samstag       10 – 16 Uhr
03.11. Sonntag        11 – 13 Uhr

sowie nach Vereinbarung

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