Meine Pläne für das 2. Halbjahr

Wahnsinn, wie schnell das 1. Halbjahr des Jahres 2019 vergangen ist! Und nachdem ich mich in den ersten Monaten vorrangig um unser Hundekind Gina – sie ist jetzt auch schon fünf Monate bei uns! – gekümmert habe, heißt es nun aber auch mal wieder die Ärmel hochkrempeln.

Wie schon häufig erwähnt, benötige ich Pläne, um meine Ziele zu erreichen. (Ja, ich bin ein kleines Faultier… wobei das heutzutage ja prokrastinieren genannt wird) Also habe ich mir schon vor Wochen meinen Kalender und ordentlich Schmierpapier geschnappt und dann ging es los mit dem planen: was steht an? Was ist mir besonders wichtig? Welche Projekte will ich in diesem Jahr noch umsetzen?

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Da ich seit einem Jahr zweigleisig fahre – neben dem Schreiben mache ich eine Ausbildung zur Seelfrau (Sterbe-, Trauer- und Seelenbegleitung) – muss ich schauen, dass ich alles unter einen Hut bekomme bzw. nichts zu kurz kommt.

Meinen Kurs für ehrenamtliche SterbebegleiterInnen habe ich ja bereits im Mai beendet und nun werde ich schon bald meine erste Begleitung haben. Meine Seelfrau Ausbildung geht bereits in das zweite Jahr, was u. a. bedeutet, dass ich meine Abschlussarbeit schreiben muss. Das bedeutet nicht nur: ein Thema festzulegen, eine Gliederung zu erstellen, zu recherchieren und das Ganze dann auch zu schreiben, sondern ich muss mich auch noch durch die Pflichtlektüre arbeiten (knapp die Hälfte habe ich bereits) und es stehen allein in diesem Jahr noch drei Wochenenden in Hamburg und ein Treffen der Arbeitsgruppe an.

Und dann möchte ich auch wieder regelmäßig und vor allem größere Projekte schreiben. Das letzte größere waren meine Adola Geschichten, die ich für das Lesenetzwerk Rehburg-Loccum geschrieben habe. Und seitdem habe ich mich kurz und kürzer gefasst. Was auch mal eine Herausforderung war, aber nun möchte ich wieder andere Wege gehen… also schreiben!

Zum einen wartet „Erika“ noch auf mich. Diese Figur ist im Rahmen eines Schreibkicks in mein Autoren-Leben getreten und sie lässt mich nicht los. Daher werde ich in den nächsten Wochen eine (lange) Kurzgeschichte schreiben, die in der (Vor-) Weihnachtszeit spielt und in selbiger dann auch hier zu lesen sein wird.

Letztendlich handelt es sich dabei auch um eine „Aufwärmübung“, denn dann steht mein nächstes Buch an, eine magische Geschichte, bei der Seife eine große Rolle spielt.

Natürlich wird es weiterhin mindestens zwei Beiträge pro Woche hier bei „Die Waldträumerin“ geben. In den nächsten zwei Monaten habe ich schon zwei interessante Interviews geplant. Und sobald mein Fuß wieder in Ordnung ist, werde ich damit loslegen.

Im November findet mein jährliches Seminar „Schreib-Lust“ an der ev. Heimvolkshochschule Loccum statt, welches erfreulicherweise bereits seit Wochen ausgebucht ist! Das hat es in all den Jahren noch nicht gegeben und ich freu mich riesig darüber!

Ja, Ihr lest es schon: Langeweile kommt bei mir garantiert nicht auf. Im Gegenteil, ich habe eine straffe Planung gemacht, damit nichts unter die Räder kommt. Und… ich musste wohl oder übel zwei „Schreib-Dinge“ fürs erste streichen, weil ich einfach nicht auf allen Hochzeiten tanzen kann bzw. will. Zum einen werde ich bei den Schreibkicks pausieren und bei den inzwischen lieb gewonnenen abc.Etüden. (Vielleicht habt Ihr ja Interesse dort mitzuschreiben. Hier und hier sind die Links dazu!)

Hin und wieder werde ich sicherlich von meinen Schreib-Fortschritten erzählen und Beiträge über meine Tätigkeiten in Sachen Sterbe- und Trauerbegleitung wird es künftig auch wieder geben.

Und bevor ich mich nun in all das hineinstürze, werde ich erst einmal meinen Fuß hochlegen, denn der benötigt im Moment auch noch Pflege. Habt noch einen schönen Tag!

