Zeitkapsel

In diesem Monat bin ich mit meiner Schreibkick Geschichte tatsächlich mal wieder pünktlich fertig geworden! Das Thema lautet `Zeitkapsel´und eigentlich und uneigentlich ist eine Zeitkapsel ja ein Behälter in dem man Dinge aufbewahrt, um sie erst nach einer bestimmten Zeit wieder heraus zu holen und dadurch dann über das vergangene Zeitalter etwas zu erfahren. Naja, so ungefähr…

Bei mir kam allerdings ein ganz anderer Gedanke auf und ich bin sehr gespannt, wie Euch meine Geschichte gefällt.

Ach ja, und wenn Ihr Lust habt, auch einmal bei den Schreibkicks mitzumachen, dann schaut doch mal hier in der facebook Gruppe, die von Sabi Lianne ins Leben gerufen worden ist, vorbei.

Zeitkapsel
von Nicole Vergin

Es war einmal ein alter Mann, dessen Zeit gekommen war. Doch als der Tod an seine Tür klopfte, da bat er ihn inständig darum, ihm noch ein wenig Lebenszeit zu schenken. Er habe bisher noch nichts von der Welt gesehen, für ihn habe es immer nur die Arbeit auf den Feldern gegeben und nun wolle er dies nachholen.
Der Tod betrachtete ihn einen Moment aus den leeren Augenhöhlen seines Schädels, dann griff er in seinen schwarzen Umhang, zog etwas hervor und legte es in die Hand des Mannes.
„Diese Zeitkapsel wird dir sieben Jahre schenken. Sieben Jahre, in denen du die Welt bereisen kannst. Wenn die sieben Jahre um sind, werde ich erneut an deine Tür klopfen.“ Mit diesen Worten verschwand der Tod.
Der alte Mann konnte sein Glück kaum fassen. Er nahm die unscheinbare weiße Kapsel in den Mund, zerbiss sie und spülte sie mit einem großen Schluck Wasser hinunter. Für einen Moment blieb ein bitterer Geschmack auf seiner Zunge zurück. Doch dann fühlte er sich mit einem Schlag jung und tatkräftig.
Rasch schnürte er sein Bündel, rief seiner Frau einen Gruß zu und nahm den Weg, der vor seiner Hütte lag unter die Füße. In den folgenden sieben Jahren erwanderte er ein Land nach dem anderen. Und überall wo er hinkam, wurde er freundlich aufgenommen und die Menschen rissen sich darum, es ihm schön zu machen.
Er lernte andere Kulturen kennen, bestaunte die Sehenswürdigkeiten und genoss das Leben. Doch eines Tages, als sich die sieben Jahre dem Ende zuneigten, bemerkte er zweierlei: zum einen war er des Reisens überdrüssig geworden und ihm fehlte das altvertraute und beständige und genau dies führte ihn zum anderen: er hatte auf einmal Sehnsucht. Sehnsucht nach seiner Frau. Wie hatte er sie nur all die Jahre allein zurücklassen können? Ja, er hatte fantastische Dinge gesehen und unglaubliches erlebt, aber all das ohne sie. Und nun, wenn er endlich nach Hause zurückkehren würde, dann würde er auch gleich wieder gehen müssen. Denn sicherlich würde der Tod dort bereits auf ihn warten und erneut an seine Tür klopfen.

