Lese-Zauber

Wie ich Euch bereits angekündigt habe, stelle ich nun noch die letzten drei Weihnachts-Romane vor, die ich im Januar noch gelesen habe. Glücklicherweise hat auch unser Weihnachtsbaum so lange durchgehalten, da war es leicht, in Stimmung zu bleiben!

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„Weihnachtszauber in Hopewell“ von Nancy Naigle. Auf dem Cover ist ein Buchladen abgebildet, auf dem Titel-Schriftzug ordentlich Glitzer – da war ich natürlich gleich dabei. Es ist so einfach, mich einzufangen… Die Geschichte spielt in einer Kleinstadt, wie der Titel schon verrät: in Hopewell. Jeder kennt jeden. Und was oftmals als schlimm empfunden wird, ist hier für die Bewohner ein Segen. Denn in guten Zeiten freut man sich für den anderen und in schlechten unterstützt man sich. Also die perfekte Umsetzung des Weihnachtsgedankens. Für Sydney und ihre Tochter RayAnne genau das Richtige, denn sie haben gerade erst die Trennung von Ehemann / Vater hinter sich. Der sich zudem nicht gerade fair verhält. Da hilft doch die freundliche Aufnahme von Buchladen-Besitzerin Bea erst einmal über das Schlimmste hinweg. Eine richtig schöne Weihnachtsgeschichte mit viel Herz und Glitzer.

Ganz anders kam dann „Winterzauber in Paris“ von Mandy Baggot daher. Ich hatte ja in der Weihnachtszeit bereits „Winterzauber in Manhattan“ von ihr gelesen, aber dieses unterscheidet sich deutlich. Mich hat angezogen, dass es in Paris spielt und ich war neugierig, was für eine Geschichte sich die Autorin da wohl ausgedacht hat. Es hat viel mit Trauer zu tun. Trauer, die Zeit braucht und Menschen die dafür Verständnis haben, dass man sein Leben nicht einfach so weiterleben kann. Denn dazu ist der Fotograf Julien nach dem Tod seiner Schwester – verständlicherweise – nicht in der Lage. Und dann ist da Ava, die sich endlich aus dem Bannkreis ihrer Mutter loseisen und ihren treulosen Freund vergessen will. Mal ganz abgesehen davon, dass ihr eine Portion Selbstvertrauen nicht schaden würde. Das alles umhüllt von einem weihnachtlich geschmückten Paris, das sogar mit Schnee aufwartet. Ich habe ein wenig gebraucht, um mit der Geschichte warm zu werden – keine Ahnung warum – aber dann…

Als letztes habe ich noch einen Roman von Heike Wanner gelesen: „Das Leben ist kein Punschkonzert“. Auch von dieser Autorin habe ich in dieser Weihnachtssaison schon ein Buch gelesen: „O du fröhliche Weibernacht“. Aber dieses hier hat mir noch viel besser gefallen. Drei Schwestern, die sich mal mehr, mal weniger grün sind. Aber als die Jüngste – die in den Augen der älteren Schwestern nichts auf die Reihe bekommt – sich das Handgelenk bricht, unterstützen die Beiden sie sofort. Denn Julia führt den Familienstand auf dem Weihnachtsmarkt weiter und ihr Leben dreht sich dabei um Reibekuchen (morgen werde ich das enthaltene Rezept mal ausprobieren!) und Punsch. Ich war von Anfang bis Ende von diesem Roman begeistert, die Autorin hat es geschafft, alle Figuren lebendig werden zu lassen und sie haben sich nach und nach in mein Herz geschlichen. Ein toller Abschluss meines Weihnachts-Roman-Lese-Projekts.

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Ich staune auch in diesem Jahr, wie verschieden meine Weihnachtsromane doch sind. Hier kommen die nächsten gelesenen Titel:

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„Winterzauber in Manhattan“ von Mandy Baggot. Die meisten Weihnachtsromane haben einen maximalen Umfang von 300 Seiten mit rechter großer Schrift. Als ich diesen Roman begann, musste ich tatsächlich umschalten: 566 Seiten. Da wird nicht eben mal eine kleine Geschichte erzählt, sondern da gibt es ungewöhnlich viele Details, Beschreibungen etc. Normalerweise mag ich das, aber nach den anderen Romanen fand ich es erst einmal doof. Aber natürlich habe ich weitergelesen. Die Geschichte von der Engländerin Hayley und ihrer Tochter Angel, die Weihnachten in New York verbringen. Sie begegnen dem klassischen Weihnachtsmuffel, fahren Schlittschuh im Rockefeller Center, bummeln auf der 5th Avenue (ich liebe Weihnachtsgeschichten, die in New York spielen – keine Ahnung warum). Aber eigentlich will Hayley Angels Vater finden. Und während ich von all dem las, zog mich die Story immer weiter in ihren Bann und inzwischen bin ich froh, dass Mandy Baggot noch einige „Winterzauber in…“ Bücher geschrieben hat. Denn ich hoffe doch sehr, dass mir die genauso gut gefallen!

