Advents-Auszeit und Gina hat ihr See-Hund-Diplom

Urlaub in der Adventszeit hatte ich das letzte Mal vor 20 Jahren. Damals bin ich gerade 30 geworden und war mit meiner Familie auf meiner Lieblingsinsel Langeoog. Inzwischen beträgt mein Alter ein halbes Jahrhundert (ist schon Wahnsinn, oder?!) und dieses Mal war ich mit meinem Mann und unserer Hündin Gina an der Ostsee. Genauer gesagt: Niendorf am Timmendorfer Strand.

Ich liebe die See in dieser Jahreszeit! Die Natur kommt zur Ruhe und die Menschen stapeln sich nicht mehr am Strand. Wir hatten eine tolle Ferienwohnung, von der aus wir in wenigen Minuten am Wasser waren. Gina war von Anfang an hin und weg. Sie hat im Wasser herumgetollt und mit etlichen Hunden den Strand unsicher gemacht. Ab November dürfen Hunde ja alle Strände mitnutzen und das ist natürlich herrlich!

Wir haben lange Strandspaziergänge gemacht, ich habe fünf (!) Weihnachtsromane gelesen, lecker gegessen… die perfekte Auszeit!

Und nun werde ich die kommenden zwei Wochen nochmal richtig ranklotzen (ich sage nur: Abschlussarbeit…), bevor dann auch schon der Weihnachtsmann vor der Tür steht.

Natürlich habe ich Euch auch ein paar Fotos mitgebracht… Habt einen guten Start in die Woche!

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Die letzten Wochen des Jahres

Heute in einem Monat ist bereits der 2. Weihnachtstag… ich kann es kaum glauben. Glücklicherweise kommt vorher erst einmal die Adventszeit dran. Am Sonntag geht es endlich los! (Ihr wisst ja, dass ich es kaum noch abwarten kann)

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Ich werde mir in diesen Wochen eine Woche Auszeit gönnen (wann sonst soll ich meine 14 – ja, ich habe mir noch einen gekauft… – Weihnachtsromane lesen) und auch die Weihnachtszeit wird komplett arbeitsfrei bzw. frei von Social Media sein.

Neben all diesen freien Tagen steht neben vielen Kleinigkeiten ein großes Ziel auf meiner To-Do-Liste: meine Abschlussarbeit muss bis zum Ende des Jahres geschrieben sein. Ok, rein theoretisch hätte ich noch bis Ende Januar Zeit, aber ich möchte nicht erst auf den letzten Drücker fertig werden.

Am Wochenende war ich wieder zur Seelfrau-Ausbildung in Hamburg und da habe ich dann endlich die Erleuchtung gehabt (und einen super Tipp von einer Freundin), wie ich mein gewähltes Thema umsetze: Ich schreibe ein Interview mit mir selbst. Und zwar die Nicole-vor-der-Ausbildung befragt die Jetzt-Nicole. Die ersten Seiten sind bereits geschrieben und es läuft wie geschmiert. Ein sicheres Zeichen, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Nun fehlt noch einiges an Recherche, dann schreibe ich den Rest, überarbeite und… voilà – so einfach! 🙂

Für Heute war es das schon wieder, aber ich wollte Euch zumindest ein kurzes Lebenszeichen schicken und erzählen, warum Ihr in der nächsten Zeit (wahrscheinlich) nicht so viel von mir lesen werdet.

Ich wünsche Euch schon jetzt ein wundervolles erstes Advents-Wochenende und allen, denen nicht danach ist, wünsche ich viel Kraft für das was bei Euch gerade ansteht – passt gut auf Euch auf!

„Last Christmas“ – ein Weihnachtsfilm

Weihnachtsfilme vor der Adventszeit gucken? Geht gar nicht! Also bisher… denn in diesem Jahr bin ich bei einer Blogger-Kollegin (leider weiß ich nicht mehr bei wem, aber VIELEN HERZLICHEN DANK FÜR DEN TIPP!) über einen Trailer gestolpert.

OJEN3364„Last Christmas“ heißt der Weihnachtsfilm und wer jetzt denkt: hey, hat das was mit dem Lied von Wham zu tun? JA, hat es. Der Film ist inspiriert von diesem Song und von anderen von George Michael. Und da ich sowohl den Weihnachtssong, als auch die anderen Songs von George Michael liebe und natürlich auch Weihnachtsfilme und Weihnachten überhaupt… Ihr wisst jetzt glaube ich was ich meine… musste ich diesen Film UNBEDINGT gucken!