Und so war es dann auch. Kaum, dass er seine Frau in die Arme geschlossen hatte, vernahm er das laute Pochen und obwohl er die Tür fest verriegelt hatte, stand im selben Moment der Tod mitten im Raum. Seine Frau erschrak darüber und sie hielten sich gegenseitig fest umschlungen. Als jedoch der Tod mit der Spitze seiner Sense auf den Mann zeigte, wich die Frau ängstlich zurück.
Der Mann aber flehte den Tod erneut um Aufschub an. „Ich habe eingesehen, wie selbstsüchtig ich gegenüber meiner lieben Frau war. Und nun hat sie mir trotz allem vergeben und mir erneut ihr Herz geöffnet. Bitte lass mich um ihretwillen noch eine Weile hier.“
Mit einer langsamen Bewegung zog der Tod seine Sense zurück, ohne dass die scharfe Klinge den Mann auch nur berührte. Dann zog er wie sieben Jahre zuvor eine weitere Zeitkapsel aus seinem Umhang hervor.
„Ich schenke dir weitere sieben Jahre. Nutze sie gut, denn auch sie werden vergehen und ich werde erneut vor dir stehen, um dich abzuholen.“
Erleichtert nahm der Mann die Kapsel und während der Tod verschwand steckte er sie in den Mund und zerbiss sie. Neben dem schon bekannten bitteren Geschmack fühlte er nun noch ein kurzes brennen auf der Zunge. Aber auch dies verging.
Die folgenden Jahre verbrachte der Mann mit seiner Frau und sie waren sich während dieser Zeit näher als je zuvor. Gemeinsam standen sie morgens auf und begrüßten den Tag. Gemeinsam machten sie Besorgungen, saßen am Tisch und aßen und unterhielten sich. Über ihre Kinder und Enkelkinder, über ihr gemeinsam verbrachtes Leben, über die Reisen des Mannes.
Jedoch beobachtete der Mann, wie seine Frau mit jedem Jahr schwächer wurde, denn schließlich war sie in der Zeit, die die Kapsel ihm geschenkt hatte, weiter gealtert. Und noch bevor die sieben Jahre um waren, lag sie eines Morgens tot im Bett.
Wie dankbar war der Mann da, dass seine Kinder und Enkel ihm in dieser schweren Zeit beistanden. Und erst da fiel ihm auf, dass auch seine Kinder in die Jahre gekommen waren. In ihren Haaren hatten sich graue Strähnen ausgebreitet und in ihren Gesichtern erzählten die ersten Falten von ihrem gelebten Leben. Seine Enkel hingegen waren größtenteils auch schon erwachsen und in Kürze würde er das erste Mal Urgroßvater werden.
„Es kann doch nicht sein, dass ich jetzt gehen muss“, dachte er bei sich und versuchte den Gedanken an den Tod beiseite zu schieben.

Doch der Tag kam auch dieses Mal und das Pochen an der Tür ließ nicht lange auf sich warten. Der Tod trat in die Hütte ein und sogleich flehte der Mann ihn an: „Bitte lieber Tod schenke mir noch einmal einige wenige Jahre, nur um sie noch mit meinen Kindern, Enkeln und mit meinem Urenkel zu verbringen. Und dann, das verspreche ich, werde ich mit dir gehen.“
„Es sei dir ein letztes Mal gewährt.“ Mit diesen Worten überreichte der Tod ihm die dritte Zeitkapsel und als der Mann dieses Mal darauf biss, schmeckte er nicht nur das bittere und fühlte ein brennen auf der Zunge, sondern ihm wurde derart schwindelig, dass er sich hinlegen musste, um seinen raschen Herzschlag zu beruhigen.
Als er wieder zu Kräften gekommen war, machte er sich sogleich auf und besuchte all seine Lieben. Mit jedem von ihnen verbrachte er Zeit und anfangs genoss er es. Aber je länger es andauerte, desto mehr stellte er fest, dass er müde wurde. Er wunderte sich anfangs darüber, denn so wie in den zwei Mal sieben Jahren zuvor, stand ihm noch genügend Kraft zur Verfügung. Es dauerte eine Weile bis er begriff, dass er des Lebens müde war.
In seinem Leben hatte er alles erlebt. Er hatte geliebt und manchmal auch gehasst. Er hatte gearbeitet und abends nach Sonnenuntergang die Zeit mit seinen Lieben genossen. Er war gereist, hatte zahllose Stunden mit seiner lieben Frau und nun auch mit seinen Kindern, Enkeln und mit seinem Urenkelchen verbracht.
„Was könnte ich mir mehr wünschen?“, dachte er bei sich.

Am Tag als die sieben Jahre um waren, saß der alte Mann draußen auf der Bank vor seiner Hütte. Und als der Tod erschien, da begrüßte er ihn wie einen alten Freund und sie gingen gemeinsam den Weg auf die andere Seite.