Tja und dann kam „Kleines Hundeherz sucht großes Glück“ von Petra Schier. Den Roman hatte ich auf einem Wühltisch in Hamburg gefunden und spontan mitgenommen. Natürlich habe ich bei meinen Weihnachtsromanen Favoriten und solche, die ok waren aber nicht in Kopf und / oder Herz hängenbleiben. Aber diesen Roman mag ich nicht. Mir gefällt es nicht, wie die Geschichte erzählt ist und ich mag den Stil der Autorin nicht. Immerhin hat der kleine Hund Amor, der ein neues Zuhause sucht, mein Herz angerührt (ist klar, oder?!!). Aber dass die Elfen vom Weihnachtsmann (die Story spielt teils in unserer Welt und teils im Reich des Weihnachtsmanns) keine Namen sondern nur Nummern haben (Elfe-Sieben…) find ich blöd. Aber das ist alles Geschmackssache und gefallen die Weihnachtsromane der Autorin, denn es gibt inzwischen zehn Stück von ihr. Also lasst Euch nicht von meiner Meinung abschrecken, sondern macht Euch selbst ein Lese-Bild!

Als nächstes habe ich „Bevor die Stadt erwacht“ von Kerstin Hohlfeld gelesen und diesen Roman habe ich vom ersten bis zum letzten Satz geliebt! Bisher mein Favorit! Es geht um Amelie und ihren Sohn Elias, der sich zu Weihnachten wünscht, dass seine Mutter nicht immer so müde ist. Denn sie muss nachts arbeiten, um sich und ihn über Wasser zu halten, denn sie ist alleinerziehend. Auch hier taucht ein Mann auf, den an Weihnachten lediglich seine aktuelle Weihnachts-Komposition interessiert. Aber das Weihnachtsgetümmel vor den Fenstern seiner Villa möchte er doch gerne abstellen. Es tauchen viele liebenswerte Figuren in dieser Story auf, mit denen ich gemeinsam gelacht und geweint und gelitten habe. Das alles gemischt mit dem „Geist der Weihnacht“ – für mich perfekt!

Konfetti auf dem Cover deutet schon einmal nicht auf einen Weihnachtsroman hin. Trotzdem hat er mich angezogen, als ich ihn – ebenfalls auf einem Hamburger Wühltisch – gefunden habe. „Das 10-Minuten-Projekt“ von Chiara Gamberale, einer Italienerin. Die Story spielt im Dezember. Eine Frau, die von ihrem Mann verlassen wurde und die von ihrer Therapeutin den Rat bekommt, jeden Tag 10 Minuten lang etwas zu machen, was sie noch nie gemacht hat. Und das an 30 aufeinanderfolgenden Tagen. Mit langen Zähnen macht sie sich an diese Aufgabe, backt Pancakes, besucht einen Flohmarkt, lernt Leute kennen. Und was das mit ihr macht, das muss man am besten selber lesen. Ich bin froh, dass mir dieser Roman gerade in dieser Zeit in die Hände gefallen ist – dicker Daumen nach oben!

Ich schließe wieder mit einem Film, den ich gesehen habe: „Weihnachten im Schnee“, eine deutsche Produktion mit Katharina Schüttler, Ulrike Kriener… und in einer Nebenrolle Wencke Myhre, die ich schon als Kind mochte. Die Story ist zum größten Teil vorhersehbar, aber ich mag zum einen die Schauspieler in ihren Rollen, dann die Schneeberge (es wurde in Norwegen gedreht) und das ich-lass-mich-einfach-hineinfallen-Gefühl. Wer mal schauen mag, es gibt ihn noch in der Mediathek, einfach hier klicken.

Über die Hälfte meiner Weihnachtsromane habe ich nun schon gelesen, sieben folgen noch und auch die werde ich Euch nach und nach vorstellen. Ich nutze also meine Weihnachts-Auszeit gut! Ich wünsche Euch einen zauberhaften Tag und wir lesen uns wieder.