DreamWalking – ein Interview mit Lydia Ruckensteiner

IMG_5294Im Mai diesen Jahres habe ich meine Ausbildung zur Seelfrau in Hamburg begonnen. Die Ausbildung beinhaltet Sterbe-, Trauer- und Seelenbegleitung. Was die ersten beiden Bereiche betrifft, habe ich mich in den vergangenen Jahren bereits damit beschäftigt. Aber Seelenbegleitung? Nein, da habe ich bisher keinerlei Kenntnisse. Also begab ich mich auf die Suche und bekam von Google u. a. den Begriff DreamWalking angeboten. Das machte mich neugierig und glücklicherweise „lief“ mir kurz darauf Jemand über den Weg, der sich damit auskennt und bereits Erfahrungen hat. Und so kam das folgende Interview mit Lydia Ruckensteiner zustande.

Lydia, bitte stell Dich einmal selbst vor, damit die die Dich bisher nicht kennen, wissen wer Du bist und was Du machst.

Ich bin Lydia. Wortmalerin und Seelenmensch. Ich schreibe viel – vor allem Gedichte und Texte, die zum Nachdenken anregen. Ich habe den Gedichtband „Gedankenflüsterei“ veröffentlicht und schreibe inzwischen auch mit anderen Menschen, indem ich sie in meinen Schreibkreisen in ihre Fantasie und Kreativität führe. Außerdem arbeite ich energetisch. Ich bin Prana-Energiearbeiterin und lasse teilweise meine schamanischen Fähigkeiten mit einfließen. Mir wird nachgesagt, dass ich ein besonderes Gespür für das `nicht Sichtbare´ habe. Zusätzlich bin ich – ganz bodenständig – als Teilzeitkraft im Verkauf tätig.

Was ist DreamWalking und wie bist Du dazu gekommen?

DreamWalking ist energetische Seelenbegleitung. Dabei werden Seelen hauptsächlich im Sterbeprozess und über den Tod hinaus begleitet.
Der Auftrag dafür kommt vom Sterbenden selbst oder, falls das nicht mehr möglich ist, von den Angehörigen.
Ein DreamWalk ist grundsätzlich für alle seelischen Übergangsprozesse wie z.B. Geburt, tiefgreifende Veränderungen und Wandlungsprozesse im alltäglichen Leben, spirituelle Reifung usw. geeignet. Ich selbst habe aber bisher nur sterbende Menschen begleitet.
Ein DreamWalker greift nicht in den Prozess ein, er ist Begleiter, Beobachter, Freund und Zuhörer. Er nimmt nichtphysische Vorgänge wahr und erkennt an, was ist. Er verfolgt keine eigenen Ziele, sondern ist einfach nur da. Er respektiert die Entscheidungen der zu begleitenden Seele und versteht ihre Botschaften.

Die Tatsache, dass ich zum DreamWalking gekommen bin, ist für mich im Nachhinein betrachtet, ganz klar.
Ich war schon immer `anders´. Ich hatte schon früh die Gabe, energetische Schwingungen zu spüren und Dinge wahrzunehmen, die anderen verborgen blieben.
Vor einigen Jahren durfte ich dann eine Frau treffen, deren Mutter es sehr schlecht ging. Es stellte sich schnell heraus, dass ich diese Mutter-Tochter Beziehung energetisch im Sterbeprozess unterstützen würde, indem ich Bilder, die ich plötzlich hatte, mitteilte. Ich kannte die Sterbende nicht. Sie konnte sich aber nicht mehr selbst mitteilen, konnte nicht mehr sprechen und war bewegungsunfähig. Die von mir beschriebenen und übermittelten Bilder waren für die Tochter sehr hilfreich und fühlten sich für sie stimmig an. Ich konnte aus der Ferne treffende Auskünfte über ihren Zustand geben, was mich teilweise auch selber verblüffte. Da ich aber auch früher schon immer wieder mal solche Erfahrungen gemacht hatte, nahm ich es als Gabe an und wehrte mich nicht mehr dagegen.
Kurz darauf hörte ich von einem Seminar „DreamWalker Ausbildung“. Es war aber gar nicht so klar, dass ich das auch machen wollte. Die oben genannte Tochter war `zufälligerweise´ auch angemeldet und ließ nicht mehr locker, da sie meinte, dass das für mich wahrscheinlich genau passen würde.
So habe ich denn dann eine Ausbildung in DreamWalking bei Andrea Fuchs (www. lokahinui.at) absolviert.