Diesmal waren dabei:

Rina

Veronika

Corly

Surf your inspiration

Sabi

Am 24. Dezember gibt es ein Weihnachts-Special: Die Sache mit dem Rentier

Und das Thema für den 01. Januar lautet: Das Märchen der guten Vorsätze

Herbstmomente – ein verspäteter Schreibkick

Ja, in diesem Monat hinke ich mit dem Schreibkick sehr hinterher. Ich hatte ziemlich schnell eine Idee zum Thema „Herbstmomente“, aber irgendwie funktionierte das nicht. Manchmal ist das so. Und dann beobachtete ich eine Szene in unserem Garten, unter der Eberesche. Aha! Eine weitere Idee! Ich begann zu schreiben… und es funktionierte nicht. Ok, dachte ich. Dann nehme ich in diesen Monat eben nicht am Schreibkick teil.

Aber die zwei unvollendeten Geschichten ließen mich nicht los. Und nun habe ich zumindest eine beendet. Es flutschte wahrlich nicht so wie sonst, aber das muss es ja auch nicht immer!

Ach ja, falls Ihr auch mal bei den Schreibkicks mitmachen wollt, findet Ihr hier die facebook Gruppe dazu. Jetzt kommt aber wirklich die Geschichte!!

Herbstmomente
von Nicole Vergin

„Aufwachen, aufwachen, AUFWACHEN!“
„Uaaah…“, im letzten Moment gelang es Tapsi sich an dem Zweig, auf dem er eben noch friedlich schlummernd gehockt hatte, festzukrallen.
„Pssst, nicht so laut!“
„Laut? Ich? Du krakelst doch hier rum und weckst mich aus meinen schönsten Träumen“, Tapsi versuchte mit seinem kleinen gelben Schnabel nach seinem Bruder Tipsi zu hacken. Aber der war wie immer viel schneller als er. „Lass mich jetzt in Ruhe“, Tapsi steckte den Kopf wieder unter seinen Flügel, so dass er nur noch dumpf zu verstehen war, „vielleicht träume ich wieder von dem Regenwurm.“
Nun war es Tipsi, der seinen Bruder mit dem Schnabel bearbeitete. „Hör mir doch wenigstens einmal zu. Ich weiß etwas viel besseres, als einen glitschigen Regenwurm.“
Nun wurde sein Bruder doch hellhörig, wie immer wenn es um etwas zu essen ging.
„Stell dir vor: die Vogelbeeren im Garten des Nachbarn sind endlich so, wie wir sie gerne mögen.“
„Ein wenig angetrocknet von der Sonne?“, Tapsis dunkle Augen leuchteten, als Tipsi nickte. „Und ein wenig schrumpelig?“
„Genau!“, jubelte sein Bruder, „und ein Teil liegt bereits am Boden, wir brauchen sie nur noch aufpicken. Es ist wie im Schlaraffenland!“
„Im Schlaff… waaas?“
Ohne eine Antwort zu geben, breitete Tipsi seine schwarzen Flügel aus und stieß sich von dem Ast auf dem sie saßen ab. „Komm, beeil dich, sonst fressen uns andere noch die Beeren vor dem Schnabel weg.“
Nun war auch Tapsi endlich richtig wach und hüpfte wild auf dem Ast herum. Mit dem Flugstart hatte er schon immer Probleme gehabt, doch dann segelte auch er endlich durch die Luft. Ein sanfter Wind wehte und trug ihn ohne große Mühe über die Bäume hinweg in den Nachbargarten.

„Ich sehe sie schon“, rief er mit leuchtenden Augen, als sie nebeneinander in den Sinkflug gingen.
Und tatsächlich: unter ihnen stand die herrliche große Eberesche und reckte ihre bereits kahlen Zweige, an deren Enden noch etliche der roten Vogelbeeren hingen, in den blauen Herbsthimmel.
„Da“, rief Tapsi aufgeregt, „da liegen ganz viele auf einem Haufen.“ Mit einem satten Bauchklatscher landete er inmitten der kleinen roten Beeren, die er sofort eine nach der anderen gierig aufpickte.