Und gestern war es soweit (am 14.11. ist er angelaufen, früher habe ich es nicht geschafft…). Ein wundervoller Film mit einer zur Höchstform auflaufenden Emilia Clarke in der Hauptrolle und neben ihr Henry Golding, super passend wie ich finde. In einer Nebenrolle die begnadete Emma Thompson, die ich sowieso für mein Leben gern sehe.

Ich habe gelacht, geweint, mit gesungen (leise, damit mich die anderen Zuschauer nicht rausschmeißen), ich war nachdenklich, gerührt und vom Verlauf der Story überrascht.

Wer von Euch also auf Weihnachtsfilme steht: UNBEDINGT ANSCHAUEN!!! Und für den Vorgeschmack findet Ihr hier den Trailer.

P.S. Nächstes Jahr gibt es ihn bestimmt auf DVD und dann findet er 100 % in meinem Regal ein schönes Zuhause!

Samstags-Plausch

Seit gestern darf ich bereits mein Wochenende genießen. Mein Mann hatte sich einen Tag frei genommen. Diese kleinen Auszeiten im Alltag sind für uns immer ganz besonders. Da braucht es keinen kompletten Urlaub, sondern es genügen diese zusätzlichen Stunden, um mal abzuschalten und sich zu erholen.

Kein Wunder also, dass ich heute völlig gechillt bin (das sagt man doch heute so, oder?!) Mal abgesehen davon, dass das Wetter herrlich ist und zum draußen sein geradezu auffordert, habe ich auch noch einiges was mich happy macht.

Ich habe mich für die nächste „Leben und Tod“ Messe in Bremen (8. / 9.11.2020) angemeldet. Das erste Mal als Fachbesucherin, was bedeutet, dass ich auch an Workshops und Fachvorträgen teilnehmen kann. Diesmal werde ich an beiden Tagen vor Ort sein und darauf freue ich mich schon riesig!

IMG_4979Gestern habe ich mir dann noch Bücher gekauft. Für mich immer ein Highlight und diesmal vervollständige ich damit eine Krimi-Reihe. Ich bin übrigens gar keine Krimi-Leserin… oder nur selten. Aber die Falck-Hedström Reihe von der schwedischen Autorin Camilla Läckberg, die hat es mir angetan. Und weil ich ja auch ein Weihnachtsfan bin (Finger hoch, wer das noch nicht wusste…), habe ich mir noch einen Weihnachtskrimi von ihr gegönnt. Somit habe ich jetzt 13 anstelle der geplanten 12 Weihnachtsromane… und JA, die werde ich Euch ALLE vorstellen!! 🙂

Überhaupt bin ich dieses Jahr viel früher in Weihnachtsstimmung als sonst. Normalerweise beginne ich damit erst exakt am 1. Advent. Aber wir feiern das erste Mal seit Jahren wieder mit der Familie bei uns und es ist ja auch Ginas erstes Weihnachtsfest. Ihr lest schon: ich laufe zur Höchstform auf!

Ach ja, gestern war ich noch auf einem Friedhof – was ja bei mir nicht ungewöhnlich ist – es geht um eine Blog-Aktion (mein Beitrag dazu kommt am 15.11.) und ich habe mich in diesem Rahmen schreiberisch an etwas neuem ausprobiert. Und das hat mir unfassbar viel Spaß gemacht! Ganz nebenbei hatte ich dann noch eine Erleuchtung! Die Abschlussarbeit meiner Seelfrau Ausbildung steht ja schon länger auf meinem Plan (ist eigentlich schon fertig… höhö), aber beim Gang über den Friedhof hatte ich endlich die zündende Idee zu dem was ich mir bisher grob vorgestellt hatte. Und nun geht es wirklich los und ich weiß, dass ich damit jetzt rasch vorankommen werde!

Ja, so sieht es also an diesem Wochenende bei mir aus. Was macht Ihr Schönes? Ich hoffe Ihr seid gesund und munter und könnt die freien Tage (so sie für Euch frei sind) genießen. Ich wünsche Euch eine schöne Zeit!

Alle Wünsche werden klein…

… gegen den gesund zu sein.

