Die erste Wanderung in diesem Jahr

Ein paar freie Tage und jede Menge Sonnenschein – die besten Bedingungen, um mal wieder die Wanderschuhe zu schnüren. Da wir in diesem Jahr noch keine Wanderung unternommen hatten, wurde es eine Kurzstrecke von rund 7,5 km. Aber immerhin mit ein paar Steigungen darin.

Da wir keine Lust hatten, allzu weit zu fahren, haben wir eine unsere Hausstrecken in Angriff genommen. Start war in Loccum, im Klosterwald und dann ging es über Felder, durch Wälder und den Ortsteil Münchehagen bis nach Bad Rehburg.

Das schöne an dieser Strecke ist die Abwechslung, es wird nie langweilig und wir konnten unterwegs herrliche Landschaftsausblicke genießen. Natürlich gab es auch ein Picknick. Und zwar nicht nur für uns, sondern auch für Gina, die das erste Mal in ihrem Leben gewandert ist und für die natürlich alles aufregend und neu war. Wir haben auch gleich den neuen faltbaren Napf ausprobiert, der genau das richtige ist für einen Outdoor Dog wie Gina einer ist!

Wir Drei hatten einen Riesenspaß und wir werden uns sicherlich bald wieder auf den Weg machen. Und dann gerne auch über längere Etappen.

IMG_3467IMG_3470IMG_3474IMG_3475IMG_3481IMG_3483IMG_3486IMG_3491IMG_3492IMG_3496IMG_3497IMG_3498

Auf zum Wilhelmsturm – ein kleiner Wanderausflug mitten im Alltag

Der Weg, der in den Wald hineinführt, geht spürbar bergauf. Kein Wunder, befinde ich mich doch in den Rehburger Bergen. Diese Hügel in der Nähe des Steinhuder Meeres, haben es durchaus in sich. Vor allem, wenn Frau sich just in einer unsportlichen Lebensphase befindet.

IMG_2189IMG_2190

Rasch jedoch wird die Anstrengung – der schwere Atem und das ziehen in den Waden – zur Nebensache. Der Wald mit seinen Meterhohen Buchen zieht mich in seinen Bann. Durch die dichten Blätterkronen treffen immer wieder Sonnenstrahlen den Waldboden. Hin und wieder lugt zwischen dem Blätterdach ein Stück blauer Himmel hervor.

IMG_2193

IMG_2196

Ich staune, dass die Blätter an den Bäumen noch grün sind und der Wald dadurch wie ein Sommerbild aussieht. Die Temperatur von fast 25 ° tut ihr übriges. Ein T-Shirt wäre für meine kleine Wanderung wohl passender gewesen. Ich schiebe die Ärmel meines Pullis hoch, fühle wie Schweißtropfen über meinen Rücken rinnen.

Am Wegesrand der hoch aufragende Wurzelballen eines Baumriesen, der wohl einem er letzten Stürme zum Opfer gefallen ist. Das Moos an den Baumstämmen leuchtet in der Sonne hellgrün. In welcher Himmelsrichtung wächst es noch gleich? Ich vergesse es immer wieder.

IMG_2194

Wie gut, dass ich meine Wanderschuhe angezogen habe. Der Weg ist teils uneben und einige Stellen feucht und damit auch rutschig. Ich bin froh, dass mir die Schuhe guten Halt geben.

IMG_2195

Von Bad Rehburg führt mich der Weg in Richtung Wölpinghausen. Irgendwo unterwegs wechseln die Landkreise. Bin ich jetzt noch in Nienburg oder doch schon in Schaumburg? Egal.

Die Ruhe hier im Wald ist ansteckend. Der Alltag auf einmal weit weg. „Laufen, wenn nichts mehr läuft“ – so oder ähnlich heißt es, wenn es einem nicht gut geht. Und es ist wahr. Mein Gehirn tankt Sauerstoff und arbeitet wieder besser. Ein gutes Gefühl. Und auch mein restlicher Körper freut sich über die Bewegung an der frischen Luft. Mein Herz schlägt zufriedener.

Schritt für Schritt wandere ich weiter. Ich habe keine Eile, genieße den Moment. Findlinge am Weg laden mich zu einer Trinkpause ein. Ich beobachte große, schwarze Käfer, die eifrig über den Waldboden wuseln. Ich bewundere Pilze, die ihren Platz an einem Baum gefunden haben und sich in interessanten Formen präsentieren.