„Hey, ihr Zwei!“
Eine fremde Stimme riss die Brüder aus ihren Futterträumen.
„Gebt ihr mir auch welche ab?“ Ein kleiner Igel kam auf seinen vier kurzen Beinen eilig angelaufen.
„Igel fressen keine Vogelbeeren“, Tipsi flatterte abwehrend mit den Flügeln.
„Wer sagt das?“ Der Igel sah ihn aus seinen dunklen Augen, die wie kleine Stecknadelköpfe aussahen, neugierig an.
„Na ich. Tipsi, die allwissende Amsel.“
„Ha, ha, ha“, lachte Tapsi, wobei er sich fast an einer Beere verschluckte und erst einmal husten musste. „Du und allwissend?“, fügte er dann hinzu.
„Na, was ist denn hier so lustig?“ Unter einem naheliegenden Kirschlorbeer huschte eine Maus hervor.
„Der Vogel da sagt, er sei allwissend“, erklärte der Igel. Dann kratzte er sich mit der Hinterpfote am Kopf. „Was ist denn allwissend?“
„Einer, der glaubt, er hat die Weisheit mit Löffeln gefressen“, erklärte die Maus und hielt schnüffelnd ihre kleine Nase in die Luft. „Die Beeren riechen aber gut.“ Sie machte ein paar Sätze durchs Gras und biss gleich darauf in eine hinein.
„Och nee“, nun mischte sich auch Tapsi ein, „wenn ihr jetzt alle mitesst, bleibt gar nichts für mich übrig.“
Die Maus stellte sich kauend auf die Hinterbeine und schaute einmal um sich herum. Dann wandte sie sich wieder an Tapsi. „Hier gibt es doch noch massenhaft Beeren. Das reicht doch wohl für uns alle.“
„Mmh“, machte Tapsi. So ganz überzeugt war er nicht. Und dass, obwohl er bereits ein wenig Bauchweh hatte, weil er ganz schnell, so viele Beeren wie möglich gefuttert hatte.
Inzwischen hatte sich auch der Igel eine der Beeren geschnappt und hinein gebissen. „Iiih“, er schüttelte sich und spukte den Rest aus, „die sind ja total bitter.“
„Ich sag ja, dass Igel die nicht mögen“, nickte Tipsi sichtlich zufrieden.
„Aber euch schmecken sie doch auch“, der kleine Igel sah sich nach einer weiteren Beere um, als eine Stimme ertönte.

„Maxi, wo steckst du nur schon wieder?“, eine Igel Dame kam auf die kleine Gruppe zu gelaufen. „Immer treibst du dich rum.“ Sie sah ein wenig erschöpft aus. „Euch drei Geschwister zu hüten, ist wirklich schlimmer, als einen Sack Flöhe zu beaufsichtigen.“ Sprachs und schob gleich darauf ihre Nase zwischen ihr Stachelkleid und dann war ein leises Knacken zu hören.
„Mama ist die beste Flohjägerin weit und breit“, Maxi schaute die anderen sichtlich stolz an.
„Ja, ja“, ein liebevoller Blick traf das Igelkind, „aber nun komm nach Hause. Papa hat ein paar Käfer für euch Kinder mitgebracht.“ So schnell ihn seine kurzen Beine trugen, rannte Maxi los, ein kurzes „Tschüss“ über die Schulter rufend.
Tipsi, Tapsi und die kleine Maus sahen ihm erstaunt nach.
„Also fressen Igel wohl doch keine Vogelbeeren“, stellte Tapsi fest und stopfte sich bereits die nächsten in den Schnabel.
„Hb i ja gwust“, quetschte Tipsi an einer Beere vorbei.
Die kleine Maus indessen futterte einfach still vor sich hin. Sie wollte wohl nicht riskieren, doch noch von den Brüdern verjagt zu werden.