Kennt Ihr diesen Spruch auch? In meiner Kindheit hing er bei meinen Eltern im Flur. Und mal ehrlich: verstanden habe ich ihn damals nicht. Alle Wünsche werden klein… ich wollte ein Pony haben. DAS war für mich der allergrößte Wunsch!

Heute mit fast 50 Jahren weiß ich ganz genau, das dieser Spruch goldrichtig ist. Und gerade in den letzten Tagen hat mich das Leben (vorsichtshalber) auch noch einmal darauf hingewiesen. Wie das?

Auf einmal tauchten vor meinem linken Auge merkwürdige Schatten auf. Wenn ich blinzelte, verschwanden sie kurz, nur um dann wieder in mein Blickfeld zurück zu kehren. Am ersten, zweiten Tag dachte ich mir noch nichts dabei. Aber dann wurde mir mulmig zumute und ich beschloss, gleich heute Vormittag bei dem Augenarzt meines Vertrauens anzurufen.

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Glücklicherweise bekam ich heute Vormittag bei meinem Anruf direkt einen Termin in seiner Notfallsprechstunde und konnte sofort losfahren. Es folgte ein Foto meiner Netzhaut und eine genaue Untersuchung. Auf dem Foto war das was vor meinem Auge herumtanzt, deutlich zu erkennen. Es handelt sich um eine harmlose Glaskörpertrübung, die bei starker Kurzsichtigkeit (manchmal glaube ich, dass selbst Maulwürfe besser gucken können als ich…) und / oder im fortgeschrittenen Alter auftreten können.

HARMLOS ist also mein Wort des Jahres! Herrje, ich bin so erleichtert! Diese Trübungen werden nach und nach weniger, wurde mir gesagt und manchmal verschwinden sie auch wieder ganz. Ansonsten muss ich mich daran gewöhnen. Was ich nicht als Problem sehe, denn jetzt wo ich weiß, dass es meinen Augen gut geht, bin ich gelassen und allein das verschafft mir schon Erleichterung.

Ja: Alle Wünsche werden klein, gegen den gesund zu sein.

In diesem Sinne wünsche ich Euch alles Gute, hoffe, dass Ihr gesund und munter seid oder es hoffentlich bald wieder werdet!

Daumen hoch für einen tollen Busfahrer!

Manchmal gibt es Situationen im Alltag, die funkeln. Sie stechen aus dem täglichen Einerlei hervor und sorgen für Glücksgefühle. So wie die Begegnung, die Gina und ich heute hatten.

Unser Spaziergang führte uns heute mal wieder in den Ort hinein. Wir wohnen inmitten von Feldern, Wäldern und Wiesen, so dass hin und wieder ein Training mit vorbei flitzenden Autos, fremden Menschen und allem was so zu einem Stadtspaziergang dazu gehört, angesagt ist.

Gina hat sich über die Monate – fast neun sind es inzwischen!! – an fast alles gewöhnt. Nur an viel befahrenen Straßen schlägt ihr Hundeherz immer noch schneller, so dass wir weiter viele kleine Schritte machen, um ihr Vertrauen in den Straßenverkehr zu stärken.

Heute sind wir über den Friedhof gegangen, damit wir auf dem Rückweg ein kleines Stück an der Straße entlanggehen und nicht gleich Kilometerweit neben den vorbeisausenden Autos unterwegs sind. Wir kamen an eine Haltestelle, wo gerade ein Bus mit geöffneten Türen stand. Der Fahrer stand draußen auf dem Gehsteig. Wir grüßten uns freundlich und ich war schon fast vorbei, als ich dachte: hey, vielleicht kann Gina ja mal an dem riesigen Gefährt schnüffeln. Schließlich wollen wir irgendwann auch mal das Busfahren üben.

Ich fragte also freundlich nach und bekam als Antwort: „Klar, kein Problem. Sie können mit ihrem Hund auch hineingehen und ihr alles zeigen!“ Ich strahlte über das ganze Gesicht, bedankte mich und schon kletterten wir hinein und Gina konnte überall schnüffeln. Und das war schon eine aufregende Situation für so einen kleinen Hund. Ich freue mich immer, wenn es sich in solchen Momenten zeigt, wie gut unsere Bindung ist und dass sie Vertrauen in mich hat.