IMG_2198IMG_2208IMG_2191

Und dann taucht er zwischen den Bäumen auf: der Wilhelmsturm. Mit seinen hellen Steinquadern streckt er sich in schlanker Form dem Himmel entgegen. An der Vorderseite befindet sich, einige Meter über der Eingangstür, ein kleiner Balkon. Nicht nur ich denke an Romeo und Julia, wie ich dem Gespräch einer 3-köpfigen Wandertruppe entnehme.

IMG_2201

Laub raschelt unter meinen Schuhen, als ich zu einer der Sitzgruppen gehe, um dort ein wenig zu schreiben. Gedanken fließen unter freiem Himmel leichter, wie ich finde. Das wussten schon die Künstler im Zeitalter der Romantik, die ihre Inspirationen in der Natur gesucht und gefunden haben.

„Auf Freunde, herunter das heiße Gewand
und tauchet in kühlende Flut,
die Glieder, die matt von der Sonne gebrannt,
und holet von neuem euch Mut.“

Die erste Strophe des Gedichts „Badelied“ von Novalis, dem bekanntesten Dichter aus der Zeit der Romantik. Jung verstorben, ohne sein Ziel – eins werden mit der Natur – erreicht zu haben.

IMG_2205

Vogelgezwitscher und im Hintergrund das Geräusch fahrender Autos, leise nur. Ein kleines Zeichen, dass es die Welt Drumherum noch gibt. Aber hier und jetzt gibt es nur mich. Und den Wald, die Tiere, die Pflanzen.

Gemächlich gehe ich weiter.

IMG_2197

Leuchtende Kinderaugen – Storch sei Dank

Anfangs plapperten die Mädchen und Jungen noch durcheinander, machten Zwischenrufe, stellten Fragen und dann… auf einmal… war es mucksmäuschenstill. Die Augen der Kinder leuchteten, hier und da wurde vor Aufregung an der Unterlippe geknabbert oder Mama, Papa und Oma an den Händen herum geknibbelt.

Ja, es war eine wundervolle Vorlese-Stunde in der vergangenen Woche in der Rehburger IMG_1451Bücherei. Adola Adebar schaffte es wieder einmal, die Kleinen ebenso wie die Großen (ich freue mich natürlich immer, wenn die begleitenden Erwachsenen vom ich-muss-ja-dabei-sein in den ist-das-spannend-Modus wechseln) in den Bann seiner magischen Geschichten, die in Rehburg-Loccum spielen, zu ziehen.

Als Erinnerung gab es dann für Alle noch Lesezeichen mit Bildern von Adola Adebar.

Und ich bewahre mir als schönste Erinnerung, die leuchtenden Kinderaugen in meinem Autoren-Herzen.

Lesung aus Adola Adebars magischen Geschichten

„Welche der Geschichten willst Du denn vorlesen?“ Seite an Seite stehen Adola Adebar und ich auf einer frisch gemähten Wiese in Rehburg. Ich verstehe den großen schwarz-weiß-roten Storch nur schlecht – er klappert mit vollem Schnabel. „Möchtest Du auch?“ mampft er.
Ich schüttele den Kopf. Ich möchte nicht einmal wissen, was er da gerade herunter JXQT0407schluckt. Aber dies Gespräch war dringend erforderlich – schließlich muss Adola darüber Bescheid wissen, wann seine Geschichten gelesen werden – und so blieb mir nichts anderes übrig, als mich hier mit Adola zu treffen.
„Auf frisch gemähten Wiesen finde ich das meiste Futter“, erklärt er mir ganz nebenbei. Als ob ich das nach meinen Storch-Recherchen in den vergangenen Monaten nicht selber wüsste.
„Ich weiß noch nicht“, kehre ich zu seiner Anfangsfrage zurück, „kommt drauf an, wie viel Zeit ich bekomme.“
„Aber auf jeden Fall die von Talentus, dem Erfinder“ – kann ein Storch fordernd gucken? – „und die von den Waldlingen in Loccum und…“
Bevor Adola die restlichen Geschichten auch noch aufzählt, winke ich ab. „Ich schau mal, wie viel Zeit ich bekomme“, verkünde ich abschließend.
Und glücklicherweise ist der Storch schon wieder ganz mit dem absuchen der Wiese beschäftigt und ich mache mich rasch vom Acker. Also von der Wiese.