Diesmal waren dabei:

Sabi

Veronika

Rina

Corly

Christine

Das Thema für den 01. Dezember lautet: Zeitkapsel

Und für den 24. Dezember gibt es noch ein Weihnachtsspecial: Die Sache mit dem Rentier

 

 

Summer in the city

Diese Geschichte ist inspiriert durch die Schreibkicks von Sabi Lianne. Jeweils zum 01. des Monats gibt es ein Thema, das jeder für sich frei interpretieren kann. So kommen die unterschiedlichsten Geschichten zustande. Wenn Ihr Lust habt auch einmal mitzumachen, dann klickt hier. Das Thema für den 01. Mai lautet: Vorfreude auf Sommergenüsse. Und wenn Ihr danach Lust auf den Song habt, denn klickt hier!

Summer in the city
von Nicole Vergin

Endlos lagen die Sommertage vor ihr. Heiß. Einsam. Eine Last. Ihre Freunde fuhren wie jedes Jahr in den Urlaub und sie musste in der klebrigen Land-Idylle ihrer Eltern bleiben. „Die Kühe füttern sich nicht von allein“, war die Reaktion auf ihr Drängen, ihre Lust nur einmal auszubrechen.

Und da war dieser Song, den sie vor Wochen im Radio gehört und sich dann mit dem Kassettenrecorder aufgenommen hatte. „Summer in the city“. Ihr Schulenglisch reichte nicht aus, um den Text vollständig zu verstehen, aber sie fühlte den Herzschlag, die Leidenschaft des Songs. Sommer in der Stadt. Ja, sie wollte auch in die Stadt. In die Großstadt. Irgendeine. Da, wo das Leben pulsierte, wo Menschen durch Innenstädte schlenderten. Die Frauen große Sonnenbrillen unter den ebenso großen, breitkrempigen Hüten trugen. Und Röcke, die so kurz waren, dass ihr Vater sie dafür ohrfeigen würde, wenn sie es nur einmal wagen würde, so etwas anzuziehen.

In der Großstadt tanzten sie – „dance all night“ – während sie hier ihre kostbare Zeit mit Kuhfladen und dem ausschrubben von Futtertrögen vertrödeln musste.

„Summer in the city“, sang sie laut bei der Stallarbeit und erschrak, als eine tiefe Stimme „Wer will schon im Sommer in der brütend heißen Stadt hocken“, einwarf.
Die Mistforke ging polternd zu Boden und eine heiße Röte schoss ihr ins Gesicht. Ein junger Typ stand vor ihr, Schnauzer, breite Koteletten und die Haare bis auf die Schultern. „Langhaarige Bombenleger“, würde ihr Vater nur verächtlich sagen.
Aber ihr Herz schlug aufgeregt, so als hätte es bereits eine Nacht durchgetanzt. Und davon erzählte sie ihm dann auch. Später, als sie Hand in Hand über die Wiesen der Eltern liefen. Hinter ihrem Rücken wohlbemerkt, wissend, dass diese es nicht gutheißen würden.

Zum ersten Mal Widerstand, eine winzige – wenn auch geheime – Rebellion. Er machte ihr Mut. „Lass dich nicht einsperren“, sprach von freien Menschen. Und – ihr Herzschlag machte einen Looping – von freier Liebe.

Leuchtendblauer Himmel über den ebenso leuchtenden grünen Wiesen. Die Butterblumen strahlten mit der Sonne um die Wette. Das gluggern des Bächleins, das am Rande der Wiese lief, war nun nicht mehr störend, sondern romantisch.
Ja, wer wollte denn schon im Sommer in die Stadt, wo doch das Leben, das wirkliche Leben nur auf dem Land zu finden war. Da taten nicht einmal die dumm dreinblickenden Kühe, der Romantik Abbruch.

„Ich komme wieder“, versprach er, als seine Lippen das letzte Mal ihre verschlangen.
Der anfangs so endlos scheinende Sommer war vorüber und auch er war fort.
Was blieb, war die Liebe für den Sommer auf dem Land. Und diese, das nahm sie sich trotz aller Verzweiflung und Trauer vor, diese würde sie an ihr Kind weitergeben.

Diesmal waren dabei:

Veronika

Eva

Rina

Sabi

Für den 1.6. lautet das Thema: Dumme Fee bei Licht