Wie reagiert Dein Umfeld auf Deine Beschäftigung mit den Themen Sterben und Tod?

Mein Umfeld hat nicht unbedingt viel Verständnis für meine Tätigkeit. Es ist eher ein `gewähren lassen´, vielleicht mit einem kleinen `was soll das Ganze überhaupt´ im Hinterkopf. Da ich aber allen bekannt bin mit meinem Hang zu solchen Dingen, ist es für alle o.k., was ich mache. Sie müssen es nicht verstehen. Meine Fähigkeiten und Interessen sorgen nicht immer für Begeisterungsstürme. Das macht nichts. Für mich selbst ist es eine große Bereicherung und es hat mir neue Sichtweisen auf das Thema `Tod und Sterben´ eröffnet, was in meiner damaligen Lebenskrise sehr hilfreich für mich war und mich überhaupt erst in die annehmende Auseinandersetzung mit diesen Prozessen geführt hat.

Welche Erfahrungen hast Du bisher mit und durch das DreamWalking gemacht?

Die Erfahrungen, die ich bisher mit und durch DreamWalking gemacht habe sind allesamt berührend. Es erweitert meinen Horizont, es macht klar, dass es so viel mehr gibt, als wir uns jemals vorstellen könnten. Und es zeigt eindeutig, dass jede Seele ihren ganz eigenen, gewählten Weg hat, der für andere nicht unbedingt verständlich sein muss. Die Aufgabe, eine Seele energetisch begleiten zu dürfen, hat für mich etwas Großes, etwas Ehrfürchtiges, ja fast würde ich sagen, etwas `Heiliges´. Es tun sich Räume und andere Welten auf, von denen wir kaum etwas ahnen würden. Es lässt unsere eigene Endlichkeit erkennen, zeigt aber auch, dass nach dem Tod nicht alles zu Ende ist.
Natürlich kann das niemand beweisen, wir werden es nie ergründen können, was wirklich passiert, was wirklich ist, wenn die Seele den Körper hier zurücklässt, doch alleine die Vorstellung, dass es ein `Danach´ gibt und die Seele in ihre ursprüngliche Form zurückkehrt, deckt sich doch mit vielen Aussagen, die wohl jeder kennt.
Die Sprüche, die wir im Angesicht des Todes sagen, sind wahrscheinlich berechtigter, als wir bewusst wahrnehmen. „Jetzt geht er heim“, „jetzt ist sie bald angekommen“, „bald ist sie im Licht“, „grüß mir alle, die du dort oben triffst“ und noch vieles mehr, sagen doch im Grunde nichts anderes, als dass wir annehmen, dass es nach dem Tod irgendwie weiter geht. Vielleicht ist es auch nur die Hoffnung darauf. Ich weiß es nicht. Aber eines ist gewiss: Energie kann nie verloren gehen.

Hat sich etwas in Deinem Leben, Deinem Denken und / oder Fühlen durch die Beschäftigung mit DreamWalking verändert? Wenn ja, dann was?

Teilweise habe ich oben schon erwähnt, was sich verändert hat. Auf jeden Fall meine Sicht- und Denkweise betreffend unserer Zeit hier auf Erden. Für mich ist es jetzt tatsächlich fühlbar, dass dies hier nur ein kleiner Abschnitt auf dem langen Weg unserer Seele ist. Dass sie hier nur Körper hat, um ihre Erfahrungen zu machen, ihre Aufgaben zu erfüllen, um Gefühle und Emotionen zu leben, um sich selbst zu geben und um ihre Weite und Größe spüren zu können. Darum denke ich inzwischen, dass es sehr wichtig ist, dass wir dies alles auch wirklich tun, dass es nicht nur ein Gedanke ist, sondern dass wir es auch wirklich umsetzen. Den Impulsen der Seele zu folgen ist so einfach und trotzdem das Schwierigste überhaupt.

Liebe Lydia, ich danke Dir für Deine offenen Antworten und für den Einblick in Dein Tun. Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute!

HINWEIS: Ihr habt weitere Fragen zum Thema DreamWalking oder möchtet gern den Gedichtband „Gedankenflüsterei“ bestellen? Dann wendet Euch direkt an Lydia unter der folgenden E-Mail Adresse: lydiar72@hotmail.com.