JA – es gibt eine weitere Lesung aus den magischen Geschichten von Adola Adebar:

am 21. Juni 2018 um 17.00 Uhr in der Stadtbücherei in Rehburg.

Alle kleinen und großen Zuhörer sind willkommen – ich freue mich auf Euch!

 

Adola Adebar ist gut gelandet

„Das Buch ist da!“, lautete am Freitag die Nachricht, als ich gerade frisch von meiner Insel-Schreib-Woche zurück gekehrt war.

Und wie immer, wenn ein Projekt zu Ende geht, fahren meine Emotionen Karussell: Stolz DSC_0339und Erleichterung darüber, dass es geschafft ist, ganz viel Freude und Liebe für den süßen Adola Adebar, der mir – ebenso wie seine Storchendame Mathilda – ans Herz gewachsen ist und auch ein wenig Traurigkeit. Denn schließlich steht Adola nun auf eigenen Storchenbeinen und braucht mich nicht mehr. Dramatisch… ich weiß! Aber so ist es eben, wenn die Figuren aus den Geschichten so lange mit mir zusammen gelebt und sich einen Platz in meinem Herzen erobert haben.

Es war aber auch eine unglaubliche Zeit… wenn ich an all die Abenteuer zurückdenke: DSC_0334wie mir Adola von dem Erfinder erzählt hat, der in Winzlar den Wuppstitätsfaktor erfunden hat oder auch von dem Zeitreisenden Gilig, dem im Dino-Park Münchehagen ein klitzekleines Missgeschick passiert ist… aber ich will nicht zu viel verraten, damit das Lesen auch wirklich noch spannend ist!

Wie in meinem vorigen Beitrag (klick) bereits geschrieben, spielen die magischen Geschichten in den fünf Ortsteilen unserer Stadt Rehburg-Loccum. In Zusammenarbeit (ein dickes Dankeschön übrigens für die tolle Zusammenarbeit!) mit dem Lesenetzwerk Rehburg-Loccum und Jörg-Olaf Ziemer, der die wundervollen Illustrationen gemacht hat, ist ein 130-Seiten Buch entstanden, das nun in Rehburg-Loccum für 6,50 € verkauft wird.

Für alle Einheimischen, hier die Verkaufsstellen:

Stadtbücherei, Rehburg
Rathaus, Rehburg
Romantik, Bad Rehburg
Buchhandlung Schumacher, Loccum

Wer gerade keine Zeit oder Lust hat, uns hier in Rehburg-Loccum zu besuchen, der schreibt einfach eine Mail an: diewaldtraeumerin@gmx.de – die Bezahlung erfolgt dann per Vorkasse und es fallen zusätzlich zu den 6,50 € noch 1,45 € Porto an.

Ich hoffe, dass allen kleinen und großen LeserInnen Adola Adebar und die magischen Geschichten ebenso ans Herz wachsen werden wie mir!

P.S. Und wenn Ihr wollt, könnt Ihr auch noch den Presseartikel über Adola Adebar lesen, den ihr hier findet. Da ist er auch mächtig stolz drauf!

Adola Adebar wird flügge

Mal abgesehen von meinem Blog habe ich auch immer noch weitere Projekte laufen bzw. in Planung. Und auch davon möchte ich hier erzählen. Projekt # 1 habe ich bereits 2017 begonnen und es ist nun schon so gut wie abgeschlossen.

Worum es geht? Um einen Storch in meiner Heimatstadt Rehburg-Loccum. Adola Adebar GILF4392heißt er und lebt mit seiner Storchendame Matilda in einem Nest, das sich auf dem Schornstein des Polizei Gebäudes im Ortsteil Rehburg befindet. Das besondere an ihm ist, dass er der offizielle Geschichten-Erzähler unserer kleinen Stadt ist.

„Adola Adebar erzählt magische Geschichten aus Rehburg-Loccum“ lautet der Titel des Buches, das in Kooperation mit dem Lesenetzwerk Rehburg-Loccum entsteht und das gestern (lauter Jubelschrei!) in Druck gegangen ist. Am 14. April wird in Rehburg die neue Bücherei eröffnet und in diesem Rahmen wird auch Adola präsentiert.

Die Geschichten spielen in unseren fünf Ortsteilen und sind liebevoll von Jörg-Olaf Ziemer illustriert. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass ich schon sehr auf die ersten Exemplare gespannt bin und auch Adola liegt mir schon klappernd in den Ohren, wann es denn nun endlich soweit ist!