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Nachdem wir wieder ausgestiegen waren, habe ich mich noch mit dem Busfahrer unterhalten. Über das Busfahren, über Hunde aus dem Tierschutz. Er meinte dann, dass er es toll fände, wie ich meinem Hund die Welt zeigen würde und wenn ich wollte, könnte ich ja mal ein Stück mitfahren. „Aber ich weiß ja gar nicht, wann sie fahren“, entgegnete ich. „Ich meinte auch jetzt gleich. Meine Tour geht in zwei Minuten weiter, ich drehe dann hinten im Ort, fahre zurück und könnte Sie hier gegenüber wieder absetzen.“ Wow, was für ein toller Vorschlag! Ich habe mit Begeisterung angenommen.

So ist Gina heute völlig unerwartet zu ihrer ersten Busfahrt gekommen – die ungefähr 3-4 Minuten gedauert hat – und sie hat es toll gemacht. Ich war unglaublich stolz auf sie! Dem Busfahrer habe ich von Herzen gedankt und ihm alles Gute gewünscht.

Wie wundervoll so einem herzlichen Menschen zu begegnen!

Von Sterbebegleitung, Ausbildung und dem prallen Leben – ein Mischmasch-Plausch

Koffer packen. Darin bin ich inzwischen geübt. Seit Juni vergangenen Jahres fahre ich alle acht Wochen nach Hamburg, wo ich meine Ausbildung zur Seelfrau (Sterbe-, Trauer- und Seelenbegleiterin) mache. Auch Gina weiß inzwischen was es bedeutet, wenn mein roter Koffer aufgeklappt dasteht und ich alles hinein befördere was nicht bei Drei auf dem Baum ist. Dann schaut sie mich von unten herauf an… mit sooo traurigem Blick, dass ich kurz davor bin, wieder auszupacken. Was ich natürlich nicht tue, denn mein Mann verwöhnt unsere Süße, während ich weg bin, so dass ich ganz unbesorgt fahren kann.

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Während ich also routiniert meine Klamotten, Bücher, den Ausbildungsordner und was Frau sonst alles braucht, stapele, spazieren meine Gedanken auf eigenen Wegen. Seit Anfang der Woche ist meine erste Sterbebegleitung beendet und die vergangenen drei Monate wirken bei mir nach. Da kommen etliche Erinnerungen hoch. Schöne und traurige. Ich fühle mich durch das Erlebte bereichert, bin dankbar, dass ich Anteil nehmen und unterstützen durfte.

In den kommenden Wochen mache ich eine Pause und stehe nicht für die nächste Begleitung zur Verfügung. Zum einen möchte ich meiner Trauer – ja, ich trauere um den Menschen, der gestorben ist, auch wenn ich ihn nur kurz kannte – Raum geben, aber auch das in Ruhe erledigen, was in den kommenden Wochen ansteht.

Am 18. Oktober beginnt die Ausstellung zum Thema „Trauertattoos“ in Wunstorf (und im Anschluss noch in Neustadt am Rübenberge). Ich habe mich – neben vielen anderen ehrenamtlichen HelferInnen – bereit erklärt, beim Aufbau und der Begleitung der Ausstellung zu helfen. Worauf ich mich schon sehr freue! Ich bin gespannt, welchen Menschen ich in diesem Kontext begegne, welche Gespräche auf mich warten. Natürlich werde ich Euch im Anschluss davon berichten.

Und dann steht vom 01. – 03. November das jährliche Schreib-Lust Seminar in der Ev. Heimvolkshochschule in Loccum an, das ich aktuell vorbereite. Ich freue mich schon auf all die bunten Geschichten, die meine TeilnehmerInnen in diesen Tagen wieder zu Papier bringen werden. Etliche von ihnen nehmen bereits seit vielen Jahren daran teil, so dass diese Gruppe für mich etwas ganz besonderes ist.

Neben all dem darf natürlich unsere Hündin Gina nicht zu kurz kommen. Lange Spaziergänge, üben fürs Cross Dogging und seit neuestem macht sie gemeinsam mit Herrchen beim Mantrailing mit. Genau das richtige für unsere kleine Schnüffelnase.

Ach ja, eine Kleinigkeit noch – bevor ich dann meinen Koffer weiter packe – wusstet Ihr, dass es eigentlich Adventkalender heißen muss? Aber schaut Euch mal um: überall steht AdventSkalender. Frau lernt ja nie aus… aber ich werde das S auch weiterhin nutzen!

Habt einen schönen Abend und lasst es Euch gut gehen!